Exklusiv: Fidor-Verkauf brachte rund 100 Mio. Euro ein

Von Heinz-Roger Dohms

Der Verkauf der Münchner Fintech-Bank Fidor an die französische Großbank BPCE wurde im vergangenen Sommer zwar stolz verkündet – um den Kaufpreis machten die Protagonisten jedoch ein großes Geheimnis. Recherchen von „Finanz-Szene.de“ zeigen nun, wie viel Geld für das 2003 zunächst als Kölsch Kröner & Co. AG gegründete Startup-Institut geflossen ist, nämlich insgesamt rund 100 Mio. Euro. Damit gehört Fidor zu den bislang größten Exits deutscher Fintechs überhaupt.

Der Kaufpreis ergibt sich zum einen aus dem Goodwill, den die BPCE auf Fidor gebildet hat. Das waren laut Geschäftsbericht exakt 80 Mio. Euro. Hinzu kommt das Eigenkapital der Fidor Bank, das sich per Ende 2015 auf Konzernebene auf ziemlich genau 25 Millionen Euro belief. Hier wird es nun zwar kompliziert, weil sich bis zum Verkauf noch Veränderungen an dieser Position ergeben haben dürften und BPCE zunächst „nur“ 96,5 Prozent der Anteile übernahm. Dennoch dürfte man unter dem Strich auf einen Kaufpreis von ganz grob 100 Mio. Euro (bzw. vermutlich etwas mehr als 100 Mio. Euro) kommen. Fidor-Chef Matthias Kröner wollte sich zu den Berechnungen nicht äußern.

Bei der Großvolksbank BPCE handelt es sich – nach Kunden gemessen – um das zweitgrößte französische Geldhaus. Die im vergangenen Juli verkündete Übernahme wurde laut Geschäftsbericht kurz vor Jahresfrist finalisiert. Den Fidor-Anteil von insgesamt 96,5 Prozent hält die BPCE laut deutschem Handelsregister über eine hiesige Tochtergesellschaft namens 3F Holding.

 

Newsletter 19/10/17: Attacke auf Finleap, Fintech-Hauptstadt München, Jobkiller

Exklusiv: Deutschland bekommt einen zweiten Fintech-Inkubator

Rund drei Jahre nach der Gründung von Finleap bekommt Deutschland einen zweiten Fintech-Inkubator. Das Finconomy getaufte Münchner Unternehmen geht nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ an diesem Donnerstag an den Start und will sich auf die Gründung von B2B-Technologiedienstleistern für etablierte Finanzunternehmen fokussieren. Hinter dem neuen Company Builder steht der Selfmade-Unternehmer Reinhard Tahedl, der zu Jahresbeginn mit dem Verkauf seines Personal-Finance-Managers Treefin an den Wüstenrot-Konzern für Aufsehen sorgte. 25 Prozent der Anteile blieben bei Tahedl und diversen Geschäftspartnern. Ihnen gehören daneben auch die Technologieplattform Fundsaccess und der „Banking as a Service“-Provider BanksAPI gehört.

Finanz-Szene.de (mit allen Details), Finconomy-Website (seit dieser Nacht „live“)

Fokus-Thema „Fintech-Hauptstadt München“

Lieber groß statt hipp: Die Gründung von Finconomy wirft ein Schlaglicht auf den Fintech-Hub München. Denn hier sitzen vielleicht nicht die hippsten Finanztechnologie-Unternehmen – dafür aber die mit Abstand größten. Süddeutsche

„Hier gibt es einen Pool an smarten Leuten“: Robert Haselsteiner ist einer der beiden Gründer der Münchner „Unicorns“ Interhyp. Im Interview mit Finanz-Szene.de erläutert er die Vorzüge des Startup-Standorts München. Finanz-Szene.de

News

Deutsche Bank wird Osram-Aktien doch noch los: Das geht aus einer Pflichtmitteilung des Leuchtmittelherstellers hervor. Angesichts der Tatsache, dass sich der Osram-Kurs in den vergangenen Tagen etwas erholt hat, dürften sich die Verluste für die Blaubank letztlich in Grenzen halten. Börsenzeitung (Paywall), DGAP-Mitteilung, Osram-Kurs

Kickt die Bafin den Börsen-Chef aus dem Amt? Die Finanzaufsicht verstärkt ihre Kritik an dem Deal zwischen Staatsanwaltschaft und Deutscher Börse. Die Luft für Vorstandschef Kengeter wird damit immer dünner. Manager Magazin, Handelsblatt (Paywall)

Mifid-Umstellung kostet deutsche Banken 1 Mrd. Euro: Das zumindest behauptet BdB-Chef Michael Kemmer. Reuters, Börsenzeitung (Paywall)

EZB will Banken zum Abbau von Risiken zwingen: Wer seine faulen Kredite nicht schnell genug abbaut, soll künftig konkrete Vorgaben erhalten. Wiwo/Reuters

Lesetipps:

Zerstört Papiergeld den Payment-Standort? Solange die Deutschen in erster Linie mit Cash bezahlen, fehlt der hiesigen Finanzindustrie der Anreiz für Innovationen im Zahlungsverkehr, glaubt BCG. Handelsblatt

Mehr Risiko = mehr Rendite? Warum diese Gleichung für die britische Lending-Plattform Zopa offenbar nicht gilt, erläutert der Alphaville-Blog der „Financial Times“. FT-Alphaville (anmeldepflichtig)

Karriere

„Sie sollten sich gut überlegen, ob sie wirklich Banker werden wollen“: … sagt ein Wall-Street-Manager in Bezug auf seine eigenen Kinder. Denn: Künstliche Intelligenz werde die meisten Bankjobs vernichten. Bloomberg

Übernimmt der Roboter auch IHREN Job? Diese Tätigkeiten im Investmentbanking könnten bald von Maschinen erledigt werden. Bloomberg

Klickfavorit

… war gestern unser Stück über die „What if the game changes?“-Studie der Commerzbank. Finanz-Szene.de

Newsletter 19/10/17: Deutsche Bank, Fintech-Hauptstadt München, Jobkiller

Exklusiv: Deutschland bekommt einen zweiten Fintech-Inkubator

Rund drei Jahre nach der Gründung von Finleap bekommt Deutschland einen zweiten Fintech-Inkubator. Das Finconomy getaufte Münchner Unternehmen geht nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ an diesem Donnerstag an den Start und will sich auf die Gründung von B2B-Technologiedienstleistern für etablierte Finanzunternehmen fokussieren. Hinter dem neuen Company Builder steht der Selfmade-Unternehmer Reinhard Tahedl, der zu Jahresbeginn mit dem Verkauf seines Personal-Finance-Managers Treefin an den Wüstenrot-Konzern für Aufsehen sorgte. 25 Prozent der Anteile blieben bei Tahedl und diversen Geschäftspartnern. Ihnen gehören daneben auch die Technologieplattform Fundsaccess und der „Banking as a Service“-Provider BanksAPI gehört.

Finanz-Szene.de (mit allen Details), Finconomy-Website (seit dieser Nacht „live“)

Fokus-Thema „Fintech-Hauptstadt München“

Lieber groß statt hipp: Die Gründung von Finconomy wirft ein Schlaglicht auf den Fintech-Hub München. Denn hier sitzen vielleicht nicht die hippsten Finanztechnologie-Unternehmen – dafür aber die mit Abstand größten. Süddeutsche

„Hier gibt es einen Pool an smarten Leuten“: Robert Haselsteiner ist einer der beiden Gründer der Münchner „Unicorns“ Interhyp. Im Interview mit Finanz-Szene.de erläutert er die Vorzüge des Startup-Standorts München. Finanz-Szene.de

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Lesetipps:

Zerstört Papiergeld den Payment-Standort? Solange die Deutschen in erster Linie mit Cash bezahlen, fehlt der hiesigen Finanzindustrie der Anreiz für Innovationen im Zahlungsverkehr, glaubt BCG. Handelsblatt

Mehr Risiko = mehr Rendite? Warum diese Gleichung für die britische Lending-Plattform Zopa offenbar nicht gilt, erläutert der Alphaville-Blog der „Financial Times“. FT-Alphaville (anmeldepflichtig)

Karriere

„Sie sollten sich gut überlegen, ob sie wirklich Banker werden wollen“: … sagt ein Wall-Street-Manager in Bezug auf seine eigenen Kinder. Denn: Künstliche Intelligenz werde die meisten Bankjobs vernichten. Bloomberg

Übernimmt der Roboter auch IHREN Job? Diese Tätigkeiten im Investmentbanking könnten bald von Maschinen erledigt werden. Bloomberg

Klickfavorit

… war gestern unser Stück über die „What if the game changes?“-Studie der Commerzbank. Finanz-Szene.de

Exklusiv: Deutschland bekommt einen zweiten Fintech-Inkubator

Von Heinz-Roger Dohms

Rund drei Jahre nach der Gründung von Finleap bekommt Deutschland einen zweiten Fintech-Inkubator. Das Finconomy getaufte Münchner Unternehmen geht an diesem Donnerstag offiziell an den Start und will sich auf die Gründung von B2B-Technologiedienstleistern für etablierte Finanzunternehmen fokussieren. Hinter dem neuen Company Builder steht der Selfmade-Unternehmer Reinhard Tahedl, der zu Jahresbeginn mit dem Verkauf des Personal-Finance-Managers Treefin an den Wüstenrot-Konzern für Aufsehen sorgte. 25 Prozent der Anteile blieben bei Tahedl und diversen Geschäftspartnern. Ihnen gehören daneben auch die Technologieplattform Fundsaccess und der „Banking as a Service“-Provider BanksAPI gehört.

Die Gründung von Finconomy darf man durchaus als Angriff auf Finleap deuten – zumal ja auch die Berliner Seriengründer zuletzt tendenziell stärker ins B2B-Geschäft gingen (bzw.: seit einiger Zeit spricht man ja hochtrabend von „B2B2C“, aber sei’s drum). Allerdings nimmt sich die Funding-Power der Münchner deutlich bescheidener aus. Während Finleap offenbar wenig Probleme hat, mal eben ein einziges Startup wie den Neo-Versicherer Element mit einer  zweistelligen Millionensumme anzuschieben, dürfte sich die gesamte Finanzierungskraft von Finconomy eher im hohen einstelligen Millionenbereich bewegen. Reinhard Tahedl sieht darin aber keinen Nachteil: „Für die Gründung eines B2B-Fintechs brauchen Sie signifikant weniger Kapital, als wenn Sie mit den entsprechenden Marketingaufwendungen ins Endkundengeschäft streben.“

Fundsaccess, Treefin und BanksAPI mitgezählt, kommt die „Tahedl-Gruppe“ auf rund 60 Mitarbeiter; davon werden zum Start rund 15 in erster Linie für den neuen Company Builder arbeiten, der auf Sicht die „Shared Services“ die für die Einzelfirmen übernehmen soll – also etwa die Buchhaltung oder die Server-Administration. Das erste komplett „neue“ Finconomy-Venture ist Tahedl zufolge bereits in der Mache. Dabei handele es sich um ein Startup im Bereich Wealth Management. Läuft alles glatt, könnte das neue Fintech bereits im ersten Quartal nächsten Jahres starten. Im Schnitt solle aus Finconomy jedes Jahr ein Fintech hervorgehen, sagt Tahedl. Auch das klingt bescheidener als bei Finleap. Die Berliner haben in nicht mal drei Jahren schon 13 Startups aufgesetzt.

Übrigens: Mit der Gründung von Finconomy ist auch das Geheimnis um die „Redesign Finance“-Kampagne gelüftet. Unter diesem Motto hatte eine namenlose Firma seit dem Frühjahr um hochqualifiziertes Personal aus der Finanzbranche geworben. Tatsächlich stand hinter der Recruiting-Initiative niemand anders als Tahedl, was man bei genauerem Hinsehen übrigens erkennen konnte. Auf der eigens eingerichteten Website von „Redesign Finance“ hieß es wörtlich:

„Im Gegensatz zu einem Startup starten wir als Company Builder nicht bei Null. Im Gegenteil – es geht los mit

  • Über 1.1 Mio. Konten und Depots
  • Über 40 Mrd. EUR Assets
  • Über 20.000 Berater als Nutzer
  • Und täglich über 150 Mio. verarbeitete Transaktionen“

Das waren genau die Kennziffern, die auf Treefin, Fundsaccess und BanksAPI zutreffen.

Interhyp-Gründer: „In München gibt es einen Pool an smarten Leuten“:

Von Heinz-Roger Dohms

In unserer Interview-Reihe „3 Fragen, 3 Antworten“ haben wir diesmal den Interhyp-Gründer Robert Haselsteiner nach dem Erfolgsrezept des Fintech-Standorts München befragt:

1.) Sie haben sich bei der Gründung von Interhyp damals für München entschieden – genau wie bei ihrem heutigen Unternehmen, der Investmentfirma HW Capital. Waren die Gründe für die Standortwahl eher subjektiv oder eher objektiv?

Haselsteiner: Subjektiv, weil wir als Gründer schon hier lebten.

2.) Gibt es so etwas wie eine Münchner Fintech/Tech-/Gründer-Szene – oder existieren eher jedes Unternehmen eher für sich?

Haselsteiner: Die „Szene“ ist historisch deutlich weniger ausgeprägt als in Berlin. In den 2000ern agierte definitiv jedes Unternehmen für sich. Clusterbildungen haben erst nach der ersten Welle erfolgreicher Gründer begonnen. Dadurch sind gewisse Netzwerke entstanden, die dann auch im Bereich Seed-Runden und Inkubation zu ersten Effekten geführt haben. Mit der starken Welle der letzten Jahre sind auch Formate wie Bits and Pretzels oder Between the Towers entstanden, die versuchen, die Münchner Szene stärker zu verbinden. Im Fintech-Bereich haben die beiden Einhörner Check24 und Interhyp – aber auch andere große Erfolge wie Pay.on – eine Vorbildfunktion übernommen.

3.) Was spricht für, was gegen München?

Haselsteiner: Für München sprechen …

  • der Pool an smarten Leuten an den guten Universitäten
  • die hohe Dichte an Dax Konzernen, großen Mittelständlern und auch internationalen Technologie-Unternehmen
  • der vorhandene Pool an IT-Leuten und Codern
  • die hier ansässigen VC-Firmen und eine gute Business-Angel-Szene
  • die sehr gute Infrastruktur in der Rechtsberatung und was öffentliche Förderstellen angeht
  • die sehr gute internationale Anbindung über den Flughafen München
  • die hohe Lebensqualität, was Talente und Mitarbeiter anzieht.

Berlin hatte früher den Vorteil niedriger Mieten und günstigerer Lebenshaltungskosten – Mieten und Immobilienpreise steigen aber auch dort inzwischen schnell. Und aus Unternehmersicht steigen auch die Gehaltserwartungen in Berlin inzwischen rasant. Gegen München spricht also wenig.

Newsletter 18/10/17: „Säkulare Zäsur“, 9-stelliger Fintech-Deal, WLAN-Banking

Exklusiv: Commerzbank warnt vor „säkularer Zäsur“ für die eigene Branche

Es ist eines der krassesten Papiere, die in letzter Zeit zur Zukunft der Finanzbranche verfasst wurden: Die Research-Abteilung der Commerzbank warnt ihre Kunden vor einer „säkularen Zäsur“ für die europäischen Bankenindustrie. In der „What if the game changes?“ betitelten Kurzstudie, die „Finanz-Szene.de“ vorliegt, entwerfen die Coba-Analysten ein Szenario, wonach viele Banken schon in wenigen Jahren in existenzielle Schwierigkeiten geraten könnten. Dabei weisen die Autoren explizit auf steigende Risiken für die Besitzer nachrangiger Anleihen hin. Besonders spannend: Anders als man meinen könnte, beginnen die Analysten bei ihrer Argumentation nicht etwa mit dem Zinstief. Sondern knüpfen das Schicksal der europäischen Finanzindustrie quasi einzig und allein an die Frage, inwieweit die Banken die Digitalisierung meistern. Hier unsere Zusammenfassung der Sprengsatz-Studie:

Finanz-Szene.de

News

Ist WLAN-Banking noch sicher? Mit seiner Warnung vor Problemen bei der Verschlüsselungstechnologie WPA2 hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gestern für Aufsehen gesorgt – und für Kritik. So warnte der Bitkom vor „Hysterie“. Manager Magazin, Zeit, Reuters

Deutschlands erste Onlinebank treibt Kunden zur Verzweiflung: Auch eine Woche nach der Migration ihrer Kundendaten scheint die Netbank die Probleme nicht wirklich in den Griff zu bekommen. Wirtschaftswoche

Wer wird Deutschlands wichtigster Sparkassen-Chef? Laut „Kölner Stadtanzeiger“ gibt es noch drei Kandidaten für den frei werdenden Posten bei der Großsparkasse Köln-Bonn; einer soll Harald Langenfeld, bislang Chef der Sparkasse Leipzig, sein. Attraktiv ist das Amt allemal: Der scheidende Vorstandsvorsitzende kassierte zuletzt fast 800.000 Euro. KStA

Deutsche Bank sucht IPO-Berater: Für alle Häretiker da draußen, die sich fragen, worauf der Branchenführer beim angekündigten Börsengang seines Asset Managements denn überhaupt noch wartet … Immerhin wird laut „Reuters“ jetzt schon mal nach IPO-Beratern Ausschau gehalten!!! Die BÖZ schließt daraus, dass April/Mai 2018 ein realistisches Zeitfenster für die Erstnotiz sei. Schaun mer mal. HB/Reuters, Börsenzeitung (Paywall)

Retten? Uns doch nicht! Die NordLB hat einen NDR-Bericht dementiert, wonach das angeschlagene Geldhaus eine milliardenschwere staatliche Kapitalspritze benötigt. Handelsblatt, NDR

Beyond .de

Eine der bislang größten Fintech- Übernahmen: Wie gestern Abend bekannt wurde, schluckt JP Morgan den US-Zahlungsdienstleister WePay. Der Kaufpreis soll jenseits der 200 Mio. Dollar liegen, zu denen Investoren WePay zuletzt bewertet hatten. Seeking Alpha 

Warum eine Aufspaltung der Credit Suisse … auf den ersten Blick Sinn macht, bei etwas genauerer Betrachtung dann aber schon nicht mehr so sehr. Breakingviews

Lesetipps

Mal was für die Payment-Geeks (die wir im Sinne der Zielgruppen-Manifestierung ja auch bei Laune halten wollen): Einer unserer Lieblings-Blogger, nämlich Rudolf Linsenbarth, hat die kontaktlose Girocard der Targobank getestet – und dabei einige Überraschungen erlebt. IT-Finanzmagazin

Schlechte Nachrichten für die Middelhoff-Bank: Wer auch immer von Ihnen, liebe LeserInnen, bei der Bank arbeitet, die die Pfandrechte auf die Ex-Villa des Ex-Starmanagers besitzt … Mmmmhhhh … Bad news … Denn der Makler bietet das ostwestfälische Luxusanwesen inzwischen für weniger als zwei Millionen Euro feil. Welt

Apropos zwei Millionen Euro: Was kriegt man dafür wohl noch im Frankfurter Westend, wenn demnächst die von der Main-Finance-Lobby prognostizierten 850.000 Brexit-Banker nach FFM kommen? Einen Flur mit Fußmatte? Mithin: Irgendwie verständlich, dass nicht alle Frankfurter die Brexit-Euphorie teilen, wie „Bloomberg“-Reporter bei einem Besuch in Boomtown Bembel festgestellt haben. Bloomberg

Klickfavorit

… war gestern der Artikel „Diese fünf Blockchain-Initiativen sollten CFOs kennen“ (Hinweis an die Germanisten: Uns selber ist bewusst, dass eigentlich die CFOs die Initiativen kennen sollten und nicht umgekehrt. War aber nicht unsere eigene Geschichte). Finance Magazin

Back-End

Liebe Banker (es sind tatsächlich meist die Banker, nie die Bankerinnen und nur selten die Nerds), können Sie uns nicht einfach mal einen klassischen Leserbrief schreiben? Einen, den wir mit Namensangabe veröffentlichen dürfen? Müssen es stattdessen immer die kleinen, bösen Off-the-record-E-Mails sein? Und müssen Sie darin immer über ihre Standesgenossen herziehen? Das jüngste Beispiel ist die gestrige Zuschrift eines nicht unprominenten Bankmanagers, dessen im Grunde sehr netten Worte in die Pointe mündeten: „Besondere Freude machen mir Ihre Nachrichten über Herrn D. […] Er weiß nicht, wovon er spricht. […] Ein Spaßmacher wider Willen.“

Wie soll das nur enden?

Newsletter 18/10/17: Commerzbank-Warnung, Sparkassen, Boomtown Bembel

Exklusiv: Commerzbank warnt vor „säkularer Zäsur“ für die eigene Branche

Es ist eines der krassesten Papiere, die in letzter Zeit zur Zukunft der Finanzbranche verfasst wurden: Die Research-Abteilung der Commerzbank warnt ihre Kunden vor einer „säkularen Zäsur“ für die europäischen Bankenindustrie. In der „What if the game changes?“ betitelten Kurzstudie, die „Finanz-Szene.de“ vorliegt, entwerfen die Coba-Analysten ein Szenario, wonach viele Banken schon in wenigen Jahren in existenzielle Schwierigkeiten geraten könnten. Dabei weisen die Autoren explizit auf steigende Risiken für die Besitzer nachrangiger Anleihen hin. Besonders spannend: Anders als man meinen könnte, beginnen die Analysten bei ihrer Argumentation nicht etwa mit dem Zinstief. Sondern knüpfen das Schicksal der europäischen Finanzindustrie quasi einzig und allein an die Frage, inwieweit die Banken die Digitalisierung meistern. Hier unsere Zusammenfassung der Sprengsatz-Studie:

Finanz-Szene.de

News

Wer wird Deutschlands wichtigster Sparkassen-Chef? Laut „Kölner Stadtanzeiger“ gibt es noch drei Kandidaten für den frei werdenden Posten bei der Großsparkasse Köln-Bonn; einer soll Harald Langenfeld, bislang Chef der Sparkasse Leipzig, sein. Attraktiv ist das Amt allemal: Der scheidende Vorstandsvorsitzende kassierte zuletzt fast 800.000 Euro. KStA

Ist WLAN-Banking noch sicher? Mit seiner Warnung vor Problemen bei der Verschlüsselungstechnologie WPA2 hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gestern für Aufsehen gesorgt – und für Kritik. So warnte der Bitkom vor „Hysterie“. Manager Magazin, Zeit, Reuters

Deutsche Bank sucht IPO-Berater: Für alle Häretiker da draußen, die sich fragen, worauf der Branchenführer beim angekündigten Börsengang seines Asset Managements denn überhaupt noch wartet … Immerhin wird laut „Reuters“ jetzt schon mal nach IPO-Beratern Ausschau gehalten!!! Die BÖZ schließt daraus, dass April/Mai 2018 ein realistisches Zeitfenster für die Erstnotiz sei. Schaun mer mal. HB/Reuters, Börsenzeitung (Paywall)

Retten? Uns doch nicht! Die NordLB hat einen NDR-Bericht dementiert, wonach das angeschlagene Geldhaus eine milliardenschwere staatliche Kapitalspritze benötigt. Handelsblatt, NDR

Deutschlands erste Onlinebank treibt Kunden zur Verzweiflung: Auch eine Woche nach der Migration ihrer Kundendaten scheint die Netbank die Probleme nicht wirklich in den Griff zu bekommen. Wirtschaftswoche

Beyond .de

Eine der bislang größten Fintech- Übernahmen: Wie gestern Abend bekannt wurde, schluckt JP Morgan den US-Zahlungsdienstleister WePay. Der Kaufpreis soll jenseits der 200 Mio. Dollar liegen, zu denen Investoren WePay zuletzt bewertet hatten. Seeking Alpha 

Warum eine Aufspaltung der Credit Suisse … auf den ersten Blick Sinn macht, bei etwas genauerer Betrachtung dann aber schon nicht mehr so sehr. Breakingviews

Lesetipps

Schlechte Nachrichten für die Middelhoff-Bank: Wer auch immer von Ihnen, liebe LeserInnen, bei der Bank arbeitet, die die Pfandrechte auf die Ex-Villa des Ex-Starmanagers besitzt … Mmmmhhhh … Bad news … Denn der Makler bietet das ostwestfälische Luxusanwesen inzwischen für weniger als zwei Millionen Euro feil. Welt

Apropos zwei Millionen Euro: Was kriegt man dafür wohl noch im Frankfurter Westend, wenn demnächst die von der Main-Finance-Lobby prognostizierten 850.000 Brexit-Banker nach FFM kommen? Einen Flur mit Fußmatte? Mithin: Irgendwie verständlich, dass nicht alle Frankfurter die Brexit-Euphorie teilen, wie „Bloomberg“-Reporter bei einem Besuch in Boomtown Bembel festgestellt haben. Bloomberg

Und noch was für die Payment-Geeks (die wir im Sinne der Zielgruppen-Manifestierung ja auch bei Laune halten wollen): Einer unserer Lieblings-Blogger, nämlich Rudolf Linsenbarth, hat die kontaktlose Girocard der Targobank getestet – und dabei einige Überraschungen erlebt. IT-Finanzmagazin

Klickfavorit

… war gestern der Artikel „Diese fünf Blockchain-Initiativen sollten CFOs kennen“ (Hinweis an die Germanisten: Uns selber ist bewusst, dass eigentlich die CFOs die Initiativen kennen sollten und nicht umgekehrt. War aber nicht unsere eigene Geschichte). Finance Magazin

Back-End

Liebe Banker (es sind tatsächlich meist die Banker, nie die Bankerinnen und nur selten die Nerds), können Sie uns nicht einfach mal einen klassischen Leserbrief schreiben? Einen, den wir mit Namensangabe veröffentlichen dürfen? Müssen es stattdessen immer die kleinen, bösen Off-the-record-E-Mails sein? Und müssen Sie darin immer über ihre Standesgenossen herziehen? Das jüngste Beispiel ist die gestrige Zuschrift eines nicht unprominenten Bankmanagers, dessen im Grunde sehr netten Worte in die Pointe mündeten: „Besondere Freude machen mir Ihre Nachrichten über Herrn D. […] Er weiß nicht, wovon er spricht. […] Ein Spaßmacher wider Willen.“

Wie soll das nur enden?

Exklusiv: Commerzbank warnt vor „säkularer Zäsur“ für die eigene Branche

Von Heinz-Roger Dohms

Zu sagen, dieses Papier habe es in sich, wäre eine Untertreibung.

Die Research-Abteilung der Commerzbank hat ihre Buy-Side-Kunden gestern vor einer „säkularen Zäsur“ in der europäischen Bankenindustrie gewarnt. In der „What if the game changes?“ betitelten Kurzstudie, die „Finanz-Szene.de“ vorliegt, entwerfen die Coba-Analysten ein Szenario, wonach viele Institute schon in wenigen Jahren in existenzielle Schwierigkeiten geraten könnten. Dabei weisen die Autoren explizit auf steigende Risiken für die Besitzer nachrangiger Anleihen hin. Soll wohl heißen: Für die Banken geht es in Zukunft gar nicht mehr darum, die Ansprüche ihrer Aktionäre zu befriedigen. Sondern nur mehr darum, aus ihren notwendig kargen Gewinnen irgendwie die Schulden bei den Bondholdern zu begleichen.

Besonders spannend ist, dass die Analysten – anders als man meinen sollte – ihre Argumentation nicht etwa vom Zinstief her denken (das Wort „Zinsen“ taucht in dem siebenseitigen Papier überhaupt nicht auf). Stattdessen knüpft die Commerzbank das Schicksal der europäischen Finanzindustrie quasi eins zu eins an die Frage, ob die Branche die Digitalisierung meistert. So heißt es gleich zu Beginn des Papers wörtlich:

„Es besteht die reale Möglichkeit, dass sich die Wertschöpfungskette und die Marktstruktur in der Bankenbranche in den kommenden zehn Jahren signifikant verändern werden. Falls es wirklich so kommt – dann wird sich dies auf die Art und Weise auswirken, wie Banken arbeiten und wie sich ihre Marktposition, ihre Ertragskraft und ihre Bonität entwickeln. Bislang basieren die Digitalstrategien der Banken auf der Annahme, dass der Status quo erhalten bleibt – die Bank also die zentrale Anlaufstelle des Kunden bleibt. Wir dagegen halten es für möglich, dass die Banken stattdessen disintermediert und auf eine Rolle reduziert werden, in der sie nur noch ihre Bilanzsumme zur Verfügung stellen.“

Um es kurz zu machen: Der Rest der Sprengsatz-Studie ist etwas für Digitalisierungs-Feinschmecker, Transformations-Anhänger, Disruptions-Bejaher, API-Jünger und PSD2-Fetischisten. In drei Sätzen zusammengefasst: Ihre Preishoheit haben die Banken bereits verloren. Ihre Kundenhoheit drohen sie zu verlieren. Der Rest wird bitter.

Newsletter 17/10/17: Fintech-Schlappe, „Die Ich-Bank“, Schwerpunkt Blockchain,

Die Blockchain kommt – aber wann, wo und wie?

Geht es Ihnen auch so? Man liest hier von einem Blockchain-Projekt, da von einer Blockchain-Initiative und dort von einem Blockchain-Startup – und doch bleibt letztlich alles immer ein bisschen schwammig (es sei denn, man ist zufällig Oliver Bussmann) … Ja, es geht Ihnen so?  Dann empfehlen wir Ihnen (weil newsmäßig eh nicht viel los ist) heute einfach mal an prominenter Stelle zwei einordnende, gestern erschienene Artikel des „Finance-Magazins“ und der „FT“. Nach deren Lektüre ist man zwar immer noch kein Bussmann. Aber zumindest bekommt ein Gefühl dafür, wo die Blockchain demnächst wirklich schon angewendet werden könnte (nämlich u.a. in der Handelsfinanzierung und bei Konsortialkrediten).

Finance-Magazin, Financial Times (Paywall)

Lesetipps

Die Ich-Bank: Im Zuge der Digitalisierung kommen Banken in die Lage, ihre Produkte zwar einerseits zu standardisieren – sie zugleich aber immer individueller auf den einzelnen Kunden zuzuschneiden, erläutert der Schweizer Finanzprofessor und ehemalige Saxobank-Manager Patrick Schüffel. Der Bank-Blog

Fundiertes zu Gafa: Seeeeeehr viele Blogger haben sich zuletzt zu der Frage geäußert, ob die Gafas (also Tech-Giganten wie Google, Amazon, Facebook oder Apple) nun die Banken angreifen oder nicht. Wer sich bei dem Thema erst einmal mit den Basics vertraut machen will, dem legen wir den Artikel von Holger Schmidt ans Herz. (Fun-Fact am Rande: Wie Schmidt schreibt, haben Amazon und Alibaba bei der Bafin Interesse an einem PSD2-Zertifikat bekundet). Linkedin

Regtech steht vor dem Durchbruch: … behauptet zumindest die „Financial Times“, und die Kollegen dort sind ja nicht die dümmsten. FT (Paywall)

Das Geheimnis von Monzo: Warum gewinnt ein britisches Fintech mit einer scheinbar simplen EC-Karte binnen kurzer Zeit mehr als 400.000 Kunden? „Welt“-Kollegin Claudia Wanner versucht das Phänomen zu ergründen. Welt 

Die ganze Malaise der Deutschen Bank in einem einzigen Tweet: 24,2 Mrd. Euro für Boni, 14,7 Mrd. Euro für Rechtsstreitigkeiten, 21,7 Mrd. Euro durch Kapitalerhöhungen. Twitter

News

Kein deutsches Finanz-Startup unter den Top-10: Liebe Fintech-Gründer, wir wissen ja, wie gern Ihr Euch bei Twitter gegenseitig Eure „Congrats!“-Tweets zusendet und dieselbe Übung dann bei LinkedIn gleich noch mal wiederholt. Heute morgen indes müssen Eure Accounts leider stumm bleiben. Denn kein deutsches Startup hat es auf die internationale Fintech-Impact-Award-Shortlist der „Financial Times“ geschafft (wobei, Funding Circle hat ja immerhin eine deutsche Tochter, Congrats!). Financial Times (Paywall)

Netter, kleiner Sonderertrag für die Commerzbank: Der Rückzug aus dem Ratenkredit-Joint-Ventures mit der BNP Paribas hat der Gelbbank 132 Mio. Euro netto eingetragen – und damit deutlich mehr als die gut 80 Mio. Euro, die die Coba bislang als Indikation in den Markt gefunkt hatte. HB/Reuters

Dombret nimmt deutschen Banklobbyisten die Hoffnung: Wer geglaubt hatte, in Sachen Basel III/IV-Kompromiss sei das letzte Wort noch nicht gesprochen … Doch, ist es wohl (vielleicht abgesehen von ein paar kleinen Details). Darauf deuten jedenfalls Äußerungen von Bundesbank-Vorstand Dombret in der „Börsenzeitung“ hin. Reuters (News), BÖZ (Paywall)Handelsblatt (lesenswerter Hintergrund vom Wochenende)

Deutsche Bank bleibt auf Spanien-Geschäft sitzen: Vor ein paar Wochen hatten wir berichtet, dass die Blaubank mit der BBVA exklusiv über einen Verkauf verhandelt. Einig wurde man sich aber offenbar nicht. Denn wie „Bloomberg“ und spanische Medien vermelden, hält die DBank nun doch an ihrem iberischen Privatkundengeschäft fest. dpa-afx

Beyond .de

Große Aufregung in der Schweiz: … denn wie gestern Abend zunächst „Finanz und Wirtschaft“ berichtete, will der Aggro-Aktionär Rudolf Bohli offensichtlich die Aufspaltung der Credit Suisse fordern. Dazu muss man allerdings sagen, dass Bohlis Hedge-Föndschen RBR Capital gerade mal rund 0,2 Prozent der Anteile halten soll. Sie brauchen jetzt also nicht panisch auf den Link zu klicken – sondern können im Grunde einfach weiterscrollen. Sollte die Sache so richtig Fahrt aufnehmen, werden Sie es nicht verpassen. FuW

Immer auf die armen Italiener: Standard & Poor’s hat auf Basis ausgeklügelter mathematischer Modelle herausgefunden, was man eigentlich auch an den fünf Fingern einer Hand abzählen kann: Die EZB-Pläne zu faulen Krediten (Sie wissen schon: höhere Rückstellungen …) würden keine Bankenlandschaft so hart treffen wie die italienische. HB/Reuters 

Karriere

Was Sie bei der Hypo-Vereinsbank verdienen würden: Bei der HVB gibt es sie noch, die Einkommensmillionäre. Es gibt aber auch diejenigen, die sich womöglich fragen, ob sie nicht gleich zur Sparkasse hätten gehen können. efinancialcareers

Filial-Mysterium, Teil 3

Wie letzte Woche geschrieben, kam uns (und mehr noch: kam vielen Lesern) die große KfW-Filialstudie ein wenig seltsam vor. Denn: Während die Zahl der Zweigstellen zwischen 2000 und 2015 bundesweit stark gesunken ist, hat in manchen Städten und Kreisen eine geradezu wundersame Filial-Vermehrung stattgefunden. Wie kann das sein? Und kann das überhaupt sein? Die KfW hat uns inzwischen ihre Methodik detailliert dargelegt (siehe Link weiter unten). Dabei zeigt sich, dass das Phänomen nichts mit SB-Filialen zu tun hat (wie u.a. zwei Retail-Experten unter unseren Lesern vermuteten). Diese wurden nämlich gar nicht mitgezählt. Was dann die Erklärung für die Filial-Vermehrung ist? Wir wissen es immer noch nicht. Dafür haben wir heute für Sie aber schon mal weltexklusiv (!) die Liste sämtlicher Bankfilialen in Deutschlands Bankfilialmetropole Franfurt/Oder (auch bekannt als Oderhattan). Finanz-Szene.de

Klickfavorit

… am vergangenen Freitag war unser Scoop über das klandestine Küddelchen* zwischen den Sparkassen und der Einlagenplattform Deposit Solutions. Die Geschichte hat unserem kleinen Outlaw-Medium übrigens – wenn dieser kindlich stolze Hinweis erlaubt sei – eine Namensnennung in der „Börsenzeitung“ eingetragen. Da haben wir vor Freude gleich mal die Korda-Schere* gemacht.

 

Newsletter 17/10/17: HVB-Gehälter, Schwerpunkt Blockchain, Geld für die Coba

Die Blockchain kommt – aber wann, wo und wie?

Geht es Ihnen auch so? Man liest hier von einem Blockchain-Projekt, da von einer Blockchain-Initiative und dort von einem Blockchain-Startup – und doch bleibt letztlich alles immer ein bisschen schwammig (es sei denn, man ist zufällig Oliver Bussmann) … Ja, es geht Ihnen so?  Dann empfehlen wir Ihnen (weil newsmäßig eh nicht viel los ist) heute einfach mal an prominenter Stelle zwei einordnende, gestern erschienene Artikel des „Finance-Magazins“ und der „FT“. Nach deren Lektüre ist man zwar immer noch kein Bussmann. Aber zumindest bekommt ein Gefühl dafür, wo die Blockchain demnächst wirklich schon angewendet werden könnte (nämlich u.a. in der Handelsfinanzierung und bei Konsortialkrediten).

Finance-Magazin, Financial Times (Paywall)

News

Netter, kleiner Sonderertrag für die Commerzbank: Der Rückzug aus dem Ratenkredit-Joint-Ventures mit der BNP Paribas hat der Gelbbank 132 Mio. Euro netto eingetragen – und damit deutlich mehr als die gut 80 Mio. Euro, die die Coba bislang als Indikation in den Markt gefunkt hatte. HB/Reuters

Dombret nimmt deutschen Banklobbyisten die Hoffnung: Wer geglaubt hatte, in Sachen Basel III/IV-Kompromiss sei das letzte Wort noch nicht gesprochen … Doch, ist es wohl (vielleicht abgesehen von ein paar kleinen Details). Darauf deuten jedenfalls Äußerungen von Bundesbank-Vorstand Dombret in der „Börsenzeitung“ hin. Reuters (News), BÖZ (Paywall)Handelsblatt (lesenswerter Hintergrund vom Wochenende)

Deutsche Bank bleibt auf Spanien-Geschäft sitzen: Vor ein paar Wochen hatten wir berichtet, dass die Blaubank mit der BBVA exklusiv über einen Verkauf verhandelt. Einig wurde man sich aber offenbar nicht. Denn wie „Bloomberg“ und spanische Medien vermelden, hält die DBank nun doch an ihrem iberischen Privatkundengeschäft fest. dpa-afx

Kein deutsches Finanz-Startup unter den Top-10: Liebe Fintech-Gründer, wir wissen ja, wie gern Ihr Euch bei Twitter gegenseitig Eure „Congrats!“-Tweets zusendet und dieselbe Übung dann bei LinkedIn gleich noch mal wiederholt. Heute morgen indes müssen Eure Accounts leider stumm bleiben. Denn kein deutsches Startup hat es auf die internationale Fintech-Impact-Award-Shortlist der „Financial Times“ geschafft (wobei, Funding Circle hat ja immerhin eine deutsche Tochter, Congrats!). Financial Times (Paywall)

Beyond .de

Große Aufregung in der Schweiz: … denn wie gestern Abend zunächst „Finanz und Wirtschaft“ berichtete, will der Aggro-Aktionär Rudolf Bohli offensichtlich die Aufspaltung der Credit Suisse fordern. Dazu muss man allerdings sagen, dass Bohlis Hedge-Föndschen RBR Capital gerade mal rund 0,2 Prozent der Anteile halten soll. Sie brauchen jetzt also nicht panisch auf den Link zu klicken – sondern können im Grunde einfach weiterscrollen. Sollte die Sache so richtig Fahrt aufnehmen, werden Sie es nicht verpassen. FuW

Immer auf die armen Italiener: Standard & Poor’s hat auf Basis ausgeklügelter mathematischer Modelle herausgefunden, was man eigentlich auch an den fünf Fingern einer Hand abzählen kann: Die EZB-Pläne zu faulen Krediten (Sie wissen schon: höhere Rückstellungen …) würden keine Bankenlandschaft so hart treffen wie die italienische. HB/Reuters 

Lesetipps

Die Ich-Bank: Im Zuge der Digitalisierung kommen Banken in die Lage, ihre Produkte zwar einerseits zu standardisieren – sie zugleich aber immer individueller auf den einzelnen Kunden zuzuschneiden, erläutert der Schweizer Finanzprofessor und ehemalige Saxobank-Manager Patrick Schüffel. Der Bank-Blog

Fundiertes zu Gafa: Seeeeeehr viele Blogger haben sich zuletzt zu der Frage geäußert, ob die Gafas (also Tech-Giganten wie Google, Amazon, Facebook oder Apple) nun die Banken angreifen oder nicht. Wer sich bei dem Thema erst einmal mit den Basics vertraut machen will, dem legen wir den Artikel von Holger Schmidt ans Herz. (Fun-Fact am Rande: Wie Schmidt schreibt, haben Amazon und Alibaba bei der Bafin Interesse an einem PSD2-Zertifikat bekundet). Linkedin

Regtech steht vor dem Durchbruch: … behauptet zumindest die „Financial Times“, und die Kollegen dort sind ja nicht die dümmsten. FT (Paywall)

Das Geheimnis von Monzo: Warum gewinnt ein britisches Fintech mit einer scheinbar simplen EC-Karte binnen kurzer Zeit mehr als 400.000 Kunden? „Welt“-Kollegin Claudia Wanner versucht das Phänomen zu ergründen. Welt 

Die ganze Malaise der Deutschen Bank in einem einzigen Tweet: 24,2 Mrd. Euro für Boni, 14,7 Mrd. Euro für Rechtsstreitigkeiten, 21,7 Mrd. Euro durch Kapitalerhöhungen. Twitter

Karriere

Was Sie bei der Hypo-Vereinsbank verdienen würden: Bei der HVB gibt es sie noch, die Einkommensmillionäre. Es gibt aber auch diejenigen, die sich womöglich fragen, ob sie nicht gleich zur Sparkasse hätten gehen können. efinancialcareers

Filial-Mysterium, Teil 3

Wie letzte Woche geschrieben, kam uns (und mehr noch: kam vielen Lesern) die große KfW-Filialstudie ein wenig seltsam vor. Denn: Während die Zahl der Zweigstellen zwischen 2000 und 2015 bundesweit stark gesunken ist, hat in manchen Städten und Kreisen eine geradezu wundersame Filial-Vermehrung stattgefunden. Wie kann das sein? Und kann das überhaupt sein? Die KfW hat uns inzwischen ihre Methodik detailliert dargelegt (siehe Link weiter unten). Dabei zeigt sich, dass das Phänomen nichts mit SB-Filialen zu tun hat (wie u.a. zwei Retail-Experten unter unseren Lesern vermuteten). Diese wurden nämlich gar nicht mitgezählt. Was dann die Erklärung für die Filial-Vermehrung ist? Wir wissen es immer noch nicht. Dafür haben wir heute für Sie aber schon mal weltexklusiv (!) die Liste sämtlicher Bankfilialen in Deutschlands Bankfilialmetropole Franfurt/Oder (auch bekannt als Oderhattan). Finanz-Szene.de

Klickfavorit

… am vergangenen Freitag war unser Scoop über das klandestine Küddelchen* zwischen den Sparkassen und der Einlagenplattform Deposit Solutions. Die Geschichte hat unserem kleinen Outlaw-Medium übrigens – wenn dieser kindlich stolze Hinweis erlaubt sei – eine Namensnennung in der „Börsenzeitung“ eingetragen. Da haben wir vor Freude gleich mal die Korda-Schere* gemacht.

 

Filial-Mysterium, Teil 3: Das sind die Bankfilialen in Frankfurt/Oder

Von Heinz-Roger Dohms

Wie letzte Woche geschrieben, kam uns (und mehr noch: kam vielen Lesern) die große KfW-Filialstudie ein wenig seltsam vor. Denn: Während die Zahl der Zweigstellen zwischen 2000 und 2015 bundesweit stark gesunken ist, hat in manchen Städten und Kreisen eine geradezu wundersame Filial-Vermehrung stattgefunden. In Frankfurt an der Oder zum Beispiel stieg die Zahl der Zweigstellen von neun auf 14, im Kreis Würzburg von 65 auf 101. Wie kann das sein? Und kann das überhaupt sein?

Die KfW – deren Hilfbereitschaft und Transparenz wir hier mal explizit loben wollen – hat uns inzwischen ihre Methodik detailliert dargelegt:

  • Alle zugrunde liegenden Daten stammen aus den jährlichen Veröffentlichungen des Hoppenstedt Bankenortslexikon. Dieses Nachschlagewerk geht bis zum Jahr 1950 zurück.
  • Der Zugriff auf das Bankenlexikon erfolgte unsererseits über das Archiv der Deutschen Nationalbibliothek. Diese hat den Auftrag, lückenlos mindestens eine Ausgabe jedes nach dem 2. Weltkrieg erschienen deutschsprachigen Werkes zu erwerben, dauerhaft zu archivieren, bibliografisch zu verzeichnen sowie der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. So auch alle früheren, jährlichen Ausgaben des Bankenortslexikons: https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=bankenortslexikon
  • Jedermann hat freien Zugang zu diesen Veröffentlichungen. Jeder Jahrgang des Bankenlexikons liegt jeweils als gedrucktes Exemplar oder auf einer CD vor, die ausschließlich in der Deutschen Nationalbibliothek vor Ort in Frankfurt (oder Leipzig) recherchiert werden kann. Mitarbeiter der Universität Siegen haben in Absprache mit der KfW in monatelanger Detailarbeit die entsprechenden Jahrgänge händisch ausgewertet. Jede dort verzeichnete Filiale wurde einem Postleitzahlengebiet zugeordnet. Das lässt sich dann über die Zeit nachvollziehen. Diese Arbeit der Universität Siegen ist bisher einmalig und hier liegt auch die Besonderheit unseres Datensatzes.
  • Unsere Definition (Anm.: einer Bankfiliale) lautet „Die dieser Untersuchung zu Grunde liegenden Daten zu Bankfilialen stammen aus der Bisnode-Veröffentlichung „Hoppenstedt Banken-Ortslexikon“ (Stichtag 30.06. eines jeweiligen Jahres). Diese Datenquelle enthält geographische Angaben (Adressen) sowohl über die Haupt- wie sämtliche Nebenstellen der betrachteten Banken. Die sich daraus ergebende Möglichkeit der Geocodierung – was mit Daten der Bundesbank nicht möglich ist – macht den hier verwendeten Datensatz zu einem einzigartigen Instrument. Aufgrund der wissenschaftlichen Fragestellung wurden nur reguläre Bankfilialen (mit Mitarbeitern ausgestattet und Vollzeit geöffnet) aufgenommen. Servicecenter, Zahlstellen, Bankbusse oder ähnliche Einrichtungen wurden nicht berücksichtigt.

Wenn Sie nun fragen, warum wir nicht einfach in die Deutsche Nationalbibliothek gehen, um zum Beispiel die Angaben in Bezug auf Franfurt/Oder und Würzburg zu überprüfen … Weil die Redaktion von „Finanz-Szene.de“ (das ist unser dunkles Geheimnis) in Hamburg sitzt, nicht in FFM. Aber: Wenn es bis dahin niemand anderes gemacht hat, holen wir das bei unserem nächsten FFM-Besuch nach.

Damit Ihnen bis dahin nicht langweilig wird, haben wir heute immerhin schonmal (freundlicherweise von der KfW zur Verfügung gestellt) die Liste sämtlicher aktueller Filialen in Frankfurt an der Oder. Es sind übrigens keine 14 mehr wie vor zwei Jahren, sondern nur noch 13. Wenn es die wundersame Filial-Vermehrung also wirklich gegeben hat – dann könnte sie inzwischen ihr Ende gefunden haben. Schade eigentlich.

   Sparkasse Oder-Spree: Hauptgeschäftsstelle Innenstadt, Franz-Mehring-Str. 22, 15230 Frankfurt (Oder): https://www.s-os.de/de/home/service/filiale-finden.html?n=true&stref=sitemap#details/118500

·       Sparkasse Oder-Spree: Geschäftsstelle Lebuser Vorstadt, Berliner Straße 14, 15230 Frankfurt (Oder): https://www.s-os.de/de/home/service/filiale-finden.html?n=true&stref=sitemap#details/118501

·       Sparkasse Oder-Spree: Geschäftsstelle Paulinenhof, August-Bebel-Str. 116, 15234 Frankfurt (Oder): https://www.s-os.de/de/home/service/filiale-finden.html?n=true&stref=sitemap#details/103411

·       Sparkasse Oder-Spree: Geschäftsstelle Frankfurt (Oder) Süd, Alexej-Leonow-Str. 2a, 15236 Frankfurt (Oder): https://www.s-os.de/de/home/service/filiale-finden.html?n=true&stref=sitemap#details/103428

·       Sparkasse Oder-Spree: Geschäftsstelle Neuberesinchen, Am Hedwigsberg 4, 15232 Frankfurt (Oder): https://www.s-os.de/de/home/service/filiale-finden.html?n=true&stref=sitemap#details/120216

·       Commerzbank Frankfurt (Oder), Logenstr. 8,  15230 Frankfurt (Oder): https://filialsuche.commerzbank.de/de/city/Frankfurt%20(Oder)#

·       apoBank, Beratungsbüro Frankfurt (Oder), Karl-Marx-Straße 7, 15230 Frankfurt (Oder): https://www.apobank.de/filialen/uebersicht-filialen/apobank-beratungsbuero-frankfurt-oder.html

·       Deutsche Bank, Karl-Marx-Straße 194, 15230 Frankfurt (Oder): https://www.deutsche-bank.de/pfb/content/filialfinder-detail.html?id=akt0emFDQkVISG1MVjFIb0FkRmtxZz09&lat=52.34464&lng=14.53733&backLink=bGFiZWw9QlJBTkNIJmxhdD01Mi4zNDQ2NCZsbmc9MTQuNTM3MzMmc2VhcmNoVGVybT1GcmFua2Z1cnQgKE9kZXIpLCBERQ%3d%3d&searchTerm=Frankfurt%2b(Oder)%252c%2bDE

·       Raiffeisen-Volksbank Oder-Spree eG, Karl-Marx-Straße 15, 15230 Frankfurt (Oder): https://www.rvboderspree.de/wir-fuer-sie/filialen-ansprechpartner/filialen/uebersicht-filialen/frankfurt_oder.html

·       Santander Consumer Bank, Franz-Mehring-Str. 23-23c, 15230 Frankfurt (Oder): http://www.yellowmap.de/Partners/SantanderV2/start.aspx?SingleSlot=Frankfurt%20Oder&BC=CCBA

·       Sparda-Bank Berlin eG, Zehmeplatz 11, 15230 Frankfurt (Oder): https://www.sparda-filialfinder.de/Partners/SpardaBank/Start.aspx?BC=SPADxBER&SingleSlot=Frankfurt+Oder

·       Deutsche Kreditbank AG, Große Scharrnstraße 64, 15230 Frankfurt (Oder)              

·       HypoVereinsbank UniCredit Bank AG, Logenstr. 8, 15230 Frankfurt (Oder): https://www.hypovereinsbank.de/portal?view=/de/services/filialsuche/frankfurt-oder-logenstrasse-8.jsp#

Newsletter 13/10/17: Deposit Solutions landet Coup / Elinvar / Kreditech

Exklusiv: Deposit Solutions flirtet mit Sparkassen

Auch wenn die Formulierung abgegriffen ist – dies hier ist ein Paukenschlag: Nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ loten der deutsche Sparkassenverband und der Hamburger Einlagenvermittler Deposit Solutions („Zinspilot“) eine mögliche Zusammenarbeit aus. Seit rund zwei Monaten wird auf Fachebene geflirtet, angeblich durfte Deposit Solutions sein Modell jüngst sogar auf einer Sparkassen-Veranstaltung präsentieren. Was die Sache so pikant macht: Kritiker werfen Anbietern wie „Zinspilot“ oder dem Berliner Konkurrenten „Weltsparen“ vor, Einlagensicherungs-Arbitrage zu betreiben – also unter dem Verweis auf den europaweit einheitlichen gesetzlichen Einlagenschutz dafür zu sorgen, dass Spargelder gezielt zu ausländischen Banken mit schwächerer Bonität (aber eben höheren Zinsen) geleitet werden. Ideologisch erscheint eine Zusammenarbeit zwischen Sparkassen und Deposit Solutions deshalb schwer vorstellbar. Pragmatisch gesehen allerdings könnte sie durchaus Sinn ergeben. Hier die Details:

Finanz-Szene.de

News

Warburg wendet sich dem Volke zu: Mithilfe der Fintechs Elinvar hat die Hamburger Privatbank den digitalbasierten Vermögensverwalter „Warburg Navigator“ aufgesetzt – und will auf diesem Wege nun auch Normalanleger ab einer Mindestsumme von 20.000 Euro umwerben (vom Prinzip her macht Warburg mit seinem „Navigator“ also ungefähr das, was HQ Trust mit dem Robo-Advisor Liqid macht). FAZ Plus (Paywall)

Dreht Kreditech jetzt durch? Sein Unternehmen solle in Indien das werden, was Tencent und Alipay in China sind, sagt Vorstandschef Alexander Graubner-Müller im Interview mit der „Börsenzeitung“. Ist das noch gesunder Ehrgeiz? Oder schon ungesunde Hybris? Jedenfalls: Wenn der Plan aufgeht, werden in Hamburg (und nicht nur dort) ein paar Menschen sehr, sehr reich. Börsenzeitung (Paywall)

Die wahre Bitcoin-News des Tages: Sie werden sicher schon gelesen haben, dass ein Bitcoin gestern erstmals mehr als 5000 Dollar „wert“ war. Aber was Sie womöglich noch nicht wissen: In Deutschland gibt es ein Unternehmen namens Bitcoin Group SE. Klicken Sie sich doch mal ein bisschen durch die Website der Firma. Und dann geben Sie bei Google mal die Suchwort-Kombination „Bitcoin Group SE“ + „Marktkapitalisierung“ ein. Danach wissen Sie so ungefähr, was momentan los ist da draußen (bitte auch auf das KGV achten).

Neues vom grundsoliden Deutsche-Bank-Ankeraktionär: Die chinesischen Aufseher erhöhen den Druck auf HNA – und verbieten dem Konglomerat, sich weiterhin Geld bei der eigenen Versicherungstochter zu pumpen. Süddeutsche

Bund spielt bei der Commerzbank auf Zeit: „Wir haben definitiv nicht vor zu verkaufen“, zitiert die „Welt“ einen Regierungsvertreter (soll vermutlich heißen: „definitiv nicht zum aktuellen Kurs“). Reuters

Analyse

Warum die Commerzbank die Deutsche Bank seit Monaten an der Börse abhängt: Die Kapitalposition der gelben Bank ist solide, ihr Börsenwert zum Teil über Beteiligungsbesitz (Comdirect, Polen-Tochter) gedeckt – und zudem ist die Coba eine natürlich Wette für all jene, die an bald wieder steigende Zinsen glauben, analysiert Christian Kirchner. Capital

Warum die Commerzbank vieles gebrauchen kann …, aber keine Großfusion mit wem auch immer, erklärt Meike Schreiber in der „Süddeutschen Zeitung“. Ihre These: Die Coba sei „längst noch nicht reif für eine derart komplizierte Operation, die erst einmal weite Teile der Belegschaft vom Geschäft ablenkt und die Führungsmannschaft verscheucht“. SZ

Wie viel Geld Deutsche Bank und Citigroup mit Osram verloren haben: Zusammen bis zu 50 Mio. Euro, schätzt das „Handelsblatt“ – und erläutert, warum Schnellplatzierungen großer Aktienpakete häufig gut, manchmal aber eben auch schiefgehen. Handelsblatt (Paywall)

Lesetipps:

Die „Must reads“ in Sachen Banken/Digitalisierung: Sind Sie womöglich auf die Idee gekommen, sich ein eigenes Lesezeichen für die wöchentliche „Was wir lesen“-Linkliste des DZ-Innovationsblogs zu setzen? Um es kurz zu machen: Brauchense nüscht! Dafür sind wir ja da. Denn genau das ist die ausgeklügelte Idee hinter „Finanz-Szene.de“: Bei uns bekommen Sie alle für Sie relevanten medialen Zielpunkte in einem Tool. Neudeutsch  nennt man das „Multiblogging-Funktion“. Hat der freundliche Herr Pertlwieser von der Deutschen Bank mal eben für uns mitkonzeptioniert. DZ-Innovationsblog – „Was wir lesen“

Die deutsche Fintech-Szene auf einen Blick: … frisch zusammengestellt von Deutschlands mutmaßlich wohlhabendster Blogger-Crew. Paymentandbanking

Aus der Szene

Was machen die Sparkassen im Silicon Valley? Siehe oben der Flirt mit den Deposit Devils: Bei den Sparkassen gibt es offenbar nichts mehr, was es nicht gibt. Dazu passt die schöne Geschichte (so wurde sie uns jedenfalls detailgetreu erzählt), wie eine 14-köpfige Sparkassen-Delegation jüngst eine Viereinhalb-Tages-Tour ins Silicon Valley unternahm. Mit dabei: Neben sechs lokalen Sparkassen-Chefs auch die Großkopferten Bernd Wittkamp (Chef der Starfinanz), Stefan Roesler (DSV-Geschäfsführer) und Franz-Theo Brockhoff (Chef der Finanz Informatik). Laut dem Itinerar, das uns aus zuverlässiger Quelle übermittelt wurde, schaute die Truppe bei Coinbase (berüchtigte Krypto-Firma), bei Plug and Play (berühmter Accelerator), bei der Stanford University und gleich zweimal bei Google vorbei. Sage keiner, die Sparkassen würden sich nicht bewegen.

Karriere

So viel verdienen die deutschen Santander-Banker: Kaum ein anderes relevantes Finanzinstitut gibt soooooooo wenig von sich Preis wie die Deutschland-Tochter der spanischen Santander. Umso verdienstvoller, dass die Kollegen von „efinancialcareers“ nun die Gehaltsstruktur des Ratenkredit-Spezialisten schön breit ausrollen. efinancialcareers

Klickfavorit

… war gestern … nein, nicht unser Interview mit dem Compeon-Chef, obwohl auch das exzeptionell gut geklickt wurde. Sondern: Der Link auf das LinkedIn-Profil von Finleap-Chef Ramin Niroumand.

In diesem Sinne: Bleiben Sie uns gewogen, empfehlen Sie uns weiter (hier lässt sich der kostenlose Newsletter mit quasi zwei Klicks abonnieren)– und schönes Wochenende! Wir versuchen, am Dienstag wieder für Sie da zu sein.

Heinz-Roger Dohms

Newsletter 13/10/17: Sparkassen-Tabubruch, Coba vs. Deutsche Bank, Warburg

Exklusiv: Sparkassen flirten mit dem Tabubruch

Auch wenn die Formulierung abgegriffen ist – dies hier ist ein Paukenschlag: Nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ loten der deutsche Sparkassenverband und der Hamburger Einlagenvermittler Deposit Solutions („Zinspilot“) eine mögliche Zusammenarbeit aus. Seit rund zwei Monaten wird auf Fachebene geflirtet, angeblich durfte Deposit Solutions sein Modell jüngst sogar auf einer Sparkassen-Veranstaltung präsentieren. Was die Sache so pikant macht: Kritiker werfen Anbietern wie „Zinspilot“ oder dem Berliner Konkurrenten „Weltsparen“ vor, Einlagensicherungs-Arbitrage zu betreiben – also unter dem Verweis auf den europaweit einheitlichen gesetzlichen Einlagenschutz dafür zu sorgen, dass Spargelder gezielt zu ausländischen Banken mit schwächerer Bonität (aber eben höheren Zinsen) geleitet werden. Ideologisch erscheint eine Zusammenarbeit zwischen Sparkassen und Deposit Solutions deshalb schwer vorstellbar. Pragmatisch gesehen allerdings könnte sie durchaus Sinn ergeben. Hier die Details:

Finanz-Szene.de

Analyse

Warum die Commerzbank die Deutsche Bank seit Monaten an der Börse abhängt: Die Kapitalposition der gelben Bank ist solide, ihr Börsenwert zum Teil über Beteiligungsbesitz (Comdirect, Polen-Tochter) gedeckt – und zudem ist die Coba eine natürlich Wette für all jene, die an bald wieder steigende Zinsen glauben, analysiert Christian Kirchner. Capital

Warum die Commerzbank vieles gebrauchen kann …, aber keine Großfusion mit wem auch immer, erklärt Meike Schreiber in der „Süddeutschen Zeitung“. Ihre These: Die Coba sei „längst noch nicht reif für eine derart komplizierte Operation, die erst einmal weite Teile der Belegschaft vom Geschäft ablenkt und die Führungsmannschaft verscheucht“. SZ

Wie viel Geld Deutsche Bank und Citigroup mit Osram verloren haben: Zusammen bis zu 50 Mio. Euro, schätzt das „Handelsblatt“ – und erläutert, warum Schnellplatzierungen großer Aktienpakete häufig gut, manchmal aber eben auch schiefgehen. Handelsblatt (Paywall)

News

Neues vom grundsoliden Deutsche-Bank-Ankeraktionär: Die chinesischen Aufseher erhöhen den Druck auf HNA – und verbieten dem Konglomerat, sich weiterhin Geld bei der eigenen Versicherungstochter zu pumpen. Süddeutsche

Bund spielt bei der Commerzbank auf Zeit: „Wir haben definitiv nicht vor zu verkaufen“, zitiert die „Welt“ einen Regierungsvertreter (soll vermutlich heißen: „definitiv nicht zum aktuellen Kurs“). Reuters

Warburg wendet sich dem Volke zu: Mithilfe der Fintechs Elinvar hat die Hamburger Privatbank den digitalbasierten Vermögensverwalter „Warburg Navigator“ aufgesetzt – und will auf diesem Wege nun auch Normalanleger ab einer Mindestsumme von 20.000 Euro umwerben (vom Prinzip her macht Warburg mit seinem „Navigator“ also ungefähr das, was HQ Trust mit dem Robo-Advisor Liqid macht). FAZ Plus (Paywall)

Dreht Kreditech jetzt durch? Sein Unternehmen solle in Indien das werden, was Tencent und Alipay in China sind, sagt Vorstandschef Alexander Graubner-Müller im Interview mit der „Börsenzeitung“. Ist das noch gesunder Ehrgeiz? Oder schon ungesunde Hybris? Jedenfalls: Wenn der Plan aufgeht, werden in Hamburg (und nicht nur dort) ein paar Menschen sehr, sehr reich. Börsenzeitung (Paywall)

Die wahre Bitcoin-News des Tages: Sie werden sicher schon gelesen haben, dass ein Bitcoin gestern erstmals mehr als 5000 Dollar „wert“ war. Aber was Sie womöglich noch nicht wissen: In Deutschland gibt es ein Unternehmen namens Bitcoin Group SE. Klicken Sie sich doch mal ein bisschen durch die Website der Firma. Und dann geben Sie bei Google mal die Suchwort-Kombination „Bitcoin Group SE“ + „Marktkapitalisierung“ ein. Danach wissen Sie so ungefähr, was momentan los ist da draußen (bitte auch auf das KGV achten).

Lesetipps:

Die „Must reads“ in Sachen Banken/Digitalisierung: Sind Sie womöglich auf die Idee gekommen, sich ein eigenes Lesezeichen für die wöchentliche „Was wir lesen“-Linkliste des DZ-Innovationsblogs zu setzen? Um es kurz zu machen: Brauchense nüscht! Dafür sind wir ja da. Denn genau das ist die ausgeklügelte Idee hinter „Finanz-Szene.de“: Bei uns bekommen Sie alle für Sie relevanten medialen Zielpunkte in einem Tool. Neudeutsch  nennt man das „Multiblogging-Funktion“. Hat der freundliche Herr Pertlwieser von der Deutschen Bank mal eben für uns mitkonzeptioniert. DZ-Innovationsblog – „Was wir lesen“

Die deutsche Fintech-Szene auf einen Blick: … frisch zusammengestellt von Deutschlands mutmaßlich wohlhabendster Blogger-Crew. Paymentandbanking

Aus der Szene

Was machen die Sparkassen im Silicon Valley? Siehe oben der Flirt mit den Deposit Devils: Bei den Sparkassen gibt es offenbar nichts mehr, was es nicht gibt. Dazu passt die schöne Geschichte (so wurde sie uns jedenfalls detailgetreu erzählt), wie eine 14-köpfige Sparkassen-Delegation jüngst eine Viereinhalb-Tages-Tour ins Silicon Valley unternahm. Mit dabei: Neben sechs lokalen Sparkassen-Chefs auch die Großkopferten Bernd Wittkamp (Chef der Starfinanz), Stefan Roesler (DSV-Geschäfsführer) und Franz-Theo Brockhoff (Chef der Finanz Informatik). Laut dem Itinerar, das uns aus zuverlässiger Quelle übermittelt wurde, schaute die Truppe bei Coinbase (berüchtigte Krypto-Firma), bei Plug and Play (berühmter Accelerator), bei der Stanford University und gleich zweimal bei Google vorbei. Sage keiner, die Sparkassen würden sich nicht bewegen.

Karriere

So viel verdienen die deutschen Santander-Banker: Kaum ein anderes relevantes Finanzinstitut gibt soooooooo wenig von sich Preis wie die Deutschland-Tochter der spanischen Santander. Umso verdienstvoller, dass die Kollegen von „efinancialcareers“ nun die Gehaltsstruktur des Ratenkredit-Spezialisten schön breit ausrollen. efinancialcareers

Klickfavorit

… war gestern … nein, nicht unser Interview mit dem Compeon-Chef, obwohl auch das exzeptionell gut geklickt wurde. Sondern: Der Link auf das LinkedIn-Profil von Finleap-Chef Ramin Niroumand.

In diesem Sinne: Bleiben Sie uns gewogen, empfehlen Sie uns weiter (hier lässt sich der kostenlose Newsletter mit quasi zwei Klicks abonnieren)– und schönes Wochenende! Wir versuchen, am Dienstag wieder für Sie da zu sein.

Heinz-Roger Dohms

Exklusiv: Sparkassen flirten mit dem Tabubruch

Von Heinz-Roger Dohms

Nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ loten der deutsche Sparkassenverband und der Hamburger Einlagenvermittler Deposit Solutions („Zinspilot“) eine mögliche Zusammenarbeit aus. Seit rund zwei Monaten wird auf Fachebene geflirtet, angeblich durfte Deposit Solutions sein Modell jüngst sogar auf einer Sparkassen-Veranstaltung präsentieren. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten:

1.) Was macht Deposit Solutions?

Das Hamburger Fintech ist auf die Vermittlung deutscher Spareinlagen an vorwiegend ausländische Banken spezialisiert. Das entsprechende B2C-Tool heißt „Zinspilot“. Das größere Wachstumspotenzial rechnet sich das Unternehmen aber vermutlich im B2B-Geschäft aus. Dafür hat das Unternehmen eine Plattform gebaut, auf der zum Beispiel der „Zinsmarkt“ der Deutschen Bank basiert. Über den „Zinsmarkt“ können die Kunden ihr Geld bei anderen Finanzinstituten (mit höheren Zinsen) anlegen, bleiben aber Kunden der Deutschen Bank.

2.) Warum passt das Modell eigentlich nicht zu den Sparkassen?

Kritiker werfen Anbietern wie „Zinspilot“ oder dem Berliner Konkurrenten „Weltsparen“ vor, die Einlagensicherung zu arbitrieren. Das heißt: Sie werben – zumindest implizit – unter Verweis auf die europaweit gültigen Regeln für den Einlagenschutz damit, dass ausländische Hochzinsbanken (trotz oftmals deutlich schlechterer Bonitätsnoten) für den deutschen Sparer genauso sicher seien wie Sparkassen oder Volksbanken (jedenfalls bis zu einer Summe von 100.000 Euro).

3.) Warum bandelt der DSGV dann trotzdem mit Deposit Solutions an?

Die Zeiten sind, wie sie sind.

4.) Wie ist es überhaupt dazu gekommen?

Insider sagen, der DSGV-Digitalchef Joachim Schmalzl und Deposit-Solutions-Chef Tim Sievers hätten sich im Fintech-Rat (eine Einrichtung des Finanzministeriums) kennen und wohl auch schätzen gelernt. Wie das Leben halt manchmal so spielt.

5.) Worauf könnte eine mögliche Zusammenarbeit hinauslaufen?

Nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ geht es um zwei Modelle.

  • „Modell A“ betrifft nur den Verbund – und läuft darauf hinaus, dass der Kunde der Sparkasse A sein Geld zur Sparkasse B transferieren kann, wenn diese ihm bessere Konditionen bietet. Angeblich birgt das Konzept nicht nur Vorteile für den Kunden, sondern auch für die Sparkassengruppe, weil sich auf diese Weise neue Möglichkeiten des verbundinternen Liquiditätsmanagements ergeben (hier wird die Sache regulatorisch extrem komplex). Jedenfalls: Dieses Modell könnte aus  ideologischer Sicht durchaus Sparkassen-kompatibel sein.
  • „Modell B“ geht über den Verbund hinaus – der Kunde der Sparkassen A kann sein Geld also auch dann bei Bank B anlegen, wenn Bank B gar keine Sparkasse ist. Ob auch dieses Modell ideologisch kompatibel ist? Naja, vielleicht so gerade noch, wenn es sich bei Bank B um ein solides deutsches Geldhaus handelt. Ansonsten ist das Ganze schwer vorstellbar. Aber wer weiß.

Newsletter 12/10/17: Compeon-Scoop, Finleap, Deutsche-Bank-Blamage

Exklusiv: Achtstellige Finanzierung für Düsseldorfer Kreditvermittler Compeon

Der auf Firmenkunden spezialisierte Kreditvermittler Compeon steigt auf einen Schlag zu einem der bestfinanzierten deutschen B2B-Fintechs auf. Wie Geschäftsführer Frank Wüller im Interview mit „Finanz-Szene.de“ verriet, hat das 2012 gegründete Startup in seiner Serie-B-Runde erstaunliche 12 Mio. Euro eingesammelt. Mit dem Geld will Compeon nun die IT-Plattform ausbauen und neue Segmente wie die Absatzfinanzierung erschließen. Das in Düsseldorf beheimatete Finanz-Startup hat allein in diesem Jahr bereits Kredite in dreistelliger Millionenhöhe vermittelt. Dabei reichen die Volumina bis zu zehn Mio. Euro. Zum Portfolio zählen mehr als 200 Partnerbanken, darunter Schwergewichte wie die Hypo-Vereinsbank oder die Postbank. Im Exklusiv-Interview mit „Finanz-Szene.de“ verrät Wüller, wie er das „Interhyp-Prinzip“ großflächig auf das Firmenkundengeschäft übertragen will.

Finanz-Szene.de

News

Finleap zeigt die Muskeln: Der Fintech-Inkubator hat die Bafin-Lizenz für sein Insurtech Element erhalten. Auch wenn es in diesem Newsletter ja eigentlich nicht um Versicherungs-Themen geht, sind daran zumindest zwei Dinge bemerkenswert: 1.) Die Eigenkapitalforderungen der Aufseher (grobe Schätzung: 15 bis 20 Mio. Euro) scheinen für Finleap nicht wirklich eine Hürde darzustellen. Das zeigt, mit welcher Funding-Power die Berliner (die unter anderem hinter der Solarisbank und Elinvar stehen) unterwegs sind. Und 2.) Bei dem gewitzten jungen Mann, der mit größter Selbstverständlichkeit über solche Millioneninvestments entscheidet, denkt man immer noch, er hätte gerade erst Abi gemacht. Gründerszene

Yomo wächst und gedeiht (im Beta-Modus): Einer dieser kruden Blogs, die wie hier tagtäglich zum Wohle der Allgemeinheit durchstreifen, meldet, dass die Smartphone-Bank der Sparkassen ein paar neue, für die Generation Ypsilon offenbar lebenswichtige Basisfunktionen hinzugewonnen hat (u.a.: Push-Nachrichten und P2P-Payment). Fehlt eigentlich nur noch, dass Yomo denn dann endlich mal live geht. Mobilflip

Deutsche Bank bleibt auf Osram-Aktien sitzen: Eigentlich sollte man ja meinen, so eine kleine Rest-Aktien-Platzierung dürfte für eine der weltweit führenden Investmentbanken (ach nee, das ist ja vorbei …) kein Problem darstellen. Aber dann poppt plötzlich eine Pflichtveröffentlichung auf, wonach die DBank jetzt Glühbirnen im Wert von 200 Mio. Euro in den Büchern hat. Wer da nicht lacht, hat keinen Humor. Reuters

Deutsche Banken sagen zu allem „Nein“: … naja, nicht zu allem, wohl aber zum vermeintlichen Basel-III-Kompromiss und zu den abgeschwächten Plänen der EU-Kommission für eine einheitliche europäische Einlagensicherung. Handelsblatt (Paywall), Börsenzeitung (Paywall)

Lesetipps

Was (deutsche) Banken von Technologieunternehmen lernen können: Kein Tag in dieser Woche, an dem man nicht beim „Bank-Blog“ auf einen spannendes Beitrag trifft. Diesmal: Amir Fattah, Digitalchef der Berliner DKB Bank (bei der früher übrigens der gewitzte junge Mann von weiter oben ein- uns ausging), erklärt, wie Banken die Sache mit der digitalen Transformation hinbekommen. Der Bank-Blog

Was deutsche Banken von der Bawag lernen können: Heute beginnt der milliardenschwere IPO der österreichischen Großbank. Die „Financial Times“ nimmt dies zum Anlass, die höllenhundgestählte frühere österreichische Gewerkschaftsbank gleich mal zum Role Model für hiesige Institute zu erklären. Motto: Wie Cost Cutting richtig geht. Reuters (News), Financial Times (Paywall)

Der Sparkassen-Promi-CEO im Interview: Wir selber können ja nur Schmutzgeschichten. Wie gut, dass es alternativ das „IT-Finanzmagazin“ gibt. Denn dort erläutert Niklaus Santschi, Chef des Sparkassen-Acquirers BS Payone, die wahren Gründe, warum BS Payone gemeinsame Sache mit dem Fintech Blue Code (an dessen Hauptaktionär Santschi beteiligt ist) macht. IT-Finanzmagazin

Klickfavorit

… war gestern unser Stück über das Filial-Mysterium in der großen Filial-Studie der KfW. Das bisherige Leser-Feedback ist übrigens einhellig und lässt sich in zehn Wörtern zusammenfassen: Was die KfW da sagt, kann alles gar nicht stimmen. Wir selber sind uns da allerdings nicht so sicher. Was wir immerhin jetzt zu wissen glauben: Es existieren nicht nur die von uns veröffentlichten granularen Rohdaten, sondern es existieren irgendwo auch noch granularere Rohdaten der granularen Rohdaten. Die versuchen wir uns heute mal zu besorgen. Und dann sehen wir weiter.