Newsletter 15/11/17: Zinspilot im Eiltempo, Coba verliert digitalen Jungstar, Deutsche Bank Moneyshelf

Schatten-Investoren kapern Deutsche Bank

Sind die Leverage-Chinesen von HNA nicht schon genug? Die Deutsche Bank hat nun jedenfalls noch einen Großaktionär, von dem man nicht weiß, was man halten soll. In einer Pflichtmitteilung machte das Frankfurter Geldhaus gestern Nachmittag publik, dass  Morgan Stanley jetzt knapp sieben Prozent der Anteile hält. Laut „Handelsblatt“ geht man „in Finanzkreisen“ allerdings davon aus, dass die US-Investmentbank die Aktien nicht für sich selber gekauft hat, sondern im Auftrag eines oder mehrerer Schatten-Investoren. Um wen es sich dabei handeln könnte, ist nun die große Frage. Naheliegender Verdacht: Aktivistische Aktionäre. Da wäre dann die Analogie zur Credit Suisse nicht mehr weit. Oder etwa noch mehr Chinesen? Wie auch immer: Langweilig wird es mit der Blaubank jedenfalls nicht, das muss man ihr lassen.

Handelsblatt

News

Exklusiv -Commerzbank verliert den nächsten digitalen High-Potential: Der personelle Aderlass im Digitalbereich der Gelbbank geht weiter. Nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ wechselt Lukasz Opoka, Leiter der Abteilung „Online Processes and Direct Channels Departments“, zur UBS Schweiz, wo er im Team von Fintech-Vordenker Andreas Kubli für den Bereich E-Banking-Innovationen zuständig sein wird. Opoka war vor zwei Jahren von der polnischen Tochter M-Bank zur Coba gekommen, stieg dort rasch vom Senior Project Manager zum Abteilungsleiter auf und galt als eines der größten Talente in der Bank. Zuletzt hatten auch schon der „Director Directbanking“, Ole Franke, und der „Director Payments & Deposits“, Julian Mattes, die Commerzbank verlassen. Keines der beiden Institute wollte sich zu den Informationen äußern.

Exklusiv – Eine Milliarde in fünf Monaten: In unserer gestrigen Fintech-Analyse war davon die Rede, dass die Hamburger Einlagenplattform Zinspilot per Juni bereits Spargelder in Höhe von zwei Mrd. Euro an vorwiegend ausländische Hochzinsbanken vermittelt habe. Jetzt ist November – und wie uns CEO Tim Sievers gestern zurief, steht Zinspilot nun schon bei 3,5 Mrd. Euro. Zieht man davon die <500 Mio des kürzlich übernommenen Konkurrenten Savedo ab, dann lässt sich eine interessante Rechnung aufmachen: Für die erste Milliarde brauchte Zinspilot 13 Monate, für die zweite Milliarde 7 Monate und für die dritte Milliarde noch 5 Monate.

Die ING Diba hat jetzt zwei Millionen Girokonten: Allein 2016 sei die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent gestiegen. Pressemitteilung

Die Personalie Fahrenschon befand sich diese Nacht weiterhin im Zustand des zwar gefühlt schon eingestandenen, nicht aber final vollzogenen Rücktritts: Das zumindest schien uns (bevor wir wieder zu Bett gegangen sind) der Sachstand zu sein. Und Nachfolger? Wird vermutlich wie auch schon gestern und vorgestern spekuliert Herr Mang. Aber auch das erst einmal nur kommissarisch. Manager Magazin, Börsenzeitung (Paywall), Handelsblatt (Paywall)

Wird Spanien plötzlich zu einem Kernmarkt der Deutschen Bank? Nach dem gescheiterten Verkauf des Ibero-Retailgeschäfts schmiedet der dortige Regionalchef plötzlich große Pläne. Alle Filialen (es sind rund 220) sollen erhalten bleiben, in die Digitalisierung ordentlich investiert werden. Mal sehen, ob Frankfurt das durchwinkt. Handelsblatt

Cryan speist mit  HNA-Chef: … was insofern vermeldenswert ist, als der Deutsche-Bank-CEO zuvor laut „Handelsblatt“ zwei geplante Treffen mit dem obersten Vertreter des umstrittenen Großaktionär abgesagt hatte. Handelsblatt (Paywall)

Chefabwicklerin König plädiert für totales Moratorium: Im Falle einer Schieflage habe es große Vorteile, wenn neben den Sparguthaben möglichst alle Verbindlichkeiten einer Bank vorübergehend eingefroren würden. Reuters/HB.com

Hatten wir das nicht alles schon mal? Laut Bundesbank-Vorstand Dombret zeichnet sich in Sachen Basel III/IV endgültig, endgültig, endgültig ein Kompromiss ab. Für die Connaisseure: Modellieren sich Banken ihren Kapitalbedarf selbst zurecht, soll dieser nicht unter 72,5 Prozent des Standards-Modells fallen. Reuters/HB.com

Lesetipps

Siegen ist auch in Horb-Freudenstadt und in Neu-Ulm: Im blinden Vertrauen auf den Kollegen vom IT-Finanzmagazin hatten wir jüngst berichtet, dass die Sparkasse Siegen als erste Kleinbank in Deutschland die „Mastercard red“ eingeführt habe. Nun ist derselbe Kollege allerdings auf zwei Genossenschaftsinstitute gestoßen, die ihren Kunden ein sehr ähnliches Angebot schon länger machen. Ist das die Rache der Provinz? Der Tod der Girocard? IT-Finanzmagazin

Willkommen im „Escape-Raum“: Wie deutsche Banken und Versicherer ihre Mitarbeiter auf das digitale Zeitalter vorbereiten. Welt

Das ist Herr Mang: SZ-Redakteurin Meike Schreiber porträtiert den neuen/künftigen/vorübergehenden Sparkassen-Präsidenten. Süddeutsche

Klickfavorit

… war gestern unsere Analyse über die Entwicklung der deutschen Fintech-Branche zur „Winner takes it all“-Industrie. Finanz-Szene.de

Back-End

Wie die Deutsche Bank im Jahr 2000 das Multibanking erfand: Als wir unseren Newsletter neulich mit der Schlagzeile „Deutsche Bank plant Digitalbank“ aufmachten, hagelte es am nächsten Tag Leser-Mails. Tenor: „Gab’s doch alles schon mal. Deutsche Bank 24. Hätten sie mal nicht dichtmachen sollen. Dann bräuchten sie jetzt nicht hinterherhecheln.“ Jedenfalls: Der Consultant Friedrich-W. Kersting, der offenbar schon Direct-Banking gemacht hat, als Lukasz Opoka noch ein Kind war, blätterte gestern in einem Gastbeitrag für den „Finletter“ sogar noch ein bisschen tiefer im Geschichtsbuch. Ihn erinnern die Pläne von Verivox und Check24 (siehe unser gestriges Fintech-Stück) nämlich daran, dass die Deutsche Bank im Jahr 2000 mal eine Finanzplattform namens „Moneyshelf“ gestartet hatte (Moneyshelf war so was ähnliches wie Multibanking, aber mit Paläo-Modem und tendenziell eher ohne Smartphone). Wer die Geschichte nicht glaubt: Sie lässt sich googeln! Hier lesen Sie,  wie alles begann. Und hier, wie Deutsche-Bank-Style-mäßig ein Jahr später alles gleich wieder dichtgemacht wurde. Und wo gibt’s das Stück von Herrn Kersting zu lesen? Hier: Finletter

Post Scriptum: Im „Handelsblatt“-Artikel zur Einführung von Moneyshelf im August 2000 findet sich interessanterweise der „Conflict of Interest“-Satz: „Das Finanzportal [Moneyshelf] ist in die Handelsblatt.com-Webseite eingebunden.“ Vielleicht lohnt es sich, hierauf noch einen  Gedanken zu verschwenden – denn: Wenn alle Beteiligten a) ein bisschen länger durchgehalten hätten, wenn b) der Holtzbrinck-Verlag ein paar Jahre später Moneyshelf in StudiVZ integriert hätte, und wenn c) Herr Zuckerberg nicht dazwischengegrätscht wäre – dann würde „StudiVZ-Deutsche-Bank-Moneyshelf“ heute als globales Super-Gafa die Bankenwelt beherrschen. Da hat den Herrn leider ein wenig die Weitsicht gefehlt.

Newsletter 15/11/17: Wer hält 7 % an der Deutschen Bank?, Posse um Fahrenschon, Coba verliert Jungstar

Schatten-Investoren kapern Deutsche Bank

Sind die Leverage-Chinesen von HNA nicht schon genug? Die Deutsche Bank hat nun jedenfalls noch einen Großaktionär, von dem man nicht weiß, was man halten soll. In einer Pflichtmitteilung machte das Frankfurter Geldhaus gestern Nachmittag publik, dass  Morgan Stanley jetzt knapp sieben Prozent der Anteile hält. Laut „Handelsblatt“ geht man „in Finanzkreisen“ allerdings davon aus, dass die US-Investmentbank die Aktien nicht für sich selber gekauft hat, sondern im Auftrag eines oder mehrerer Schatten-Investoren. Um wen es sich dabei handeln könnte, ist nun die große Frage. Naheliegender Verdacht: Aktivistische Aktionäre. Da wäre dann die Analogie zur Credit Suisse nicht mehr weit. Oder etwa noch mehr Chinesen? Wie auch immer: Langweilig wird es mit der Blaubank jedenfalls nicht, das muss man ihr lassen.

Handelsblatt

News

Die Personalie Fahrenschon befand sich diese Nacht weiterhin im Zustand des zwar gefühlt schon eingestandenen, nicht aber final vollzogenen Rücktritts: Das zumindest schien uns (bevor wir wieder zu Bett gegangen sind) der Sachstand zu sein. Und Nachfolger? Wird vermutlich wie auch schon gestern und vorgestern spekuliert Herr Mang. Aber auch das erst einmal nur kommissarisch. Manager Magazin, Börsenzeitung (Paywall), Handelsblatt (Paywall)

Exklusiv -Commerzbank verliert den nächsten digitalen High-Potential: Der personelle Aderlass im Digitalbereich der Gelbbank geht weiter. Nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ wechselt Lukasz Opoka, Leiter der Abteilung „Online Processes and Direct Channels Departments“, zur UBS Schweiz, wo er im Team von Fintech-Vordenker Andreas Kubli für den Bereich E-Banking-Innovationen zuständig sein wird. Opoka war vor zwei Jahren von der polnischen Tochter M-Bank zur Coba gekommen, stieg dort rasch vom Senior Project Manager zum Abteilungsleiter auf und galt als eines der größten Talente in der Bank. Zuletzt hatten auch schon der „Director Directbanking“, Ole Franke, und der „Director Payments & Deposits“, Julian Mattes, die Commerzbank verlassen. Keines der beiden Institute wollte sich zu den Informationen äußern.

Exklusiv – Eine Milliarde in fünf Monaten: In unserer gestrigen Fintech-Analyse war davon die Rede, dass die Hamburger Einlagenplattform Zinspilot per Juni bereits Spargelder in Höhe von zwei Mrd. Euro an vorwiegend ausländische Hochzinsbanken vermittelt habe. Jetzt ist November – und wie uns CEO Tim Sievers gestern zurief, steht Zinspilot nun schon bei 3,5 Mrd. Euro. Zieht man davon die <500 Mio des kürzlich übernommenen Konkurrenten Savedo ab, dann lässt sich eine interessante Rechnung aufmachen: Für die erste Milliarde brauchte Zinspilot 13 Monate, für die zweite Milliarde 7 Monate und für die dritte Milliarde noch 5 Monate.

Die ING Diba hat jetzt zwei Millionen Girokonten: Allein 2016 sei die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent gestiegen. Pressemitteilung

Wird Spanien plötzlich zu einem Kernmarkt der Deutschen Bank? Nach dem gescheiterten Verkauf des Ibero-Retailgeschäfts schmiedet der dortige Regionalchef plötzlich große Pläne. Alle Filialen (es sind rund 220) sollen erhalten bleiben, in die Digitalisierung ordentlich investiert werden. Mal sehen, ob Frankfurt das durchwinkt. Handelsblatt

Cryan speist mit  HNA-Chef: … was insofern vermeldenswert ist, als der Deutsche-Bank-CEO zuvor laut „Handelsblatt“ zwei geplante Treffen mit dem obersten Vertreter des umstrittenen Großaktionär abgesagt hatte. Handelsblatt (Paywall)

Chefabwicklerin König plädiert für totales Moratorium: Im Falle einer Schieflage habe es große Vorteile, wenn neben den Sparguthaben möglichst alle Verbindlichkeiten einer Bank vorübergehend eingefroren würden. Reuters/HB.com

Hatten wir das nicht alles schon mal? Laut Bundesbank-Vorstand Dombret zeichnet sich in Sachen Basel III/IV endgültig, endgültig, endgültig ein Kompromiss ab. Für die Connaisseure: Modellieren sich Banken ihren Kapitalbedarf selbst zurecht, soll dieser nicht unter 72,5 Prozent des Standards-Modells fallen. Reuters/HB.com

Lesetipps

Siegen ist auch in Horb-Freudenstadt und in Neu-Ulm: Im blinden Vertrauen auf den Kollegen vom IT-Finanzmagazin hatten wir jüngst berichtet, dass die Sparkasse Siegen als erste Kleinbank in Deutschland die „Mastercard red“ eingeführt habe. Nun ist derselbe Kollege allerdings auf zwei Genossenschaftsinstitute gestoßen, die ihren Kunden ein sehr ähnliches Angebot schon länger machen. Ist das die Rache der Provinz? Der Tod der Girocard? IT-Finanzmagazin

Willkommen im „Escape-Raum“: Wie deutsche Banken und Versicherer ihre Mitarbeiter auf das digitale Zeitalter vorbereiten. Welt

Das ist Herr Mang: SZ-Redakteurin Meike Schreiber porträtiert den neuen/künftigen/vorübergehenden Sparkassen-Präsidenten. Süddeutsche

Klickfavorit

… war gestern unsere Analyse über die Entwicklung der deutschen Fintech-Branche zur „Winner takes it all“-Industrie. Finanz-Szene.de

Back-End

Wie die Deutsche Bank im Jahr 2000 das Multibanking erfand: Als wir unseren Newsletter neulich mit der Schlagzeile „Deutsche Bank plant Digitalbank“ aufmachten, hagelte es am nächsten Tag Leser-Mails. Tenor: „Gab’s doch alles schon mal. Deutsche Bank 24. Hätten sie mal nicht dichtmachen sollen. Dann bräuchten sie jetzt nicht hinterherhecheln.“ Jedenfalls: Der Consultant Friedrich-W. Kersting, der offenbar schon Direct-Banking gemacht hat, als Lukasz Opoka noch ein Kind war, blätterte gestern in einem Gastbeitrag für den „Finletter“ sogar noch ein bisschen tiefer im Geschichtsbuch. Ihn erinnern die Pläne von Verivox und Check24 (siehe unser gestriges Fintech-Stück) nämlich daran, dass die Deutsche Bank im Jahr 2000 mal eine Finanzplattform namens „Moneyshelf“ gestartet hatte (Moneyshelf war so was ähnliches wie Multibanking, aber mit Paläo-Modem und tendenziell eher ohne Smartphone). Wer die Geschichte nicht glaubt: Sie lässt sich googeln! Hier lesen Sie,  wie alles begann. Und hier, wie Deutsche-Bank-Style-mäßig ein Jahr später alles gleich wieder dichtgemacht wurde. Und wo gibt’s das Stück von Herrn Kersting zu lesen? Hier: Finletter

Post Scriptum: Im „Handelsblatt“-Artikel zur Einführung von Moneyshelf im August 2000 findet sich interessanterweise der „Conflict of Interest“-Satz: „Das Finanzportal [Moneyshelf] ist in die Handelsblatt.com-Webseite eingebunden.“ Vielleicht lohnt es sich, hierauf noch einen  Gedanken zu verschwenden – denn: Wenn alle Beteiligten a) ein bisschen länger durchgehalten hätten, wenn b) der Holtzbrinck-Verlag ein paar Jahre später Moneyshelf in StudiVZ integriert hätte, und wenn c) Herr Zuckerberg nicht dazwischengegrätscht wäre – dann würde „StudiVZ-Deutsche-Bank-Moneyshelf“ heute als globales Super-Gafa die Bankenwelt beherrschen. Da hat den Herrn leider ein wenig die Weitsicht gefehlt.

Newsletter 14/11/17: Fintech heißt „Top oder Flop“, N26/Apple Pay, Bitcoin-Chaos

Willkommen in der „Winner takes it all“-Industrie

Die einen (Scalable, N26) bekommen die potenten Investoren, die gute Presse, die lukrativen Kunden. Und die anderen, deren Produkte unter Umständen nicht viel schlechter sind (Outbank)? Können froh sein, wenn sich am Ende jemand findet, der ihre Assets für ein paar Hunderttausend Euro aus der Insolvenzmasse herauslöst.  Wenn die vergangenen Tage eine Lehre über die deutsche Fintech-Branche bereithielten, dann die, dass zwischen dreistelliger Bewertung und bitterer Pleite vielleicht manchmal nur Nuancen liegen. Was dabei in keinem Fall schadet, das ist eine gute Story. Und natürlich das richtige Timing. Ach ja – und dann gibt es womöglich noch eine weitere Lehre: Die deutsche Fintech-Branche scheint sich endgültig zu einer „Winner takes it all“-Industrie zu entwickeln. „Finanz-Szene.de“ hat beispielhaft sechs Segmente identifiziert, in denen die Kluft zwischen einem bzw. maximal zwei Marktführern und dem Rest schon jetzt so groß ist, dass man sich fragt, wie die Verfolger den Rückstand jemals wieder aufholen wollen. Lesen Sie hier unsere Analyse:

Finanz-Szene.de

News

Fahrenschon tritt zurück, Nachfolger kommt aus den eigenen Reihen: So könnte morgen Früh die Meldung an dieser Stellen lauten. Denn: Wenn die Kollegen von SZ, Handelsblatt, Reuters etc. pp. nicht alle danebenliegen, dann hat Georg Fahrenschon den Kampf um sein Amt verloren. Favorit auf die Nachfolge ist (wie gestern unter Verweis auf die „Süddeutsche“ bereits berichtet) der niedersächsische Sparkassenchef Thomas Mang. Allerdings fallen vor dem für heute terminierten DSGV-Krisentreffen auch andere Namen. SZ, Handelsblatt (Paywall), Reuters

HSBC-Deutschland-Chefin prognostiziert das große Fintech-Sterben: … womit sie freilich nicht die erste ist. Der US-Finanzinvestor J.C. Flowers hatte jüngst dasselbe gesagt, und der gesunde Menschenverstand lässt sich ebenfalls problemlos „im On“ zitieren. Er sagt: Dass von den angeblich rund 700 deutschen Fintechs nicht alle und vermutlich nicht einmal die meisten überleben werden, ist logisch. Reuters

Und auch sonst wurden gestern bei der Euro Finance Week bzw. aus Anlass der Euro Finance Week noch ein paar Dinge gesagt, die den Atem stocken und das Blut gefrieren lassen. Beispiele gefällig? Der Basel-IV-Kompromiss ist doof (sagt Herr Kirsch), die EZB sollte den Einlagenzins senken (sagt Herr Peters), Deutschland ist immer noch overbanked (sagt Herr Sewing), und Mifid II ist ganz, ganz schlecht gemacht (sagt wiederum Herr Peters). Na, denn.

Beyond .de

Bitcoin pendelt sich allmählich zwischen 0 und 10.000 Dollar ein:  Die Krypto-Währung hat in den vergangenen Tagen die erratischsten Kursschwankungen gezeigt. Das „Manager Magazin“ zeichnet das Ab und Ab und Auf und Ab nach – und versucht dankenswerterweise, ein paar Erklärungen für das Chaos zu liefern. Manager Magazin

… und wer sich darüber hinaus noch näher mit dem „Bitcoin Cash“ befassen möchte, den verweisen wir auf Bloomberg

Lesetipps

Die BAIT wird für die IT-Risiken, was die MA Risk für die herkömmlichen Risiken ist: So lässt sich (in unseren eigenen, stark vereinfachenden Worten) ein interessantes Interview zusammenfassen, dass zwei Cofinpro-Consultants dem Kollegen Jürschick gegeben haben. IT-Finanzmagazin

N26 führt Apple Pay ein: Allerdings nur in Frankreich. Und wer gehofft hatte, die Bezahlfunktion durch eine simple Änderung der Länderkennung auch hierzulande nutzen zu können … Nope. IT-Finanzmagazin

Wie sieht die Schweizer Fintech-Map aus? Weiße Logos auf weißen Grund. Kleiner Scherz. Und im Ernst? Auch wenn die eidgenössische Fintech-Industrie  zuletzt ein paar Fehlschläge zu verkraften hatte, gibt es natürlich auch in der Schweiz noch immer ein paar spannende Finanz-Startups. Kilian Thalhammer hat sie in eine Karte gepackt. Paymentandbanking

Denn sie wissen nicht, was sie tun: Auch zehn Jahre nach dem Finanzcrash sind sich die großen Banken ihrer Risiken nicht wirklich bewusst, kritisiert Bloomberg.

Das sagt der Warburg-Chef: Im September hatten wir in Kooperation mit der „Zeit“ exklusiv berichtet, dass die Hamburger Privatbank M.M. Warburg 2016 im großen Stil an die Reserven gegangen ist, um das Ergebnis zu stützen. Bei „Zeit Online“ lässt sich die gesamte Reportage nun kostenlos nachlesen. Dabei kommt auch Vorstandschef Joachim Olearius ausführlich zu Wort – und weist die Kritik am (unserer Meinung nach) etwas diffusen Geschäftsmodell deutlich zurück: „Unser Geschäftsmodell ist in der Breite des Angebots einzigartig. Um es mit einem Vergleich aus der Landwirtschaft zu sagen: Wenn Sie immer nur Weizen anpflanzen, bekommt das auf Dauer dem Boden nicht gut.“ Zeit-Online

Klickfavorit

… war gestern unser Scoop, dass Outbank  von Verivox übernommen wird. Finanz-Szene.de

Newsletter 14/11/17: Die „Top oder Flop“-Industrie, D-Day beim DSGV, Die Akte Warburg

Willkommen in der „Winner takes it all“-Industrie

Die einen (Scalable, N26) bekommen die potenten Investoren, die gute Presse, die lukrativen Kunden. Und die anderen, deren Produkte unter Umständen nicht viel schlechter sind (Outbank)? Können froh sein, wenn sich am Ende jemand findet, der ihre Assets für ein paar Hunderttausend Euro aus der Insolvenzmasse herauslöst.  Wenn die vergangenen Tage eine Lehre über die deutsche Fintech-Branche bereithielten, dann die, dass zwischen dreistelliger Bewertung und bitterer Pleite vielleicht manchmal nur Nuancen liegen. Was dabei in keinem Fall schadet, das ist eine gute Story. Und natürlich das richtige Timing. Ach ja – und dann gibt es womöglich noch eine weitere Lehre: Die deutsche Fintech-Branche scheint sich endgültig zu einer „Winner takes it all“-Industrie zu entwickeln. „Finanz-Szene.de“ hat beispielhaft sechs Segmente identifiziert, in denen die Kluft zwischen einem bzw. maximal zwei Marktführern und dem Rest schon jetzt so groß ist, dass man sich fragt, wie die Verfolger den Rückstand jemals wieder aufholen wollen. Lesen Sie hier unsere Analyse:

Finanz-Szene.de

News

Fahrenschon tritt zurück, Nachfolger kommt aus den eigenen Reihen: So könnte morgen Früh die Meldung an dieser Stellen lauten. Denn: Wenn die Kollegen von SZ, Handelsblatt, Reuters etc. pp. nicht alle danebenliegen, dann hat Georg Fahrenschon den Kampf um sein Amt verloren. Favorit auf die Nachfolge ist (wie gestern unter Verweis auf die „Süddeutsche“ bereits berichtet) der niedersächsische Sparkassenchef Thomas Mang. Allerdings fallen vor dem für heute terminierten DSGV-Krisentreffen auch andere Namen. SZ, Handelsblatt (Paywall), Reuters

BdB will die HSH Nordbank nicht: … oder zumindest würde er sie im Falle einer Privatisierung nicht so einfach in seine Einlagensicherung lassen. „Es gibt niemanden, den wir von vornherein ausschließen“, sagte der Präsident Hans-Walter Peters gestern. Es gebe aber „hohe Hürden, die zu nehmen sind“. Handelsblatt/dpa

Pfandbriefbank entdeckt die Risikovorsorge wieder: Erst kürzlich hatte der HRE-Nachfolger die Gewinnprognose für dieses Jahr auf rund 200 Mio. Euro angehoben – für kommendes Jahr will das Institut nun aber wieder deutlich konservativer planen. Reuters

HSBC-Deutschland-Chefin prognostiziert das große Fintech-Sterben: … womit sie freilich nicht die erste ist. Der US-Finanzinvestor J.C. Flowers hatte jüngst dasselbe gesagt, und der gesunde Menschenverstand lässt sich ebenfalls problemlos „im On“ zitieren. Er sagt: Dass von den angeblich rund 700 deutschen Fintechs nicht alle und vermutlich nicht einmal die meisten überleben werden, ist logisch. Reuters

Und auch sonst wurden gestern bei der Euro Finance Week bzw. aus Anlass der Euro Finance Week noch ein paar Dinge gesagt, die den Atem stocken und das Blut gefrieren lassen. Beispiele gefällig? Der Basel-IV-Kompromiss ist doof (sagt Herr Kirsch), die EZB sollte den Einlagenzins senken (sagt Herr Peters), Deutschland ist immer noch overbanked (sagt Herr Sewing), und Mifid II ist ganz, ganz schlecht gemacht (sagt wiederum Herr Peters). Na, denn.

Beyond .de

Bitcoin pendelt sich allmählich zwischen 0 und 10.000 Dollar ein:  Die Krypto-Währung hat in den vergangenen Tagen die erratischsten Kursschwankungen gezeigt. Das „Manager Magazin“ zeichnet das Ab und Ab und Auf und Ab nach – und versucht dankenswerterweise, ein paar Erklärungen für das Chaos zu liefern. Manager Magazin

… und wer sich darüber hinaus noch näher mit dem „Bitcoin Cash“ befassen möchte, den verweisen wir auf Bloomberg

Lesetipps

Das sagt der Warburg-Chef: Im September hatten wir in Kooperation mit der „Zeit“ exklusiv berichtet, dass die Hamburger Privatbank M.M. Warburg 2016 im großen Stil an die Reserven gegangen ist, um das Ergebnis zu stützen. Bei „Zeit Online“ lässt sich die gesamte Reportage nun kostenlos nachlesen. Dabei kommt auch Vorstandschef Joachim Olearius ausführlich zu Wort – und weist die Kritik am (unserer Meinung nach) etwas diffusen Geschäftsmodell deutlich zurück: „Unser Geschäftsmodell ist in der Breite des Angebots einzigartig. Um es mit einem Vergleich aus der Landwirtschaft zu sagen: Wenn Sie immer nur Weizen anpflanzen, bekommt das auf Dauer dem Boden nicht gut.“ Zeit-Online

Die BAIT wird für die IT-Risiken, was die MA Risk für die herkömmlichen Risiken ist: So lässt sich (in unseren eigenen, stark vereinfachenden Worten) ein interessantes Interview zusammenfassen, dass zwei Cofinpro-Consultants dem Kollegen Jürschick gegeben haben. IT-Finanzmagazin

N26 führt Apple Pay ein: Allerdings nur in Frankreich. Und wer gehofft hatte, die Bezahlfunktion durch eine simple Änderung der Länderkennung auch hierzulande nutzen zu können … Nope. IT-Finanzmagazin

Wie sieht die Schweizer Fintech-Map aus? Weiße Logos auf weißen Grund. Kleiner Scherz. Und im Ernst? Auch wenn die eidgenössische Fintech-Industrie  zuletzt ein paar Fehlschläge zu verkraften hatte, gibt es natürlich auch in der Schweiz noch immer ein paar spannende Finanz-Startups. Kilian Thalhammer hat sie in eine Karte gepackt. Paymentandbanking

Denn sie wissen nicht, was sie tun: Auch zehn Jahre nach dem Finanzcrash sind sich die großen Banken ihrer Risiken nicht wirklich bewusst, kritisiert Bloomberg.

Klickfavorit

… war gestern unser Scoop, dass Outbank  von Verivox übernommen wird. Finanz-Szene.de