Exklusiv: Der Robo der Deutschen Bank ist da – und trägt den Namen „Robin“

Von Heinz-Roger Dohms

Die Deutsche Bank ist als erste Großbank hierzulande mit einem eigenen Robo Advisor live – diese Entdeckung hat „Finanz-Szene.de“ gestern Nachmittag gemacht. Der digitale Vermögensverwalter, der eigentlich schon für den Spätsommer angekündigt war, trägt den Namen „Robin“ und ist offenbar Anfang der Woche freigeschaltet worden. Auf der Website der Deutschen Bank findet sich allerdings noch kein Hinweis auf den Robo, ebensowenig wie auf der Startseite des Onlinebrokers Maxblue. Stattdessen ist der Link, der zu dem neuen Angebot führt, einigermaßen gut versteckt. Allem Anschein nach wollte das Frankfurter Institut mit ihrem Robo zunächst  unter der Wahrnehmungsschwelle bleiben – womöglich, um erst einmal einen Testlauf unter Live-Bedingungen zu absolvieren.

Um eine Beta-Version allerdings scheint es sich bei „Robin“ nicht zu handeln. Gestern Abend jedenfalls funktionierte die Antragsstrecke einwandfrei, auch als Nicht-Deutsche-Bank-Kunde konnte man sich in wenigen Minuten problemlos bis zur Depoteröffnung durchklicken. Dazu muss der User genau wie bei anderen Robo Advisern zunächst ein paar Angaben zu seiner Liquiditätssituation, zu seinen Erfahrungen im Umgang mit Wertpapieren und zu seiner persönlichen Risikoneigung machen. Dann heißt es schließlich: „Auf Basis der Angaben wird die Anlagestrategie ermittelt“ – bevor der Robo Advisor dem Kunden einen konkreten Vorschlag für die Portfolio-Struktur macht und ihn danach einlädt, ein Depot zu eröffnen.

Dabei erinnert „Robin“ nicht nur vom Look & Feel stark an Scalable Capital, den Münchner Robo Advisor, der mit einem verwalteten Vermögen von gut 500 Mio. Euro als klarer Marktführer hierzulande gilt. Denn genau wie Scalable, allerdings im Unterschied zu fast allen anderen deutschen Robo Advisern, hat sich die Deutsche Bank gegen eine starre Gewichtung der Assetklassen  im Sinne von beispielsweise „50 % Aktien, 30 % Anleihen und 20 % Rohstoffen“ entschieden. Stattdessen stützt sich die DBank analog zu Scalable auf ein Risikomaß, das „Value at Risk“ genannt wird – und das eng mit der Volatilität zusammenhängt. Bei Scalable wirkt der Ansatz so, dass das Risiko (sprich: die Aktienquote) in ruhigen Marktphasen aggressiv erhöht wird, in turbulenten Zeiten allerdings ebenso radikal wieder sinkt. Zumindest vom Prinzip her setzt die Deutsche Bank auf die gleiche, unter Experten übrigens nicht unumstrittene Strategie.

Dem Start von „Robin“ war ein jahrelanges strategisches Hin und Her vorausgegangen. So hatte die Deutsche Bank Ende 2015 schon einmal den Start eines hauseigenen Robo Advisors verkündet. Bei genauerem Hinsehen zeigte sich jedoch, dass das „AnlageFinder“ getaufte Produkt mit einer modernen, kostengünstigen digitalen Vermögensverwaltung eher wenig zu tun hatte. Wohl auch deshalb fiel das Angebot beim Kunden durch, bevor es schließlich sogar eingestellt wurde. Zur Verwirrung trug zudem bei, dass die Deutsche AM – also der Asset Manager der Deutschen Bank – im Sommer ebenfalls eine Art Robo Advisor startete. Dabei handelte es sich allerdings um kein klassisches Angebot für den Endkunden, sondern um ein Tool für Finanzberater.

Auch die übrigen privaten Großbanken tun sich mit dem Thema bislang schwer. Die Commerzbank schickte zunächst ihre Tochter Comdirect vor – arbeitet inzwischen aber auch an eigenen Plänen für einen digitalen Vermögensverwalter; die HVB hält sich in Sachen Robo auffällig zurück; und die ING Diba verzichtet auf ein eigenes Tool und leitet ihre Kunden stattdessen zu Scalable Capital weiter. Während Scalable die Gebühr für die Vermögensverwaltung erhält, fließen der ING die Gebühren für Handel, Konto und Depot zu.

Newsletter 28/11/17: Der Sandkasten-Mythos, Lobby-Schlappe für Fintechs, PSD2

Exklusiv: „Der fehlende Sandkasten ist ein großer Wettbewerbsvorteil“

Der fehlende regulatorische Sandkasten als Standortnachteil für deutsche Fintechs – das war in den vergangenen Jahren eine weit verbreitete Klage in der  hiesigen Startup-Szene. Tenor: Wenn die Bafin keine Sonderregeln für junge Finanzfirmen erlässt, dann braucht sich niemand zu wundern, wenn die deutschen Player im europäischen Vergleich den Anschluss verlieren. Nun dreht der Chef eines des spannendsten deutschen B2B-Fintechs die Argumentation plötzlich um. Nämlich Sascha Dewald, Geschäftsführer des Berliner Kontowechsel-Spezialisten Finreach. Seine Firma ist in Österreich erfolgreich unterwegs, hat gerade die erste größere Bank außerhalb der DACH-Region als Kunden gewonnen (die spanische Self Bank) – und will als nächstes nach Italien expandieren. Dewalds Credo: Weil die Sandkiste hierzulande fehle, würden Deutschlands Fintechs schneller erwachsen. „Insbesondere mit Blick auf die Internationalisierung von Produkten ist das ein Wettbewerbsvorteil.“ Lesen Sie hier das komplette Interview:

Finanz-Szene.de

News

Deutsche Banken feiern Lobby-Sieg über Fintechs: War’s letztlich die „Bild“-Zeitung („WARUM IHRE KONTODATEN IN HÖCHSTER GEFAHR SIND“), die den Ausschlag gab? Wie auch immer: Die EU-Kommission hat dem umstrittenen maschinengesteuerten Auslesen des Girokontos gestern endgültig eine Absage erteilt. Die Screen Scraping genannte Methode werde nach den neuen technischen Standards für die PSD2-Richtlinie nicht mehr erlaubt sein, teilte die Brüsseler Behörde mit. Die Deutsche Kreditwirtschaft – also der Zusammenschluss sämtlicher Bankenverbände – feierte den Erfolg angemessen: „Dies ist im Sinne des Kunden und stärkt sowohl die Sicherheit des Onlinebankings als auch die Transparenz über die Weitergabe von Daten.“ Schöner hätte die „Bild“ es auch nicht ausdrücken können. Börsenzeitung (Paywall), DK-Stellungnahme

Und wo wir schon mal beim Thema sind: Die Deutsche Bank hat gestern offiziell das PSD2-Zeitalter eingeläutet. Nach einjähriger Testphase ist ihre Schnittstelle „dbAPI“ nun für Fintechs und andere Drittanbieter zugänglich (um an dieser Stelle vielleicht auch endlich mal die Nicht-Nerds mit ins Boot zu holen: Die in der Fachwelt auch „dedizierte Schnittstelle“ genannte API verhält sich zum Screen Scraping in etwa so wie der Kuschelsex zum außerehelichen Bordellbesuch). IT-Finanzmagazin, Börsenzeitung (Paywall)

Kaufgerüchte lassen Coba-Aktie nur kurzzeitig steigen: Die NZZ hatte am Wochenende berichtet, dass die UBS eine Teilübernahme der Commerzbank erwäge. Tagesspiegel, Handelsblatt

IFRS 9 kostet deutsche Banken dreistelligen Mio-Betrag: Diese Rechnung hat gestern zumindest der private Bankenverband BdB aufgemacht.  Der von 2018 an geltende Bilanz-Standard läuft darauf hinaus, dass die Banken auch dann schon Risikovorsorge für mögliche Ausfälle bilden müssen, wenn sie einen Kredit gerade erst ausgereicht haben. Banken, die nur nach HGB bilanzieren (also z.B. die allermeisten Sparkassen und Genobanken), sind nicht betroffen. Reuters

Und noch eine News für die Networking-Fetischisten: Gerd Häusler, der sich soeben erst mit einer Pressemitteilung, in der der Jargon-Begriff „Riegler“ nicht ein einzige Mal vorkam, von der BayernLB verabschiedete, hat laut „SZ“ eine Anschlussverwendung im Aufsichtsrat der Deutschen Börse gefunden. Wenn man bedenkt, dass diesem Gremium auch Frau AKA (also known as Ann-Kristin Achleitner) und ihr Münchner Büro-Kompagnon Joachim Faber  angehören, und wenn man darüber hinaus auch noch bedenkt, dass der ebenfalls münchnerisch angehauchte Theo Weimer demnächst Chef der Deutschen Börse wird … dann könnte man tatsächlich überlegen, ob der Name „Bayerische Börse“ nicht langsam angemessener wäre. Süddeutsche (Print, Seite 20)

Flossbach-Jungs hängen Robo Adviser ab: Für diejenigen Leser, die uns vorwerfen, wir würden die (vermeintlichen) Erfolge deutscher Robo-Startups nicht oft genug in Relation setzen … Heute tun wir’s mal: Zwei Flossbach-Jüngelchen, deren Name niemand kennt, haben mit einem Fonds, dessen Namen niemand aussprechen kann, binnen kürzester Zeit mal eben 102 Mio. Euro eingesammelt – und damit mehr als die meisten der medial gehypten Robo Adviser in den Jahren seit ihrer Gründung (was unserer Meinung nach allerdings nichts daran ändert, dass sich das Konzept der digitalen VV durchsetzen wird. Aber wen da draußen interessiert schon unsere Meinung?). Fondsprofessionell

Neues vom Deutsche-Bank-Ankeraktionär: Die HNA-Chinesen (nicht zu verwechseln mit den Han-Chinesen) müssen in der Schweiz 50.000 Franken „Gebühr“ bezahlen, weil die dortige Übernahme-Kommission die Eigentümerstruktur des Konglomerats für nicht nachvollziehbar hält (in dem konkreten Fall ging es um die Akquisition einer schweizerischen Flug-Catering-Firma durch HNA). Süddeutsche

Bausparkassen bekommen eigenes Kernbanksystem: Wüstenrot, die BHW Schwäbisch Hall und kooperieren dabei mit SAP. Börsenzeitung (Paywall)

Beyond .de

Ist der Bitcoin schon bei 10.000 Dollar? Nee, aber fast. Spiegel Online

Der große Collardiral-Schaden: Der Schweizer Privatbank Julius Bär kommt überraschend ihr Vorstandschef Boris Collardi abhanden – der stattdessen Teilhaber der Pictet-Gruppe wird. Zum neuen CEO wird der bisherige Risikochef berufen, die Aktie bricht ein. NZZ (News), Bloomberg (Collardi-Porträt)

Europäischer Rat rüffelt EZB: Laut einer Rechtseinschätzung der EU-Regierungen haben die vermeintlichen Allesdürfer aus dem Frankfurter Ostend jüngst ihre Kompetenzen überschritten, als sie Europas Banken vorschreiben wollten, wie viele Rückstellungen diese zu bilden haben. Reuters/HB

Lesetipps

Und nach dem Hack (von 31 deutschen Finanz-Apps)? Während der Berater und Blogger Maik Klotz glaubt, dass das Vertrauen in Mobile-Banking „erschüttert“ worden sei, sieht die FAZ die Sache gelassener: Wenn sich die Kunden an ein paar einfache Regeln hielten, seien digitale Finanzgeschäfte weiterhin sicher. Paymentandbanking, FAZ

Per Bastelspiel zum eigenen Fintech: Was wir schon immer vermuteten, ist jetzt sozusagen wissenschaftlich belegt – es braucht nicht viel, um ein Finanz-Startup zu gründen.  Der Bank-Blog

Was der Höllenhund mit der Commerzbank vorhat: Das „Manager Magazin“ hat sein großes Cerberus-Porträt aus der vorletzten Ausgabe online gestellt. Der Artikel ist zwar veraltet in dem Sinne, dass der Einstieg bei der Deutschen Bank seinerzeit noch nicht bekannt war – doch das macht das Stück kaum weniger lesenswert. Manager Magazin

Hosenträger schlagen künstliche Intelligenz: Warum der Roboter zumindest den Investmentbanker nicht ersetzen wird. Bloomberg

Klickfavorit

… war am Freitag das Stück über die gehackten Finanz-Apps. Süddeutsche

Ich lese „Finanz-Szene.de“, weil …

… alle relevanten Brancheninformationen kurz und knapp mit einer vergnüglichen Note präsentiert werden. Dazu gibt es on top tiefere und bessere Informationen als in den klassischen Medien.

Karl Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender Quirin Bank

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Europäischer Rat rüffelt EZB: Laut einer Rechtseinschätzung der EU-Regierungen haben die vermeintlichen Allesdürfer aus dem Frankfurter Ostend jüngst ihre Kompetenzen überschritten, als sie Europas Banken vorschreiben wollten, wie viele Rückstellungen diese zu bilden haben. Reuters/HB

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Karl Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender Quirin Bank