Sieben (kritische) Fragen an das neue Mega-Fintech Smava

Von Heinz-Roger Dohms

Das Berliner Fintech Smava verkündet, eine Finanzierung über 65 Mio. Dollar eingeheimst zu haben – bleibt in der entsprechenden Pressemitteilung allerdings ein wenig im Ungefähren. Wir haben dem Kreditvergleich-Spezialisten darum sieben Fragen gestellt (die Antwort von Smava lesen Sie ganz unten).

Die Fragen an Smava:

1.) Sie sprechen von einer Funding-Runde in Höhe von 65 Mio. Dollar. Ist das alles Equity – oder haben Sie da womöglich auch Debt eingerechnet?

2.) Laut Handelsregister hat Smava seit Ende Dezember einen neuen Gesellschafter namens „Smart Rate Sarl“. Er hält 14,30 % der Anteile. In der Pressemitteilung war hingegen davon die Rede, dass eine Gesellschaft namens „Vitruvian Partners“ die Finanzierung angeführt habe. Reden wir hier von ein- und demselben Funding? Gehe ich Recht in der Annahme, dass „Vitruvian“ hinter der offenbar erst kürzlich gegründeten „Smart Rate Sarl“ steht?

3.) Ebenfalls im Handelsregister heißt es in Bezug auf die Kapitalerhöhung von Ende Dezember: „Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 27.11.2017 ist das Stammkapital um 802.139 EUR auf 5.273.421,00 EUR erhöht und der Gesellschaftsvertrag neu gefasst.“ Das neu hinzugewonnene Kapital macht demnach 15,2 Prozent am gesamten Kapital aus. Einmal angenommen, a) das Funding von Ende Dezember und Ihre Pressemitteilung von dieser Woche beziehen sich auf die gleiche Transaktion und b) die 65 Mio. Dollar waren, wie öffentlich wahrgenommen, tatsächlich komplett Equity – dann komme ich auf eine Post-Money-Bewertung von 428 Mio. Dollar. Ist diese Schlussfolgerung zulässig? Mir schiene das, mit Verlaub, sehr hoch zu sein.

4.) Falls der HR-Eintrag von Dezember und die PM von dieser Woche zwei unterschiedliche Sachverhalte betreffen (oder der Dezember-Deal nur einen Teil der jetzt kommunizierten Runde betrifft), könnten Sie das dann vielleicht alles ein bisschen aufdröseln für meine Leser?

5.) Sie schreiben in Ihrer PM, dass Smava mit dem frischen Geld in neue Marktsegmente expandieren will. Können Sie da noch etwas konkreter werden? Ich höre aus der Branche, dass Smava in Zukunft womöglich auch Kredite ohne Vergleich machen will (oder machen Sie das schon?), also jedenfalls tendenziell stärker Richtung Bank geht. Ist das richtig? Könnte das ein Indiz dafür sein, dass Sie beim Funding evtl. auch stärker Richtung Debt gehen?

6.) In der PM ist von einer Finanzierungsrunde „von Vitruvian mit Beteiligung weiterer Investoren wie Runa Capital“ die Rede. Laut Handelsregister haben Ende Dezember aber nur zwei Investoren Geld geben, nämlich „Smart Rate“ (=Vitruvian?) und eben Runa. Hieße das, dass sich die weiteren Investoren ebenfalls hinter „Smart Rate“ verbergen? Oder sind damit evtl. die Debt-Investoren (wenn denn auch Fremdkapital gefunded wurde) gemeint?

7.) Ihre Pressemitteilung von September war überschrieben: „10 Jahre Smava: Deutschlands erstes Fintech ist das größte Kreditportal“. In der jetzigen PM ist nur noch von „Smava, Deutschlands großes Kreditportal für Verbraucher“ die Rede. Hat da eine Verschiebung stattgefunden? Sind Sie jetzt auch gemäß ihren eigenen Zahlen nicht mehr der größte Anbieter? Oder ist das nur eine sprachliche Variation?

Die Antwort von Smava:

„Da wir ein privat gehaltenes Unternehmen sind, geben wir keine Informationen zur Finanzsituation des Unternehmens, außer zu bestimmten Anlässen wie Finanzierungsrunden. Hierzu bitten wir um Ihr Verständnis.“

Newsletter 11/01/18: Die irren Gehälter der Haspa-Vorstände, Markt schlägt Robos, Die größten Fintech-Deals

Exklusiv: 5,5 Millionen statt 2,9 Millionen – die irren Gehälter der Haspa-Vorstände

Die Vorstände bei Deutschlands größter Sparkasse kassieren weitaus mehr Geld als bislang bekannt – das zeigen exklusive Recherchen von „Finanz-Szene.de“ (übrigens: die Recherche ist Teil eines großen Gehalts-Reports, dessen weitere Ergebnisse wir in den kommenden Tagen und Wochen sukzessive veröffentlichen werden).  Laut dem bislang kaum beachteten Offenlegungsbericht der „Haspa Finanzholding“ kamen 2016 insgesamt sechs Beschäftigte der Hamburger Sparkasse auf eine Gesamtvergütung von mehr als 1 Mio. Euro. Einer davon strich sogar zwischen 1,5 und 2,0 Mio. Euro ein, mutmaßlich Vorstandschef Harald Vogelsang. Zur Einordnung: Bislang ging die Öffentlichkeit davon aus, dass die Topmanager größerer deutscher Sparkassen zwar auf hohe sechsstellige Bezüge kommen – aber allenfalls in Ausnahmefällen auf siebenstellige. Die Recherchen von „Finanz-Szene.de“ ermöglichen nun einen Einblick in die wahren Gehaltsdimensionen zumindest bei der Haspa. Lesen Sie hier die ganze Geschichte:

Finanz-Szene.de

News

Ein Deutungsvorschlag für die Fintech-Zahlen 2017: Wie dieser Tage bekannt wurde, haben Deutschlands Finanz-Startups im vergangenen Jahr 716 Mio. Euro eingesammelt – und damit mehr Geld als je zuvor. Trotzdem wurden auf Basis einer kryptischen „dpa“-Meldung mal wieder faktisch falsche Headlines wie „Immer weniger Investorengeld für deutsche Fintechs“ formuliert. Aber sei’s drum. Was ja wirklich stimmt: Das Wachstum ist zurückgegangen, und zwar deutlich. Plus: Die VCs verteilen ihr Geld offenbar nicht mehr mit der Gießkanne, sondern konzentrieren sich bei ihren Finanzierungen immer stärker auf die großen Player. Hierzu haben wir bei Barkow eine erhellende Grafik gefunden, wonach satte 44 % aller Mittel auf die zehn größten Deals entfielen. Der gute Herr Barkow hat die Transaktionen zwar anonymisiert, aber in der Hoffnung, dass er uns nicht den Kopf abreißt, dechiffrieren wir einfach mal die drei größten: Kreditech, Finleap, Scalable. Barkow Consulting

Nur ein einziger deutscher Robo-Advisor hat 2017 den Markt geschlagen: … nämlich der der Sutor-Bank. Alle anderen digitalen Vermögensverwalter schnitten laut dem (angeblich einigemaßen belastbaren) Echtgeldtest von „Brokervergleich.de“ schlechter ab als der entsprechende Referenzindex. Fondsprofessionell

Scalable Capital expandiert in die Schweiz: … und viel mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Erklärt sich ja selbst, diese Nachricht. Finews.ch

Noch mehr deutsche Banken versenken Geld in England: Neben der Fidor Bank (wir berichteten) haben sich laut „Börsen-Zeitung“ noch zwei weitere deutsche Banken mit dem Kauf von Kreditforderungen gegen britische Konsumenten verspekuliert – nämlich die Deutsche Kontor Privatbank aus Grünwald und die Frankfurter HKB Bank. Während Fidor und die Kontor Privatbank bereits mit Kapitalerhöhungen stabilisiert worden seien, hoffe die HKB Bank nun auf einen Investor aus China (und darauf, dass die Bafin mitspielt). Börsen-Zeitung

Huch, erkennen die Bankenverbände die Zeichen der Zeit? Darauf deutet zumindest eine spannende Geschichte heute Früh im „Handelsblatt“ hin. Demnach wollen der BdB und der Verband der Auslandsbanken einen möglichen Zusammenschluss ausloten. Auslöser der Überlegungen soll der Brexit sein. Die zugehörige Argumentation geht so: Wenn die ausländischen Banken ihre Frankfurter Dependancen massiv aufwerten, dann brauche es mehr Einfluss auf die hiesige Gesetzgebung – und das wiederum sei nur über den BdB zu gewährleisten. Handelsblatt (Paywall)

Deutsche Bank bereitet Publikum auf Boni-Erhöhungen vor: Das größte Geldhaus des Landes musste 2017 – wie es aussieht – den dritten Jahresverlust in Folge ertragen. Trotzdem sollen die Sonderzahlungen für die Topmanager steigen (so lässt sich zumindest ein HB-Interview der Vize-Chefs deuten). Manager Magazin

Lesetipps

Die eigentliche Ratio hinter dem Paypal-Raisin-Deal: Der Einstieg des amerikanischen Payment-Riesen bei dem Berliner Depositen-Vermittler (wobei Raisin ja jetzt mehr ist, siehe weiter unten) wurde in den meisten Medien als Angriff auf die traditionellen Banken gedeutet. Unser Lieblings-Blogger Leo Bosankic bietet nun eine darüber hinausgehende Deutung an. Seiner Meinung könnte sich Paypal auch deshalb mit Geldanlage-Tools wie Acorn oder Raisin aufplustern, um sich deutlicher von Wettbewerbern wie Apple Pay abzugrenzen. leobosankic.com

Na toll, jetzt spannt uns die „Wiwo“ schon die Gastautoren aus: Verkommt „Finanz-Szene.de“ zum SC Freiburg der Finanzberichterstattung, sprich: zum Ausbildungsverein für den publizistischen Moloch aus Düsseldorf? Jedenfalls, der Startup-Investor Carsten Maybach, der hier neulich sehr Eindrückliches zum Thema „Nach welchen Kriterien VCs in Fintechs investieren“ schrieb, hat nun bei der „Wirtschaftswoche“ eine Kolumne zum Thema „Warum Banken und Fintechs ideale Partner sind“ verfasst. Da uns Eifersucht fremd ist, empfehlen wir den Artikel natürlich trotzdem zur Lektüre. Und @Düsseldorf: Wenn Ihr wüsstet, was das Breisgau (der Breisgau?) gerade für Pläne schmiedet … Wirtschaftswoche  

Und dann gibt uns die „Wiwo“ gleich noch eins vor den Bug: Die Geschichte, wie die Norisbank zur heimlichen Perle der Deutschen Bank wurde, wollten wir demnächst eigentlich mal selber machen. Können wir uns sparen. Hat der geschätzte Kollege Welp von der „Wirtschaftswoche“ nämlich schon erledigt. Leider hinter der Bezahlschranke. Wiwo (Paywall)

Die Banken sollten sich nicht mit dem Bitcoin beschäftigen: … sondern mit den Tech-Konzernen. Denn die Gefahr, dass die Branche „amazon-iert“ wird ist realer denn je. Schreiben jedenfalls Huw van Steenis und Jesse McWaters in der „Financial Times“ (Paywall)

Wozu Coinbase wirklich gut sein könnte: Die Kryptobörse wird eines Tages zu einer Gefahr für das klassische Brokerage werden, mutmaßen die Vorausdenker von Venturebeat

Heidi lebt: Wenn Schweizer Fintechs in den letzten Wochen bei „Finanz-Szene.de“ auftauchten, dann meist im Kontext von Pleiten, Pech und Pannen. Sehr viel konstruktiver sind da wieder mal die lebensbejahenden Kollegen von „Paymentandbanking“. Sie haben ihre Übersicht über den Schweizer Fintech-Markt aktualisiert und sprechen gar – oha! – von einem „Boom“. PAB

Karriere

Kommt der Brexit schon in FFM an? Laut „efinancialcareers“ schreiben US-Banken zurzeit reihenweise Jobs in Frankfurt aus. efinancialcareers

Während Sie in St. Anton weilten …

Viel ist nicht passiert, seit „Finanz-Szene.de“ am 20. Dezember in die Weihnachtpause ging – ein bisschen was aber doch. Drum hier die wichtigsten News der vergangenen zweieinhalb Wochen kurz zusammengefasst (natürlich auch für jene Frankfurter Leser, die dank „Hessen-Urlaub“ immer noch in St. Anton weilen, heute Früh aber dann doch mal ihre Mails checken):

  • Fünf deutsche Fintechs haben es unter die Top-50 im Wachstums-Ranking unserer Freunde von Gründerszene geschafft (Gründerszene)
  • Smava behauptet, ein Funding über 65 Mio. Dollar gelandet zu haben (dpa-afx)
  • Das Berliner Fintech Raisin („Weltsparen.de“) steigt nach dem Paypal-Coup nun auch noch ins ETF-Geschäft ein (Pressemitteilung)
  • Der britische Kreditmarktplatz Funding Circle bereitet (angeblich) seinen Börsengang vor. Aus dem Bauch raus: Das würde dann vermutlich der bislang größte Fintech-IPO in Europa. (Sky)
  • Google schmeißt Android Pay und Google Wallet zusammen (Handelsblatt)
  • Die Deutsche Bank hat (u.a. dank Trump) 2017 vermutlich Verluste gemacht (Manager Magazin)
  • Die Deutsche Bank steht darüber hinaus nun im Bann des Steve Bannon (Manager Magazin)
  • Die NordLB bläst den Verkauf der Deutschen Hypo ab (Reuters)
  • Die EZB fordert höhere Kapitalquoten von Blaubank und Gelbbank (Handelsblatt)
  • Cerberus will Blaubank und Gelbbank nach eigener Aussage NICHT fusionieren (Reuters, Handelsblatt/Paywall)
  • Das ist die neue Frau an der Spitze des BVR (Handelsblatt/Paywall)
  • Die Volks- und Raiffeisenbanken haben 2017 ihr Kreditgeschäft deutlich ausgeweitet (Pressemitteilung)
  • Die Aufsichtsräte der Deutsche Bank streiten über die Boni für die Investmentbanker des Hauses (Wirtschaftswoche)
  • Die Deutsche Bank stößt an Investitionsgrenzen (Börsen-Zeitung)
  • Die spanische Caixa eröffnet eine Filiale in Frankfurt (Twitter)
  • Ex-Sal.-Oppenheim-Chef Wolfgang Leoni dockt bei den Quandts an (Private Banking Magazin)
  • Die Comdirect beschränkt das kostenlose Bargeldabheben (FAZ)

Klickfavorit

… war in der letzten Ausgabe vor unserer Winterpause die Hammer-News mit Paypal und Raisin. Finanz-Szene.de

Newsletter 11/01/18: Die irren Gehälter der Haspa-Vorstände, BdB-Coup?, Deutsche Banken mit Desaster in UK

Exklusiv: 5,5 Millionen statt 2,9 Millionen – die irren Gehälter der Haspa-Vorstände

Die Vorstände bei Deutschlands größter Sparkasse kassieren weitaus mehr Geld als bislang bekannt – das zeigen exklusive Recherchen von „Finanz-Szene.de“ (übrigens: die Recherche ist Teil eines großen Gehalts-Reports, dessen weitere Ergebnisse wir in den kommenden Tagen und Wochen sukzessive veröffentlichen werden).  Laut dem bislang kaum beachteten Offenlegungsbericht der „Haspa Finanzholding“ kamen 2016 insgesamt sechs Beschäftigte der Hamburger Sparkasse auf eine Gesamtvergütung von mehr als 1 Mio. Euro. Einer davon strich sogar zwischen 1,5 und 2,0 Mio. Euro ein, mutmaßlich Vorstandschef Harald Vogelsang. Zur Einordnung: Bislang ging die Öffentlichkeit davon aus, dass die Topmanager größerer deutscher Sparkassen zwar auf hohe sechsstellige Bezüge kommen – aber allenfalls in Ausnahmefällen auf siebenstellige. Die Recherchen von „Finanz-Szene.de“ ermöglichen nun einen Einblick in die wahren Gehaltsdimensionen zumindest bei der Haspa. Lesen Sie hier die ganze Geschichte:

Finanz-Szene.de

News

Noch mehr deutsche Banken versenken Geld in England: Neben der Fidor Bank (wir berichteten) haben sich laut „Börsen-Zeitung“ noch zwei weitere deutsche Banken mit dem Kauf von Kreditforderungen gegen britische Konsumenten verspekuliert – nämlich die Deutsche Kontor Privatbank aus Grünwald und die Frankfurter HKB Bank. Während Fidor und die Kontor Privatbank bereits mit Kapitalerhöhungen stabilisiert worden seien, hoffe die HKB Bank nun auf einen Investor aus China (und darauf, dass die Bafin mitspielt). Börsen-Zeitung

Huch, erkennen die Bankenverbände die Zeichen der Zeit? Darauf deutet zumindest eine spannende Geschichte heute Früh im „Handelsblatt“ hin. Demnach wollen der BdB und der Verband der Auslandsbanken einen möglichen Zusammenschluss ausloten. Auslöser der Überlegungen soll der Brexit sein. Die zugehörige Argumentation geht so: Wenn die ausländischen Banken ihre Frankfurter Dependancen massiv aufwerten, dann brauche es mehr Einfluss auf die hiesige Gesetzgebung – und das wiederum sei nur über den BdB zu gewährleisten. Handelsblatt (Paywall)

Deutsche Bank bereitet Publikum auf Boni-Erhöhungen vor: Das größte Geldhaus des Landes musste 2017 – wie es aussieht – den dritten Jahresverlust in Folge ertragen. Trotzdem sollen die Sonderzahlungen für die Topmanager steigen (so lässt sich zumindest ein HB-Interview der Vize-Chefs deuten). Manager Magazin

Ein Deutungsvorschlag für die Fintech-Zahlen 2017: Wie dieser Tage bekannt wurde, haben Deutschlands Finanz-Startups im vergangenen Jahr 716 Mio. Euro eingesammelt – und damit mehr Geld als je zuvor. Trotzdem wurden auf Basis einer kryptischen „dpa“-Meldung mal wieder faktisch falsche Headlines wie „Immer weniger Investorengeld für deutsche Fintechs“ formuliert. Aber sei’s drum. Was ja wirklich stimmt: Das Wachstum ist zurückgegangen, und zwar deutlich. Plus: Die VCs verteilen ihr Geld offenbar nicht mehr mit der Gießkanne, sondern konzentrieren sich bei ihren Finanzierungen immer stärker auf die großen Player. Hierzu haben wir bei Barkow eine erhellende Grafik gefunden, wonach satte 44 % aller Mittel auf die zehn größten Deals entfielen. Der gute Herr Barkow hat die Transaktionen zwar anonymisiert, aber in der Hoffnung, dass er uns nicht den Kopf abreißt, dechiffrieren wir einfach mal die drei größten: Kreditech, Finleap, Scalable. Barkow Consulting

Nur ein einziger deutscher Robo-Advisor hat 2017 den Markt geschlagen: … nämlich der der Sutor-Bank. Alle anderen digitalen Vermögensverwalter schnitten laut dem (angeblich einigemaßen belastbaren) Echtgeldtest von „Brokervergleich.de“ schlechter ab als der entsprechende Referenzindex. Fondsprofessionell

Scalable Capital expandiert in die Schweiz: … und viel mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen. Erklärt sich ja selbst, diese Nachricht. Finews.ch

Lesetipps

Die eigentliche Ratio hinter dem Paypal-Raisin-Deal: Der Einstieg des amerikanischen Payment-Riesen bei dem Berliner Depositen-Vermittler (wobei Raisin ja jetzt mehr ist, siehe weiter unten) wurde in den meisten Medien als Angriff auf die traditionellen Banken gedeutet. Unser Lieblings-Blogger Leo Bosankic bietet nun eine darüber hinausgehende Deutung an. Seiner Meinung könnte sich Paypal auch deshalb mit Geldanlage-Tools wie Acorn oder Raisin aufplustern, um sich deutlicher von Wettbewerbern wie Apple Pay abzugrenzen. leobosankic.com

Na toll, jetzt spannt uns die „Wiwo“ schon die Gastautoren aus: Verkommt „Finanz-Szene.de“ zum SC Freiburg der Finanzberichterstattung, sprich: zum Ausbildungsverein für den publizistischen Moloch aus Düsseldorf? Jedenfalls, der Startup-Investor Carsten Maybach, der hier neulich sehr Eindrückliches zum Thema „Nach welchen Kriterien VCs in Fintechs investieren“ schrieb, hat nun bei der „Wirtschaftswoche“ eine Kolumne zum Thema „Warum Banken und Fintechs ideale Partner sind“ verfasst. Da uns Eifersucht fremd ist, empfehlen wir den Artikel natürlich trotzdem zur Lektüre. Und @Düsseldorf: Wenn Ihr wüsstet, was das Breisgau (der Breisgau?) gerade für Pläne schmiedet … Wirtschaftswoche  

Und dann gibt uns die „Wiwo“ gleich noch eins vor den Bug: Die Geschichte, wie die Norisbank zur heimlichen Perle der Deutschen Bank wurde, wollten wir demnächst eigentlich mal selber machen. Können wir uns sparen. Hat der geschätzte Kollege Welp von der „Wirtschaftswoche“ nämlich schon erledigt. Leider hinter der Bezahlschranke. Wiwo (Paywall)

Die Banken sollten sich nicht mit dem Bitcoin beschäftigen: … sondern mit den Tech-Konzernen. Denn die Gefahr, dass die Branche „amazon-iert“ wird ist realer denn je. Schreiben jedenfalls Huw van Steenis und Jesse McWaters in der „Financial Times“ (Paywall)

Wozu Coinbase wirklich gut sein könnte: Die Kryptobörse wird eines Tages zu einer Gefahr für das klassische Brokerage werden, mutmaßen die Vorausdenker von Venturebeat

Heidi lebt: Wenn Schweizer Fintechs in den letzten Wochen bei „Finanz-Szene.de“ auftauchten, dann meist im Kontext von Pleiten, Pech und Pannen. Sehr viel konstruktiver sind da wieder mal die lebensbejahenden Kollegen von „Paymentandbanking“. Sie haben ihre Übersicht über den Schweizer Fintech-Markt aktualisiert und sprechen gar – oha! – von einem „Boom“. PAB

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Kommt der Brexit schon in FFM an? Laut „efinancialcareers“ schreiben US-Banken zurzeit reihenweise Jobs in Frankfurt aus. efinancialcareers

Während Sie in St. Anton weilten …

Viel ist nicht passiert, seit „Finanz-Szene.de“ am 20. Dezember in die Weihnachtpause ging – ein bisschen was aber doch. Drum hier die wichtigsten News der vergangenen zweieinhalb Wochen kurz zusammengefasst (natürlich auch für jene Frankfurter Leser, die dank „Hessen-Urlaub“ immer noch in St. Anton weilen, heute Früh aber dann doch mal ihre Mails checken):

  • Die Deutsche Bank hat (u.a. dank Trump) 2017 vermutlich Verluste gemacht (Manager Magazin)
  • Die Deutsche Bank steht darüber hinaus nun im Bann des Steve Bannon (Manager Magazin)
  • Die NordLB bläst den Verkauf der Deutschen Hypo ab (Reuters)
  • Die EZB fordert höhere Kapitalquoten von Blaubank und Gelbbank (Handelsblatt)
  • Cerberus will Blaubank und Gelbbank nach eigener Aussage NICHT fusionieren (Reuters, Handelsblatt/Paywall)
  • Das ist die neue Frau an der Spitze des BVR (Handelsblatt/Paywall)
  • Die Volks- und Raiffeisenbanken haben 2017 ihr Kreditgeschäft deutlich ausgeweitet (Pressemitteilung)
  • Die Aufsichtsräte der Deutsche Bank streiten über die Boni für die Investmentbanker des Hauses (Wirtschaftswoche)
  • Die Deutsche Bank stößt an Investitionsgrenzen (Börsen-Zeitung)
  • Die spanische Caixa eröffnet eine Filiale in Frankfurt (Twitter)
  • Ex-Sal.-Oppenheim-Chef Wolfgang Leoni dockt bei den Quandts an (Private Banking Magazin)
  • Die Comdirect beschränkt das kostenlose Bargeldabheben (FAZ)
  • Fünf deutsche Fintechs haben es unter die Top-50 im Wachstums-Ranking unserer Freunde von Gründerszene geschafft (Gründerszene)
  • Smava behauptet, ein Funding über 65 Mio. Dollar gelandet zu haben (dpa-afx)
  • Das Berliner Fintech Raisin („Weltsparen.de“) steigt nach dem Paypal-Coup nun auch noch ins ETF-Geschäft ein (Pressemitteilung)
  • Der britische Kreditmarktplatz Funding Circle bereitet (angeblich) seinen Börsengang vor. Aus dem Bauch raus: Das würde dann vermutlich der bislang größte Fintech-IPO in Europa. (Sky)
  • Google schmeißt Android Pay und Google Wallet zusammen (Handelsblatt)

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… war in der letzten Ausgabe vor unserer Winterpause die Hammer-News mit Paypal und Raisin. Finanz-Szene.de