30/04/18: Die Fintech-Beteiligungen der deutschen Banken, Elinvar, ePostfach

Exklusiv: Coba hat mehr Fintech-Investments als die übrigen deutschen Top-10-Banken zusammen

Die Commerzbank hält mehr Fintech-Beteiligungen als die übrigen deutschen Top-10-Banken zusammen – das zeigt eine Auswertung von „Finanz-Szene.de“ auf Basis der jüngsten Geschäftsberichte und offizieller Auskünfte der Unternehmen. Insgesamt ist die Commerzbank momentan bei 25 Finanz-Startups engagiert, darunter teils sogar mit Anteilen im zweistelligen Prozentbereich wie bei Bilendo (12,9%), Gini (13,4%) oder Getsafe (13,0%). Dagegen kommen die anderen neun Institute addiert auf gerade mal 20 Beteiligungen. Allein acht entfallen dabei auf die Deutsche Bank, sieben auf die NordLB. Die Hypo-Vereinsbank – die keine Angaben zu ihren Fintech-Investments macht – dürfte nach Recherchen von „Finanz-Szene.de“ nur noch an zwei Fintechs beteiligt sein, nämlich an Finleap und MoneyMap. Dagegen scheinen die Münchner ihre Anteile an der Solarisbank verkauft zu haben. Sehen Sie hier unsere Analyse und unsere große Übersicht: Finanz-Szene.de (Analyse), Finanz-Szene.de (Übersicht)

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News

Wenn es denn überhaupt einen Christian-Sewing-Effekt gab, … dann ist dieser erst einmal verpufft. Die Aktie der Deutschen Bank verlor am Freitag  satte 3,4 Prozent (in der Spitze waren es sogar fast 5 Prozent), was vermutlich nicht nur, aber wohl doch in erster Linie daran lag, dass der neue CEO den am Donnerstag verkündeten Strategieschwenk bislang nicht mit konkreten Zielvorgaben unterlegt hat, wie Analysten kritisieren. Aktienkurs, Reuters, FT (Paywall)

… und zu allem Überfluss hat Moody’s am Freitagabend auch noch das getan, was neulich bereits S&P getan hatte, nämlich der Deutschen Bank mit einer Herabstufung ihrer Bonität gedroht. Die Begründung, unter anderem: Es sei „nicht klar, wie das Management eine stärker auf europäische Kunden ausgerichtete Investmentbank schaffen wird, die erfolgreich mit breiter aufgestellten globalen Wettbewerbern konkurrieren kann und gleichzeitig akzeptable Renditen über den Konjunkturzyklus hinweg erwirtschaftet.“ Reuters/Handelsblatt

Die entwaffnende Ehrlichkeit der ING Diba: Die Online-Bank fängt erst gar nicht an, ihre Kasino-Gebühr (wir berichteten bereits am Freitag) mit „Suchtprävention“ oder ähnlichem zu begründen. Stattdessen handele es sich um eine „weitere Einnahmequelle“, erklärte ein Sprecher gegenüber dem „HB“. Etwas origineller antwortet die Postbank auf die Frage, warum Glücksspieler auch bei ihr belastet werden. Handelsblatt

Ein klitzekleiner Randaspekt unserer Fintech-Beteiligungen-Recherche von weiter oben: Die Pläne der Helaba zur Gründung einer eigenen Gesellschaft für Fintech-Investitionen sind offenbar weit gediehen. Laut Handelsregister hat die Landesbank schon Ende März die „Helaba Digital GmbH & Co. KG“ aufgesetzt, deren Geschäftszweck in der Beteiligung an „Unternehmen aus der Finanzdienstleistungs- und Software-Branche“ besteht. Und: Bei Linkedin erfährt man, welcher Helabajaner als Managing Director der neuen Firma firmiert. Finanz-Szene.de

Beyond .de

In welche Richtung der Worst Case so ungefähr gehen könnte, wenn eine überaltete Banken-IT plötzlich verrücktspielt …, das zeigt dieser Tage das Beispiel der nicht ganz unbedeutenden britischen TSB. Handelsblatt

Linktipps

Das 60-Milliarden-Euro-Rätsel der Deutschen Bank: Die Kollegen des „International Financing Review“ (das IFR gehört zu „Thomson Reuters“) erinnern an ein riesiges Alt-Portfolio, über dessen Existenz die Deutsche Bank aus Anlass der 8-Mrd-Euro-Kapitalerhöhung Anfang 2017 erstmals  überhaupt öffentlich sprach – danach laut IFR aber nie wieder. Was ist aus dem Portfolio geworden? Bindet es immer noch so viel Kapital? Und könnte es womöglich zu einem Problem für Neu-CEO Christian Sewing werden? IFRE

„Please put your telephones on mute“: Wie die Q1-Telefonkonferenz der Deutschen Bank  zur Slapstick-Nummer geriet. Welt

Am Freitag hatten wir Ihnen ja schon von unserem Verdacht berichtet, dass jetzt sogar die Fürstlich Castell’sche Bank auf digitale Vermögensverwaltung setzt … Das „Private Banking Magazin“ hat das Thema dankenswerterweise aufgegriffen und erklärt, was die Traditionsbank genau plant und was das Berliner Fintech Elinvar damit zu tun hat (und wenn wir übrigens einen Vorschlag für einen Claim machen dürfen: „Digital seit 1774“ würde wahnsinnig cool klingen.) Private Banking Magazin

Wie das ePostfach der Sparkassen funktioniert: … erklärt Nadine Körber vom verbundeigenen IT-Dienstleister Finanz-Informatik. IT-Finanzmagazin

„Ich lese Finanz-Szene.de, weil …

… hier jeden Morgen die relevanten Brancheninformationen kurz, prägnant und mit einer humorvollen Note serviert werden. Einfach spitze gemacht!“

Raffael Johnen ist CEO von Auxmoney – und einer von mittlerweile mehr als 5000 Abonnenten

Klickfavorit

… war am Freitag unser Bericht über die Frage, was eigentlich aus der achtstelligen Kapitalerhöhung von Ginmon geworden ist. Finanz-Szene.de

Noch ein kurzer Hinweis

Wir hatten ja am Freitag vollmundig angekündigt, uns in der heutigen Ausgabe mal intensiv mit dem Geschäftsmodell eines bekannten deutschen Fintechs auseinanderzusetzen. Kurzum: Der Artikel ist fertig, wir haben ihn aber erstmal in die 340f-Reserven gesteckt, weil uns gestern Abend so ein bisschen die Angst beschlich, dass wir ansonsten am Mittwoch (nach Brücken- und Feiertag) gar kein Thema für sie gehabt hätten …

30/04/18: Coba im Fintech-Wahn, Das 60-Mrd.-Rätsel der Dt. Bank, Der Sewing-Effekt

Exklusiv: Coba hat mehr Fintech-Investments als die übrigen deutschen Top-10-Banken zusammen

Die Commerzbank hält mehr Fintech-Beteiligungen als die übrigen deutschen Top-10-Banken zusammen – das zeigt eine Auswertung von „Finanz-Szene.de“ auf Basis der jüngsten Geschäftsberichte und offizieller Auskünfte der Unternehmen. Insgesamt ist die Commerzbank momentan bei 25 Finanz-Startups engagiert, darunter teils sogar mit Anteilen im zweistelligen Prozentbereich wie bei Bilendo (12,9%), Gini (13,4%) oder Getsafe (13,0%). Dagegen kommen die anderen neun Institute addiert auf gerade mal 20 Beteiligungen. Allein acht entfallen dabei auf die Deutsche Bank, sieben auf die NordLB. Die Hypo-Vereinsbank – die keine Angaben zu ihren Fintech-Investments macht – dürfte nach Recherchen von „Finanz-Szene.de“ nur noch an zwei Fintechs beteiligt sein, nämlich an Finleap und MoneyMap. Dagegen scheinen die Münchner ihre Anteile an der Solarisbank verkauft zu haben. Sehen Sie hier unsere Analyse und unsere große Übersicht: Finanz-Szene.de (Analyse), Finanz-Szene.de (Übersicht)

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Wo Insurtech nicht draufsteht – aber drinsteckt! Die Deutsche Familienversicherung ist der erste volldigitale Versicherer hierzulande. Auch darum hat das Frankfurter Insurtech in nur elf Jahren seit Aufnahme des Vertriebs schon über 500.000 Kunden gewonnen. Und bis Ende 2019 sollen es sogar eine Million Kunden sein. Mehr erfahren: deutsche-familienversicherung.de/ueber-uns/unternehmen/ 

News

Wenn es denn überhaupt einen Christian-Sewing-Effekt gab, … dann ist dieser erst einmal verpufft. Die Aktie der Deutschen Bank verlor am Freitag  satte 3,4 Prozent (in der Spitze waren es sogar fast 5 Prozent), was vermutlich nicht nur, aber wohl doch in erster Linie daran lag, dass der neue CEO den am Donnerstag verkündeten Strategieschwenk bislang nicht mit konkreten Zielvorgaben unterlegt hat, wie Analysten kritisieren. Aktienkurs, Reuters, FT (Paywall)

… und zu allem Überfluss hat Moody’s am Freitagabend auch noch das getan, was neulich bereits S&P getan hatte, nämlich der Deutschen Bank mit einer Herabstufung ihrer Bonität gedroht. Die Begründung, unter anderem: Es sei „nicht klar, wie das Management eine stärker auf europäische Kunden ausgerichtete Investmentbank schaffen wird, die erfolgreich mit breiter aufgestellten globalen Wettbewerbern konkurrieren kann und gleichzeitig akzeptable Renditen über den Konjunkturzyklus hinweg erwirtschaftet.“ Reuters/Handelsblatt

Die entwaffnende Ehrlichkeit der ING Diba: Die Online-Bank fängt erst gar nicht an, ihre Kasino-Gebühr (wir berichteten bereits am Freitag) mit „Suchtprävention“ oder ähnlichem zu begründen. Stattdessen handele es sich um eine „weitere Einnahmequelle“, erklärte ein Sprecher gegenüber dem „HB“. Etwas origineller antwortet die Postbank auf die Frage, warum Glücksspieler auch bei ihr belastet werden. Handelsblatt

Wechselt Seydler schon wieder den Besitzer? Nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ könnte der Frankfurter Wertpapierhändler „Oddo BHF Close Brothers Dieter Seydler GmbH & Co. KG AG Cie“ quasi per Management-Buyout an ihren CEO René Parmantier verkauft werden. Dieser habe sich dafür mit Dirk Markus (Aurelius) und Rolf Elgeti (Ex-TAG) zusammengetan. Bevor Missverständnisse aufkommen: Wenn wir es richtig verstehen, würde der Deal aber natürlich nicht für die BHF gelten (die verbliebe bei Oddo). Wiwo, Geschiche der Seydler-Bank

Liebe DWS, so geht’s: Die französische Fondsgesellschaft Amundi (sprich: die Benchmark für den Asset Manager der Deutschen Bank) hat im ersten Quartal einen Nettomittelzufluss von 39,8 Milliarden Euro verzeichnet und das Nettoergebnis mal eben um 54 Prozent auf 221 Millionen Euro gesteigert. Wenn Sie das mit der DWS vergleichen wollen, verweisen wir auf unseren Artikel von Freitag. Fund-Europe.com, Börsen-Zeitung (Paywall), Süddeutsche (Nachbetrachtung zur DWS)

Ein klitzekleiner Randaspekt unserer Fintech-Beteiligungen-Recherche von weiter oben: Die Pläne der Helaba zur Gründung einer eigenen Gesellschaft für Fintech-Investitionen sind offenbar weit gediehen. Laut Handelsregister hat die Landesbank schon Ende März die „Helaba Digital GmbH & Co. KG“ aufgesetzt, deren Geschäftszweck in der Beteiligung an „Unternehmen aus der Finanzdienstleistungs- und Software-Branche“ besteht. Und: Bei Linkedin erfährt man, welcher Helabajaner als Managing Director der neuen Firma firmiert. Finanz-Szene.de

Und aus gegebenem Anlass nochmal Helaba: Die Landesbank darf nämlich laut „Börsen-Zeitung“ auf einen hübschen Sonderertrag in Höhe von fast 23 Mio. Euro hoffen, herrührend aus einem Rechtsstreit mit der Société Générale. BÖZ

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In welche Richtung der Worst Case so ungefähr gehen könnte, wenn eine überaltete Banken-IT plötzlich verrücktspielt …, das zeigt dieser Tage das Beispiel der nicht ganz unbedeutenden britischen TSB. Handelsblatt

Linktipps

Das 60-Milliarden-Euro-Rätsel der Deutschen Bank: Die Kollegen des „International Financing Review“ (das IFR gehört zu „Thomson Reuters“) erinnern an ein riesiges Alt-Portfolio, über dessen Existenz die Deutsche Bank aus Anlass der 8-Mrd-Euro-Kapitalerhöhung Anfang 2017 erstmals  überhaupt öffentlich sprach – danach laut IFR aber nie wieder. Was ist aus dem Portfolio geworden? Bindet es immer noch so viel Kapital? Und könnte es womöglich zu einem Problem für Neu-CEO Christian Sewing werden? IFRE

„Please put your telephones on mute“: Wie die Q1-Telefonkonferenz der Deutschen Bank  zur Slapstick-Nummer geriet. Welt

Am Freitag hatten wir Ihnen ja schon von unserem Verdacht berichtet, dass jetzt sogar die Fürstlich Castell’sche Bank auf digitale Vermögensverwaltung setzt … Das „Private Banking Magazin“ hat das Thema dankenswerterweise aufgegriffen und erklärt, was die Traditionsbank genau plant und was das Berliner Fintech Elinvar damit zu tun hat (und wenn wir übrigens einen Vorschlag für einen Claim machen dürfen: „Digital seit 1774“ würde wahnsinnig cool klingen.) Private Banking Magazin

Wie das ePostfach der Sparkassen funktioniert: … erklärt Nadine Körber vom verbundeigenen IT-Dienstleister Finanz-Informatik. IT-Finanzmagazin

„Ich lese Finanz-Szene.de, weil …

… hier jeden Morgen die relevanten Brancheninformationen kurz, prägnant und mit einer humorvollen Note serviert werden. Einfach spitze gemacht!“

Raffael Johnen ist CEO von Auxmoney – und einer von mittlerweile mehr als 5000 Abonnenten

Klickfavorit

… war am Freitag unser Bericht über die Frage, was eigentlich aus der achtstelligen Kapitalerhöhung von Ginmon geworden ist. Finanz-Szene.de

Noch ein kurzer Hinweis

Wir hatten ja am Freitag vollmundig angekündigt, uns in der heutigen Ausgabe mal intensiv mit dem Geschäftsmodell eines bekannten deutschen Fintechs auseinanderzusetzen. Kurzum: Der Artikel ist fertig, wir haben ihn aber erstmal in die 340f-Reserven gesteckt, weil uns gestern Abend so ein bisschen die Angst beschlich, dass wir ansonsten am Mittwoch (nach Brücken- und Feiertag) gar kein Thema für sie gehabt hätten …

Exklusiv: Commerzbank hält mehr Fintech-Beteiligungen als alle anderen Top-10-Banken zusammen

Von Heinz-Roger Dohms

Die Commerzbank hält mehr Fintech-Beteiligungen als die übrigen deutschen Top-10-Banken zusammen – das zeigt eine Auswertung von „Finanz-Szene.de“ auf Basis der jüngsten Geschäftsberichte und offizieller Angaben der Unternehmen. Insgesamt ist die Commerzbank momentan bei 27 Finanz-Startups engagiert, darunter teils sogar mit Anteilen im zweistelligen Prozentbereich wie bei Bilendo (12,9%), Gini (13,4%) oder Getsafe (13,0%). Dagegen kommen die anderen neun Institute addiert auf gerade mal 20 Beteiligungen. Allein acht entfallen dabei auf die Deutsche Bank, sieben auf die NordLB. Die Hypo-Vereinsbank – die keine Angaben zu ihren Fintech-Investments macht – dürfte nach Recherchen von „Finanz-Szene.de“ nur noch an zwei Fintechs beteliigt sein, nämlich Finleap und MoneyMap. Dagegen scheinen die Münchner ihre Anteile an der Solarisbank verkauft zu haben.

Die Analyse von „Finanz-Szene.de“ zeigt, wie unterschiedlich die großen Banken hierzulande mit dem Thema Fintech umgehen. Während die Commerzbank über ihre Beteiligungs-Vehikel Commerzventures und Main Incubator seit Jahren im großen Stil bei jungen Finanzfirmen einsteigt, haben sich andere Institute bislang an keinem einzigen Fintech beteiligt. Das heißt aber nicht unbedingt, dass diese Banken den Digitalisierungs-Trend verschlafen hätten. So kooperiert zum Beispiel die BayernLB über ihre Direktbank-Tochter DKB mit nicht weniger als elf Finanz-Startups, darunter Cringle, Finreach, FinApi oder Barzahlen. Zugleich ist es aber – jedenfalls bislang – Geschäftspolitik der DKB, nicht direkt in Fintechs zu investieren. Genauso verfuhr bis vor wenigen Wochen die ING Diba, die dann allerdings Lendico gleich komplett schluckte. Die LBBW wiederum setzt in Sachen Digitalisierung bisher fast ausschließlich auf In-house-Initiativen wie etwa das Blockchain-Projekt im Schuldscheingeschäft.

Ein manchmal etwas stiller, aber umtriebiger Player im deutschen Fintech-Markt ist derweil die NordLB. Schon vor Jahren ist sie ein Joint-Venture mit dem Kölner Risikokapitalgeber Dieter von Holtzbrinck Ventures GmbH eingegangen (wenn Sie sich jetzt fragen, ob das der Handesblatt-Holtzbrinck ist … Ja, ist er). Das gemeinsame Vehikel firmiert unter dem Namen Fintech GmbH & Co. KG und ist unter anderem an Liqid, Optiopay und NDGIT beteiligt. Während die NordLB damit nicht nur zu den größten, sondern auch zu den frühesten Fintech-Investoren unter den hiesigen Großinstituten zählt, liegen die Dinge bei der Deutschen Bank etwas anders. Das wichtigste Geldinstitut des Landes setzt jahrelang fast ausschließlich auf Kooperationen (etwa mit den Hamburger Fintechs Figo und Deposit Solutions), vollzog dann aber einen deutlichen Kursschwenk und steigt seitdem bei immer mehr Finanz-Startups ein – jüngstes Beispiel hierfür: das Berliner Immobilien-Fintech „vermietet.de“.

Jenseits der Großbanken ist vermutlich die Berliner Volksbank das Institut mit den meisten Fintech-Beteiligungen. So sind auch die Haupstadt-Genossen schon an sieben Fintechs beteiligt, darunter Figo, Liqid und Bergfürst. An zumindest zwei Finanz-Startups hält laut Geschäftsbericht derweil die Grenke-Bank Anteile, nämlich an Finanzchef24 und an der Cash Payments Solutions GmbH. Was darüber hinaus auffällt: An den wirklich großen Fintechs hierzulande sind – soweit wir das überblicken – gar keine deutschen Banken beteiligt, wohl aber namhafte Versicherer ebenso wie bekannte strategische Investoren aus dem Ausland. So stiegen die Allianz und Tencent jüngst bei N26 ein, bei der Solarisbank investierten BBVA, ABN Amro und Visa, Paypal kaufte sich bei Raisin („Weltsparen“) ein, die Hannover Rück ist an Finleap beteiligt, Aegon hält Anteile an Auxmoney, und Blackrock ist einer der größten Gesellschafter von Scalable Capital.

@Liebe Leserinnen und Leser, wir würden unseren Überlick gern über die Großbanken hinaus ausweiten. Drum: Wenn Sie uns auf weitere Fintech-Beteiligungen deutscher Banken aufmerksam machen wollen, schreiben Sie doch bitte an redaktion@finanz-szene.de. Herzlichen Dank!

Lesen Sie hierzu auch:

Das sind die Fintech-Beteiligungen der zehn größten deutschen Banken

Exklusiv: Helaba macht Ernst mit Fintech-Plänen

Exklusiv: Helaba macht Ernst mit Fintech-Plänen

Von Heinz-Roger Dohms

Die Pläne der Helaba zur Gründung einer eigenen Gesellschaft für Fintech-Investitionen sind weiter fortgeschritten als bislang bekannt. Laut Handelsregister hat die hessische Landesbank schon Ende März die „Helaba Digital GmbH & Co. KG“ aufgesetzt, deren Geschäftszweck in der Beteiligung an „Unternehmen aus der Finanzdienstleistungs- und Software-Branche“ bestehen soll. Als Managing Director der Tochter firmiert laut seines LinkedIn-Profils Philipp Kaiser, der vor zwei Jahren von Freshfield Bruckhaus Deringer zur Helaba kam und dort seitdem das „Strategy Project Digitilization“ vorantreibt.

Der Chef der Helaba, Herbert Hans Grüntker, hatte jüngst bei der Bilanz-Pressekonferenz bereits von Plänen zur Gründung einer Fintech-Beteiligungsgesellschaft gesprochen.

Das sind die Fintech-Beteiligungen der zehn größten deutschen Banken

Exklusiv: Commerzbank hält mehr Fintech-Beteiligungen als alle anderen Top-10-Banken zusammen

 

Das sind die Fintech-Beteiligungen der zehn größten deutschen Banken

Von Heinz-Roger Dohms

Welche großen deutschen Banken sind an welchen Fintechs beteiligt? Auf Basis von Geschäftsberichten und offiziellen Auskünften hat „Finanz-Szene.de“ eine Übersicht erstellt:

Deutsche Bank (8)

Das größte Geldhaus des Landes hielt sich lange Zeit mit Fintech-Beteiligungen zurück, investiert aber inzwischen umso intensiver

  • TrustBills
  • WeTrade
  • R3
  • USC
  • Acadia Soft
  • Dwins
  • Vermietet.de
  • Neptune Networks

DZ Bank (2)

Die DZ Bank pflegt zwar ihr Image als innovative Großbank, hält sich mit direkten Beteiligungen aber bislang eher zurück

  • Trustbills
  • Architrave

KfW (0)

Die KfW ist nicht nicht direkt an Fintechs beteiligt, ist aber als Förderbank bei diversen Venture-Capital-Vehikeln engagiert, die wiederum an einzelnen Finanz-Startups beteiligt sind. Ein Beispiel für ein solches Vehikel ist Acton (beteiligt an Finanzcheck.de), ein anderes ist Capnamic (beteiligt u.a. an NDGIT).

Commerzbank (27)

Mit insgesamt 25 Beteiligungen ist die Commerzbank der mit Abstand größte Fintech-Investor unter den deutschen Banken.

  • Etoro
  • Iwoca
  • Marqeta
  • Getsafe
  • Mambu
  • Paykey
  • Bankin
  • Omnyway
  • Realbest
  • Payworks
  • Bilendo
  • Candis
  • E-bot7
  • Gini
  • Grover
  • Openasapp
  • Optiopay
  • Retresco
  • TransFICC
  • Traxpay
  • Userlane
  • Lana Labs
  • R3
  • Neptune Networks
  • Liquidity Match
  • Tillhub
  • vermietet.de

Hypo-Vereinsbank (2)

Keine andere Bank macht um ihre Fintech-Aktivitäten solch ein Geheimnis wie die HVB. Nach Recherchen von „Finanz-Szene.de“ haben die Münchner ihre Beteiligung an der Solarisbank inzwischen verkauft; bestätigt wird dies nicht

  • Finleap
  • Moneymap

LBBW (0)

Die LBBW wiederum setzt in Sachen Digitalisierung bisher fast ausschließlich auf In-house-Initiativen wie etwa das Blockchain-Projekt im Schuldscheingeschäft.

BayernLB (0)

Kaum eine deutsche Bank kooperiert mit so vielen Fintechs wie die BayenLB-Online-Tochter DKB. Nach einer direkten Beteiligung sucht man allerdings bei Mutter wie Tochter vergeblich.

NordLB (7)

Über ein Joint-Venture mit dem Kölner Risikokapitalgeber Dieter von Holtzbrinck Ventures kauft sich die Hannoveraner Landesbank schon seit Jahren bei Fintechs ein

  • entrafin
  • NDGIT
  • Tradico
  • Liqid
  • Cashpresso
  • Smacc
  • OptioPay

Helaba (0)

Die hessische Landesbank ist bislang an keinen Fintechs direkt beteiligt, hat aber kürzlich die Helaba Digital GmbH gegründet, um genau dies zu ändern.

ING Diba (1)

Die ING Diba setzte – analog zur DKB – lange Zeit ausschließlich auf Kooperationen, erwarb dann aber kürzlich den Berliner Marketplace-Lender Lendico

  • Lendico

Lesen Sie hierzu auch:

http://finanz-szene.de/exklusiv-commerzbank-haelt-mehr-fintech-beteiligungen-als-alle-anderen-top-10-banken-zusammen

Liebe Deutsche Bank, nimm es uns bitte, bitte nicht übel – aber:

… statt auf Pseudo-News, Semi-Scoops und Edel-Spins konzentrieren wir uns bei der Nachbetrachtung der gestrigen Ereignisse einfach mal auf die Fakten:

  • Die Deutsche Bank hat die Q1-Analysten-Vorgaben in Sachen Erträge (7,3 Mrd. Euro) gerissen. Es waren nämlich nur 7,0 Mrd. Euro.
  • Die Deutsche Bank hat die Q1-Analysten-Vorgaben in Sachen Kosten (6,1 Mrd. Euro) gerissen. Es waren nämlich satte 6,4 Mrd. Euro.
  • Die Deutsche Bank hat die Q1-Analysten-Vorgaben in Sachen Gewinn (0,3 Mrd. Euro)  gerissen. Es waren nämlich nur 0,1 Mrd. Euro.
  • Die DWS (also der fest eingeplante stabile Ertragsbringer für die nächsten Jahren) verzeichnete in Q1 Nettoabflüsse in Höhe von 8 Mrd. Euro
  • Wiederum bei der DWS stiegen in Q1 die Vergütungskosten um zwei Prozent, die Kosten um acht Prozent, der Gewinn sank selbst bereinigt um Sondereffekte um 33 Prozent
  • Die jüngsten Fondsstatistiken des BVI legen nahe, dass nochmal die DWS auch in ihrem so wichtigen Heimatmarkt ein Problem haben könnte (der Deutsche Concept Kaldemorgen und der DWS Top Dividende verloren im Januar/Februar zusammen rund 1 Mrd. Euro)
  • Selbige DWS hat seit dem IPO 6,3% an Wert verloren, während der Dax um 5,2% zulegte. Macht eine Underperformance von 11,5 Prozentpunkten binnen fünf Wochen, und das trotz Discount beim Ausgabepreis und obwohl die Konsortialbanken den Kurs in den ersten Wochen mit rund 100 Mio. Euro gestützt haben
  • Und bevor sich jetzt wieder alle auf die neue Strategie stürzen, empfehlen wir einen Blick in den HV-Antrag des bösen Aktionärs Freitag, Seite 5. Da lässt sich nämlich (natürlich arg kritisch gefärbt) nachlesen, was aus den letzten vier Strategien der Deutschen Bank geworden ist
  • Und die neue Strategie? Da verweisen wir auf den UBS-Analysten Daniele Brupbacher, der der Deutschen Bank gestern vorwarf, sie habe „keine neuen Details über Sparprogramme, Kostenziele, Bilanzverkürzung, Restrukturierungs-Kosten, Stellenstreichungen und Folgen für die Kapitalquoten gegeben“.

27/04/18: Ein paar Fragen an Ginmon, Das Lending-Club-Desaster, Neun alarmierende Fakten zur Dt. Bank

Der Fall Ginmon – oder: Was wurde aus der „größten Finanzierung“ eines deutschen Robos?

Es klang, als wäre alles perfekt: „Ginmon sammelt zweistelligen Millionenbetrag ein“, titelte das „Handelsblatt“. Und kannte sogar schon den Namen eines der Investoren: „Zu den Unterstützern zählt erneut Passion Capital aus London.“ Als Beleg konnten die Kollegen die scheinbar bestmögliche Quelle anführen, nämlich den Ginmon-Gründer höchstselbst, Lars Reiner. „Wir haben verbindliche Zusagen, unter anderem von Passion Capital, und können schon jetzt bestätigen, dass wir dieses Mal eine achtstellige Summe bekommen“, ließ der sich zitieren. Wann das war? Am 20. Februar. Wohlgemerkt: am 20. Februar 2017. Nicht 2018. Weshalb wir einfach mal die Frage aufwerfen: Müsste die „größte Finanzierungsrunde im Bereich Robo Advice in Deutschland“ (so steht es bis heute auf Ginmons Homepage), nicht heute, runde 14 Monate später, langsam mal vollzogen worden sein? Lesen Sie hier, was bei unserer Recherche herausgekommen ist: Finanz-Szene.de

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Liebe Deutsche Bank, nimm es uns bitte, bitte nicht übel – aber:

… statt auf Pseudo-News, Semi-Scoops und Edel-Spins konzentrieren wir uns bei der Nachbetrachtung der gestrigen Ereignisse einfach mal auf die Fakten:

  • Die Deutsche Bank hat die Q1-Analysten-Vorgaben in Sachen Erträge (7,3 Mrd. Euro) gerissen. Es waren nämlich nur 7,0 Mrd. Euro.
  • Die Deutsche Bank hat die Q1-Analysten-Vorgaben in Sachen Kosten (6,1 Mrd. Euro) gerissen. Es waren nämlich satte 6,4 Mrd. Euro.
  • Die Deutsche Bank hat die Q1-Analysten-Vorgaben in Sachen Gewinn (0,3 Mrd. Euro)  gerissen. Es waren nämlich nur 0,1 Mrd. Euro.
  • Die DWS (also der fest eingeplante stabile Ertragsbringer für die nächsten Jahren) verzeichnete in Q1 Nettoabflüsse in Höhe von 8 Mrd. Euro
  • Wiederum bei der DWS stiegen in Q1 die Vergütungskosten um zwei Prozent, die Kosten um acht Prozent, der Gewinn sank selbst bereinigt um Sondereffekte um 33 Prozent
  • Die jüngsten Fondsstatistiken des BVI legen nahe, dass nochmal die DWS auch in ihrem so wichtigen Heimatmarkt ein Problem haben könnte (der Deutsche Concept Kaldemorgen und der DWS Top Dividende verloren im Januar/Februar zusammen rund 1 Mrd. Euro)
  • Selbige DWS hat seit dem IPO 6,3% an Wert verloren, während der Dax um 5,2% zulegte. Macht eine Underperformance von 11,5 Prozentpunkten binnen fünf Wochen, und das trotz Discount beim Ausgabepreis und obwohl die Konsortialbanken den Kurs in den ersten Wochen mit rund 100 Mio. Euro gestützt haben
  • Und bevor sich jetzt wieder alle auf die neue Strategie stürzen, empfehlen wir einen Blick in den HV-Antrag des bösen Aktionärs Freitag, Seite 5. Da lässt sich nämlich (natürlich arg kritisch gefärbt) nachlesen, was aus den letzten vier Strategien der Deutschen Bank geworden ist
  • Und die neue Strategie? Da verweisen wir auf den UBS-Analysten Daniele Brupbacher, der der Deutschen Bank gestern vorwarf, sie habe „keine neuen Details über Sparprogramme, Kostenziele, Bilanzverkürzung, Restrukturierungs-Kosten, Stellenstreichungen und Folgen für die Kapitalquoten gegeben“.

News

Dass die ING Diba sachte an den Preisen schraubt, diese Beobachtung hatten wir neulich ja schon einmal mit Ihnen geteilt (ebenso wie die Beobachtung, dass die Onlinebank ihre Tagesgeldzinsen gen Null gefahren hat). Doch das war noch nicht alles. Denn ab dem 1. Juli kommen weitere Gebühren hinzu, etwa für telefonische Überweisungen und seltsamerweise auch für „den Einsatz der Visa Card bei Glücksspielen“. Und: Die ING Diba schränkt die Leistungen ein. So sind Geldabhebungen künftig nur noch ab 50 Euro möglich. Mobiflip, FAZ (Paywall)

Noch eine vermeintliche Randnotiz zur Deutschen Bank: Im letzten Absatz des FAZ-Artikels heute Morgen findet sich die Behauptung, dass der Grund, warum John Cryan letzten Herbst die HNA-Leute nicht treffen wollte, folgender gewesen sei: Eine bankinterne Überprüfung habe ergeben, dass der eigene Ankeraktionär „nicht als vertrauenswürdiger Geschäftspartner“ eingestuft worden sei. Oh la la. FAZ (Paywall)

Die Sparkassen tun, was sie aus welchen Gründen auch immer offenbar tun müssen: Sie beherbergen nämlich, wie das „Handelsblatt“ berichtet, die HSH Nordbank noch ein weiteres Jahr unter ihrem Haftungsdach. Damit dürfte der Übergang ins private Einlagensicherungssystem gewährleistet sein. HB (Paywall)

Frankfurter Sparkasse macht Tempo bei Überweisungen in Echtzeit: Von Mitte Juli an will sie ihren Kunden den neuen Service ermöglichen – wenn auch „nur“ bis zu einer Summe von 15.000 Euro je Transaktion. Wie es sonst so aussieht? Die HVB war ja schon vorgeprescht, die Deutsche Bank will im Herbst folgen, bei der Commerzbank weiß man es nicht. FAZ

Theodor Weimer steht kurz vor der Heiligsprechung: Anders lässt sich jedenfalls nicht deuten, was in der Zeitung unseres und vermutlich auch Ihres blinden Vertrauens zum neuen Deutsche-Börse-Chef zu lesen ist. Börsen-Zeitung

Huch, startet jetzt sogar schon die Fürstlich Castell’sche Bank mit digitaler Vermögensverwaltung? Website

Beyond. de

Wer immer noch der Ansicht ist, dass Lending Club die Avantgarde der westlichen Fintech-Bewegung darstellt, der sollte auf folgenden Link  (CNN zur jüngsten Affäre des US-Marketplace-Lenders) und auf folgenden Link (die „Financial Times“ hinter Paywall zur gleichen Affäre und zur desaströsen Aktienkursentwicklung) besser nicht klicken.

Linktipps

Bei Blockchain-Meldungen ist ja auch immer viel PR dabei …, aber die News, dass die BBVA die Wunderkette jetzt bei Unternehmenskrediten einsetzt, scheint zumindest nicht völlig substanzlos zu sein. BBVA-Homepage, Financial Times (Paywall) 

Dass Deutschlands Banken in Sachen Digitalisierung hinterhinken (u.a. im Vergleich zur, siehe oben, BBVA) … das hatte vor einigen Monaten ja bereits Oliver Wyman dargelegt. Nun kommt Deloitte zu ähnlichen Schlüssen. Studie (PDF)

Wer, warum auch immer, Lust verspürt, sich noch einmal intensiver mit den Geschehnissen rund um die HSH Nordbank auseinandersetzen (wir selbst sind raus bei dem Thema, sorry), dem empfehlen wir … was die Kollegin Littmann so alles ausgräbt: Wirtschaftswoche

Was vergessen? Nein. Aber fast. Hier wie immer freitags die unvergessliche „Was wir lesen“-Linkliste des DZ-Innovationsblogs

Klickfavorit

… waren gestern unsere Beobachtungen zu den auffällig großen Kleinbanken im Rhein-Main-Gebiet. Finanz-Szene.de

Hinweis in eigener Sache

Falls Sie am Montag (= Brückentag = Urlaubstag) nicht wissen, was Sie mit sich anfangen sollen, schauen Sie doch einfach mal in Ihre Mails. Entgegen unserer sonstigen Gewohnheit haben wir uns nämlich fest vorgenommen, am Montag zu erscheinen. Was wir dann im Angebot haben? Unterem anderem eine Analyse zum sogenannten = angeblichen = zweifelhaften Geschäftsmodell eines Ihnen sicherlich bekannten deutschen Fintechs.

Schönes Wochenende!

PS: Falls Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde und Sie gerne hätten, dass er am Montag auch in Ihrem Postfach (kostenfrei!) landet, dann klicken Sie bitte hier.

27/04/18: Neun alarmierende Fakten zur Dt. Bank, HNA-Hammer, ING Diba mutiert zur Gebührenbank

Liebe Deutsche Bank, nimm es uns bitte, bitte nicht übel – aber:

… statt auf Pseudo-News, Semi-Scoops und Edel-Spins konzentrieren wir uns bei der Nachbetrachtung der gestrigen Ereignisse einfach mal auf die Fakten:

  • Die Deutsche Bank hat die Q1-Analysten-Vorgaben in Sachen Erträge (7,3 Mrd. Euro) gerissen. Es waren nämlich nur 7,0 Mrd. Euro.
  • Die Deutsche Bank hat die Q1-Analysten-Vorgaben in Sachen Kosten (6,1 Mrd. Euro) gerissen. Es waren nämlich satte 6,4 Mrd. Euro.
  • Die Deutsche Bank hat die Q1-Analysten-Vorgaben in Sachen Gewinn (0,3 Mrd. Euro)  gerissen. Es waren nämlich nur 0,1 Mrd. Euro.
  • Die DWS (also der fest eingeplante stabile Ertragsbringer für die nächsten Jahren) verzeichnete in Q1 Nettoabflüsse in Höhe von 8 Mrd. Euro
  • Wiederum bei der DWS stiegen in Q1 die Vergütungskosten um zwei Prozent, die Kosten um acht Prozent, der Gewinn sank selbst bereinigt um Sondereffekte um 33 Prozent
  • Die jüngsten Fondsstatistiken des BVI legen nahe, dass nochmal die DWS auch in ihrem so wichtigen Heimatmarkt ein Problem haben könnte (der Deutsche Concept Kaldemorgen und der DWS Top Dividende verloren im Januar/Februar zusammen rund 1 Mrd. Euro)
  • Selbige DWS hat seit dem IPO 6,3% an Wert verloren, während der Dax um 5,2% zulegte. Macht eine Underperformance von 11,5 Prozentpunkten binnen fünf Wochen, und das trotz Discount beim Ausgabepreis und obwohl die Konsortialbanken den Kurs in den ersten Wochen mit rund 100 Mio. Euro gestützt haben
  • Und bevor sich jetzt wieder alle auf die neue Strategie stürzen, empfehlen wir einen Blick in den HV-Antrag des bösen Aktionärs Freitag, Seite 5. Da lässt sich nämlich (natürlich arg kritisch gefärbt) nachlesen, was aus den letzten vier Strategien der Deutschen Bank geworden ist
  • Und die neue Strategie? Da verweisen wir auf den UBS-Analysten Daniele Brupbacher, der der Deutschen Bank gestern vorwarf, sie habe „keine neuen Details über Sparprogramme, Kostenziele, Bilanzverkürzung, Restrukturierungs-Kosten, Stellenstreichungen und Folgen für die Kapitalquoten gegeben“.

 

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Der Fall Ginmon – oder: Was wurde aus der „größten Finanzierung“ eines deutschen Robos?

Es klang, als wäre alles perfekt: „Ginmon sammelt zweistelligen Millionenbetrag ein“, titelte das „Handelsblatt“. Und kannte sogar schon den Namen eines der Investoren: „Zu den Unterstützern zählt erneut Passion Capital aus London.“ Als Beleg konnten die Kollegen die scheinbar bestmögliche Quelle anführen, nämlich den Ginmon-Gründer höchstselbst, Lars Reiner. „Wir haben verbindliche Zusagen, unter anderem von Passion Capital, und können schon jetzt bestätigen, dass wir dieses Mal eine achtstellige Summe bekommen“, ließ der sich zitieren. Wann das war? Am 20. Februar. Wohlgemerkt: am 20. Februar 2017. Nicht 2018. Weshalb wir einfach mal die Frage aufwerfen: Müsste die „größte Finanzierungsrunde im Bereich Robo Advice in Deutschland“ (so steht es bis heute auf Ginmons Homepage), nicht heute, runde 14 Monate später, langsam mal vollzogen worden sein? Lesen Sie hier, was bei unserer Recherche herausgekommen ist: Finanz-Szene.de

News

Dass die ING Diba sachte an den Preisen schraubt, diese Beobachtung hatten wir neulich ja schon einmal mit Ihnen geteilt (ebenso wie die Beobachtung, dass die Onlinebank ihre Tagesgeldzinsen gen Null gefahren hat). Doch das war noch nicht alles. Denn ab dem 1. Juli kommen weitere Gebühren hinzu, etwa für telefonische Überweisungen und seltsamerweise auch für „den Einsatz der Visa Card bei Glücksspielen“. Und: Die ING Diba schränkt die Leistungen ein. So sind Geldabhebungen künftig nur noch ab 50 Euro möglich. Mobiflip, FAZ (Paywall)

Noch eine vermeintliche Randnotiz zur Deutschen Bank: Im letzten Absatz des FAZ-Artikels heute Morgen findet sich die Behauptung, dass der Grund, warum John Cryan letzten Herbst die HNA-Leute nicht treffen wollte, folgender gewesen sei: Eine bankinterne Überprüfung habe ergeben, dass der eigene Ankeraktionär „nicht als vertrauenswürdiger Geschäftspartner“ eingestuft worden sei. Oh la la. FAZ (Paywall)

Die Sparkassen tun, was sie aus welchen Gründen auch immer offenbar tun müssen: Sie beherbergen nämlich, wie das „Handelsblatt“ berichtet, die HSH Nordbank noch ein weiteres Jahr unter ihrem Haftungsdach. Damit dürfte der Übergang ins private Einlagensicherungssystem gewährleistet sein. HB (Paywall)

Frankfurter Sparkasse macht Tempo bei Überweisungen in Echtzeit: Von Mitte Juli an will sie ihren Kunden den neuen Service ermöglichen – wenn auch „nur“ bis zu einer Summe von 15.000 Euro je Transaktion. Wie es sonst so aussieht? Die HVB war ja schon vorgeprescht, die Deutsche Bank will im Herbst folgen, bei der Commerzbank weiß man es nicht. FAZ

Theodor Weimer steht kurz vor der Heiligsprechung: Anders lässt sich jedenfalls nicht deuten, was in der Zeitung unseres und vermutlich auch Ihres blinden Vertrauens zum neuen Deutsche-Börse-Chef zu lesen ist. Börsen-Zeitung

Huch, startet jetzt sogar schon die Fürstlich Castell’sche Bank mit digitaler Vermögensverwaltung? Website

Beyond. de

Wer immer noch der Ansicht ist, dass Lending Club die Avantgarde der westlichen Fintech-Bewegung darstellt, der sollte auf folgenden Link  (CNN zur jüngsten Affäre des US-Marketplace-Lenders) und auf folgenden Link (die „Financial Times“ hinter Paywall zur gleichen Affäre und zur desaströsen Aktienkursentwicklung) besser nicht klicken.

Linktipps

Bei Blockchain-Meldungen ist ja auch immer viel PR dabei …, aber die News, dass die BBVA die Wunderkette jetzt bei Unternehmenskrediten einsetzt, scheint zumindest nicht völlig substanzlos zu sein. BBVA-Homepage, Financial Times (Paywall) 

Dass Deutschlands Banken in Sachen Digitalisierung hinterhinken (u.a. im Vergleich zur, siehe oben, BBVA) … das hatte vor einigen Monaten ja bereits Oliver Wyman dargelegt. Nun kommt Deloitte zu ähnlichen Schlüssen. Studie (PDF)

Wer, warum auch immer, Lust verspürt, sich noch einmal intensiver mit den Geschehnissen rund um die HSH Nordbank auseinandersetzen (wir selbst sind raus bei dem Thema, sorry), dem empfehlen wir … was die Kollegin Littmann so alles ausgräbt: Wirtschaftswoche

Was vergessen? Nein. Aber fast. Hier wie immer freitags die unvergessliche „Was wir lesen“-Linkliste des DZ-Innovationsblogs

Klickfavorit

… waren gestern unsere Beobachtungen zu den auffällig großen Kleinbanken im Rhein-Main-Gebiet. Finanz-Szene.de

Hinweis in eigener Sache

Falls Sie am Montag (= Brückentag = Urlaubstag) nicht wissen, was Sie mit sich anfangen sollen, schauen Sie doch einfach mal in Ihre Mails. Entgegen unserer sonstigen Gewohnheit haben wir uns nämlich fest vorgenommen, am Montag zu erscheinen. Was wir dann im Angebot haben? Unterem anderem eine Analyse zum sogenannten = angeblichen = zweifelhaften Geschäftsmodell eines Ihnen sicherlich bekannten deutschen Fintechs.

Schönes Wochenende!

PS: Falls Ihnen dieser Newsletter weitergeleitet wurde und Sie gerne hätten, dass er am Montag auch in Ihrem Postfach (kostenfrei!) landet, dann klicken Sie bitte hier.

Exklusiv: Der Fall Ginmon – oder: Was aus dem „größten“ deutschen Robo-Funding wurde

Von Heinz-Roger Dohms

Es klang, als wäre alles perfekt: „Ginmon sammelt zweistelligen Millionenbetrag ein“, titelte das „Handelsblatt“. Und kannte sogar schon den Namen eines der Investoren: „Zu den Unterstützern zählt erneut Passion Capital aus London.“

Als Beleg konnten die Kollegen die scheinbar bestmögliche Quelle anführen, nämlich den Ginmon-Gründer höchstselbst, Lars Reiner. „Wir haben verbindliche Zusagen, unter anderem von Passion Capital, und können schon jetzt bestätigen, dass wir dieses Mal eine achtstellige Summe bekommen“, ließ der sich zitieren.

Wann das war? Am 20. Februar. Wohlgemerkt: am 20. Februar 2017. Nicht 2018. Müsste das Geld also heute, runde 14 Monate später, nicht langsam mal auf dem Konto sein?

Natürlich hat „Finanz-Szene.de“ keinen Einblick in die Konten von Ginmon, einem der seit Jahren öffentlich präsentesten deutschen Fintechs. Allerdings, Finanzierungsrunden bestehen normalerweise ja aus Eigenkapital oder sollten das zumindest tun. Entsprechend verändert sich die Gesellschafterstruktur, was entsprechende Eintragungen im Handelsregister nach sich zieht. Dort allerdings war monatelang nichts von einer Kapitalerhöhung zu sehen. Bis vor wenigen Tagen.

Da tauchten in dem öffentlichen Register plötzlich ein paar neue Ginmon-Gesellschafter auf, nämlich ein gewisser Dr. Ulrich Meißner (der war früher mal Chef der Marketing-Kommunikation bei der Deutschen Börse), ein Fonds namens Athanor Capital Partners (hinter dem Burkhard Bonsels steht, ein früherer Partner des PE-Investors Quadriga), und ein in Darmstadt beheimatetes Vehikel namens Elka Equity GmbH. Zudem zeichnete von den Altinvestoren tatsächlich der besagte Londoner Investor Passion Capital ein paar neue Anteile (exakt 734 Stück), genau wie zwei Privatleute namens Peter Haueisen und Norbert Kistermann.

Nach einer achtstelligen Runde sah das Ganze gleichwohl nicht aus. Das Grundkapital erhöhte sich nämlich gerade mal um 7,2 Prozent, was bei einem achtstelligen Funding bedeuten würde, dass Ginmon auf eine Bewertung weit jenseits der 100 Millionen Euro käme – eher unplausibel. Hinzu kommt: Die neuen 734 Anteile von Passion Capital entsprechen nur 1,7 Prozent des „alten“ Grundkapitals, was auch nicht nach einem ganz großen Commitment aussieht. Stattdessen wirkte die Kapitalerhöhung eher wie eine erweiterte „Friends & Family“-Runde. Denn sowohl Ulrich Meißner als auch Burkhard Bonsels als auch Peter Haueisen als auch Norbert Kistermann sitzen allesamt im Beirat von Ginmon. Nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ könnte es so gewesen sein, dass sie den Frankfurter Robo-Advisor  im vergangenen Jahr zunächst in Form eines Wandeldarlehens unterstützt hatten, das nun in Eigenkapital umgemünzt wurde. Ginmon will sich hierzu nicht äußern.

Wie sind diese im Handelsregister dokumentierten Fakten nun mit der „größten Finanzierungsrunde im Bereich Robo Advice in Deutschland“ (davon sprach Ginmon vergangenes Jahr auf seiner Homepage) in Einklang zu bringen? Vonseiten des Unternehmens heißt es, zwar sei letztlich kein achtstelliger Betrag eingeworben worden, wohl aber ein siebenstelliger; und dies werde auch im Handelsregister reflektiert. Dort findet sich allerdings für die „Ginmon GmbH“, soweit das für „Finanz-Szene.de“ nachvollziehbar ist, für 2017 überhaupt kein Eintrag, der auf eine Kapitalerhöhung in jenem Jahr hindeutet. Der vorletzte entsprechende Hinweis stammt aus dem Sommer 2016 …

  • „Die Gesellschafterversammlung vom 01.07.2016 hat die Neufassung des Gesellschaftsvertrages, insbesondere die Änderung in den §§ 3 (Stammkapital) und mit ihr die Erhöhung des Stammkapitals um 10.798,00 EUR beschlossen. Neues Stammkapital: 39.207,00 EUR.“

… und dann folgt schon besagter Hinweis aus den vergangenen Tagen …

  • „Die Gesellschafterversammlung vom 09.03.2018 hat die Neufassung, insbesondere die Erhöhung des Stammkapitals um 2.834,00 EUR und die entsprechende Änderung des Gesellschaftsvertrages in § 3 beschlossen. Neues Stammkapital: 42.041,00 EUR.“

Mit der siebenstelligen Runde kann insofern eigentlich nur das Engagement von Meißner, Bonsels & Co. gemeint sein; bei Ginmon will man sich trotz Nachfragen nicht detaillierter äußern.

Damit bleiben die Frankfurter unter den prominenten deutschen Robo-Advisern irgendwie derjenige, der am schwersten zu fassen ist. Während sich zum Beispiel Scalable und Liqid ein klares B2C-Profil erarbeitet haben, setzen Anbieter wie Investify oder Growney stärker auf Kooperationen. Und Ginmon?

Im vergangenen September war a) von einer „unmittelbar bevorstehenden Internationalisierung“, b) von „Globalisierung“ als dem „nächsten logischen Schritt“ und c) von „großem Interesse in Übersee“ die Rede. Im November ging es dann um einen „Zweitsitz in Shanghai“.

Das klang so, als wäre Ginmon so etwas wie der Global Player unter den deutschen Robos. Währenddessen bleiben bodenständige Fragen (Wie viele Kunden hat Ginmon? Wie hoch sind die „Assets under Management“?) allerdings unbeantwortet.

An der positiven öffentlichen Aufmerksamkeit für das Frankfurter Fintech ändert dies freilich nichts. Auf der Homepage finden sich in der Rubrik „Ginmon in der Presse“ mehr als 200 Nennungen des Unternehmens in bekannten deutschsprachigen Medien.

Kopie von: Kopie von: 09/03/18: Weltsparen gegen Scalable, Baggert Amazon deutsche Banker an?, Ole Franke

Weltsparen greift Scalable Capital frontal an

Das bislang auf die Vermittlung von Tages- und Festgeld spezialisierte Berliner Fintech Raisin („Weltsparen“) steht kurz vor dem Eintritt in den Markt für Robo Adviser – und greift den dortigen Marktführer Scalable Capital mit Kampfkonditionen von durchschnittlich 0,49 Prozent Gesamtkosten frontal an. Das „Weltinvest“ genannte Angebot wird online bereits beworben und soll Mitte des Monats freigeschaltet werden. Raisin selbst spricht offiziell zwar nicht von einem „Robo“-Produkt, sondern von einer „global diversifizierten ETF-Anlage“. Letztlich ist das Prinzip jedoch das gleiche. Laut dem Fachmagazin „Extra Funds“ bestehen die ETF-Portfolios  von „Weltinvest“ aus fünf ETFs und zwei Indexfonds des US-Anbieters Vanguard. Die Anlagestrategien heißen demzufolge – je nach Aktienquote – „Weltinvest 30“, „50“, „70“ oder „100“. Als Depotbank fungiert die DAB. Die Chancen, dass Raisin rasch auf signifikante Marktanteile kommt, dürften so schlecht nicht stehen.  Immerhin haben die Berliner mehr als 100.000 Spareinlagen-Kunden. Denen können sie jetzt auch ihre Investmentprodukte andienen.

Extra-Funds, Fondsprofessionell

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Exklusiv -Ole Franke hat einen neuen Job (und nicht den schlechtesten): Nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ heuert der frühere Coba-Digitalmanager zum 1. April als Chief Operating Officer bei der Targobank an. Er wird bei dem  Ratenkredit-Spezialisten direkt an Vorstandschef Pascal Laugel berichten. Franke galt lange Zeit als digitales Vorzeige-Gesicht der Commerzbank. Das hing auch damit zusammen, dass der frühere Mobilfunk-Manager als Quereinsteiger große mediale Aufmerksamkeit auf sich zog. Karrieretechnisch kam Franke allerdings nur leidlich voran, mit dem heutigen Bereichsvorstand Ulrich Coenen zog ausgerechnet ein anderer früherer E-Plus-Mann an ihm vorbei. Trotzdem kam Frankes Ausscheiden im Herbst überraschend. Denkbar, dass er damals schon das Angebot der Targobank hatte. Archiv: „Der digitale Brain-Drain bei der Commerzbank“

Blick über den Branchenrand hinaus: Die Allianz schafft zur Schärfung des digitalen Profils einen völlig neuen Vorstandsposten – nämlich den des „Chief Business Transformation Officers“. Bekleiden wird den Posten Ivan de la Sota, der zuletzt für das Spanien- und Lateinamerika-Geschäft des Versicherungskonzerns zuständig war. Der bisherige Digitalchef Solmaz Altin war (wenn wir das richtig verstehen) kürzlich nach Singapur weggelobt worden. Manager Magazin, Handelsblatt

Der CDU-Europaparlamentarier Burkhard Balz beerbt wie erwartet Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret: … unklar ist nur noch, ob er auch dessen Zuständigkeit (sprich: die Bankenaufsicht) übernimmt. Hintergrund: Auch der für Bargeld und Zahlungsverkehr verantwortliche Carl-Ludwig Thiele scheidet demnächst aus dem Vorstand aus, so dass auch eine andere Ressortverteilung möglich ist. Handelsblatt, FAZ

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Linktipps

Wer rettet mein Ich? Warum Identitätsdienste wie Verimi oder Yes (nicht nur bei Finanzgeschäften) sinnvoll sind, bislang aber nicht so funktionieren, wie es wünschenswert wäre. Finletter

Über die Gafas (also Google, Amazon, Facebook und Apple) haben wir genug geredet … reden wir über die BATs (Baidu, Alibaba und Tencent). Paymentandbanking

Und wem das zu wenige Lesetipps waren, … den verweisen wir wie immer freitags auf die „Was wir lesen“-Linkliste des DZ-Innovationsblogs

Klickfavorit

… war gestern unser Scoop über den Einstieg von BBVA, ABN Amro und Visa beim Berliner Fintech Solarisbank. Finanz-Szene.de

 

26/04/18: Die Zukunft der Volksbanken, EZB lässt Dt. Bank aufatmen, Erfolg für Comdirect-Robo

Vorbild Frankfurter Volksbank: Ist das die Zukunft der deutschen Genossenschaftsinstitute?

Natürlich bemühen die Entscheidungsträger das übliche Narrativ: „Größe haben wir mit der Fusion nicht angestrebt“, sagt Eva Wunsch-Weber, die Chefin der Frankfurter Volksbank. Vielmehr hätten Themen wie Niedrigzins, Digitalisierung oder Regulierung den Ausschlag für den Zusammenschluss ihres Instituts mit der Vereinigten Volksbank Maingau und der Volksbank Griesheim gegeben. Doch ist das die Wahrheit? Naja, vielleicht die halbe. Mehr aber auch nicht. Denn in Wirklichkeit fusioniert die Frankfurter Volksbank  jetzt schon seit 30 Jahren alles weg, was in ihrem Sprengel nicht laut genug „Nein“ ruft. Und noch etwas fällt auf: Unter den größten Volks- und Raiffeisenbanken in der Republik sind nicht weniger als fünf, die dem erweiterten Einflussgebiet der Finanzplatzes FFM zuzurechnen sind. Glauben Sie nicht? Dann lesen Sie doch einfach mal unsere Analyse zur der Frage, ob die Rhein-Main-Region die Zukunft der deutschen Kleinbanken vorwegnimmt. Finanz-Szene.de

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Analyse: Was das Rekord-Funding für Clark über den deutschen Fintech-Markt aussagt

Die Versicherungsbranche ist einerseits nicht wirklich unser Thema. Andererseits: Wer Fintech sagt, kann bei Insurtech schlecht schweigen. Zumal es ja kluge Köpfe gibt, die spätestens seit der N26/Allianz-Nummer sagen, die Dinge gehen wieder mehr in Richtung Allfinanz. Darum haben wir uns fünf Thesen zur gestern verkündeten 29-Millionen-Dollar-Finanzierung für den Online-Makler Clark ausgedacht. Besonders spannend sind aus unserer Sicht zwei Punkte – nämlich erstens: Was heißt das eigentlich für die Dominanz von Check24, wenn Clark mal eben so unverschämt viel Geld einsammelt? Und zweitens: Auch ein weiteres Fintech hat dieser Tage ein zweistelliges Millionen-Funding angekündigt, nämlich Ottonova. Heißt das, dass die Insurtechs im Vergleich zu den Banken-Fintechs lediglich aufholen; oder setzen sie irgendwann zum Überholen an? Hierzu ist zu sagen: Unter den zehn größten deutschen Fintech-Fundings ist kein einziges Insurtech. Und trotzdem lesen sich die Insurtech-Top-10, die der Datenguru Barkow zusammengestellt hat, nicht schlecht. Finanz-Szene.de (Analyse), Barkow Consulting (Top 10).

News

Deutsche Bank darf Postbank-Depositen auch selber nutzen: Die EZB erlaubt der Blaubank nach übereinstimmenden Medienberichten, die Einlagen der Tochter im Rahmen ihres Liquiditäts-Managements auch im Gesamtkonzern zu nutzen. Damit dürfte die vielleicht wichtigste Hürde auf dem Weg zur Vollintegration genommen sein. Reuters

Ex-Deutsche-Bank-Manager Leithner geht zur Deutschen Börse: ... wo er künftig für das Daten- und Indexgeschäft sowie für die Abwicklungs- und Verwahrtochter Clearstream  zuständig sein wird. Daneben hat der Frankfurter Börsenbetreiber noch zwei weitere neue Vorstände ernannt, nämlich den bisherigen Eurex-Manager Thomas Book und Christoph Böhm (bislang SAP). Reuters/Wirtschaftswoche, Dow Jones

Cominvest knackt die 300-Millionen-Euro-Marke: Damit dürfte der Robo Advisor der Comdirect jetzt die Nummer zwei im deutschen Markt hinter Scalable (geht auf die Milliarde zu), aber vor Liqid (seit Kurzem über 200 Millionen) sein. Unklar ist, wo der erst vor wenigen Monaten gestartete digitale Vermögensverwalter der Deutschen Bank („Robin“) steht. FondsprofessionellBörse Online (mit den Q1-Zahlen von Comdirect)

Exklusiv: Open-Banking Plattform NDGIT erhält nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ vier Millionen Euro – wobei das Geld unter anderem vom deutschen VC Capnamic Ventures und von PROfounders aus UK kommt.  Die bestehenden Investoren, darunter Dieter von Holtzbrinck Ventures, beteiligen sich ebenfalls an der Finanzierungsrunde für den API- und PSD2-Spezialisten.

… und noch ein frisches Funding: Nämlich für das i-Pad-Kassensystem von Tillhub, das nun auf eine Gesamtfinanzierung von sechs Millionen Euro kommt, was sooo schlecht nicht ist. Gründerszene

Die Billpay-Gründer um Nelson Holzner (die ja einen der größten deutschen Fintech-Exits überhaupt hingelegt haben) arbeiten bereits an einem neuen Finanz-Startups … das Modifi heißen soll, auf digitale Handelsfinanzierung für KMUs setzt und bereits einen prominenten Investor an Bord hat, wie die Kollegen von „Deutsche Startups“ herausgefunden haben. Deutsche Startups

Beyond .de

Riesiges Funding für britisches Fintech Revolut: Der Erzrivale der Berliner Smartphone-Bank N26 hat (wie heute Morgen im „Handelsblatt“ nachzulesen ist) nach eigenen Angaben eine Megafinanzierung über 250 Millionen Dollar erhalten. Die Bewertung beläuft sich demnach  auf 1,7 Milliarden Dollar, was eine der höchsten Werte für ein europäisches Fintech überhaupt ist  – wenn denn wirklich stimmt, was die gern mal etwas großsprecherischen Briten da behaupten. Zum Vergleich: N26 hatte kürzlich 160 Mio. Dollar erlöst und kommt nach Berechnungen von Gründerszene und „Finanz-Szene.de“ auf eine Bewertung von rund 750 Mio. Dollar. Handelsblatt (Paywall)

Linktipps

Drei Fragen an die Deutsche Bank: Das wichtigste Geldhaus des Landes verkündet heute seine Q1-Zahlen – und vermutlich auch ein paar strategische Maßnahmen. Worauf es besonders zu achten gilt, erklärt das Handelsblatt.

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26/04/18: Revolut erhält 250 Mio. Dollar, Analyse des Clark-Deals, Erfolge für Ndgit und Tillhub, Nelson Holzner

Analyse: Was das Rekord-Funding für Clark über den deutschen Fintech-Markt aussagt

Die Versicherungsbranche ist einerseits nicht wirklich unser Thema. Andererseits: Wer Fintech sagt, kann bei Insurtech schlecht schweigen. Zumal es ja kluge Köpfe gibt, die spätestens seit der N26/Allianz-Nummer sagen, die Dinge gehen wieder mehr in Richtung Allfinanz. Darum haben wir uns fünf Thesen zur gestern verkündeten 29-Millionen-Dollar-Finanzierung für den Online-Makler Clark ausgedacht. Besonders spannend sind aus unserer Sicht zwei Punkte – nämlich erstens: Was heißt das eigentlich für die Dominanz von Check24, wenn Clark mal eben so unverschämt viel Geld einsammelt? Und zweitens: Auch ein weiteres Fintech hat dieser Tage ein zweistelliges Millionen-Funding angekündigt, nämlich Ottonova. Heißt das, dass die Insurtechs im Vergleich zu den Banken-Fintechs lediglich aufholen; oder setzen sie irgendwann zum Überholen an? Hierzu ist zu sagen: Unter den zehn größten deutschen Fintech-Fundings ist kein einziges Insurtech. Und trotzdem lesen sich die Insurtech-Top-10, die der Datenguru Barkow zusammengestellt hat, nicht schlecht. Finanz-Szene.de (Analyse), Barkow Consulting (Top 10).

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Ist Hessen das Versuchsfeld für die Zukunft der deutschen Kleinbanken?

Von Heinz-Roger Dohms

Natürlich haben die Entscheidungsträger den Zusammenschluss gestern mit den üblichem Narrativ begleitet: „Größe haben wir mit der Fusion nicht angestrebt“, sagte Eva Wunsch-Weber, die Chefin der Frankfurter Volksbank. Vielmehr sei es um Themen wie Niedrigzins, Digitalisierung und Regulierung gegangen, die den Ausschlag für den Zusammenschluss ihres Instituts mit der Vereinigten Volksbank Maingau und der Volksbank Griesheim gegeben hätten.

Doch ist das die Wahrheit? Naja, vielleicht die halbe. Mehr aber auch nicht. Denn schaut man sich die Geschichte der Frankfurter Volksbank etwas genauer an, dann fällt auf, dass auch schon fusioniert wurde (oder soll man juristisch inkorrekt, aber faktisch zutreffend „übernommen wurde“ sagen), als Bankenregulierung hierzulande noch eine Laissez-faire-Veranstaltung war:

Fusionen der Volksbank FFM in den 90ern
1990 Volksbank Vortaunus
1994 Königsteiner Volksbank
1998 Raiffeisenbank Maintal
1999 BVB Volksbank (Bad Vilbel)

Das Ganze setzte sich dann fort in den Nullerjahren, als zwar Basel schon ein Thema war, aber noch nicht wirklich über die sog. Regulierungswut geklagt wurde:

Fusionen in den Nullerjahren
2000 Volksbank Raiffeisenbank Hanau
Volksbank Usinger Land
2002 Volksbank Mörfelden-Walldorf
Volksbank Kelsterbach
2003 Offenbacher Volksbank
Volks- und Raiffeisenbank Weilmünster
2004 Raiffeisenbank Bruchköbel
2006 Volksbank Egelsbach
2009 Volksbank Main-Taunus

Verglichen damit ging die Zahl der Fusion im laufenden Jahrzehnt sogar leicht zurück (wobei, die Dekade ist ja noch nicht vorbei …):

Fusionen in den 2010er Jahren
2012 Vereinigte Volksbank Griesheim-Weiterstadt
2016 Volksbank Höchst a. M.
2018 Volksbank Griesheim
Vereinigte Volksbank Maingau

Unterm Strich bleibt damit festzuhalten, dass die Frankfurter Volksbank seit nunmehr 30 Jahren fröhlich vor sich hinwächst und (rechnet man die Volksbanken Maingau und Griesheim ein) nun bei einer  Bilanzsumme von 11,6 Milliarden Euro angekommen ist, was das einst beschauliche Institut zur Nummer zwei unter den deutschen Volks- und Raiffeisenbanken macht, hinter der Volksbank Berlin.

Und dann fällt noch etwas auf: Wenn man das offizielle Genobanken-Ranking des BVR einfach mal um die Kirchenbanken, die Sparda-Banken, die PSD-Banken und sonstige Sonderlinge bereinigt, dann stellt man fest, dass unter den zwölf größten deutschen Volks- und Raiffeisenbanken vier sind, die man dem kulturellen Einflussraum der Finanzmetropole Frankfurt zurechnen könnte, nämlich neben der Frankfurter Volksbank noch die Volksbank Mittelhessen, die Mainzer Volksbank und die Wiesbadener Volksbank (nicht weit weg ist mit einer Bilanzsumme von 4,1 Mrd. Euro übrigens auch noch die Volksbank Darmstadt-Südhessen).

Die größten Volks- und Raiffeisenbanken Bilanzsumme
Berliner Volksbank 13.550.668
Frankfurter Volksbank (Hessen!) *9.486.361
Volksbank Mittelhessen (Hessen!) 7.203.555
Dortmunder Volksbank 6.835.581
Volksbank Stuttgart 6.805.999
VerbundVolksbank OWL 6.224.739
Mainzer Volksbank (gefühlt Hessen!) 6.221.595
Hannoversche Volksbank 5.417.577
Volksbank Köln Bonn 5.077.711
VR-Bank Rosenheim-Chiemsee 5.023.771
Wiesbadener Volksbank (Hessen!) 4.428.322
VB Villingen-Schwenningen 4.369.919
 (Ende 2016)
*demnächst 11,6 Mrd. Euro in tausend Euro

Nun hat die Redaktion von „Finanz-Szene.de“ die Vorlesung zur genossenschaftlichen Bankenhistorie im Rhein-Main-Gebiet leider geschwänzt, sodass wir die Gründe für die auffällige Dichte großer Kleinbanken in der Region nicht kennen. Aber: Könnte es sein, dass die Volksbanker in besagtem kulturellen Einflussraum der Finanzmetropole Frankfurt schon immer ein bisschen großbankiger waren als anderswo in der Republik? Und kann es sein, dass die hessischen Volksbanken davon in den nächsten Jahren – jetzt, wo die Zeiten ja tatsächlich härter werden –  profitieren dürften?

Wenn wir richtig gezählt haben (wobei wir hier als Quelle auf die Schnelle nur einen dürren Wikipedia-Eintrag gefunden haben), dann gibt es in Hessen nur noch gut 30 Volks- und Raiffeisenbanken. Sollte die Frankfurter Volksbank weiterhin alles wegfusionieren und sollten die übrigen drei bzw. vier großen Volksbanken im Rhein-Main-Gebiet mitmachen, dann kann man sich leicht ausrechnen, wie die Volksbanken-Karte in der Region in fünf bis zehn Jahren aussehen wird.

Bliebe nur noch die Frage, ob die Frankfurter, Mainzer, Wiesbadener, Gießener und Darmstädter irgendwann auch untereinander fusionieren – oder ob eine Bilanzsumme irgendwo zwischen 5 und 15 Mrd. Euro genau das ist, was die Volksbank der Zukunft auf die Waage bringen sollte.

Fünf Thesen: Was das 30-Mio.-Funding für Clark über den deutschen Fintech-Markt sagt

Von Heinz-Roger Dohms

Die Versicherungsbranche ist ja einerseits nicht so unser Thema. Andererseits: Wer Fintech sagt, kann bei Insurtech nicht immer nur schweigen. Zumal  es ja kluge Köpfe gibt, die spätestens seit der N26/Allianz-Nummer sagen, die Dinge gehen wieder mehr in Richtung Allfinanz. Drum also auch unser Senf (in Form von fünf Thesen) zur diese Woche verkündeten 30-Millionen-Dollar-Finanzierung für den Online-Versicherungsmakler Clark:

1.) Die „Winner takes it all“-Tendenz, die in vielen anderen Fintech-Kategorien zu beobachten ist (siehe z.B. Scalable bei den Robos), scheint auch für die Insurtech-Makler zu gelten. Denn die einstigen Rivalen Knip und Getsafe dürfte Clark jetzt endgültig abgehängt haben.

2.) Trotzdem gilt für Clark als Insurtech natürlich in hochdosierter Form, was in niedrigerer Dosierung auch für manche Banken-Fintechs gilt: Der eigentliche Gegner sind nicht die Knips dieser Welt, sondern Check24. In diesem Kontext zeigt das Clark-Funding: Es gibt Investoren da draußen, die den Münchner Riesen für angreifbar halten bzw. die davon ausgehen, dass es sich für deutsche Insurtechs durchaus auch neben Check24 leben lässt.

3.) Nicht alles, was der Fintech-Inkubator Finleap macht, wird zu Gold (siehe Savedo), aber gemessen an den jüngsten Funding-Runden (erst Solarisbank, jetzt Clark …) wird doch mehr zu Gold, als man statistisch vermuten würde. Nicht die schlechteste Nachricht für den Fintech-Standort Deutschland.

4.) Der 2018er-Trend, dass deutsche Fintechs endlich auch mal richtig fett funden  (N26, Solarisbank), setzt sich mit Clark zumindest so ein bisschen fort. Auch das, siehe oben, ist eine gute Nachricht für den Fintech-Standort.

5.) Eingedenk der Tatsache, dass dieser Tage auch ein anderes Insurtech (nämlich Ottonova) ein (weiteres) zweistelliges Millionen-Funding angekündigt hat, stellt sich bald ja auch vielleicht mal die Kardinalfrage: Steckt in der Versicherungsbranche am Ende vielleicht ein höheres Disruptionspotanzial als in der Bankenindustrie?

25/04/18: Der Siegeszug der Girokarte, Imitiert Paydirekt jetzt Amazon?, So funktioniert Traxpay

Im deutschen Einzelhandel werden nur noch 50% des Umsatzes in bar bezahlt

Bargeldlose Zahlungen haben 2017 erstmals die Hälfte des stationären Umsatzes im deutschen Einzelhandel ausgemacht – das geht aus den gestern vorgestellten Zahlen des EHI Retail Instituts hervor. Besonders prägnant ist dabei das Wachstum der Girokarte, die mittlerweile für 26,3 Prozent des Umsatzes steht (Vorjahr: 24,6 Prozent); dagegen kommt die Kreditkarte gerade mal auf 6,5 Prozent (Vorjahr: 6,1 Prozent). Spannend: Nur noch 33,8 Prozent der Händler planen in diesem Jahr Investitionen in ihre Payment-Infrastruktur  – ein krasser Einbruch im Vergleich zum Vorjahr (47,2 Prozent). Diese Zurückhaltung dürfte nicht zuletzt damit zu tun haben, dass viele Händler den Glauben an einen baldigen Durchbruch von Mobile Payment verloren haben. Auch die Deutsche Kreditwirtschaft präsentierte gestern Zahlen zur Girokarte Demnach stieg die Zahl der Transaktionen um 8,7 Prozent auf 3,18 Milliarden, der Umsatz um 7,7 Prozent auf 162,8 Milliarden Euro. Finanz-Szene.de

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News

Das ist der neue IT-Chef der Deutschen Bank: Er heißt Frank Kuhnke, folgt auf Kim Hammonds, wurde bemerkenswert schnell ernannt (der gute Herr Sewing macht ganz schön Tempo …), gilt als Vertrauter ebendieses Herrn Sewings, wird wie Frau Hammonds den Titel „Chief Operating Officer“ tragen, wird im Gegensatz zu dieser aber nicht im Vorstand sitzen, darf als Generalbevollmächtigter gleichwohl an Vorstandssitzungen teilnehmen. Handelsblatt, Börsen-Zeitung (Paywall), Bloomberg (Video)

Apropos Tempo: Die Anzeichen verdichten sich, dass die Deutsche Bank bereits an diesem Donnerstag (Anlass: Präsentation der Q1-Zahlen) erste Maßnahmen zur Restrukturierung des US-Investmentbankings verkünden wird (siehe unser gestriger Aufmacher). So hat Vorstandschef Sewing laut „Financial Time“ die explizite Unterstützung von Aufsichtsratschef Achleitner für entsprechende Schritte. FT (Paywall)

Fahrenschon akzeptiert in seiner Steuersache einen Strafbefehl …, womit der Ex-Präsident der Deutschen Sparkassen nun vorbestraft ist, allerdings um einen Prozess umhinkommt. Süddeutsche

Ist es das, was der Höllenhund in letzter Konsequenz mit der Deutschen Bank und der Commerzbank vorhat? Nach einem Bericht der „Schwäbischen Zeitung“ soll die Belegschaft der Südwestbank bis Ende 2019 von kürzlich noch rund 600 Mitarbeitern auf nur noch 350 Beschäftigte schrumpfen (was das Institut so nicht bestätigt). Die Meldung ist insofern interessant, als die Südwestbank ja neuerdings zur österreichischen Bawag gehört, hinter der wiederum der US-Finanzinvestor Cerberus steht, der wiederum zu den größten Aktionären sowohl der Blaubank als auch der Gelbbank gehört. Schwäbische Zeitung

Herr Weimer krempelt den halben Vorstand um …, womit die neue Deutsche Börse in personeller Hinsicht inzwischen nicht mehr viel zu tun hat mit der Deutschen Börse seines Vorgängers Kengeter, wie das Handelsblatt erklärt.

Die DWP Bank ist nicht nur das Institut mit der höchsten Finanz-Szene.de-Abonnenten-Dichte aller deutschen Banken (nicht die geringste Ahnung, warum) …, sondern hat 2017 ihren Vorsteuergewinn mehr als verdoppelt.  Wenn Sie, liebe LeserInnen, einen Zusammenhang konstruieren wollen, dann sind wir die letzten, die Sie davon abhalten. Pressemitteilung, Börsen-Zeitung (Paywall)

Ist der HSH-Nordbank-Verkauf der Startschuss für eine Konsolidierung nicht nur der Landesbanken, sondern der gesamten deutschen Bankenbranche? So (oder so ähnlich) scheint das jedenfalls der scheidende Bundesbank-Vize Dombret zu sehen. Manager Magazin

Linktipps

Warum die Pläne der Deutschen Bank für ihr US-Investmentbanking nur der Anfang sein können: … jedenfalls aus Sicht der Kollegen von Bloomberg

Warum Paydirekt nicht nur Paypal, sondern jetzt auch Amazon kopiert: … weiß das IT-Finanzmagazin

Wie das irgendwie spannende, aber doch auch sehr komplexe Frankfurter Fintech Traxpay funktioniert, haben wir bis heute nicht richtig verstanden – vielleicht haben Sie ja mehr Glück! Erklärvideo bei Vimeo

Karriere

Bei HSBC Trinkaus haben die 333 Risikoträger im vergangenen Jahr im Schnitt 245.000 Euro verdient …, und auch die Zahl der Einkommens-Millionäre ist durchaus imposant. efinancialcareers

Klickfavorit

… war gestern unsere Prognose zu der Frage, wie es bei Savedroid weitergeht. Finanz-Szene.de