23/05/18: Deposit Solutions zieht’s durch, Kwitt für alle, Die wahre Geschichte der Sparkasse Düsseldorf

Exklusiv: Die unglaubliche Geschichte der Stadtsparkasse Düsseldorf

Dies ist eine wahre Geschichte. Sie beginnt mit dem früheren Sparkassen-Präsidenten Dietrich Hoppenstedt und einem Elementarteilchen-Physiker namens Tom Weidig. Im Geiste dieser beiden Herren fängt die Stadtsparkasse Düsseldorf Mitte der Nullerjahre heimlich an, immer höhere Summen in immer mehr Private-Equity-Fonds zu investieren.  Während der Finanzkrise schwant den wenigen Eingeweihten plötzlich, dass diese Geschäfte womöglich nicht ohne Risiko sind. Das Zittern beginnt. Aber abgesehen von ein paar Wertberichtigungen passiert nicht viel. Bis – ja bis die Private-Equity-Engagements irgendwann zu einem GuV-Doping ungeahnten Ausmaßes mutieren. Beleg: Zuletzt machten die Heuschrecken-Gewinne mehr als 90% des Vorsteuerergebnisses der Stadtsparkasse aus. Die Öffentlichkeit? Sollte davon nie etwas erfahren. Stattdessen tut der Vorstand so, als handele es sich um ganz normale Zinserträge. Hier die ganze Geschichte: Finanz-Szene.de

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Ist das die Revolution des genossenschaftlichen Einlagen-Managements?

Erinnern Sie sich noch an den Artikel „Sparkassen flirten mit dem Tabubruch“ aus dem Oktober? Damals beschrieben wir, wie das auf Zins-Management spezialisierte Hamburger Fintech Deposit Solutions versuchte, seine Einlagen-Plattform im öffentlich-rechtlichen Bankensektor zu platzieren. Ein gutes halbes Jahr später ist Deposit Solutions nun am Ziel – allerdings nicht bei den Sparkassen, sondern bei den Volksbanken, oder genauer gesagt: bei der Münchner Hyp. Die wird nämlich künftig das sogenannte „Geno-Festgeld“ anbieten, jedoch nur den Kunden von Volks- und Raiffeisenbanken. Wie soll man das nun einordnen? Vielleicht so: a) Die Geno-Variante des Deutsche-Bank-„Zinsmarkts„. Oder b) Verbundinternes Liquiditäts-Management 4.0. Oder c) Genopace für Einlagen. Börsen-Zeitung (Paywall)

News

Sparkassen und Volksbanken führen ihren P2P-Payment-Service endgültig zusammen: … und zwar unter dem Namen „Kwitt“, den bislang die „Roten“ für sich gepachtet hatten. Klingt fast so, als wäre das endlich einmal eine Fintech-Anwendung klassischer Banken, die wirkliche Schlagkraft entfalten könnte (zumal das Bundeskartellamt offenbar mitspielt). Bleibt nur noch zu fragen, was das jetzt für Paydirekt bedeutet. Aber das ist eine andere Geschichte. Pressemitteilung

Deutsche Bank setzt auf Einmalerträge durch den Verkauf von Postbank-Immobilien: Das zumindest berichtet die „Börsen-Zeitung“ – und verweist auf die Veräußerung eines Objekts in München vor wenigen Wochen. Die Transaktion habe der Tochter einen Ertrag von 156 Mio. Euro (!!!) und einen Buchgewinn in zweistelliger Millionenhöhe beschert. Börsen-Zeitung

So sieht also der Deal bei der HV der Deutschen Bank aus: Die großen Investoren verzichten darauf, AR-Chef Achleitner allzu heftig anzugreifen, verlangen aber im Gegenzug, dass sich der Aufsichtsrat ernsthaft daran macht, eine Nachfolge-Planung aufzustellen. Spiegel

Hermann Schulze-Delitzsch versus Vereinigte Staaten von Amerika: Eine Gruppe von sechs südwestdeutschen Volksbanken will trotz der drohenden US-Sanktionen gegen den Iran weiterhin Zahlungen für Firmen abwickeln, die in die Islamische Republik exportieren. Handelsblatt (Paywall), Reuters

Unser Lieblings-Fintech Niiio mit drei „i“ … hat offenbar im Zuge einer richtigen Kapitalerhöhung echte gut vier Millionen Euro von leibhaftigen Investoren eingenommen – darunter bemerkenswerterweise die Volksbank Braunschweig-Wolfsburg. DGAP

Linktipps

Mal ein anderer Blick auf das Spannungsfeld Banken vs. Tech: Das vielleicht größte Problem der Kreditwirtschaft ist, dass sie sich dem dominanten Design branchenfremder Mitbewerber anpassen muss, schreibt klug wie immer der Blogger Ralf Keuper. Bankstil

Ist von den europäischen Challenger-Banken die Rede … dann geht es zumindest in der deutschsprachigen Debatte meist um N26 (Berlin) gegen Revolut (UK). Dabei ist ein anderer Player womöglich mindestens genauso spannend, nämlich Monzo (ebenfalls UK). Die Zeit

„Ich lese Finanz-Szene.de, weil …

… mich dieser Newsletter mit seinen Szenenbildern der Comédie humaine jeden Morgen weckt.“

Finja Carolin Kütz ist Deutschland-Chefin von Oliver Wyman

Klickfavorit

… war gestern unser Archiv-Artikel „Elf Beispiele, wie nach dem Retailbanking nun auch das KMU-Geschäft digitalisiert wird“. Finanz-Szene.de

Aus der Szene

Wenn Sie uns versprechen, der PR-Abteilung der Deutschen Bank kein billiges Ablenkungsmanöver zu unterstellen, dann verlinken wir unter größter Freude auch noch diese Schmonzette hier: David Folkerts-Landau (das ist der maximal unabhängige Chefvolkswirt der Deutschen Bank) hat unmittelbar vor der befürchteten „Anti-Achleitner“-Hauptversammlung ein Interview gegeben, in dem er die Schuld für die heutige Misere der Bank quasi 1:1 dem faktischen Achleitner-Vorgänger Josef Ackermann in die Schuhe schiebt (was der natürlich nicht auf sich sitzen lässt, aber egal). Ironischerweise suchte sich Folkerts-Landau für sein Ackermann-Bashing ausgerechnet das „Handelsblatt“ aus – und damit jene Zeitung, die ihr historisches Ackermann-Urteil fast auf den Tag genau vor sechs Jahren wie folgt fällte: In der nächsten Woche tritt Josef Ackermann von der Führung der Deutschen Bank ab. Er ist ein anderer als der, der vor mehr als einer Dekade in Frankfurt anfing. Aus dem Investmentbanker mit der Fixierung auf eine möglichst hohe Rendite wurde ein präsidialer Weltstaatsmann. Er hat der Bank – vor allem in seiner zweiten Halbzeit – gutgetan. Er hat ihr Ansehen und ihr Kapital gemehrt. Im Vorstand sind mehr Talente versammelt als in allen übrigen deutschen Banken zusammen.“

23/05/18: Die wahre Geschichte der Sparkasse Düsseldorf, Sewings Sondererlöse, Geno-Revolution

Exklusiv: Die unglaubliche Geschichte der Stadtsparkasse Düsseldorf

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News

Sparkassen und Volksbanken führen ihren P2P-Payment-Service endgültig zusammen: … und zwar unter dem Namen „Kwitt“, den bislang die „Roten“ für sich gepachtet hatten. Klingt fast so, als wäre das endlich einmal eine Fintech-Anwendung klassischer Banken, die wirkliche Schlagkraft entfalten könnte (zumal das Bundeskartellamt offenbar mitspielt). Bleibt nur noch zu fragen, was das jetzt für Paydirekt bedeutet. Aber das ist eine andere Geschichte. Pressemitteilung

Deutsche Bank setzt auf Einmalerträge durch den Verkauf von Postbank-Immobilien: Das zumindest berichtet die „Börsen-Zeitung“ – und verweist auf die Veräußerung eines Objekts in München vor wenigen Wochen. Die Transaktion habe der Tochter einen Ertrag von 156 Mio. Euro (!!!) und einen Buchgewinn in zweistelliger Millionenhöhe beschert. Börsen-Zeitung

So sieht also der Deal bei der HV der Deutschen Bank aus: Die großen Investoren verzichten darauf, AR-Chef Achleitner allzu heftig anzugreifen, verlangen aber im Gegenzug, dass sich der Aufsichtsrat ernsthaft daran macht, eine Nachfolge-Planung aufzustellen. Spiegel

Hermann Schulze-Delitzsch versus Vereinigte Staaten von Amerika: Eine Gruppe von sechs südwestdeutschen Volksbanken will trotz der drohenden US-Sanktionen gegen den Iran weiterhin Zahlungen für Firmen abwickeln, die in die Islamische Republik exportieren. Handelsblatt (Paywall), Reuters

Unser Lieblings-Fintech Niiio mit drei „i“ … hat offenbar im Zuge einer richtigen Kapitalerhöhung echte gut vier Millionen Euro von leibhaftigen Investoren eingenommen – darunter bemerkenswerterweise die Volksbank Braunschweig-Wolfsburg. DGAP

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Mal ein anderer Blick auf das Spannungsfeld Banken vs. Tech: Das vielleicht größte Problem der Kreditwirtschaft ist, dass sie sich dem dominanten Design branchenfremder Mitbewerber anpassen muss, schreibt klug wie immer der Blogger Ralf Keuper. Bankstil

Ist von den europäischen Challenger-Banken die Rede … dann geht es zumindest in der deutschsprachigen Debatte meist um N26 (Berlin) gegen Revolut (UK). Dabei ist ein anderer Player womöglich mindestens genauso spannend, nämlich Monzo (ebenfalls UK). Die Zeit

„Ich lese Finanz-Szene.de, weil …

… mich dieser Newsletter mit seinen Szenenbildern der Comédie humaine jeden Morgen weckt.“

Finja Carolin Kütz ist Deutschland-Chefin von Oliver Wyman

Klickfavorit

… war gestern unser Archiv-Artikel „Elf Beispiele, wie nach dem Retailbanking nun auch das KMU-Geschäft digitalisiert wird“. Finanz-Szene.de

Aus der Szene

Wenn Sie uns versprechen, der PR-Abteilung der Deutschen Bank kein billiges Ablenkungsmanöver zu unterstellen, dann verlinken wir unter größter Freude auch noch diese Schmonzette hier: David Folkerts-Landau (das ist der maximal unabhängige Chefvolkswirt der Deutschen Bank) hat unmittelbar vor der befürchteten „Anti-Achleitner“-Hauptversammlung ein Interview gegeben, in dem er die Schuld für die heutige Misere der Bank quasi 1:1 dem faktischen Achleitner-Vorgänger Josef Ackermann in die Schuhe schiebt (was der natürlich nicht auf sich sitzen lässt, aber egal). Ironischerweise suchte sich Folkerts-Landau für sein Ackermann-Bashing ausgerechnet das „Handelsblatt“ aus – und damit jene Zeitung, die ihr historisches Ackermann-Urteil fast auf den Tag genau vor sechs Jahren wie folgt fällte: In der nächsten Woche tritt Josef Ackermann von der Führung der Deutschen Bank ab. Er ist ein anderer als der, der vor mehr als einer Dekade in Frankfurt anfing. Aus dem Investmentbanker mit der Fixierung auf eine möglichst hohe Rendite wurde ein präsidialer Weltstaatsmann. Er hat der Bank – vor allem in seiner zweiten Halbzeit – gutgetan. Er hat ihr Ansehen und ihr Kapital gemehrt. Im Vorstand sind mehr Talente versammelt als in allen übrigen deutschen Banken zusammen.“

Exklusiv: Die unglaubliche Geschichte der Stadtsparkasse Düsseldorf

Von Heinz-Roger Dohms

Man könnte meinen, die deutschen Filialbanken würden in zwei unterschiedlichen Ligen spielen. Die eine Liga, das ist die mit den bekannten Problemen: Niedrigzins. Regulierung. Digitale Konkurrenz. In dieser Liga spielen zum Beispiel die Deutsche Bank, die Commerzbank, die rund 1000 Volks- und Raiffeisenbanken und eigentlich auch alle Sparkassen. Alle, bis auf eine.

Denn dann gibt es noch die andere Liga. Und in der spielt nur eine einzige Bank: die Stadtsparkasse Düsseldorf.

„Die Geschäfte bei Düsseldorfs Stadtsparkasse brummen wie selten zuvor“, jubelt die „Rheinische Post“.

„Der Zins- und Provisionsertrag ist deutlich gestiegen“, sekundiert die „Börsen-Zeitung“.

„Die Stadtsparkasse Düsseldorf hat ein erfolgreiches Jahr 2017 hinter sich – und die Aussichten für das laufende Jahr sind mindestens genauso gut“, weiß die „Westdeutsche Zeitung“.

Und Vorstandschefin Karin-Brigitte Göbel prahlte bei der jüngsten Bilanz-Pressekonferenz: „Das Betriebsergebnis vor Bewertung beträgt 102,5 Millionen Euro; es liegt um 30,4 Millionen Euro über dem Vorjahr.“

Die einst affärengeplagte Stadtsparkasse Düsseldorf ist plötzlich das Bayern München des deutschen Kreditwesens. Eine Klasse für sich.

Wie kann das sein?

Um es kurz zu machen: Eigentlich kann das gar nicht sein. Und so es ist auch nicht, zeigen jetzt Recherchen des Branchen-Newsletters „Finanz-Szene.de“. Aber wie ist es dann?

Die Antwort: Die Geschichte der Stadtsparkasse Düsseldorf muss neu geschrieben werden. Denn wer der Frage nachgeht, wo die üppigen Gewinne urplötzlich herkommen, der stellt fest, dass es sich bei einer der größten Sparkassen der Republik schon seit Jahren nicht mehr um ein Kreditinstitut im engeren Sinne handelt. Sondern zugespitzt formuliert um einen Private-Equity-Fonds mit angeschlossenem Zinsgeschäft.

Belege? Über eine Tochtergesellschaft namens Equity Partners GmbH investierte die Stadtsparkasse Düsseldorf seit den frühen Nullerjahren in zwischenzeitlich mehr als 50 (!) sogenannte Private-Equity-Anlageprogramme. Die Dimension dieser jenseits der öffentlichen Aufmerksamkeit betriebenen Geschäfte war so groß, dass die Verpflichtungen, die die Sparkasse gegenüber den Anlage-Vehikeln einging, laut alten Geschäftsberichten zwischenzeitlich fast 500 Millionen Euro erreichten. Zur Einordnung: Das damalige Konzerneigenkapital war nicht mal doppelt so hoch.

Die Stadtsparkasse ging also eine gigantische Wette ein. Wobei die damaligen Protagonisten vermutlich Wert auf die Feststellung legen, dass es sich um eine wohlkalkulierte Wette handelte, nicht um eine hochriskante – was allerdings nicht alle, die Einblick in die Sache haben, so sehen. Keine zwei Meinungen kann es hingegen bei der viel wichtigeren Frage geben: Was wurde aus der Wette? Nun, sie ging auf. Und zwar in einer Art und Weise, dass das wahre Gesicht der Sparkasse Düsseldorf heutzutage hinter einer gewaltigen Schicht von bilanziellem Makeup gar nicht mehr zu erkennen ist.

So kommt der von „Finanz-Szene.de“ zu Rate gezogene Bilanzexperte Stefan Best, langjähriger Bankenanalyst bei Standard & Poor’s und heute Lehrbeauftragter an  der Rhein-Main-Hochschule in Wiesbaden, zu folgendem Schluss: Vom 2016er-Konzernergebnis in Höhe von 71 Mio. Euro kamen 66 Mio. Euro aus Beteiligungserträgen,  die wiederum aus den Private-Equity-Engagements rührten. Also ganz platt gesagt: Der Gewinn kam zu mehr als 90% aus Heuschrecken-Deals. Nicht aus Zinsgeschäften.

Dabei handelte es sich 2016 keineswegs um einen einmaligen Effekt. 2015 zum Beispiel trugen die Private-Equity-Engagements auch schon 53 Mio. Euro zum Ergebnis bei. Und 2017 dürfte der Gewinnbeitrag ebenfalls erheblich gewesen sein, auch wenn die Sparkasse bislang keine Bilanzen veröffentlicht hat. Wie lange das Ganze noch so weitergehen könnte? Bis 2021 oder 2022, sagen Eingeweihte.

Bleibt zu fragen: Warum erfährt die Öffentlichkeit von alldem nichts? Weshalb lässt sich die Vorstandschefin Göbel für einen Gewinn feiern, für den sie kaum etwas kann?

Doch der Reihe nach.

Wer die wahre Geschichte der Stadtsparkasse Düsseldorf verstehen will, der muss …

  • erstens eine kleine mentale Zeitreise unternehmen, und zwar in die frühen bis mittleren Nullerjahre. An der Spitze der deutschen Sparkassen steht damals ein Mann, der im Grunde genau jenes Ziel propagiert, für das wenige Jahre später ein gewisser Josef Ackermann scharf angegriffen werden wird – nämlich die Maximierung der Eigenkapitalrendite. Okay, 25% wie beim Deutsche-Bank-Chef sollten es nicht sein. Aber 15% Prozent dann bitteschön doch. Mindestens. So jedenfalls erklärt es der damalige Sparkassen-Präsident Dietrich Hoppenstedt  Ende 2002. Die meisten öffentlich-rechtlichen Institute sind von dieser Zielvorgabe freilich weit entfernt. So kommt es, dass sich eben nicht nur die Landesbanken und die privaten Geldhäuser plötzlich für sogenanntes Kreditersatzgeschäft interessieren. Sondern auch manche Sparkassen
  • und zweitens?

Zweitens muss man einen Fachaufsatz kennen, der Anfang 2004 unter dem Titel „The Risk Profiles of Private Equity“ („Die Risikoprofile privater  Beteiligungs-Engagements“) veröffentlich wird – und der in der Stadtsparkasse Düsseldorf schon bald begeisterte Rezipienten findet. Autoren sind ein Elementarteilchen-Physiker namens Tom Weidig und ein „Master cum laude“-Absolvent der London Business School namens Pierre-Yves Mathonet.

Weidig hat laut seines Lebenslaufs die Physiker-Laufbahn aufgegeben, um als Risikoanalyst bei Bear Stearns anzuheuern, also bei jener US-Investmentbank, die wenige Jahre später untergehen wird, weil sie ihre Risiken nicht im Griff hat. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung indes arbeitet Weidig offenbar nicht mehr für Bear Stearns, sondern als Berater für Risikokapital-Geschäfte beim Europäischen Investitionsfonds, einem Finanzvehikel der EU-Kommission. Genau dort ist zu jener Zeit auch der Co-Autor Mathonet beschäftigt, der zuvor unter anderem für die Investmentbank Credit Suisse First Boston tätig gewesen ist.

Wie der Aufsatz damals in die Sparkasse Düsseldorf gelangt, ist unklar. Und es lässt sich auch nicht mehr recherchieren, warum der Artikel bei den Kommunalbankern einen solchen Eindruck hinterließ. Naheliegenderweise könnte es allerdings die Thesenzeile gewesen sein, die den Beitrag so verführerisch machte. Die nämlich lautete: „Private equity is a risky asset, but private equity investments are not necessarily so“ – übersetzt also: „Privat Equity ist riskant, aber Private-Equity-Investments sind es nicht unbedingt.“ Ohne große Mühe lässt sich in diese Zeile ein Subtext hineinlesen: „Wer es richtig anstellt, der kriegt Private-Equity-Renditen, ohne dafür Private-Equity-Risiken eingehen zu müssen.“ Und das Ganze garniert mit dem zwar nicht offiziellen, aber doch mitschwingenden Gütesiegel einer anerkannten EU-Institution. Denn unter der Studie stand: „Wir danken dem Europäischen Investitionsfonds (…) für seine Unterstützung.“

Jedenfalls: Der Beitrag der beiden, nun ja, „Wissenschaftler“ muss bei der Stadtsparkasse Düsseldorf einen bibelgleichen Status gehabt haben. Denn glaubt man den damaligen Geschäftsberichten, dann genügte der schmale Artikel als Rechtfertigung für den fulminanten Einstieg ins Private-Equity-Geschäft vollkommen aus. So heißt es unter dem Stichwort „Risikosituation“ gleich in mehreren von „Finanz-Szene.de“ gesichteten  alten Jahresabschlüssen fast wortgleich: „Für Fondsinvestments der Equity Partners GmbH sehen wir das Ausfallrisiko im Bereich Private Equity Fund-of-Funds auf Basis einer Studie („The Risk Profiles of Private Equity“, T. Weidig/P.-Y. Mathonet, Luxemburg, 2004″) aufgrund des hohen Diversifikationsgrads als gering an.“ Punkt.

Dann aber krachte im Frühjahr 2008 Bear Stearns zusammen, also der frühere Arbeitgeber eines der beiden Studien-Autoren; im Herbst des gleichen Jahres erwischte es Lehman Brothers; und auch die Credit Suisse, bei der der andere Autor beschäftigt gewesen war, geriet aufgrund riskanter Wetten ins Trudeln. Die Finanzwelt und nicht nur die standen Kopf. Und bei der Sparkasse Düsseldorf?

Wurden sie im Zuge dieser epochalen Ereignisse vermutlich dann doch ein bisschen nervös. Wovon die Öffentlichkeit freilich wenig mitbekam. Denn die kümmerte sich im Zusammenhang mit der Stadtsparkasse damals lieber um die „Affäre Maxfield“ – also um die von der Sparkasse üppig alimentierte Firma des Franjo Pooth, Ehemann der B-Prominenten Verena Pooth. Hinter den Kulissen freilich dürfte die Gewichtung damals eine andere gewesen sein. Denn bei „Maxfield“ ging es letztlich um potenzielle Verluste in einstelliger Millionenhöhe. Bei den klandestinen Private-Equity-Deals hingegen stand das 50-Fache, wenn nicht das 100-Fache auf dem Spiel.

Nachdem Vorstandschef Heinz-Martin Humme im Februar 2008 im Zuge der „Maxfield-Affäre“ seinen Posten verlor, vollzog die neue Führung  die Wende. Wobei diffus bleibt, wann genau. Denn Ende März 2008 setzte der neue Vorstandschef Peter Fröhlich erst einmal seine Unterschrift unter die 2007er-Bilanz, in der noch explizit davon die Rede war, das Ausfallrisiko bei den Private-Equity-Deals sehe man „als gering“ an. Im 2008er-Geschäftsbericht hingegen, der 2009 signiert wurde, hieß es plötzlich, schon „im Frühjahr 2008“ hätten Vorstand und Verwaltungsrat eine „deutliche Strategieänderung der Geschäftsausrichtung beschlossen“. Begründung: Mit der alten Strategie seien „größere Ausfallrisiken und volatilere Erträge“ verbunden gewesen. Deshalb würden „ab dem Geschäftsjahr 2009 auch die über eine Tochtergesellschaft getätigten Investments in Private-Equity-Sondervermögen begrenzt“.

Nun sei mal dahingestellt, wann die Kehrtwende wirklich beschlossen wurde, ob vor oder nicht doch eher nach dem Lehman-Schock; und ebenso sei dahingestellt, warum die Geschäfte erst 2009 begrenzt wurden und nicht schon 2008. Denn, unterm Strich bleibt die Erkenntnis: Wann immer die Reißleine gezogen wurde, es war zu spät. Allein 2008 ging die Sparkasse Düsseldorf zwölf neue Private-Equity-Engagements ein. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der Engagements auf sage und schreibe 55. Die finanziellen Zusagen an die Fonds summierten sich nun auf unfassbare 481,8 Millionen Euro.

Vor der Haustür explodierten die Banken (WestLB) oder waren schon explodiert (IKB), und auch bei der Sparkasse Düsseldorf erreichten die Verluste nun alarmierende Dimensionen. 2008 lag der Konzernfehlbetrag bei 152,8 Millionen Euro, binnen zwölf Monaten verbrannte das Kommunalinstitut rund ein Fünftel seines Eigenkapitals, nicht nur, aber schon auch aufgrund von Abschreibungen auf das Private-Equity-Portfolio. Manch einer hörte vermutlich schon die Bombe ticken.

Doch dann passierte Folgendes: Die Bombe tickte zwar. Aber sie ging nicht hoch. Nicht 2009, nicht 2010, nicht einmal auf dem Höhepunkt der europäischen Schuldenkrise 2011 – obwohl sich unter den Private-Equity-Engagements auch solche in Spanien, Portugal und Italien befanden.

Die skandalfreudige Sparkasse Düsseldorf unterhielt die Öffentlichkeit zu diesem Zeitpunkt bereits mit dem nächsten Zerwürfnis zwischen Vorstand und Verwaltungsrat. An die Institutsspitze rückte Arndt Hallmann, der dritte Chef binnen vier Jahren. Und dieser Hallmann muss bald geahnt haben, dass es sich bei dem vermeintlichen Damoklesschwert, das er von seinen Vorgängern übernommen hatte, vielleicht gar nicht um ein Damoklesschwert handelt. Sondern um eine Wunderwaffe gegen die schwierigen Zeiten. „Finanz-Szene.de“ jedenfalls liegt ein internes Dokument aus dem Jahr 2013 vor,  das mit dem Wort „Geschäftsstrategie“ überschrieben ist. Und dort findet sich auf Seite 13, untere Tabelle, die Spalte 3c, in der es um die „Netto-Beteiligungsergebnisse“ geht. Den Planungen zufolge sollten sie von zunächst 9,2 Mio. Euro jährlich bis auf 29,1 Mio. Euro in 2018 ansteigen, getrieben durch die Private-Equity-Deals.

Hallmann und seine Kollegen hatten sich freilich verkalkuliert. Denn die Planzahlen wurden bald meilenweit übertroffen. 2013 durfte der Vorstand bereits 21 Mio. Euro aus den Private-Equity-Geschäften „ertragswirksam vereinnahmen“, wie es im Geschäftsbericht heißt, 2014 waren es dann schon 25 Mio. Euro, 2015 sogar 53 Mio. Euro, 2016 schließlich 66 Mio. Euro. Während viele deutsche Banken bei ihren „Kreditersatzgeschäften“ auf die falsche Anlageklasse gesetzt hatten (nämlich auf Subprime-Immobilien), erwischte die Sparkasse Düsseldorf die richtige –Private Equity.

Eigentlich ein Grund zum Feiern. Oder vielleicht doch nicht?

7. März 2018, Bilanz-Pressekonferenz der Stadtsparkasse Düsseldorf. 15 DIN-A4-Seiten ist das Redemanuskript lang, das Vorstandschefin Göbel vorbereitet hat. Einen Begriff sucht man in dem Dokument allerdings vergeblich: Private Equity.

Jahr für Jahr geht das so. Wenn die Sparkasse Düsseldorf die lokalen Medien und die Finanzblätter zur Präsentation der Geschäftsergebnisse lädt, dann wird jener Posten, der seit Jahren für einen beträchtlichen Teil des Gewinns steht, schlichtweg ausgespart. Stattdessen schlägt der Vorstand die Millionen einfach dem Zinsüberschuss zu, sodass der Eindruck entstehen muss, das Geld sei im ganz normalen Kreditgeschäft mit Privat- und Firmenkunden verdient worden.

Auch Oberbürgermeister und  Sparkassen-Chefkontrolleur Thomas Geisel hält sich bei dem Thema auffällig bedeckt. Schon seit Jahren tobt ein öffentlicher Streit zwischen der Kommune und ihrem Geldinstitut über die Frage, ob die Sparkasse nicht einen größeren Teil ihrer Gewinne an die Stadt ausschütten müsste. Wegen seines Präzedenzcharakters findet der Knatsch längst bundesweite Beachtung. Und trotzdem offenbaren weder Göbel noch Geisel, um welche Art von Gewinnen da eigentlich gestritten wird. Geisel sagt hierzu: „Ich habe immer gesagt, die Sparkasse soll so ausschütten, wie sie in der Lage ist.“

Dabei ist dieser Punkt ja absolut zentral: Die Stadt könnte argumentieren, zumindest die glücksspielhaft erwirtschafteten Private-Equity-Profite stünden der öffentlichen Hand zu; während der Vorstand umgekehrt argumentieren könnte, das operative Geschäft werfe so wenig Gewinn ab, dass die Sparkasse die Sondererträge umso dringender zur Stärkung ihrer Rücklagen braucht. Stattdessen wird seit Jahren eine Scheindebatte geführt. Ob die Beteiligten schlicht darauf spekuliert haben, die Sache würde nie herauskommen?

Apropos Spekulation: Irgendwann zur Zeit der heraufziehenden Finanzkrise soll es bei der Stadtsparkasse Düsseldorf den Plan gegeben haben, die Private-Equity-Investitionen auf eine Milliarde Euro zu verdoppeln. Man hat sich dann doch dagegen entschieden. Schade eigentlich.

22/05/18: Der nächste Coup der Solarisbank?, Klarnas deutsche Shopping-Tour, Verimi-Interview

Beginnt jetzt das Rennen um den rein digitalen Firmenkunden-Kredit?

An Ratenkredite von der Stange („Sofortauszahlung in x Minuten“) hat man sich ja längst gewöhnt. Und klar dürfte sein, dass auch die Baufinanzierung (zumindest beim verbeamteten Lehrer-Ehepaar mit zwei Kindern und >20% EK-Quote) allmählich zur Standard-Ware mutiert. Beim Firmenkundenkredit hingegen dachten wir, dass es mit der Automatisierung dann doch noch ein wenig dauern wird. Insofern ist erstaunlich, dass die Berliner Solarisbank offenbar mit dem „ersten volldigitalen KMU-Kredit“, „bis zu einer Höhe von 750.000 Euro“ und „ausgezahlt binnen drei Tage“ an den Start gehen will. So zumindest behauptet es der Vertriebspartner Fincompare via Linkedin (während man sich bei Solaris selbst noch zurückhält). Nun muss man beim Fintech-Sprech ja manchmal ein wenig aufpassen. „Fully digital“ ist zum Beispiel, stellen wir immer wieder fest,  ein erstaunlich dehnbarer Begriff. Und „bis zu 750.000 Euro“ kann ja auch heißen, dass es sich in 98% der Fälle um Losgrößen unter 250k handelt). Trotzdem: Der Wettlauf um den ersten digitalen KMU-Instand-Kredit hat offensichtlich begonnen. Hintergrund („Elf Beispiele für die Digitalisierung des KMU-Geschäfts“)

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Postbank schließt in diesem Jahr „deutlich mehr“ als 100 Filialen: Das hat Vorstandsmitglied Susanne Klöß der „BamS“ gesagt. Zugleich sollen bis Mitte nächsten Jahres allerdings 50 der neuen „Vertriebscenter“ entstehen, in denen auch Beratung für Wertpapiere und Baufinanzierung angeboten wird. Reuters

Hatten Sie eigentlich mitbekommen, dass Goldman Sachs inzwischen einen „Nachfolger light“ für Jörg Kukies gefunden hat? An uns war das irgendwie vorbeigegangen, dabei ist die Personalie im „Handelsregister“ schon seit ein paar Wochen aktenkundig. Der Neue heißt Thomas Degn-Petersen, ist Däne, spricht Deutsch und war für die US-Investmentbank zuletzt in Indien tätig. Und warum „light“? Weil er, anders als Kukies, der kürzlich als Staatssekretär ins Finanzministerium wechselte, nicht als Co-Chef, sondern bloß als einfacher Vorstand amtiert. Linkedin

Deutsche Bank will Restrukturierungskosten ab 2019 deutlich runterfahren: Das zumindest hat Finanzchef James von Moltke in einem Interview mit der „Börsen-Zeitung“ angekündigt. Wörtlich meinte er: „Größere Beträge wie im Zusammenhang mit der Postbank-Integration oder für die Investmentbank sollten 2019 nicht mehr anfallen.“ Nun kann man natürlich sarkastischerweise denken, „Kunststück …“, nachdem die Blaubank die 2018er-Kosten für den Umbau des Investmentbankings gerade erst um 300 Mill. auf 800 Mill. Euro raufgesetzt hat. Andererseits: Wenn es tatsächlich so kommt, wie von Moltke sagt, wäre das ja zumindest mal ein Fortschritt. Börsen-Zeitung

Klarna akquiriert Düsseldorfer Checkout-Spezialisten Shop.co: … wobei die werten Kollegen uneins sind, ob es sich um einen fetten Exit handelt (so liest es sich t3n) oder nicht doch eher um dürres Exitchen (so liest es sich bei Gründerszene). Fest jedenfalls steht: Nach den Übernahmen von Sofortüberweisung, Billpay und Cookies (bzw.: bei Cookies war es ja nur das Team) setzen die Schweden ihre Shopping-Tour in Deutschland fort.

Linktipps

Das Ende der Banken wird greifbar: … weil sich die traditionelle Kreditwirtschaft immer schwerer tut, ihre beiden einstigen USPs zu verteidigen, nämlich Vertrauen und Informationen. FAZ

Warum ist Verimi mit so wenigen Partnern livegegangen? Finanzchef Torsten Sonntag erklärt die Strategie der Identitäts-Plattform. Bankstil

Was plant Deutschlands erstes Islam-Fintech eigentlich genau? Die „Zeit“ hat mit den Machern von „Insha“ gesprochen. Zeit

Paypal/iZettle, Nachlese I: Die Übernahme des schwedischen Unicorns ist kein Coup des US-Riesen – sondern die 2,2 Mrd. Dollar teure Korrektur eines schweren Strategiefehlers. Paymentandbanking

Paypal/iZettle, Nachlese II: Was bedeutet der Deal eigentlich für Square, jenes US-Fintech, das einst Vorbild für iZettle war? CNBC

Paypal/iZettle, Nachlese III: Wie der US-Zahlungskonzern die Banken zu bloßen Dienstleistern degradieren will. Süddeutsche

„Ich lese Finanz-Szene.de, weil …“

… ich die aktuelle und sachlich-kritische, aber auch faire Berichterstattung sehr schätze. Gäbe es diesen Newsletter nicht, müsste man ihn erfinden …“

Josef Christian Kainz ist Deutschland-Chef der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich

Klickfavorit

… war am Freitag unser Stück zu der Frage, wie viele (bzw. wie wenige) Neukunden die Commerzbank im ersten Quartal wirklich gewonnen hat. Finanz-Szene.de

22/05/18: Der digitale KMU-Kredit, Kukies-Nachfolger, Deutsche-Bank-HV

Beginnt jetzt das Rennen um den rein digitalen Firmenkunden-Kredit?

An Ratenkredite von der Stange („Sofortauszahlung in x Minuten“) hat man sich ja längst gewöhnt. Und klar dürfte sein, dass auch die Baufinanzierung (zumindest beim verbeamteten Lehrer-Ehepaar mit zwei Kindern und >20% EK-Quote) allmählich zur Standard-Ware mutiert. Beim Firmenkundenkredit hingegen dachten wir, dass es mit der Automatisierung dann doch noch ein wenig dauern wird. Insofern ist erstaunlich, dass die Berliner Solarisbank offenbar mit dem „ersten volldigitalen KMU-Kredit“, „bis zu einer Höhe von 750.000 Euro“ und „ausgezahlt binnen drei Tage“ an den Start gehen will. So zumindest behauptet es der Vertriebspartner Fincompare via Linkedin (während man sich bei Solaris selbst noch zurückhält). Nun muss man beim Fintech-Sprech ja manchmal ein wenig aufpassen. „Fully digital“ ist zum Beispiel, stellen wir immer wieder fest,  ein erstaunlich dehnbarer Begriff. Und „bis zu 750.000 Euro“ kann ja auch heißen, dass es sich in 98% der Fälle um Losgrößen unter 250k handelt). Trotzdem: Der Wettlauf um den ersten digitalen KMU-Instand-Kredit hat offensichtlich begonnen. Hintergrund („Elf Beispiele für die Digitalisierung des KMU-Geschäfts“)

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Postbank schließt in diesem Jahr „deutlich mehr“ als 100 Filialen: Das hat Vorstandsmitglied Susanne Klöß der „BamS“ gesagt. Zugleich sollen bis Mitte nächsten Jahres allerdings 50 der neuen „Vertriebscenter“ entstehen, in denen auch Beratung für Wertpapiere und Baufinanzierung angeboten wird. Reuters

Hatten Sie eigentlich mitbekommen, dass Goldman Sachs inzwischen einen „Nachfolger light“ für Jörg Kukies gefunden hat? An uns war das irgendwie vorbeigegangen, dabei ist die Personalie im „Handelsregister“ schon seit ein paar Wochen aktenkundig. Der Neue heißt Thomas Degn-Petersen, ist Däne, spricht Deutsch und war für die US-Investmentbank zuletzt in Indien tätig. Und warum „light“? Weil er, anders als Kukies, der kürzlich als Staatssekretär ins Finanzministerium wechselte, nicht als Co-Chef, sondern bloß als einfacher Vorstand amtiert. Linkedin

Deutsche Bank will Restrukturierungskosten ab 2019 deutlich runterfahren: Das zumindest hat Finanzchef James von Moltke in einem Interview mit der „Börsen-Zeitung“ angekündigt. Wörtlich meinte er: „Größere Beträge wie im Zusammenhang mit der Postbank-Integration oder für die Investmentbank sollten 2019 nicht mehr anfallen.“ Nun kann man natürlich sarkastischerweise denken, „Kunststück …“, nachdem die Blaubank die 2018er-Kosten für den Umbau des Investmentbankings gerade erst um 300 Mill. auf 800 Mill. Euro raufgesetzt hat. Andererseits: Wenn es tatsächlich so kommt, wie von Moltke sagt, wäre das ja zumindest mal ein Fortschritt. Börsen-Zeitung

Linktipps

Das Ende der Banken wird greifbar: … weil sich die traditionelle Kreditwirtschaft immer schwerer tut, ihre beiden einstigen USPs zu verteidigen, nämlich Vertrauen und Informationen. FAZ

Warum ist Verimi mit so wenigen Partnern livegegangen? Finanzchef Torsten Sonntag erklärt die Strategie der Identitäts-Plattform. Bankstil

Was plant Deutschlands erstes Islam-Fintech eigentlich genau? Die „Zeit“ hat mit den Machern von „Insha“ gesprochen. Zeit

Paypal/iZettle, Nachlese I: Die Übernahme des schwedischen Unicorns ist kein Coup des US-Riesen – sondern die 2,2 Mrd. Dollar teure Korrektur eines schweren Strategiefehlers. Paymentandbanking

Paypal/iZettle, Nachlese II: Was bedeutet der Deal eigentlich für Square, jenes US-Fintech, das einst Vorbild für iZettle war? CNBC

Paypal/iZettle, Nachlese III: Wie der US-Zahlungskonzern die Banken zu bloßen Dienstleistern degradieren will. Süddeutsche

Deutsche Bank, Vorlese I: Wer sich vor der Hauptversammlung an diesem Donnerstag noch einmal mit der Faktenlage vertraut machen will, hat zwei Links zur Auswahl: Reuters, Manager Magazin

Deutsche Bank, Vorlese II: … und wer glaubt, dass Paul Achleitner der falsche Mann zur falschen Zeit ist, der findet hier noch ein paar Argumente: Capital

„Ich lese Finanz-Szene.de, weil …“

… ich die aktuelle und sachlich-kritische, aber auch faire Berichterstattung sehr schätze. Gäbe es diesen Newsletter nicht, müsste man ihn erfinden …“

Josef Christian Kainz ist Deutschland-Chef der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich

Klickfavorit

… war am Freitag unser Stück zu der Frage, wie viele (bzw. wie wenige) Neukunden die Commerzbank im ersten Quartal wirklich gewonnen hat. Finanz-Szene.de

Exklusiv: Drei von vier neuen Commerzbank-Kunden entfielen in Q1 auf die Comdirect

Von Heinz-Roger Dohms

Die Commerzbank hat in ihrem Filialgeschäft zuletzt viel weniger Kunden gewonnen als öffentlich bekannt. Diese Woche hatte das zweitwichtigste deutsche Geldhaus verkündet, im ersten Quartal netto 73.000 Kunden akquiriert zu haben. Nun allerdings zeigen Recherchen des Branchen-Newsletters „Finanz-Szene.de“, dass die eigentliche Commerzbank gerade mal 19.000 Kunden hinzugewonnen hat. Die übrigen 54.000 entfielen auf die Direktbank-Tochter Comdirect.

Zwar macht die Commerzbank kein Geheimnis daraus, dass sie die Zahlen der Tochter in ihre Berechnungen einbezieht. Trotzdem kommt selbst für Branchenkenner völlig überraschend, dass die kleine Comdirect zuletzt dreimal so viele Kunden von sich überzeugte wie die Mutter. Der Befund stellt die Filialstrategie der Commerzbank ein Stück weit infrage. Denn runtergerechnet auf die schätzungsweise noch knapp 1000 Niederlassungen hätte das Institut pro Monat und Filiale zuletzt nur sechs bis sieben neue Kunden gewonnen. De facto dürften es sogar noch weniger neue Filialkunden sein, weil die Commerzbank ja auch selber Online-Banking anbietet.

In 2017 übrigens verteilten sich die 502.000 neuen Kunden, die die Commerzbank für sich verbuchte, wie folgt: Die Mutter selbst gewann 281.000 Kunden, die Comdirect inklusive des akquirierten Finanzdienstleisters Onvista 221.000 Kunden

18/05/18: Paypal will iZettle schlucken, Sparkassen flirten mit Ingenico, ID Now gewinnt Promi-Investor

Ad-hoc: Paypal will offenbar das schwedische Milliarden-Fintech iZettle übernehmen

Paukenschlag in der europäischen Fintech-Branche: Wie die „Financial Times“ und „Sky News“ berichten, will Paypal für mehr als zwei Milliarden Euro den schwedischen Mobile-Payment-Spezialisten iZettle übernehmen (was  heute Früh auch in der Berliner Friedrichstraße ein paar Meetings nach sich ziehen dürfte, weil hier der auch nicht ganz kleine deutsch-britische iZettle-Widersacher SumUp seinen Deutschland-Sitz hat). Jedenfalls: Eigentlich sollte iZettle ja demnächst an die Börse gehen. Doch stattdessen will Paypal dem IPO offenbar zuvorkommen und das schwedische Vorzeige-Fintech schon vor dessen Listing vom Markt nehmen (so wie es Microsoft einst mit Skype tat, aber das ist eine andere amerikanisch-schwedische Geschichte). Laut „FT“ könnte das Angebot schon heute offiziell verkündet werden. Zugleich sei aber auch nicht ausgeschlossen, dass der avisierte Deal noch platzt. Financial Times (Paywall), Sky News

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Exklusiv: Verbünden sich die Sparkassen mit Ingenico? Oder mit First Data?

Im Bieterwettstreit um den Sparkassen-Acquirer BS Payone steht eine Entscheidung offenbar kurz bevor. Nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ sind nur noch zwei Interessenten im Rennen, nämlich der US-Konzern First Data mit seiner deutschen Tochter Telecash (siehe auch unser Bericht neulich) und der französische Payment-Spezialist Ingenico, dem hierzulande der Acquirer Easycash gehört. Schon in den nächsten Tagen soll der Aufsichtsrat von BS Payone zusammenkommen, um eine Vorentscheidung zu fällen. Danach müssen noch die Gremien des Deutschen Sparkassenverlags (also des Eigners von BS Payone) und des Sparkassenverbands zustimmen. Und wenn Sie sich jetzt noch fragen, wer der beiden Bieter in der Favoritenrolle ist, um wie viel Geld es geht etc. pp. … Hier erfahren Sie fast alles: Finanz-Szene.de

Exklusiv: Eigentlich hat die Coba in Q1 nicht 73.000 Kunden gewonnen. Sondern viel weniger …

Lustigerweise wurden wir zuletzt von zwei nicht ganz unbekannten deutschen Bankern unabhängig voneinander gefragt, ob wir zufällig wüssten, ob in den Neukunden-Zahlen der Commerzbank die Neukunden der Comdirect mit drin seien (das Unwissen war nicht gespielt, die beiden Herren wussten es wirklich nicht). Um es kurz zu machen: Ja, klar wird die Comdirect immer eingerechnet. Sonst wären die Zahlen ja lange nicht so hoch … Klicken Sie doch einfach mal hier, liebe Banker, das ist ein offizielles PDF-Dokument der Coba. Aus diesem geht (Seite 3) hervor, dass die Commerzbank in Q1 netto 73.000 Kunden gewonnen haben will. Und dann klicken Sie hier: Hinter diesem Link verbergen sich nämlich die sogenannten „Monatszahlen“ der Comdirect. Und wenn Sie dann ein wenig rechnen, finden Sie ganz leicht heraus, dass die allermeisten der 73.000 neuen Coba-Kunden in Wirklichkeit neue Comdirect-Kunden waren. Wobei – bevor Sie da jetzt selber den Casio rausholen: Klicken Sie doch einfach auf unseren unbestechlichen Artikel, dann wissen Sie in 30 Sekunden, was Sache ist (und kriegen die 2017er-Zahlen mit und ohne Onvista-Bereinigung noch gratis obendrauf): Finanz-Szene.de

News

Das ist mal eine spannende Kombi: Der Münchner Gelddruck-Spezialist Giesecke + Devrient (den man heutzutage vielleicht korrekterweise als Spezialist für Sicherheitstechnik bezeichnen sollte) steigt mit einem einstelligen Millionenbetrag beim ebenfalls Münchner Fintech ID Now ein (das sind die mit der Identitätskontrolle, zum Beispiel bei der digitalen Konto-Eröffnung). Wirtschaftswoche

Darum hat Barclays das Kursziel der Deutschen Bank auf 8 Euro gesenkt: Mit zwei Tagen Verspätung (unser Buy-Side-Mann performt auch nicht mehr so, wie man das früher mal von ihm gewohnt war) haben wir doch noch die Originalstudie in die Hände bekommen. Fürs Front-Running, klar, ist es damit leider zu spät. Aber vielleicht finden Sie ja trotzdem interessant, womit Barclays  sein „Daumen runter“-Verdikt begründet. Wir haben die beiden Kernargumente dokumentiert: Finanz-Szene.de

Technik-Chaos bei den Sparda-Banken: Die Automaten spuckten kein Geld aus, das Online-Banking streikte – und nicht mal die Telefone gingen (jedenfalls nicht alle). Ein schöner Image-Schaden für jene Bankengruppe, die ja eigentlich für sich in Anspruch nimmt, das Beste aus beiden Welten (analog und digital) zu vereinen. Ob das Ganze etwas mit dem IT-Knatsch zu tun hat, über den wir neulich berichteten? Keine Ahnung. Manager Magazin

65 Banken und rund 1900 Filialen sind hierzulande im vergangenen Jahr verschwunden … hat die Bundesbank gestern mitgeteilt. Reuters

Beyond Banking

Entscheiden Sie bitte selber, bei welcher Nummer Sie heftiger mit dem Kopf schütteln wollen …  bei der 3,5-Mrd.-Euro-Container-Sache, bei der gestern herauskam, dass eine Million Container gar nicht existierten … oder bei dem 100-Mio.-Dollar-Krypto-Börsengang der Schweizer Envion AG, bei dem jetzt, wenn wir es richtig verstehen, die 100 Mio. Dollar verschwunden sind.

Linktipps

Wer braucht schon Basel? Die Populisten in Italien wollen nicht weniger als ein  neues Bankensystem. Bloomberg

Instant-Payments-Bashing, nächster Teil: Nach dem Blogger Tobias Baumgarten (siehe unser Mittwoch-Newsletter) erklärt auch der Branchenexperte Maik Klotz die neue Bezahlmethode für gescheitert, bevor sie überhaupt eingeführt ist. Business Insider

(Eine Frage, die wir selber uns in diesem Zusammenhang stellen, wobei wir sie nicht beantworten können, weil wir zu wenig Ahnung haben: Fiele das Urteil über Instant Payments vielleicht weniger entschieden aus, wenn man statt auf die Retail-Anwendung auf das Firmenkundengeschäft schaute? Sachdienliche Hinweise sind willkommen.)

Wie funktioniert digitale Identität? Teil sieben der sehr lehrreichen Artikel-Serie von Rudolf Linsenbarth, der leider nicht bei uns schreibt, sondern fürs IT-Finanzmagazin.

Und wie immer freitags … der Verweis auf die auch in dieser Woche wieder sehr umfangreiche „Was wir Lesen“-Linkliste des DZ-Innovationsblogs.

„Ich lese Finanz-Szene.de, weil …

… ich hier nutzwertige Brancheninformationen erhalte. Zudem sind die Beiträge immer fundiert und so geschrieben, dass es Spaß macht, sie zu lesen.“

Ulf Meyer ist Geschäftsführer der SWK Bank

Klickfavorit

… war gestern das Stück über den Wandel der Acquiring-Branche. Abrantix-Blog

Und der Gewinner ist …

Was genau hat es mit der „Fintech-Acceleration-Plattform“ der Deutschen Börse auf sich? Erfreulich viele Leser haben sich gestern an diesem Rätsel versucht (wenn auch nicht alle mit der gebotenen Ernsthaftigkeit), am überzeugendsten fanden wir den Erklärungsversuch des Abonnenten M., der in beachtlicher Position bei einem Finanzdienstleister im süddeutschen Raum beschäftigt ist. Hier seine Interpretation:

„Banken und Fintechs und alle Entwickler dieser Welt (inkl. LUX), die die schöne neue Digitalwelt voranbringen wollen, docken sich und ihre Software, Datenbanken und Markt-Informationssysteme an eine Meta-Plattform an. Ein Dreier-Gestirn kümmert sich um die Integration aller Komponenten, Betrieb, Wartung, Weiterentwicklung, Regulatorik, Datenschutz, PSD 2, einfach alles. Wenn alle drei Beteiligten sehr gut sind (oder ein Wunder geschieht), können wieder andere Banken und Fintechs einfach den webbasierten API-Stecker einstöpseln und – läuft …:  Kunden kommen, Erlösströme fließen, alle werden glücklich.“

In diesem Sinne, was in der analogen Welt der heilige Geist war, das ist in der digitalen offenbar die Schnittstelle. Oder anders ausgedrückt: Schöne Pfingsten. Wenn wir es Montagnacht vom Mittelrhein-Pokalfinale zwischen Alemannia Aachen (Olé!) und Viktoria Köln (Pfui!) zurück an den Rechner schaffen, dann sind wir am Dienstag wieder für Sie da.

Herzlichst, Heinz-Roger Dohms

18/05/18: Die wahren Coba-Kundenzahlen, Sparkassen flirten mit Ingenico, Paypal will iZettle schlucken

Exklusiv: Eigentlich hat die Coba in Q1 nicht 73.000 Kunden gewonnen. Sondern viel weniger …

Lustigerweise wurden wir zuletzt von zwei nicht ganz unbekannten deutschen Bankern unabhängig voneinander gefragt, ob wir zufällig wüssten, ob in den Neukunden-Zahlen der Commerzbank die Neukunden der Comdirect mit drin seien (das Unwissen war nicht gespielt, die beiden Herren wussten es wirklich nicht). Um es kurz zu machen: Ja, klar wird die Comdirect immer eingerechnet. Sonst wären die Zahlen ja lange nicht so hoch … Klicken Sie doch einfach mal hier, liebe Banker, das ist ein offizielles PDF-Dokument der Coba. Aus diesem geht (Seite 3) hervor, dass die Commerzbank in Q1 netto 73.000 Kunden gewonnen haben will. Und dann klicken Sie hier: Hinter diesem Link verbergen sich nämlich die sogenannten „Monatszahlen“ der Comdirect. Und wenn Sie dann ein wenig rechnen, finden Sie ganz leicht heraus, dass die allermeisten der 73.000 neuen Coba-Kunden in Wirklichkeit neue Comdirect-Kunden waren. Wobei – bevor Sie da jetzt selber den Casio rausholen: Klicken Sie doch einfach auf unseren unbestechlichen Artikel, dann wissen Sie in 30 Sekunden, was Sache ist (und kriegen die 2017er-Zahlen mit und ohne Onvista-Bereinigung noch gratis obendrauf): Finanz-Szene.de

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Im Bieterwettstreit um den Sparkassen-Acquirer BS Payone steht eine Entscheidung offenbar kurz bevor. Nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ sind nur noch zwei Interessenten im Rennen, nämlich der US-Konzern First Data mit seiner deutschen Tochter Telecash (siehe auch unser Bericht neulich) und der französische Payment-Spezialist Ingenico, dem hierzulande der Acquirer Easycash gehört. Schon in den nächsten Tagen soll der Aufsichtsrat von BS Payone zusammenkommen, um eine Vorentscheidung zu fällen. Danach müssen noch die Gremien des Deutschen Sparkassenverlags (also des Eigners von BS Payone) und des Sparkassenverbands zustimmen. Und wenn Sie sich jetzt noch fragen, wer der beiden Bieter in der Favoritenrolle ist, um wie viel Geld es geht etc. pp. … Hier erfahren Sie fast alles: Finanz-Szene.de

Ad-hoc: Paypal will offenbar das schwedische Milliarden-Fintech iZettle übernehmen

Paukenschlag in der europäischen Fintech-Branche: Wie die „Financial Times“ und „Sky News“ berichten, will Paypal für mehr als zwei Milliarden Euro den schwedischen Mobile-Payment-Spezialisten iZettle übernehmen (was  heute Früh auch in der Berliner Friedrichstraße ein paar Meetings nach sich ziehen dürfte, weil hier der auch nicht ganz kleine deutsch-britische iZettle-Widersacher SumUp seinen Deutschland-Sitz hat). Jedenfalls: Eigentlich sollte iZettle ja demnächst an die Börse gehen. Doch stattdessen will Paypal dem IPO offenbar zuvorkommen und das schwedische Vorzeige-Fintech schon vor dessen Listing vom Markt nehmen (so wie es Microsoft einst mit Skype tat, aber das ist eine andere amerikanisch-schwedische Geschichte). Laut „FT“ könnte das Angebot schon heute offiziell verkündet werden. Zugleich sei aber auch nicht ausgeschlossen, dass der avisierte Deal noch platzt. Financial Times (Paywall), Sky News

News

Darum hat Barclays das Kursziel der Deutschen Bank auf 8 Euro gesenkt: Mit zwei Tagen Verspätung (unser Buy-Side-Mann performt auch nicht mehr so, wie man das früher mal von ihm gewohnt war) haben wir doch noch die Originalstudie in die Hände bekommen. Fürs Front-Running, klar, ist es damit leider zu spät. Aber vielleicht finden Sie ja trotzdem interessant, womit Barclays  sein „Daumen runter“-Verdikt begründet. Wir haben die beiden Kernargumente dokumentiert: Finanz-Szene.de

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65 Banken und rund 1900 Filialen sind hierzulande im vergangenen Jahr verschwunden … hat die Bundesbank gestern mitgeteilt. Reuters

Das ist mal eine spannende Kombi: Der Münchner Gelddruck-Spezialist Giesecke + Devrient (den man heutzutage vielleicht korrekterweise als Spezialist für Sicherheitstechnik bezeichnen sollte) steigt mit einem einstelligen Millionenbetrag beim ebenfalls Münchner Fintech ID Now ein (das sind die mit der Identitätskontrolle, zum Beispiel bei der digitalen Konto-Eröffnung). Wirtschaftswoche

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Entscheiden Sie bitte selber, bei welcher Nummer Sie heftiger mit dem Kopf schütteln wollen …  bei der 3,5-Mrd.-Euro-Container-Sache, bei der gestern herauskam, dass eine Million Container gar nicht existierten … oder bei dem 100-Mio.-Dollar-Krypto-Börsengang der Schweizer Envion AG, bei dem jetzt, wenn wir es richtig verstehen, die 100 Mio. Dollar verschwunden sind.

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Instant-Payments-Bashing, nächster Teil: Nach dem Blogger Tobias Baumgarten (siehe unser Mittwoch-Newsletter) erklärt auch der Branchenexperte Maik Klotz die neue Bezahlmethode für gescheitert, bevor sie überhaupt eingeführt ist. Business Insider

(Eine Frage, die wir selber uns in diesem Zusammenhang stellen, wobei wir sie nicht beantworten können, weil wir zu wenig Ahnung haben: Fiele das Urteil über Instant Payments vielleicht weniger entschieden aus, wenn man statt auf die Retail-Anwendung auf das Firmenkundengeschäft schaute? Sachdienliche Hinweise sind willkommen.)

Wie funktioniert digitale Identität? Teil sieben der sehr lehrreichen Artikel-Serie von Rudolf Linsenbarth, der leider nicht bei uns schreibt, sondern fürs IT-Finanzmagazin.

Und wie immer freitags … der Verweis auf die auch in dieser Woche wieder sehr umfangreiche „Was wir Lesen“-Linkliste des DZ-Innovationsblogs.

„Ich lese Finanz-Szene.de, weil …

… ich hier nutzwertige Brancheninformationen erhalte. Zudem sind die Beiträge immer fundiert und so geschrieben, dass es Spaß macht, sie zu lesen.“

Ulf Meyer ist Geschäftsführer der SWK Bank

Klickfavorit

… war gestern das Stück über den Wandel der Acquiring-Branche. Abrantix-Blog

Und der Gewinner ist …

Was genau hat es mit der „Fintech-Acceleration-Plattform“ der Deutschen Börse auf sich? Erfreulich viele Leser haben sich gestern an diesem Rätsel versucht (wenn auch nicht alle mit der gebotenen Ernsthaftigkeit), am überzeugendsten fanden wir den Erklärungsversuch des Abonnenten M., der in beachtlicher Position bei einem Finanzdienstleister im süddeutschen Raum beschäftigt ist. Hier seine Interpretation:

„Banken und Fintechs und alle Entwickler dieser Welt (inkl. LUX), die die schöne neue Digitalwelt voranbringen wollen, docken sich und ihre Software, Datenbanken und Markt-Informationssysteme an eine Meta-Plattform an. Ein Dreier-Gestirn kümmert sich um die Integration aller Komponenten, Betrieb, Wartung, Weiterentwicklung, Regulatorik, Datenschutz, PSD 2, einfach alles. Wenn alle drei Beteiligten sehr gut sind (oder ein Wunder geschieht), können wieder andere Banken und Fintechs einfach den webbasierten API-Stecker einstöpseln und – läuft …:  Kunden kommen, Erlösströme fließen, alle werden glücklich.“

In diesem Sinne, was in der analogen Welt der heilige Geist war, das ist in der digitalen offenbar die Schnittstelle. Oder anders ausgedrückt: Schöne Pfingsten. Wenn wir es Montagnacht vom Mittelrhein-Pokalfinale zwischen Alemannia Aachen (Olé!) und Viktoria Köln (Pfui!) zurück an den Rechner schaffen, dann sind wir am Dienstag wieder für Sie da.

Herzlichst, Heinz-Roger Dohms

Exklusiv: So wenige Kunden hat die Commerzbank in Q1 wirklich gewonnen

Von Heinz-Roger Dohms

Lustigerweise wurden wir zuletzt von zwei nicht ganz unbekannten deutschen Bankern unabhängig voneinander gefragt, ob wir zufällig wüssten, ob in den Neukunden-Zahlen der Commerzbank die Neukunden der Comdirect mit drin seien (das Unwissen war nicht gespielt, die beiden Herren wussten es wirklich nicht). Um es kurz zu machen: Ja, klar wird die Comdirect immer eingerechnet. Sonst wären die Zahlen ja lange nicht so hoch …

Klicken Sie doch einfach mal hier, liebe Banker, das ist ein offizielles PDF-Dokument der Coba. Aus diesem geht (Seite 3) hervor, dass die Commerzbank in Q1 netto 73.000 Kunden gewonnen haben will. Und dann klicken Sie hier: Hinter diesem Link verbergen sich nämlich die sogenannten „Monatszahlen“ der Comdirect. Dort steht: Ende März 2018: 3.392 Kunden (in tausend). Ende Dezember: 3.338 (in tausend). Macht ein Delta von 54.000 (in normal).

Sie brauchen, liebe Banker, von den 73.000 also nur die 54.000 abzuziehen, und dann wissen sie, wie viele Kunden die Commerzbank zwischen Januar und März (wirklich) gewonnen hat, nämlich nur 19.000. Und falls jetzt irgendwer Verdacht schöpft, die Coba könnte unterm Strich gar Kunden verlieren, weil die M-Bank (also die coole Polen-Tochter) ebenfalls in die 73.000 eingerechnet wurde … Nope. Die M-Bank ist nicht mit drin. Es sind 19.000.

Und hier noch die Zahlen für 2017: Die Commerzbank gewann 281.000 Kunden, die Comdirect (inkl. Onvista) 221.000 Kunden und ohne Onvista 119.000 Kunden.

Payment-Deal des Jahres: Paypal will offenbar iZettle übernehmen

Von Heinz-Roger Dohms

Paukenschlag in der europäischen Fintech-Branche: Wie die „Financial Times“ und „Sky News“ berichten, will Paypal für mehr als zwei Milliarden Euro den schwedischen Mobile-Payment-Spezialisten iZettle übernehmen (was  morgen Früh auch in der Berliner Friedrichstraße ein paar Meetings nach sich ziehen dürfte, weil hier der auch nicht ganz kleine deutsch-britische iZettle-Widersacher SumUp seinen Deutschland-Sitz hat). Jedenfalls: Eigentlich sollte iZettle ja demnächst an die Börse gehen. Doch stattdessen will Paypal dem IPO offenbar zuvorkommen und das schwedische Vorzeige-Fintech schon vor dessen Listing vom Markt nehmen (so wie es Microsoft einst mit Skype tat, aber das ist eine andere amerikanisch-schwedische Geschichte). Laut „FT“ könnte das Angebot schon heute offiziell verkündet werden. Zugleich sei aber auch nicht ausgeschlossen, dass der avisierte Deal noch platzt.

Dokumentation: Warum Barclays das Kursziel der Deutschen Bank auf 8 Euro gesenkt hat

Mit einer spektakulären Senkung des Kursziels auf nur noch 8 Euro hat Barclays in dieser Woche die Aktie der Deutschen Bank unter Druck gesetzt. Mit (zugegeben) leichter Verspätung hat „Finanz-Szene.de“ die Studie in die Hände bekommen. Hier dokumentieren wir die beiden Kernaussagen:

1. We think the group will continue to lose market share

This is a function of (i) the restructuring measures announced to the CIB businesses in the US and Asia, (ii) a consequence of potential ratings actions (we highlight S&P in particular), and (iii) higher funding costs than peers.

The group is looking to scale back in US rates, US and Asia corporate cinance, and Global Prime Finance. There appears to be a clear focus on reducing leverage exposure. We think these measures will make it harder for the group to compete with peers and will come with significant cost.

The group’s counterparty ratings are on credit watch negative with S&P, and a cut could make it less attractive for clients to do business with the group. According to company presentations, these ratings are relevant for >95% of the group’s clients.

Last but not least, funding costs for the group remain above those for peers, making it hard for the group to compete effectively in the market place. From our analysis, we see limited scope for cost reduction in the next few years.

2. We think the updated cost target is still tough to achieve

The group has a target to reduce costs to Eur23bn in 2018. This is a key part of improving profitability, as the group’s cost base has not reduced as quickly as revenues.

In 2018 we have already seen disappointment in Q1, where costs increased 4% YoY on a constant FX basis, partly driven by higher levies, and partly due to it costs. Also there was little change in personnel costs.

Press reports (Handelsblatt) suggest that the labour unions in Germany have negotiated c.3% pay increases in 2018 and 2019, and their agreement precludes compulsory redundancies until 2021. As such, the only real flexibility may be in CIB costs and some general and administrative expenses.

We think that to achieve the revised target the group may need to repeat the retention award program (from 2016) and cut variable compensation again significantly. This could have further consequences on the business.

Verbünden sich die Sparkassen mit Ingenico?

Von Heinz-Roger Dohms

Im Bieterwettstreit um den Sparkassen-Acquirer BS Payone steht eine Entscheidung offenbar kurz bevor. Nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ sind nur noch zwei Interessenten im Rennen, nämlich der US-Konzern First Data mit seiner deutschen Tochter Telecash (siehe auch unser Bericht neulich) und der französische Payment-Spezialist Ingenico, der hierzulande mit dem Acquirer Easycash den Markt beackert. Schon in den nächsten Tagen soll der Aufsichtsrat von BS Payone zusammenkommen, um eine Vorentscheidung zu fällen. Danach müssen noch die Gremien des Deutschen Sparkassenverlags (also des Eigners von BS Payone) und des Sparkassenverbands zustimmen.

Die Sparkassen hatten vor knapp einem Jahr bekanntgegeben, dass sie einen Investor für ihren hauseigenen Payment-Spezialisten suchen. Die entsprechende Initiative ging ursprünglich noch von Michael Ilg aus, dem Ende 2016 plötzlich verstorbenen Chef des Sparkassenverlags. Um ihren Acquirer für potenzielle Interessenten attraktiv zu machen, hatten die Sparkassen die einstige B+S Card Services mit dem 2015 übernommenen Kieler Finanz-Startup Payone verschmolzen. Während B+S aus dem stationären Handel kommt, hat Payone seine Stärken im Internetgeschäft.

Fest steht, dass die Sparkassen ihren Acquirer nicht komplett verkaufen, sondern möglichst sogar die Mehrheit an BS Payone behalten wollen. Das war der mutmaßliche Grund, warum sich der ursprüngliche Favorit – nämlich die gemeinsam agierenden US-Finanzinvestoren Bain und Advent mit ihrer deutschen Beteiligung Concardis – schon vor längerer Zeit aus dem Bieterverfahren verabschiedet haben soll. Kenner der Vorgänge sagen, dass die Frage der Anteilsverteilung auch in den Gesprächen mit First Data und Ingenico kritisch gewesen sei. Eine mögliche Lösung könnte so aussehen: Die Sparkassen behalten zwar gut 50 Prozent der Anteile – dafür bestimmt der künftige Partner (also First Data oder Ingenico) über die Governance. Der Hebel hierzu könnte zum Beispiel in der Verteilung der Aufsichtsmandate bestehen. Allzu viel Cash wird bei dem Deal vermutlich nicht fließen. Stattdessen würde First Data wohl die Tocher Telecash einbringen und Ingenico umgekehrt die Tochter Easycash.

Ob First Data oder Ingenico den Zuschlag erhalten, sei tatsächlich noch nicht entschieden, heißt es in Finanzkreisen; nicht mal ein eindeutiger Favorit sei auszumachen. Für Ingenico spricht womöglich, dass mancher Sparkässler einen europäischen Partner  lieber sehen könnte als einen amerikanischen. Etwas handfester ist ein Argument, das umgekehrt für First Data sprechen dürfte: Es soll nicht wenige Sparkassen geben, die seit Jahren schon die Produkte der First-Data-Tochter Telecash vertreiben statt die der B+S – was innerhalb des öffentlich-rechtlichen Verbunds gerne mal zu Knatsch führt. Würde man nun die BS Payone mit Telecash zusammenführen, wäre dieses Problem auf elegante Weise gelöst.

Übrigens verbindet auch First Data bzw. Telecash und Ingenico bzw. Easycash eine gemeinsame Vergangenheit. Der US-Payment-Riese war in den frühen Nullerjahren  nach Deutschland gekommen und hatte 2003 zunächst Telecash (von der Telekom) sowie 2006 den Kartenabwickler GZS (von den Banken) übernommen. Die damalige GZS-Tochter Easycash musste im Zuge der Übernahme aber gleich wieder verkauft werden – ansonsten hätte das Bundeskartellamt dem Deal die Zusage verweigert, weil Telecash und GZS/Easycash im deutschen Netzbetrieb auf einen Marktanteil von über 50 Prozent gekommen wären. Und so landete Easycash schließlich (über den Umweg Warburg Pincus) bei Ingenico.

17/05/18: Können deutsche Bank digital?, Google Pay, Die Acquiring-Revolution

Oha. Die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank brechen ein

… und zwar die eine (nämlich die der blauen Bank) um 2,7 Prozent, die andere (also die der gelben Bank) gar um krasse 6,1 Prozent. Nun liegt man sicherlich nicht daneben, wenn man einen Teil dieser Verluste auf den gestrigen Italien-Schock zurückführt. Was die Commerzbank angeht, würden wir darüber hinaus aber dann doch die Behauptung wagen, dass manche Investoren vorgestern ganz gut daran getan hätten, die Q-Zahlen richtig zu lesen, statt einer mantaesken „Boah, geil, gibt wieder Dividende, wo ist der Order-Knopf?“-Logik zu folgen. Bei der Deutschen Bank wiederum scheint es so zu sein, dass sich manche Analysten konkurrierender Geldinstitute schon wieder in einer gewissen Sturmreif-Laune befinden, namentlich Herr Goel von Barclays, der das Kursziel gestern mal eben auf 8 Euro senkte. Bis dahin freilich ist es noch weit, die 10-Euro-Marke hingegen könnte zeitnah wackeln, und zwar nicht nur bei der Blaubank (Schlusskurs gestern: 10,98 Euro), sondern auch und sogar eher bei der Gelbbank (10,34 Euro).

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News

Welches Ungemach droht der Deutschen Bank denn da schon wieder von der New Yorker Fed? „Bloomberg“ berichtet a) von einem mysteriösen  Treffen zwischen den US-Aufsehern und AR-Chef Achleitner irgendwann Ende März / Anfang April (also in jenen Tagen, als sich die Ablösung John Cryans erst anbahnte und dann auch vollzogen wurde), erinnert b) daran, dass sich die Strafen, zu denen die NY Fed die Deutsche Bank über die Zeit verurteilt hat, inzwischen auf eine Viertelmilliarde Dollar summieren, und dreht c) die ganze Geschichte dann so, dass es sich liest, als habe der neue CEO Sewing da womöglich ein dickes Problem an der Backe. Wie dick das Problem wirklich ist, bleibt gleichwohl offen. Bloomberg

Anleger fliehen aus Kaldemorgen-Fonds: Neue Hiobsbotschaft für die DWS. Nach der schwachen 2017er-Performance des „Deutsche Concept Kaldemorgen“ haben Anleger im ersten Quartal stolze 844 Mio. Euro aus dem Flaggschiff-Fonds abgezogen; auch den „DWS Top Dividende“ (minus 700 Mio. Euro) und dessen Schwesterprodukt „Deutsche Invest I Top Dividend“ (minus 579 Mio. Euro) erwischte es. Dass die Deutsche-Bank-Tochter unterm Strich trotzdem Zuflüsse in Höhe von 2,1 Mrd. Euro verzeichnete, lag nicht nur, aber auch am weiterhin boomenden ETF-Vertrieb. Problem: Dort sind die Margen deutlich geringer. Fondsprofessionell

Die Silicon Valley Bank plant für Ihre Deutschland-Dependance jetzt doch mit mehr als 10 Mitarbeitern … nämlich mit 20 (bis Jahresende). Bloomberg/Welt

Und was ist jetzt eigentlich an der Geschichte dran, dass die Comdirect demnächst mit Google Pay startet? Nun ja, zumindest berichtete der mutmaßlich einzige Blog da draußen, den wir nicht stündlich screenen, nämlich „Caschys Blog“, schon am Samstag, dass die Quickborner Power-Bank eine (mittlerweile gelöschte) Informationsseite zur Nutzung von Google Pay (versehentlich?) freigeschaltet hatte. Ein nicht nur uns, sondern offenbar generell unbekannter Twitter-Nutzer namens Philip twitterte daraufhin am Sonntag einen (womöglich echten) Dialog aus dem Comdirect-Kunden-Chat. Darin hieß es, Google Pay solle „demnächst losgehen“. Und: Die Comdirect hat die Sache, soweit wir das sehen, trotz diverser Journalistenanfragen nicht dementiert. Wenn das mal keine lückenlose Indizienkette ist. Wozu Google Pay überhaupt gut ist, erklären derweil die Kollegen von „Chip“.

Ignoriert

Bei allem Respekt für die in Frankfurt neuerdings sehr beliebte Herrschaftsform der Theokratie – aber Meldungen nach dem Motto „Weimer regiert durch“, „Neues Ungemach für Kengeter“  und „Zieht sich Faber vorzeitig zurück?“ werden bei „Finanz-Szene.de“ von heute an nicht mehr verlinkt.

Linktipps

Warum läuft bei der Digitalisierung der deutschen Banken eigentlich so relativ viel schief? Dieser Frage haben sich die schwarmintelligenten Herren Keese, Bajorat, Thalhammer, Siegert und Otero sowie Frau Wohlfarth gewidmet. Paymentandbanking-Blog

Gestern hatten wir uns der Digitalisierung der Commerzbank ja aus der Vogelperspektive genähert … Die „Börsen-Zeitung“ hingegen geht heute ins Detail, und zwar am Beispiel der Vermählung herkömmlicher SAP-Geschäftsprozesse mit der Blockchain-Plattform „Corda“ (für Nicht-BÖZ-Abonnenten: Leider ist nur die Kurzfassung frei zugänglich). Kurzfassung, Langfassung (Paywall)

Und wenn Sie statt der dünnen Soße, die wir hier jeden Tag anrühren, mal eine richtige Béarnaise kosten wollen, dann empfehlen wir Ihnen den „Abrantix-Blog“ , auf den wir diese Woche eher zufällig stießen, als wir in völliger Ahnungslosigkeit nach einer Deutungshilfe zur Einordnung des SIX-Wordline-Deals googelten. Der jüngste Blog-Eintrag, er stammt vom 1. Mai, befasst sich übrigens mit dem rasanten Wandel der Acquiring-Industrie, gut erklärt, und auch nicht zu lang. Abrantix-Blog 

„Ich lese Finanz-Szene.de, weil …

… ich hier gleich morgens einen Überblick mit Hintergrund in klarer Sprache und ohne Jargon bekomme!“

Gunter Dunkel ist Ex-Chef der NordLB, Mitgründer des Startups „Directors Academy“ – und einer von mittlerweile mehr als 5500 Abonnenten.

Klickfavorit

… war gestern unsere Analyse zum Ertragseinbruch im Firmenkunden-Geschäft der Commerzbank. Finanz-Szene.de

Gewinnspiel

Liebe Leser/innen, seien wir ehrlich, dröger als heute waren die Themen in unserem kleinen Newsletter selten. Als Entschädigung haben wir deshalb ein Gewinnspiel vorbereitet: Wer es schafft, in maximal 1000 Zeichen (inklusive Leerzeichen) auch nur einigermaßen verständlich zu erklären, was uns diese Pressemitteilung hier über den Aufbau einer „Fintech-Acceleration-Plattform“ durch die Deutsche Börse und zwei Finanz-Startups eigentlich sagen soll – der gewinnt den Abdruck dieser maximal 1000 Zeichen in der morgigen Ausgabe.

17/05/18: Deutsche Bankaktien brechen ein, Fed vs. Achleitner, Flucht aus DWS-Fonds

Oha. Die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank brechen ein

… und zwar die eine (nämlich die der blauen Bank) um 2,7 Prozent, die andere (also die der gelben Bank) gar um krasse 6,1 Prozent. Nun liegt man sicherlich nicht daneben, wenn man einen Teil dieser Verluste auf den gestrigen Italien-Schock zurückführt. Was die Commerzbank angeht, würden wir darüber hinaus aber dann doch die Behauptung wagen, dass manche Investoren vorgestern ganz gut daran getan hätten, die Q-Zahlen richtig zu lesen, statt einer mantaesken „Boah, geil, gibt wieder Dividende, wo ist der Order-Knopf?“-Logik zu folgen. Bei der Deutschen Bank wiederum scheint es so zu sein, dass sich manche Analysten konkurrierender Geldinstitute schon wieder in einer gewissen Sturmreif-Laune befinden, namentlich Herr Goel von Barclays, der das Kursziel gestern mal eben auf 8 Euro senkte. Bis dahin freilich ist es noch weit, die 10-Euro-Marke hingegen könnte zeitnah wackeln, und zwar nicht nur bei der Blaubank (Schlusskurs gestern: 10,98 Euro), sondern auch und sogar eher bei der Gelbbank (10,34 Euro).

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News

Welches Ungemach droht der Deutschen Bank denn da schon wieder von der New Yorker Fed? „Bloomberg“ berichtet a) von einem mysteriösen  Treffen zwischen den US-Aufsehern und AR-Chef Achleitner irgendwann Ende März / Anfang April (also in jenen Tagen, als sich die Ablösung John Cryans erst anbahnte und dann auch vollzogen wurde), erinnert b) daran, dass sich die Strafen, zu denen die NY Fed die Deutsche Bank über die Zeit verurteilt hat, inzwischen auf eine Viertelmilliarde Dollar summieren, und dreht c) die ganze Geschichte dann so, dass es sich liest, als habe der neue CEO Sewing da womöglich ein dickes Problem an der Backe. Wie dick das Problem wirklich ist, bleibt gleichwohl offen. Bloomberg

Anleger fliehen aus Kaldemorgen-Fonds: Neue Hiobsbotschaft für die DWS. Nach der schwachen 2017er-Performance des „Deutsche Concept Kaldemorgen“ haben Anleger im ersten Quartal stolze 844 Mio. Euro aus dem Flaggschiff-Fonds abgezogen; auch den „DWS Top Dividende“ (minus 700 Mio. Euro) und dessen Schwesterprodukt „Deutsche Invest I Top Dividend“ (minus 579 Mio. Euro) erwischte es. Dass die Deutsche-Bank-Tochter unterm Strich trotzdem Zuflüsse in Höhe von 2,1 Mrd. Euro verzeichnete, lag nicht nur, aber auch am weiterhin boomenden ETF-Vertrieb. Problem: Dort sind die Margen deutlich geringer. Fondsprofessionell

Der Bund hat einen Großteil seiner verbliebenen Deutsche-Pfandbriefbank-Aktien losgeschlagen … und dafür 287 Mio. Euro kassiert. Reuters

Die Silicon Valley Bank plant für Ihre Deutschland-Dependance jetzt doch mit mehr als 10 Mitarbeitern … nämlich mit 20 (bis Jahresende). Bloomberg/Welt

Und was ist jetzt eigentlich an der Geschichte dran, dass die Comdirect demnächst mit Google Pay startet? Nun ja, zumindest berichtete der mutmaßlich einzige Blog da draußen, den wir nicht stündlich screenen, nämlich „Caschys Blog“, schon am Samstag, dass die Quickborner Power-Bank eine (mittlerweile gelöschte) Informationsseite zur Nutzung von Google Pay (versehentlich?) freigeschaltet hatte. Ein nicht nur uns, sondern offenbar generell unbekannter Twitter-Nutzer namens Philip twitterte daraufhin am Sonntag einen (womöglich echten) Dialog aus dem Comdirect-Kunden-Chat. Darin hieß es, Google Pay solle „demnächst losgehen“. Und: Die Comdirect hat die Sache, soweit wir das sehen, trotz diverser Journalistenanfragen nicht dementiert. Wenn das mal keine lückenlose Indizienkette ist. Wozu Google Pay überhaupt gut ist, erklären derweil die Kollegen von „Chip“.

Ignoriert

Bei allem Respekt für die in Frankfurt neuerdings sehr beliebte Herrschaftsform der Theokratie – aber Meldungen nach dem Motto „Weimer regiert durch“, „Neues Ungemach für Kengeter“  und „Zieht sich Faber vorzeitig zurück?“ werden bei „Finanz-Szene.de“ von heute an nicht mehr verlinkt.

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Warum läuft bei der Digitalisierung der deutschen Banken eigentlich so relativ viel schief? Dieser Frage haben sich die schwarmintelligenten Herren Keese, Bajorat, Thalhammer, Siegert und Otero sowie Frau Wohlfarth gewidmet. Paymentandbanking-Blog

Gestern hatten wir uns der Digitalisierung der Commerzbank ja aus der Vogelperspektive genähert … Die „Börsen-Zeitung“ hingegen geht heute ins Detail, und zwar am Beispiel der Vermählung herkömmlicher SAP-Geschäftsprozesse mit der Blockchain-Plattform „Corda“ (für Nicht-BÖZ-Abonnenten: Leider ist nur die Kurzfassung frei zugänglich). Kurzfassung, Langfassung (Paywall)

Und wenn Sie statt der dünnen Soße, die wir hier jeden Tag anrühren, mal eine richtige Béarnaise kosten wollen, dann empfehlen wir Ihnen den „Abrantix-Blog“ , auf den wir diese Woche eher zufällig stießen, als wir in völliger Ahnungslosigkeit nach einer Deutungshilfe zur Einordnung des SIX-Wordline-Deals googelten. Der jüngste Blog-Eintrag, er stammt vom 1. Mai, befasst sich übrigens mit dem rasanten Wandel der Acquiring-Industrie, gut erklärt, und auch nicht zu lang. Abrantix-Blog 

„Ich lese Finanz-Szene.de, weil …

… ich hier gleich morgens einen Überblick mit Hintergrund in klarer Sprache und ohne Jargon bekomme!“

Gunter Dunkel ist Ex-Chef der NordLB, Mitgründer des Startups „Directors Academy“ – und einer von mittlerweile mehr als 5500 Abonnenten.

Klickfavorit

… war gestern unsere Analyse zum Ertragseinbruch im Firmenkunden-Geschäft der Commerzbank. Finanz-Szene.de

Gewinnspiel

Liebe Leser/innen, seien wir ehrlich, dröger als heute waren die Themen in unserem kleinen Newsletter selten. Als Entschädigung haben wir deshalb ein Gewinnspiel vorbereitet: Wer es schafft, in maximal 1000 Zeichen (inklusive Leerzeichen) auch nur einigermaßen verständlich zu erklären, was uns diese Pressemitteilung hier über den Aufbau einer „Fintech-Acceleration-Plattform“ durch die Deutsche Börse und zwei Finanz-Startups eigentlich sagen soll – der gewinnt den Abdruck dieser maximal 1000 Zeichen in der morgigen Ausgabe.

16/05/18: Payment-Branche sortiert sich neu, Vier weitere BdB-Fintechs, Bitcoin-Group will Banklizenz

Von 1.145 Mio. € auf 966 Mio. € binnen 24 Monaten: Das Ertragsdrama der Commerzbank

„Wir liefern, was unsere Strategie auszeichnet: Wir wachsen in unserem Kerngeschäft mit Privat- und Firmenkunden und digitalisieren unser Geschäftsmodell.“ (Martin Zielke, 15.05.2018)

Das war die Kernbotschaft, die der Vorstandschef der Commerzbank gestern an die Investoren aussandte. Nun stimmt das mit dem Wachstum im Privatkundengeschäft tatsächlich – genauso, wie es richtig ist, dass die Commerzbank gerade ihr Geschäftsmodell digitalisiert (wer tut das nicht?). Was allerdings hat es mit dem Wachstum des Firmenkunden-Geschäfts auf sich? Dieser Frage ist „Finanz-Szene.de“ in einer umfangreichen Analyse nachgegangen. Das Ergebnis: Wenn man mal beiseitelässt, dass die Commerzbank unterm Strich mehr Kunden gewinnt als verliert, ist von Wachstum im Firmenkundengeschäft rein gar nichts zu sehen. Die Erträge sind in den vergangenen 24 Monaten regelrecht erodiert, was übrigens nicht nur am Zinsumfeld, sondern auch an einem markanten Rückgang beim Provisionsüberschuss lag. Und: In der Konsequenz entwickeln sich auch die meisten anderen Kennziffern bedenklich, vom Ergebnis über die Rendite bis hin zur Cost-Income-Ratio. Lesen Sie hier unsere Analyse (mit vier Grafiken!!):  Finanz-Szene.de

 

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Die Neuordnung der europäischen Payment-Branche, nächster Teil

Das Rennen um das Kartengeschäft des Schweizer Finanztechnologie-Konzerns SIX ist entschieden. Nachdem sich Concardis (bzw. die hinter dem Eschborner Konzern stehenden Finanzinvestoren Bain und Advent) aus dem Bieterprozess zurückgezogen hatten, bekam der französische Anbieter Worldline für umgerechnet 2,3 Mrd. Euro den Zuschlag. Bis zuletzt mitgeboten haben soll der dänische Konkurrent Nets, der sich im Besitz einer weiteren Private-Equity-Gesellschaft befindet, nämlich Hellman & Friedman. Experten erwarten, dass die Konsolidierung der europäischen Payment-Branche nun rasch voranschreitet. Wer dabei den Ton angibt (und wer eher zu den Verkäufern zu rechnen ist), erfahren Sie bei den Kollegen von Reuters.

News

Die Bitcoin Group SE (also die Firma hinter der, soweit wir das erkennen können, größten deutschen Bitcoin-Börse) will sich eine Banklizenz kaufen. Beziehungsweise, um den heutigen Tag nicht schon wieder mit dem journalistischen Hintern in den juristischen Nesseln zuzubringen, drücken wir es etwas vorsichtiger aus: … erwägt, die Mehrheit an einer regulierten deutschen Bank zu akquirieren. DGAP

Deutsche Bank kauft indisches Fintech … wobei man fragen darf, ob die Blaubank die identische Akquisition vor zwei, drei Jahren (als Fintech-Akquisitionen noch „Bäh“ waren) schon genauso tituliert hätte, oder ob man damals nicht einfach von einem IT-Dienstleister gesprochen hätte. Wie die Firma heißt? Quantiguous Solutions. Was sie macht? Irgendwas mit Schnittstellen. Wie groß ist die Firma, wie viele Mitarbeiter hat sie, was kostet sie? Bleibt alles offen. FTSE Global Markets, Handelsblatt (Paywall)

Der private Bankenverband nimmt weitere Fintechs auf, nämlich … Bonify, Fintec Systems, Loanboox und Lyra Network. Hier sehen Sie die nunmehr 20 offiziellen „Hans-Walter-Peters-Ehren-Finanz-Startups“ auf einen Blick: BdB

Und wie ist das erste Quartal bei der Commerzbank sonst gelaufen? Eigentlich gar nicht so schlecht. Bzw.: Zumindest so gut, dass dieses Jahr wohl endlich wieder eine kleine Dividende fließen soll. Reuters, Aktienkurs

Die Quartalszahlen der BayernLB sind diesmal insofern aufschlussreich, als bei der Münchner Landesbank das Geschäft mit Kapitalmarktprodukten für Mittelständler (anders als bei der Commerzbank) im ersten Quartal gelaufen ist (so schreibt es jedenfalls die „Börsen-Zeitung“ heute Früh). Dazu passt, dass der Vorsteuergewinn im Firmenkunden- und Mittelstandsgeschäft um 4% auf 143 Mio. Euro gestiegen ist, was allerdings mit der Auflösung von Risikovorsorge zu tun hatte. Und sonst so? Alles ganz gut eigentlich. Dank der DKB. Reuters

Es gärt bei der Sparkasse Düsseldorf – und zwar richtig. In der Hoffnung, die diversen Meldungen der vergangenen Tage richtig zusammenzufassen: Von den derzeit noch 1900 Stellen werden in den nächsten Jahren Hunderte gestrichten (vermutlich über entsprechende AT- und Vorruhestands-Regelugen); die edle, erst 2011 eingeweihte Private-Banking-Niederlassung an der Kö hat sich als derart edel erwiesen, dass man sie sich jetzt nicht mehr leisten will; 18 „normale“ Filialen wurden schon dichtgemacht; bis 2020 soll der Verwaltungssitz im Stadtteil Heerdt geschlossen werden; und der Ausschüttungsstreit dürfte, wie wir letzte Woche ja schon mal angedeutet hatten, wieder von vorn beginnen.  Rheinische Post, Handelsblatt (Paywall)

Und noch vier, wie wir finden, gar nicht so uninteressante Personalien:

Linktipps

So weit ist die Commerzbank mit der Digitalisierung ihres Kreditgeschäfts: … jedenfalls laut einer spannenden Grafik, auf die wir gestern gestoßen sind. Finanz-Szene.de

Warum Instant Payments zum Scheitern verurteilt ist: Erstens, weil man es nicht wirklich braucht. Und zweitens, weil die Banken dann auch noch der Meinung sind, die Kunden würden dafür bezahlen (so jedenfalls sieht das der Blogger und Haspa-Beschäftigte Tobias Baumgarten). Finletter

Das Platzen der ICO-Blase: … ist den Kollegen in Düsseldorf eine megalange Analyse wert. Handelsblatt (Paywall)

Robo Advice wird völlig überschätzt: … meint jedenfalls (u.a. unter Berufung auf die vielzitierten, aber nicht unumstrittenen Zahlen von „Brokervergleich“) der Consultant Andreas Buschmeier. Der Bank-Blog

Karriere

Warum Sie sich, liebe Investmentbanker unter den „Finanz-Szene.de“-Lesern, um Ihre berufliche Zukunft nun wirklich keine Sorgen machen müssen: Neun Tipps für die erfolgreiche Umschulung zum Corporate-M&A-Manager. efinancialcareers

„Ich lese Finanz-Szene.de, weil …

… dieser Newsletter eine schöne Melange aus Ironie und Provokation ist. Dadurch fällt das Aufstehen deutlich leichter als an den grauen Tagen, an denen die „Finanz-Szene.de“-Mail im Posteingang fehlt.“

Jochen Siegert ist COO bei Traxpay – und einer von mittlerweile mehr als 5500 Abonnenten.

Klickfavorit

… war gestern die eingedampfte Führungsriege bei der Deutschen Bank. Börsen-Zeitung