Wachstum von Vorzeige-Fintech Finanzcheck geht nach Exit deutlich zurück

Von Heinz-Roger Dohms

Was passiert eigentlich, wenn eines der größten deutschen Finanz-Startups einen fetten Exit hinlegt – und plötzlich nicht mehr die wachstumgeilen Venture-Capital-Investoren die Richtung vorgeben … (sorry, haben wir „geil“ gesagt? Wir meinten natürlich: „hungrig“)? Sondern ein börsennotierter Konzern, dem es zwar ebenfalls ums Wachstum geht, der nebenher aber auch auf so unzeitgemäße KPIs wie „Kosten“, „Profitabilität“ oder „Cashburn“ zu achten hat? Wir glauben: Am Beispiel des Hamburger Kredit-Vergleichsportals Finanzcheck, das vergangenen Sommer für rund 275 Mio. Euro an Scout24 verkauft wurde, lässt sich die Frage beantworten. Denn die 2018er-Zahlen (die wir dem Scout24-Geschäftsbericht entnommen haben) scheinen dann doch nicht mehr ganz der „Wachstum geht über alles“-Prämisse des Vorjahre zu entsprechen. Aber sehen Sie selbst:

Zwei Hinweise vorweg:

1.) Smartphone beim Lesen des Textes am besten quer halten. Wir haben – was im Nachhinein betrachtet eine Schnapsidee war – den Text in drei Spalten gegliedert.

2.) Eingefür am 27. März, 10 Uhr: Scout24 ist mit unserer Analyse, was den Umsatz angeht, nicht einverstanden. Mehr hierzu weiter unten.

Umsatz Laut einer Präsentation, die Scout24 im Zuge der Übernahme seinen Investoren zeigte, explodierte der Umsatz von Finanzcheck 2017 um 37% auf 35,7 Mio. Euro. Im Jahr zuvor waren es bereits 34% gewesen, also auch immens viel. Für 2018 finden sich im Scout24-Abschluss drei Hinweise auf den Umsatz von Finanzcheck: 1.) in Q4 setzte das Kredit-Vergleichsportal 9 Mio. Euro um, aufs Jahr hochgerechnet also 36 Mio. Euro. 2.) Gerechnet ab dem 1. September (da wurde Finanzcheck in die Scout-Zahlen hineinkonsolidiert) erlösten die Hamburger 12,3 Mio. Euro, annualisiert also 36,9 Mio. Euro. 3.) Wäre Finanzcheck schon zum 1. Januar konsolidiert worden, hätte der Umsatzbeitrag 38,2 Mio. Euro betragen. Heißt: Finanzcheck ist im vergangenen Jahr nur noch um 7% gewachsen, und das Richtung Jahresende sogar mit mutmaßlich abnehmender Tendenz
Cashburn Zum 2017er-Verlust von Finanzcheck äußerte sich die Präsentation nicht. Im Bundesanzeiger ist allerdings mitterweile der 2016er-Abschluss einsehbar. Daraus geht hervor, dass der Jahresfehlbetrag in dem Jahr bei 9,9 Mio. Euro lag. Der Wert für 2016 entspricht ziemlich exakt dem Beitrag, den Finanzcheck (wäre schon zum 1. Januar konsolidiert worden) zum 2018er-Nachsteuerergebnis von Scout beigetragen hätte, nämlich minus 9,7 Mio. Euro. Wir würden ganz stark vermuten, dass der meiste Cash in 2017 verbrannt wurde.
Marketing Mangels 2017er-Zahlen schauen wir wieder in den 2016er-Abschluss. Da betrugen die Marketingaufwendungen 20,5 Mio. Euro, nach 17 Mio. Euro in 2015. Dagegen wendete Finanzcheck seit der Konsolidierung (also seit dem 1. September 2018) nur noch 4,9 Mio. Euro für Marketing auf, macht hochgerechnet aufs Gesamtjahr gerade mal 14,7 Mio. Euro. Wir würden auf dieser Basis vermuten, dass die Werbeausgaben 2016 und 2017 ihren Höhepunkt erreichten, 2018 aber allenfalls auf dem Niveau von 2015 lagen (eher sogar ein Stück drunter)

Eingefügt am 27. März, 10 Uhr: Scout24 ist mit unserer Analyse, was den Umsatz angeht, nicht einverstanden. Begründung: Die konsolidierten 2018er-Zahlen für Finanzcheck aus dem Scout24-Geschäftsbericht seien nicht direkt mit den früheren Stand-alone-Zahlen des Fintechs vergleichbar. Folgt man einer Präsentation von Scout24 (hier das PDF, siehe Seite 22), so ist das Wachstum 2018 i.d.T. lediglich von 38% auf 22% zurückgegangen und nicht, wie wir geschlussfolgert hatten, von 37% auf 7%. (Anm.: Wir hatten am Dienstagnachmittag gegen 17 Uhr versucht, unsere Berechnungen mit der PR-Abteilung von Scout24 zu diskutieren, haben aber telefonisch niemanden mehr erreicht.)

Das ultimative FAQ: Was genau ist gestern in Sachen Wirecard eigentlich passiert?

Von Heinz-Roger Dohms

Was für ein denkwürdiger Tag, wieder einmal: Wirecard veröffentlicht zwei Ad-hoc-Meldungen, die Aktie steigt um bis zu 32% – und maßgebliche Medien wie „Reuters“ oder das „Handelsblatt“ erklären die Affäre rund um den bayerischen Zahlungsdienstleister faktisch für beendet („Anwälte finden bei Wirecard nur wenig Verdächtiges“;„Anwaltskanzlei findet keine Anhaltspunkte für größere Verfehlungen“). Aber ist es wirklich so einfach? (Anmerkung in eigener Sache: Wir wünschten, es wäre so einfach, denn dann könnten wir uns endlich wieder anderen Themen zuwenden). Zu den Erkenntnissen des gestrigen Tages gehört jedenfalls auch: Wirecard hat mal eben die Veröffentlichung seines 2018er-Abschlusses um drei Wochen auf den 25. April verschoben, ein höchst ungewöhnlicher Vorgang für einen Dax-Konzern. Eine andere Erkenntnis: Wirecard räumt plötzlich ein, es könnte in Singapur durchaus zu strafbaren Handlungen gekommen sein. Und dann noch ein Punkt: Der angekündigte externe Untersuchungsbericht der Kanzlei Rajah & Tann ist gestern gar nicht veröffentlicht worden. Ebensowenig wie die Wirecard offenbar vorliegende Zusammenfassung dieses Berichts. Was also ist wirklich Sache? Ein FAQ:

Was ist gestern (vordergründig) passiert?

Wirecard hat zwei Ad-hoc-Meldungen veröffentlicht, nämlich zunächst eine eher kurze um 13.59 Uhr und dann eine deutlich ausführlichere um 14.14 Uhr. Die Grundaussage beider Meldungen ist identisch: „Externe Untersuchung stellt keine wesentlichen Auswirkungen auf die Abschlüsse von Wirecard fest.“ Auf Basis dieser beiden Ad-hocs explodierte die Aktie binnen kürzester Zeit um 32% und notierte zum Handelsschluss immer noch mit 26% im Plus bei 125 Euro. Damit hat die Aktie rund die Hälfte des im Zuge der Affäre erlittenen Maximalverlusts wieder wettgemacht.

Was genau steht in den Ad-hoc-Meldungen drin?

Der Tenor lautet: Ein paar kleinere Ungereimtheiten habe es zwar gegeben – aber nichts, was wirklich von Belang sei. Charakteristisch für die Ausführungen ist beispielsweise folgende Passage:

„Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein Umsatz von 2,5 Mio. EUR fälschlicherweise verbucht, was im Rahmen des Konzernabschlusses 2018 rückwirkend für 2017 korrigiert wird und durch andere identifizierte positive Korrekturen kompensiert wird. Weiterhin, wurde während des Geschäftsjahres 2018 ein Vermögensgegenstand von 3 Mio. EUR für einen Zeitraum von einer Woche fälschlicherweise bilanziert, was sich aber nicht im Jahresabschluss 2018 auswirkt. Zudem wurden Entwürfe von Verträgen vorbereitet und im Namen der Gesellschaft unterschrieben, jedoch nicht abgeschlossen.“

Explizit zurückgewiesen wird der von der „Financial Times“ geäußerte Verdacht, es sei zu sogenanntem „Round Tripping“ gekommen, also zur Bilanzierung von Scheinumsätzen. In einer der beiden Ad-hocs heißt es wörtlich (und in der anderen steht es so ähnlich):

„Die unabhängige Untersuchung hat zu keinen Feststellungen betreffend sog. ‚round-tripping‘ oder Korruption geführt.“

Ein weiterer zentraler Punkt: Wirecard betont, dass sich „aus den Untersuchungen […] keine Erkenntnisse über eine strafrechtliche Verantwortung in Bezug auf die Konzernzentrale von Wirecard in München/Aschheim ergeben“ hätten. „Einzelne lokale Angestellte in Singapur können sich jedoch möglicherweise nach lokalem Recht strafbar gemacht haben.“ Gestern Nachmittag fragte „Finanz-Szene.de“ bei Wirecard nach, ob der letzte Punkt auch für einen hiesigen Wirecard-Topmanager gilt, der laut Website als „Director“ einer Wirecard-Gesellschaft in Singapur geführt wird. Der Dax-Konzern ging hierauf nicht ein.

Lassen sich die Ausführungen in den Ad-hoc-Meldungen anhand des Originalberichts überprüfen?

Bislang nein. Die längere der beiden Ad-hocs beginnt mit dem Satz: „Wirecard gibt Einblick in die heute erhaltene Zusammenfassung der detaillierten Ergebnisse einer unabhängigen Untersuchung der Wirecard-Transaktionen und -Vorgänge zu Behauptungen, die von Rajah & Tann Singapore LLP (R&T) im Mai 2018 aufgenommen wurden“. Das heißt, es muss einen Originalbericht von Rajah & Tann geben und eine Zusammenfassung dieses Berichts. Keines der beiden Dokumente wurde gestern veröffentlicht. „Finanz-Szene.de“ fragte nach, ob und wenn ja, wann dies  geschehen werde, erhielt aber keine konkrete Antwort.

Warum hat Wirecard keines der beiden Originaldokumente veröffentlicht?

Das wissen wir nicht. Allerdings muss man in die Nicht-Veröffentlichung nicht zwingend etwas hineingeheimnissen. Vielleicht hatte es zeitliche Gründe, vielleicht rechtliche – wir können es nicht sagen.

Das heißt, die Öffentlichkeit kennt nur die beiden Ad-hocs?

Nicht ganz. Wirecard hat gestern auf seiner Website ein weiteres Dokument veröffentlicht, und zwar in englischer Sprache. Dabei handelt es sich, wenn wir es richtig verstehen, um Wirecards eigene Zusammenfassung der Zusammenfassung von Rajah & Tann.

Was steht in diesem Dokument drin?

Die meisten Ausführungen in der „Zusammenfassung der Zusammenfassung“ entsprechen mehr oder weniger den Aussagen in der längeren der beiden Ad-hoc-Meldungen – allerdings mit einer Ausnahme: Die zentrale Aussage, derzufolge „die unabhängige Untersuchung zu keinen Feststellungen betreffend sog. ‚round-tripping‘ oder Korruption geführt hat“, fehlt in dem englischsprachigen Dokument. Warum – das wissen wir nicht (und es ist uns auch erst aufgefallen, als er schon zu spät war, um noch nachzufragen). Allerdings gilt auch hier, dass man nicht zwingend was hineingeheimnissen muss. Vielleicht war es eine Unachtsamkeit. Vielleicht war es der knappen Zeit geschuldet.

Hat sich Rajah & Tann direkt geäußert?

Nicht in dem Sinne, dass sich die Anwaltskanzlei selbst an die Öffentlichkeit gewandt hätte – aber schon in dem Sinne, dass Wirecard eine Stellungnahme seitens R&T veröffentlich hat. Dabei handelt es sich um einen Zweizeiler, der dem englischsprachigen Dokument (also dem ohne den „Round Tripping“-Hinweis) vorangestellt ist und bei dem es sich offenbar um eine Art Beglaubingung handelt. Wörtlich steht dort:

1. We refer to our Summary of Updated Findings.
2. We have seen Wirecard AG’s summary of the above, as attached. We have no comments.

Das kann man sicherlich so lesen, das Rajah & Tann nichts einzuwenden hat gegen die Zusammenfassung vonseiten Wirecards.

Lassen die gestern veröffentlichten Dokumente Fragen offen?

Aus unserer Sicht ja. So heißt es in der längeren der beiden Ad-hocs beispielsweise:

Die Ergebnisse beschränken sich auf bestimmte Transaktionen, die einzelne Wirecard-Tochtergesellschaften in Asien betreffen, und basieren auf den R&T zur Verfügung gestellten Dokumenten, einschließlich einer Buchhaltungsprüfung bestimmter von R&T identifizierter Transaktionen, die durch ein Forensik-Team eines renommierten, weltweit unabhängigen Beratungsunternehmens durchgeführt wurde.

Uns hätte da zum Beispiel interessiert, ob der Gegenstand der Untersuchung eingeschränkt wurde ist im Vergleich zum (laut „Financial Times“ tendenziell inkriminierenden) „Preliminary Report“, der ja ebenfalls von Rajah & Tann erstellt worden war. Auch fänden wir es interessant zu erfahren, wer denn das „renommierte, weltweit unabhängige Beratungsunternehmen“ ist, das mit der Buchhaltungsprüfung beauftragt wurde. Allerdings hat Wirecard gestern unmissverständlich klargemacht, dass man nicht gewillt ist, auf solche Detailfragen einzugehen. Der Fragenkatalog von „Finanz-Szene.de“ wurde wie folgt beantwortet:

„Alle Findings aus dem Reporting sind nun veröffentlicht und wir können sicherstellen, dass es hier keine buchhalterischen Auswirkungen gibt. […]  Letztlich ist uns wichtig, dass wir uns ab jetzt vollumfänglich auf das operative Geschäft konzentrieren können und würden Sie deshalb auch bitten nachzuvollziehen, dass wir zu den unten genannten Detailfragen nicht weiter Stellung nehmen.“

Warum wird die Veröffentlichung des Abschlusses verschoben?

Das wüssten wir ehrlich gesagt auch gern. Denn wenn es einerseits „keine wesentlichen Auswirkungen auf die Abschlüsse“ gibt – warum kommt es dann zu diesem ja doch üppigen Verzug? (liebe Wirtschaftsprüfer*Innen unter unseren Leser*Innen, wenn sie diese unsere Sicht auf die Dinge für dumm halten, dann geben Sie uns bitte Bescheid).

In der längeren der beiden Ad-hocs heißt es:

Um die Ergebnisse der Untersuchung von Rajah & Tann im Rahmen der laufenden Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses und des Jahresfinanzberichts für das Geschäftsjahr 2018 berücksichtigen zu können, hat der Vorstand heute beschlossen, die Veröffentlichung des Jahresabschlusses und der Bilanzpressekonferenz (bisher 4. April 2019) auf den 25. April 2019 zu verschieben.

Eine unserer Detailfragen lautete, wie sich denn der Wirtschaftsprüfer (also Ernst & Young) zu dieser Entscheidung des Vorstands verhalten habe. Aber, siehe oben: Solche Detailfragen wurden gestern nicht beantwortet.

Interessant in diesem Zusammenhang übrigens: Laut „Spiegel“ liegt der komplette Untersuchungsbericht von Rajah & Tann nur Ernst & Young vor, nicht aber dem Wirecard-Vorstand. Wenn dem wirklich so sein sollte, fänden wir das bemerkenswert – auch wenn wir keine Ahnung haben, wie dies dann zu interpretieren wäre.

Vorletzte Frage: Warum ist die Aktie gestern so abgegangen?
  1. Weil die allgemeine mediale Deutung, wonach Wirecard gestern entscheidend entlastet worden ist, ganz klar auch die Marktmeinung zu sein scheint (wobei es da natürlich Wechselwirkungen gibt)
  2. Weil das durch die Bafin verhängte Leerverkaufsverbot nach wie vor in Kraft ist. Solange die Aufsicht von zwei Marktmeinungen nur eine für legitim erachtet, lassen sich Kurseruptionen an Tagen wie gestern kaum vermeiden
Letzte Frage: Wie geht es weiter?

Unsere Ansicht bei „Finanz-Szene.de“ lautet seit Wochen: Deadline ist der Jahresabschluss. Nur, dass diese Deadline jetzt nicht mehr der 4. April ist, sondern der 25. April. Schöne Bescherung.

Die Deutsche Bank verkommt zum Wettobjekt der Kleinanleger

Von Heinz-Roger Dohms

Was wird da draußen immer ein Bohei gemacht um das All-Star-Aktionariat der Deutschen Bank. Die Katarer? Überlegen wieder mal aufzustocken. Die Chinesen? Haben unter keinen Umständen vor, ihren Anteil zu reduzieren (was sie dann bekanntlich trotzdem dauernd tun). Cerberus? Hegt ganz, ganz große Pläne. Und Braunstein? Ähhh, wer war nochmal Braunstein? Ach ja, der seltsame 3,14%-Ami, dessen Einstieg bei der Deutschen Bank im vergangenen Herbst medial gefeiert wurde, als könne dieser völlig unbekannte Mann das wichtigste Geldinstitute der Republik durch bloßes Handauflegen vor dem Untergang bewahren.

Und wie schaut’s wirklich aus im Aktionariat der Deutschen Bank? Ziemlich ernüchternd, wie Recherchen von „Finanz-Szene.de“ u.a. auf Basis von SEC-Filings zeigen. Denn: 2018 haben sich die institutionelle offensichtlich im großen Stil von der Deutschen Bank verabschiedet. Und wer hat ihre Aktien übernommen? Zehntausende deutsche Kleinanleger, für die das wichtigste Geldhaus des Landes so etwas wie die Wette ihre Lebens zu sein scheint.

Glauben Sie nicht? Wollten wir zunächst auch nicht glauben. Doch dann verwies uns eine Quelle auf die sogenannten „20-F“-Filings. Dabei handelt es sich um eine Art gesonderten Jahresabschluss, den die Deutsche Bank speziell für die US-Börsenaufsicht SEC erstellen muss – und in dem sich die ein oder andere Informationen findet, nach der man im regulären Geschäftsbericht vergeblich sucht. Darunter auch: wie viele Anteilseigner die Deutsche Bank per 31. Dezember 2018 hatte. Nämlich 644.013.

Nun sagt die Zahl für sich genommen natürlich noch nicht so wahnsinnig viel aus. Spannend wird’s, wenn man die Entwicklung über die letzten Jahren nachverfolgt. Denn da zeigt sich: Jahrelang pendelte die Zahl der Aktionäre irgendwo zwischen 560.000 und 600.000 – bis sie im vergangenen Jahr plötzlich nach oben schoss.

Zahl der Deutsche-Bank-Aktionäre

Noch interessanter – finden wir jedenfalls – ist nun, wie viele Anleger aus Deutschland kommen. Hierzu finden sich in den SEC-Filings zumindest ab 2015 detaillierte Werte. Und die sehen so aus:

Zahl der Deutsche-Bank-Aktionäre aus Deutschland:

 

Das heißt: Im Horrorjahr 2018, in dem der Kurs der Deutsche-Bank-Kurs von 15,88 Euro auf nur noch 6,97 Euro abschmierte (minus 56%), stiegen hiesige Kleinanleger nicht etwas frustriert aus der blauen Aktie aus – sondern es kamen rund 50.000 neue Anleger hinzu* (das ist etwa die Einwohnerzahl Baden-Badens). Was den Befund noch erstaunlicher macht: Laut Zahl des Deutschen Aktieninstituts ist die Zahl der Aktionäre hierzulande im vergangenen um rund 400.000 auf nur noch etwa 4,5 Mio. gesunken (d.h.: Leute, die direkt in Aktien investieren)

Nun sollte man annehmen, dass die Kleinanleger – trotz ihrer großen Zahl – volumenmäßig am Ende dann doch nicht so viel ausmachen (weil ja die Katarer, die Chinesen oder der Höllenhund das Spiel bestimmten). Und in der Tat: Jahrelang lag bei der Deutschen Bank das Verhältnis „institutionelle Investoren“ vs. „private Investoren“ bei etwa 4:1. Beispiel: Ende 2017, so lässt sich dem seinerzeitigen Geschäftsbericht entnehmen, waren 81% der Aktionäre „institutionell“ und nur 19% „privat“. Und Ende 2018? Im letzte Woche vorgestellten Geschäftsbericht findet sich hierzu erstmals seit vielen, vielen Jahren keinerlei Angabe. Liegt’s daran, dass sich der Deutsche Bank die De-Professionalisierung ihres eigenen Aktionariats ein bisschen peinlich ist? Denn: In den Untiefen des Investor-Relations-Bereichs auf der Website tauchten die neuen Angaben Mitte dieser Woche dann plötzlich doch auf: Um sage und schreibe fünf Prozentpunkte ist der Anteil der privaten Investoren binnen eines Jahres hochgeschnellt (also auf 24%). Deutsche Michel statt US-Höllenhund – so schaut’s neuerdings im Aktionariat der Deutschen Bank aus.

*Wir gehen davon aus, dass die 633.991 „deutschen“ Aktionäre auch die institutionellen Investoren wie beispielsweise Family Offices umfassen. Allerdings dürften die „Instis“ unter allen Aktionären einen denkbar kleinen Anteil ausmachen, sodass wir den Umstand für unsere Darstellung einfach ignorieren.

27/03/19: Was wirklich Sache ist bei Wirecard, Finanzcheck knickt ein, Apple – jetzt aber

Aktie plus 26 Prozent – aber was genau ist gestern in Sachen Wirecard eigentlich passiert?

Was für ein denkwürdiger Tag, wieder einmal: Wirecard veröffentlicht zwei Ad-hoc-Meldungen, die Aktie steigt um bis zu 32% – und maßgebliche Medien wie „Reuters“ oder das „Handelsblatt“ erklären die Affäre rund um den bayerischen Zahlungsdienstleister faktisch für beendet („Anwälte finden bei Wirecard nur wenig Verdächtiges“;„Anwaltskanzlei findet keine Anhaltspunkte für größere Verfehlungen“). Aber ist es wirklich so einfach? Zu den Erkenntnissen des gestrigen Tages gehört jedenfalls auch: Wirecard hat die Veröffentlichung seines 2018er-Abschlusses um drei Wochen auf den 25. April verschoben, ein höchst ungewöhnlicher Vorgang für einen Dax-Konzern. Oder: Wirecard räumt plötzlich ein, es könnte in Singapur durchaus zu strafbaren Handlungen gekommen sein. Und dann noch ein Punkt: Der angekündigte externe Untersuchungsbericht der Kanzlei Rajah & Tann ist gestern gar nicht veröffentlicht worden. Ebensowenig wie die Wirecard offenbar vorliegende Zusammenfassung dieses Berichts. Was also ist wirklich Sache? Das große FAQ: Finanz-Szene.de

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Exklusiv: Wachstum des Kredit-Vergleichers Finanzcheck knickt nach fettem Exit ein

Was passiert eigentlich, wenn eines der größten deutschen Finanz-Startups einen fetten Exit hinlegt – und plötzlich nicht mehr die wachstumsgeilen Venture-Capital-Investoren die Richtung vorgeben … (sorry, haben wir „geil“ gesagt? Wir meinten natürlich: „hungrig“)? Sondern ein börsennotierter Konzern, dem es zwar ebenfalls ums Wachstum geht, der nebenher aber auch auf so unzeitgemäße KPIs wie „Kosten“, „Profitabilität“ oder „Cashburn“ zu achten hat? Wir glauben: Am Beispiel des Hamburger Kredit-Vergleichsportals Finanzcheck, das vergangenen Sommer für rund 275 Mio. Euro an Scout24 verkauft wurde, lässt sich die Frage beantworten. Denn die 2018er-Zahlen (die wir dem Scout24-Geschäftsbericht entnommen haben) scheinen dann doch nicht mehr ganz der „Wachstum geht über alles“-Prämisse der Vorjahre zu entsprechen. Aber sehen Sie selbst: Finanz-Szene.de

News

Dass die Hypo-Vereinsbank 2018 ein eher schlechtes Ergebnis eingefahren hat, hatten wir neulich ja schon unter Verweis auf die Deutschland-Zahlen im Konzernbericht der italienischen Mutter Unicredit nahegelegt. Indes – dass die Zahlen sooooo schlecht ausfallen, konnte ja keiner ahnen. Denn: Wie die „Börsen-Zeitung“ heute Morgen exklusiv berichtet, ist das Vorsteuerergebnis der HVB im vergangenen Jahr von 1,6 Mrd. Euro auf nur noch 392 Mio. Euro regelrecht eingebrochen. Dafür verantwortlich seien in erster Linie (vor allem im zweiten Halbjahr angefallene) Rückstellungen für Rechtsfälle. Gesamthöhe: 919 Mio. Euro. Uff. Börsen-Zeitung, Geschäftsbericht (PDF)

Um ehrlich zu sein: Über die Frankfurter Sparkasse wussten wir bis gestern eigentlich nur, dass sie 1.) zur Helaba gehört, dass ihr 2.) die 1822 gehört und dass 3.) ihr Chef (also Herr Restani) mal Bundeskanzler werden sollte (oder so ähnlich). Animiert durch die tendenziell positiv gewendeten Bilanz-PK-Artikel unserer beiden Lieblings-Konkurrenz-Postillen („Frankfurter Sparkasse sieht sich auf Kurs“, „Helaba-Tochter stemmt sich Zinstief vor allem auf der Kostenseite entgegen“), haben wir uns gestern Abend dann aber doch mal kurz die Zahlen angeschaut. Und da fiel uns auf, dass die Fraspa im vergangenen Jahr nur 82,3 Mio. Euro Betriebsergebnis vor Bewertung aus 19,1 Mrd. Euro Bilanzsumme geschlagen hat (was, wenn man die eine Zahl durch die andere teilt, einen – mit Verlaub – ziemlich unterirdischen Wert von 0,43% ergibt).

So richtig erklären können wir uns das nicht. Was uns allerdings auffiel: Der Zinsüberschuss (und nicht etwa: der Zinsertrag) der Fraspa ist binnen der vergangenen fünf Jahre einigermaßen stetig um erstaunliche 20,4% zurückgegangen, während z.B. die Haspa ihren Zinsüberschuss im gleichen Zeitraum sogar gesteigert hat. Konsequenz: Das Betriebsergebnis vor Bewertung bei der Frankfurter Sparkasse ist in den letzten fünf Jahren von 131 Mio. Euro auf besagte 82 Mio. Euro brutalstmöglich runter. Liegt das an irgendwelchen Sonderfaktoren/bilanziellen Verzerrungen, die wir nicht kennen? Liegt es daran, dass die Fraspa braver unterwegs als z.B. die Haspa? Liegt es daran, dass die Konkurrenz in der Bankenstadt FFM nochmal eine andere ist als anderswo in der Republik? Oder hat Herr Restani womöglich ein Problem, über das wir mal berichten sollten? Für sachdienliche Hinweise sind wir wie immer dankbar. Pressemitteilung (PDF)

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Wie Sie vielleicht gemerkt haben, hat die Server-Probleme-Newsletter-Chaos-Produktion in der Nacht zu Dienstag dazu geführt, dass wir Apples Kreditkarte zwar gestern in der Betreffzeile fett angeteasert haben … die eigentliche Nachricht jedoch im Zuge entwürdigender Hin-und-Her-Kopierereien zwischen Word, WordPress, Mailchimp, Gmail, zwei Rechnern und einem Smartphone irgendwie verloren gegangen ist. Jedenfalls: Weil nix wegkommen soll, liefern wir die wichtigsten Links einfach nach, auch wenn wir natürlich wissen, dass Sie sich, untreu wie Sie sind, längst anderweitig informiert haben. CNET, Mobilegeeks, Heise

Und für alle, die sich für die beiden BNP-Paribas-Deutschland-Stücke gestern interessiert haben, aber dann, von den langen Ladezeiten unserer Homepage genervt, den Ladevorgang abgebrochen haben – hier nochmal die beiden Links: Finanz-Szene.de (die deutschen BNP-Zahlen), Finanz-Szene (alle deutschen BNP-Einheiten auf einen Blick)

Bevor Sie denken, wir hätten ausschließlich abgestandene Ware für Sie im Angebot – ganz so ist es nicht. Interessant finden wir zum Beispiel einen „Welt“-Artikel, der erklärt, welche mobilen Bezahlmöglichkeiten sich für Android-Nutzer bieten – und zwar auch für solche, deren Banken bei  neumodischem Firlefanz wie Google Pay nicht mitmachen: Welt

Und was macht Deutschlands oberster Verbraucherjournalist, also Herr Tenhagen? Der merkt – nicht zu Unrecht, wie wir finden – an, dass im neu formierten Fintech-Rat zwar in insgesamt 29-facher Ausfertigung der Entrepreneur Hinz und der Techie Kunz sitzen (und natürlich auch ein paarmal Frau Hinz und Frau Kunz) – aber kein einziger (und keine einzige) Verbraucherschützer*In. Twitter

Klickfavoriten

… waren gestern, trotz der langen Ladezeiten (wobei die Klicks vermutlich so oder so gezählt werden), die beiden Stücke zur BNP Paribas. Bevor wir auf die aber jetzt nochmal verlinken, verweisen wir lieber auf den Drittplatzierten, das war nämlich fast gleichauf der „Deutsche Commerz“-Tweet des ING-Deutschland-Cheflobbyisten: Twitter 

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27/03/19: Was wirklich Sache ist bei Wirecard, HVB-Hammer, Fraspa-Fragen

Aktie plus 26 Prozent – aber was genau ist gestern in Sachen Wirecard eigentlich passiert?

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