Deutsche Commerz: Entscheidung vor oder nach Ostern?

Von Christian Kirchner

Keine Frage: Am Finanzplatz Frankfurt weht den Bankern in diesen Tagen der Atem der Geschichte entgegen. Klingt pathetisch? Womöglich. Aber klar ist: Selbst wenn die Fusionsgespräche zwischen Deutscher Bank und der Commerzbank scheitern, wird es für beide Institute mit einer kumulierten Bilanzsumme von 1800 Mrd. Euro kein „Weiter so“ geben. Finanz-Szene.de dokumentiert daher auch die kleinen Ticks and Turns der Gespräche:

  • Zum Zeitplan: Entscheidung vor oder nach Ostern? Deutsche-Bank-CEO Christian Sewing will laut der „Welt“ weiter mehr Zeit, um die Zahlen zu prüfen. Das habe Sewing seinem Amtskollegen Zielke am Dienstag bei einem Treffen mitgeteilt. Die Commerzbank hätte – auch, um die Unruhe im Konzern einzudämmen – gerne ein Ergebnis bis Ostern, die Deutsche Bank hält das für zu knapp. Ferner sei Sewing unwillig, eine Prämie auf den Aktienkurs zu zahlen im Falle eine Übernahme. Das halten offenbar auch die Akteure am Kapitalmarkt für plausibel: seit die Fusionsgespräche per ad hoc am 17. März öffentlich wurden, hat die Commerzbank-Aktie ein lumpiges Prozent zugelegt. Und die Deutsche Bank? Sieben Prozent verloren. Was den Eindruck stützt, vor allem die Deutschen Bank gehe es darum,  allmählichen dem Abbruch der Gespräche vorzubauen. (Welt)
  • Mächtige Aufsicht: Die Bankenaufsicht der EZB hat laut der „Süddeutschen“ eine entscheidende Rolle in den Fusionsgesprächen. Denn: sie müsse entscheiden, ob und wenn ja in welchem Umfang die fusionierte Bank die Kundeneinlagen der Commerzbank zur Refinanzierung des Handelsgeschäfts nutzen darf. Und natürlich auch, welche Kapitalanforderungen sie an die Bank stellt, nachdem sie 2018 im Zuge einer gesonderten Forderung die Deutsche Bank einmal durchrechnen ließ, wie denn das Institut mit einer plötzlichen Einstellung des Kapitalmarkt- und Derivategeschäfts zurecht käme. (SZ)
  • Die Wissenschaft moppert: Allzu viele Befürworter der Fusion gibt es nicht – und auch die akademische Welt gibt sich skeptisch, berichtet die „Börsen-Zeitung“. Es gäbe keine Evidenz dafür, dass durch Fusionen im Bankensektor Skaleneffekte einträten, zitiert das Blatt Sascha Steffen, Finanzprofessor an der Frankfurt School of Finance & Management. Dabei seien die angeblichen Kostensynergien der wesentliche Treiber des Vorhabens. Auch laut Finanzprofessor Tobias Berg erziele die Deutsche Bank mit sehr hohen Kosten niedrige Erträge. Dieses Problem lasse sich nicht durch die Übernahme der Commerzbank lösen. (BÖZ)
  • Wenigstens gibt es einen, der Bankenfusionen offenbar wohlwollend gegenübersteht – es ist niemand geringerer als EZB-Chef Mario Draghi. „Der übervolle Bankenmarkt benötige dringend eine Konsolidierung“, erklärte er gestern. Zugleich warnte er aber die Institute, statt über die Zinsen zu jammern, die Hausaufgaben bei den Kosten zu machen. (Reuters)
  • Laufnähe sorgt für Einsparpotenzial: Glaubt man der hübschen Spielerei von „Standard & Poor’s“, auf die der Bloomberg-Journalist Steve Arons stieß, befinden sich über zwei Drittel aller deutschen Commerzbank-Filialen in unmittelbarer Laufnähe von weniger als einer halben Meile (800 Meter) einer Deutschen-Bank-Filiale. Bei der Deutschen Bank sind sogar vier Fünftel aller Niederlassungen in der Nähe einer Commerzbank.

10/04/19: Das Zins-Gemetzel, Das Coba-Putsch-Szenario, Der Deka-Irrsinn

Analyse: Das Zinsgemetzel – und welche Bankengruppen es am schlimmsten treiben

Dürfen wir Sie noch einmal zu einem Tauchgang ins Reich der Zinsen einladen? Zugegeben: Die Bundesbank-Statistik zur Kreditvergabe  und  die gestern veröffentlichten Ergebnisse der vierteljährlichen Notenbank-Befragung über die Kreditvergabe-Standards von Banken … das ist nichts, was man um 6 Uhr morgens unbedingt haben muss. Anderseits sind wir weiter der Meinung, man kann das Thema (zumal vor dem Hintergrund der  Fusionsgespräche zwischen Deutscher Bank und Coba) gar nicht hoch genug hängen. Denn: Hatten die hiesigen Banken in den letzten Monaten zunächst kein Glück mit den Zinsen (statt, wie erhofft, zu steigen, fielen sie), kommt nun auch noch Pech in Gestalt steigender Ausfallrisiken hinzu. Sehen Sie darum hier anhand von fünf Grafiken, wie schwierig die Lage wirklich ist – und welche Bankengruppen es im Kreditgeschäft am dollsten treiben. Finanz-Szene.de

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Die „Financial Times“ malt ein Putsch-Szenario des Coba-Aufsichtsrats gegen den Vorstand

Es ist ein Artikel, der mit reichlich Konjunktiv und überschaubarer Quellenlage daherkommt. Und doch: Das Szenario, dass die „Financial Times“ in einem gestern Abend online gestellten Artikel skizziert, ist derart brisant, dass wir es Ihnen nicht vorenthalten wollten. Also: Laut „FT“ drängen die Arbeitnehmer-Vertreter im Commerzbank-Aufsichtsrat auf eine außerordentliche Sitzung des Kontrollgremiums in den nächsten Tagen. Dort könnte dann über einen Beschluss abgestimmt werden, den Vorstand zum Abbruch der Fusions-Verhandlungen mit der Deutschen Bank aufzufordern. Symbolpolitik? Nicht unbedingt, glaubt man der „FT“. Die schreibt nämlich weiter, diverse Aktionärsvertreter im Aufsichtsrat sähen die Verschmelzungspläne derart skeptisch, dass sie sich womöglich auf die Seite der Arbeitnehmer schlagen könnten. Was das dann für die Fusion hieße, das können Sie und wir uns nun auch ohne Deutungshilfe aus London ausmalen. Aber wie gesagt: Es ist ein Szenario, keine News Financial Times (Paywall)

Banking-News

Mein Gott, was waren wir bis hierhin aggro unterwegs („Gemetzel“, „Putsch“ …) – können wir Sie da überhaupt noch für die normalen Nachrichten des Tages begeistern? Wir wollen es versuchen! Und beginnen mit der Deka: Die hat voriges Jahr ihr „wirtschaftliches Ergebnis“ (keine Ahnung, was der Unterschied zum normalen Vorsteuerergebnis ist) minimal auf 452 Mio. Euro gesteigert (Pressemeldung) +++ Zudem will sie in den nächsten Jahren 400 Stellen streichen (Reuters) +++ Und schließlich wollen wir (da unser Newsletter ja auch von den gängigen Verbraucherschützern da draußen gelesen wird) nicht unerwähnt lassen, dass der vermeintliche „Fonds“-Anbieter der Sparkassen 2018 irrerweise mehr Geld mit Zertifikaten als mit Fonds eingesammelt hat (Fondsprofessionell)

Wenn Sie unsere große Hypo-Vereinsbank-Analyse am Freitag aufmerksam gelesen haben, werden Sie sich womöglich an die Passage erinnern, in der wir dem Firmenkunden-Vorstand Markus Beumer unterstellt haben, er würde seinem früheren Arbeitgeber (also der Commerzbank) nach Kräften die Kundenbetreuer abjagen. Also, direkt bestätigt hat Herr Beumer unsere Vorhaltungen in einem gestern Abend veröffentlichten „Handelsblatt“-Interview zwar nicht. Indirekt aber dann irgendwie schon. Er erzählte den Kollegen nämlich, dass er dem Wettbewerbsdruck mit „signifikant“ mehr Personal begegnen wolle, „sowohl intern als auch durch punktuelle externe Verstärkung“. Und weiter: Die HVB wolle durch zusätzliche Kapazitäten „hart angreifen“, die meisten neuen Kollegen seien bereits an Bord. (Handelsblatt/Paywall)

Banking-Kurzmeldungen: Huch, wollen die Katarer ihren Deutsche-Bank-Anteil womöglich doch nicht aufstocken? (Reuters) +++ Die Deutsche Börse stärkt ihr Index-Geschäft mit dem Zukauf des Risikomanagement-Spezialisten Axioma und paktiert bei dem Deal mit dem US-Finanzinvestor General Atlantic (n-tv) +++ Die kriselnde Baader Bank aus München will gleich vier Beteiligungen losschlagen (Welt/Bloomberg) +++ Die FMS Wertmanagement (also unser alle Bad Bank) stellt mal wieder die Depfa zum Verkauf (Reuters)

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Fintech-News

Exklusiv: Bonus-Hagel beim Frankfurter Finanz-Startup Creditshelf. Erzählen einem die  Fintech-CEOs nicht immer, wie sehr sie sich bei den Gehältern bescheiden, weil a) immer alles Geld in die Company gehört und b) den Investoren etwas anderes ohnehin nicht zu vermitteln sei? Nun ja: Beim KMU-Kredit-Vermittler Creditshelf war zumindest 2018 nicht viel mit Bescheidenheit (wie wir im kürzlich veröffentlichen Geschäftsbericht entdeckt haben). Trotz Mini-Belegschaft belief sich der Personalaufwand auf 3,8 Mio. Euro – was etwa 150.000 Euro pro Kopf entsprach und damit selbst für eine deutsche Bank sehr viel Geld gewesen wäre (siehe zum Vergleich den großen „Finanz-Szene.de“-Gehaltsreport aus dem letzten Jahr). Wie kam’s? Eine Mischung stattlichem Fixgehalt, üppigen Retention-Boni und Sonderzahlungen im Zuge des IPOs. Hier die Details: Finanz-Szene.de

Was in dem Zusammenhang vielleicht ganz interessant ist: Neulich erzählte uns einer der großkopferten Fintech-Jungs (und zwar einer, dessen Ausführungen wir normalerweise vertrauen), welches unmoralische Angebot ihm eine sehr, sehr bekannte deutsche Bank gemacht habe für den Fall, dass er seinen C-Level-Startup-Job aufgibt, um bei ebendieser Bank irgendwas Digitaleskes in der zweiten Berichtslinie (sagt man das so?) zu werden. Mal angenommen, der Gesprächspartner hat uns nicht angelogen – dann sind die Retention-Boni bei Creditshelf in der Tat eher bescheiden. Fintech-Junge müsste man dieser Tage sein. Oder aber: Fintech-Headhunter.

Und nochmal Fintech: In den gestrigen Newsletter hatten wir unter Berufung auf unsere Freunde vom „Handelsblatt“ ziemlich lapidar den Satz geschrieben, die Bafin habe N26 mit der „Deckelung des Einlagengeschäfts“ gedroht. Eine Mütze Schlaf später fragten (frugen?) wir uns, was das denn eigentlich bedeutet?! Also: Aufsichtsrecht ist zwar nicht so unser Turf. Aber nach einem Blick ins KWG beschlich uns das Gefühl, dass die Finanz-Aufseher in Bonn die Fintech-Jungs in Berlin ganz schön krass auf dem Kieker haben müssen. Auch noch mal eine kleine Analyse hier: Finanz-Szene.de

Fintech-Kurzmeldung: Paypal erhöht den maximalen Kreditrahmen für deutsche Online-Händler von 25.000 Euro auf 100.000 Euro – eine weitere Kampfansage an die Banken (Internet World)

Die Linktipps

… haben wir uns aufgrund der fetten News-Lage ausnahmsweise (!!!) gespart. Zumal: Sie sollen ja nicht immer nur lesen, sondern bitteschön auch mal ein bisschen ranschaffen (wenn Sie nicht gerade streiken, was wir natürlich auch okay finden, solange Sie dabei nicht lesen).

Klickfavorit

… war gestern unser Scoop über die „Ernest-App“-Pläne der Commerzbank. Finanz-Szene.de

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10/04/19: Bonus-Hagel bei Creditshelf, Coba-Putsch-Szenario, Zins-Gemetzel

Analyse: Das Zinsgemetzel – und welche Bankengruppen es am schlimmsten treiben

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