15/03/18: Finleap-Rivale launcht erstes Venture, Was kann Instant Payment?, Das Ende des Sparkassen-Claims

Exklusiv: Neuer Fintech-Inkubator Finconomy lanciert sein erstes Venture

Der neue Fintech-Inkubator Finconomy hat nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ sein erstes Venture gelauncht, nämlich einen  Robo Advisor namens WeAdvise. Zwar gibt es am deutschen Markt bereits eine Vielzahl digitaler Vermögensverwalter wie Scalable Capital, Liqid oder Vaamo – zudem haben auch einige etablierte Player eigene Robos an den Markt gebracht, darunter die Deutsche Bank („Robin“) oder die Genobanken („Visualvest“). Trotzdem glaubt Co-Founder Christian Ropel, dass sich WeAdvise vom Rest der Marktes abheben wird: „Als erster und einziger Anbieter fokussieren wir uns ausschließlich auf das B2B-Segment“, sagte Ropel im Gespräch mit „Finanz-Szene.de“. Das heißt: Es geht um reines White-Label-Tool, im Endkundengeschäft wird der Name „WeAdvise“ nicht auftauchen. Wie die Lösung genau aussehen wird, auf welche B2B-Kunden Finconomy abzielt und alle weiterem wichtigen Details erfahren Sie hier:

Finanz-Szene.de

Frankfurt und die Brexit-Banker: Ist 5.000 das neue 10.000?

Im Juni sollen die ersten Londoner Goldmänner nach Frankfurt kommen. Zudem zitierten Medien jüngst aus einem internen Memo der UBS, wonach die Schweizer Großbank bald die ersten Verwaltungsjobs von der Themse an den Main verlegt. Und: Wenn der wackere Kollege von „efinancialcareers“ Recht hat, dann sind auch ein paar hiesige Jobvakanzen bei Morgan Stanley so zu deuten, dass in FFM demnächst Arbeitsplätze entstehen, die ohne Brexit vermutlich in London geblieben wären. Kurzum: Es läppert sich also. Bloß: Wohin läppert es sich, auf welche Zahl? Seit dem Tag des britischen EU-Austritts-Votums steht als Antwort auf diese Frage die „10.000“ im Raum. Bloß: Ist diese Prognose realistisch? Der Auslandsbanken-Verband jedenfalls hat gestern von 3.000-5.000 sozusagen reinen Brexit-Bankern gesprochen und diese Zahl plausibel begründet. Hinzu komme noch mal eine vierstellige Zahl an Bankern bei deutschen Häusern, die Jobs aus London zurückverlagern. Unterm Strich darf man also fragen: Ist 5.000 das neue 10.000? Sieht für den Moment fast so aus. Wobei 5.000 so schlecht ja auch nicht wäre. Spiegel Online (News), efinancialcareers (mit Details, um welche Jobs es genau geht)

News

Gäbe es bei „Finanz-Szene.de“ die Rubrik „Zahl des Tages“, dann wäre diese Zahl heute die „61“ – denn: Die PSD-Banken haben im vergangenen Jahr 61 Prozent ihres Baufinanzierungs-Volumens über Plattformen wie Interhyp, Europace (dahinter steht Hypoport) oder Planethome bezogen. Diese Zahl mag die Baukredit-Insider vielleicht nicht überraschen – wir als Baukredit-Outsider fanden es aber zumindest sehr vermeldenswert. Zumal sich die PSD Banken zugute halten, dass über die Plattformen vor allem die Kunden kämen, die man gerne hat, also die bonitätsstarken. (mit den schwierigen Fällen können sich dann die Filialbanker von der Sparkasse herumschlagen). Pressemitteilung (ohne die konkrete Zahl), FAZ (Seite 19)

Die Bafin fährt schwere Geschütze gegen die KfW auf: Laut „Handelsblatt“ haben die Aufseher in den vergangenen Monaten die interne Revision der Staatsbank durchleuchtet  – „und dort zahlreiche Mängel entdeckt“. In mindestens einem Fall gehe es sogar um ein Versäumnis mit der Note „F4“, was für „schwerwiegend“ stehe. Jedenfalls, wenn wir es richtig verstehen, ist die Sache so arg, dass sie sich nicht einfach heilen lässt, indem die KfW fünf neue interne Kontrolleure einstellt. Sondern: Sie soll, schreibt das HB, wegen des Falls künftig mehr Eigenkapital vorhalten. Uff. HB (Paywall)

Lassen die Sparkassen klammheimlich ihren „Wenn’s um Geld geht“-Claim verschwinden? Diese hübsche Beobachtung hat Hansjörg Leichsenring vom „Bank-Blog“ gemacht. Und auch wenn der DSGV sachte widerspricht – uns scheint, dass die Beweisführung des Kollegen ziemlich überzeugend ist. Doch lesen Sie selbst: Der Bank-Blog

Linktipps

Wird Instant Payment die Zahlung am physischen Point of Sale wirklich verändern? Dieser Frage geht einer unserer Lieblings-Blogger nach, nämlich Rudolf Linsenbarth. IT-Finanzmagazin

Was so eine Banking-App heutzutage alles kann …, erfahren Sie bei der Lektüre einer gestern verbreiteten Pressemitteilung der Norisbank. Nun macht man das als seriöser Journalist ja eigentlich nicht – einfach so eine Produkt-Pressemitteilung versenden. Andererseits, erstens: Überlesen Sie einfach das Jubel-Deutsch und nehmen Sie nur den inhaltlichen Kern mit. Und zweitens: Wenn die Norisbank gut wegkommt, ärgern sich die Leute bei der Deutschen Bank. Der Spaß ist es uns wert. Pressemitteilung

Klickfavorit

… war gestern unsere ins Epische lappende Berichterstattung über Concardis. Finanz-Szene.de

15/03/18: Das Ende des Sparkassen-Claims, Schwere Mängel bei der KfW, Nur 5.000 Brexit-Banker?

Frankfurt und die Brexit-Banker: Ist 5.000 das neue 10.000?

Im Juni sollen die ersten Londoner Goldmänner nach Frankfurt kommen. Zudem zitierten Medien jüngst aus einem internen Memo der UBS, wonach die Schweizer Großbank bald die ersten Verwaltungsjobs von der Themse an den Main verlegt. Und: Wenn der wackere Kollege von „efinancialcareers“ Recht hat, dann sind auch ein paar hiesige Jobvakanzen bei Morgan Stanley so zu deuten, dass in FFM demnächst Arbeitsplätze entstehen, die ohne Brexit vermutlich in London geblieben wären. Kurzum: Es läppert sich also. Bloß: Wohin läppert es sich, auf welche Zahl? Seit dem Tag des britischen EU-Austritts-Votums steht als Antwort auf diese Frage die „10.000“ im Raum. Bloß: Ist diese Prognose realistisch? Der Auslandsbanken-Verband jedenfalls hat gestern von 3.000-5.000 sozusagen reinen Brexit-Bankern gesprochen und diese Zahl plausibel begründet. Hinzu komme noch mal eine vierstellige Zahl an Bankern bei deutschen Häusern, die Jobs aus London zurückverlagern. Unterm Strich darf man also fragen: Ist 5.000 das neue 10.000? Sieht für den Moment fast so aus. Wobei 5.000 so schlecht ja auch nicht wäre.

Spiegel Online (News), efinancialcareers (mit Details, um welche Jobs es genau geht)

News

Die Bafin fährt schwere Geschütze gegen die KfW auf: Laut „Handelsblatt“ haben die Aufseher in den vergangenen Monaten die interne Revision der Staatsbank durchleuchtet  – „und dort zahlreiche Mängel entdeckt“. In mindestens einem Fall gehe es sogar um ein Versäumnis mit der Note „F4“, was für „schwerwiegend“ stehe. Jedenfalls, wenn wir es richtig verstehen, ist die Sache so arg, dass sie sich nicht einfach heilen lässt, indem die KfW fünf neue interne Kontrolleure einstellt. Sondern: Sie soll, schreibt das HB, wegen des Falls künftig mehr Eigenkapital vorhalten. Uff. HB (Paywall)

Exklusiv – Fintech-Inkubator Finconomy launcht erstes Venture: Und zwar handelt es sich dabei nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ um einen Robo Advisor auf B2B-Basis. Das heißt, jede Bank (aber auch jeder Finanzvertrieb oder jeder Vermögensverwalter) kann die WeAdvise getaufte Lösung in sein eigenes Produktangebot integrieren (mit eigenen Farben, eigenen Angeboten, eigenem Pricing etc.pp.). So jedenfalls das Produktversprechen. Finanz-Szene.de

Lassen die Sparkassen klammheimlich ihren „Wenn’s um Geld geht“-Claim verschwinden? Diese hübsche Beobachtung hat Hansjörg Leichsenring vom „Bank-Blog“ gemacht. Und auch wenn der DSGV sachte widerspricht – uns scheint, dass die Beweisführung des Kollegen ziemlich überzeugend ist. Doch lesen Sie selbst: Der Bank-Blog

Gäbe es bei „Finanz-Szene.de“ die Rubrik „Zahl des Tages“, dann wäre diese Zahl heute die „61“ – denn: Die PSD-Banken haben im vergangenen Jahr 61 Prozent ihres Baufinanzierungs-Volumens über Plattformen wie Interhyp, Europace (dahinter steht Hypoport) oder Planethome bezogen. Diese Zahl mag die Baukredit-Insider vielleicht nicht überraschen – wir als Baukredit-Outsider fanden es aber zumindest sehr vermeldenswert. Zumal sich die PSD Banken zugute halten, dass über die Plattformen vor allem die Kunden kämen, die man gerne hat, also die bonitätsstarken. (mit den schwierigen Fällen können sich dann die Filialbanker von der Sparkasse herumschlagen). Pressemitteilung (ohne die konkrete Zahl), FAZ (Seite 19)

Wie die EU-Kommission das NPL-Problem loswerden will … und was das mit dem  Thema europaweite Einlagensicherung zu tun hat, erklärt Ihnen die „Welt“.

Warum die DWS einen weiteren Großinvestor hat (nämlich eine französische Fondsboutique namens Tiekhau) …, diesen aber offenbar gar nicht so richtig will. Handelsblatt (Paywall), Reuters (leider nicht so detailliert wie das HB)

Früheren Oppenheim-Bankern bleibt der Knast erspart …, hat der BGH entschieden. Manager Magazin

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Wird Instant Payment die Zahlung am physischen Point of Sale wirklich verändern? Dieser Frage geht einer unserer Lieblings-Blogger nach, nämlich Rudolf Linsenbarth. IT-Finanzmagazin

Was so eine Banking-App heutzutage alles kann …, erfahren Sie bei der Lektüre einer gestern verbreiteten Pressemitteilung der Norisbank. Nun macht man das als seriöser Journalist ja eigentlich nicht – einfach so eine Produkt-Pressemitteilung versenden. Andererseits, erstens: Überlesen Sie einfach das Jubel-Deutsch und nehmen Sie nur den inhaltlichen Kern mit. Und zweitens: Wenn die Norisbank gut wegkommt, ärgern sich die Leute bei der Deutschen Bank. Der Spaß ist es uns wert. Pressemitteilung

Klickfavorit

… war gestern unsere ins Epische lappende Berichterstattung über Concardis. Finanz-Szene.de

14/03/18: Der neue deutsche Payment-Champion, Funding Circle vs. Auxmoney, Investify

Exklusiv: Bain und Advent machen ernst mit ihrer Attacke auf den deutschen Payment-Markt

Die spannendsten Firmen sind manchmal die, die man nicht sieht – wie die Eagle Eschborn GmbH. Bei dieser Firma handelt es sich um jene Holding, unter der die US-Finanzinvestoren Bain und Advent ihre 2017 erworbenen deutschen Payment-Aktivitäten angesiedelt haben (also vor allem Concardis, daneben aber u.a. auch Ratepay und Simplepay). Wie ernst es den Amerikanern mit ihrem Angriff auf den hiesigen Markt ist, verrät jetzt eine Personalie, die „Finanz-Szene.de“ exklusiv in Erfahrung gebracht hat: Neuer Chef dieser Holding wird nämlich Robert Hoffmann, der frühere CEO des Internet-Unternehmens 1&1. Gemeinsam mit Concardis-Chef Marcus Mosen soll er aus „Eagle Eschborn“ offenbar einen neuen Payment-Champion schmieden – mit durchaus internationalen Ambitionen, wie  eine weitere Exklusiv-Info von „Finanz-Szene.de“ zeigt: Zum Concardis-Eagle-Reich zählt nämlich neuerdings auch ein großer osteuropäischer Payment-Anbieter. Und verbürgt ist überdies das Interesse von Bain und Advent an der milliardenschweren Schweizer SIX Payment. Lesen Sie hier die Reportage über den Angriff des Adlers – und was das alles über die deutschen Banken aussagt, die Concardis ja unbedingt loswerden wollten:

Finanz-Szene.de (Reportage), Finanz-Szene.de (News-Fassung)

News

Jetzt gibt es endlich mal konkrete Zahlen, wie das Kräfteverhältnis zwischen den (nach unserer Wahrnehmung) beiden größten Marketplace-Lendern hierzulande wirklich aussieht – und zwar: Nachdem Auxmoney neulich mitgeteilt hat, 2017 Kredite im Volumen von 316 Mio. Euro vermittelt zu haben, verrät der Deutschland-Chef von Funding Circle nun, was er entgegenzusetzen hat: 55 Mio. Euro. Gründerszene

Und noch ganz schnell zwei kleine Fintech-Meldungen, die uns erst wieder eingefallen sind, als die Mailchimp-Maschine um kurz vor 5 Uhr schon zu rattern anfing, und die wir darum einfach nur noch kurz eingeschoben haben: Der Robo-Advisor Investify kooperiert künftig beim Vertrieb mit einem Immobilienspezialisten namens Poll (was insofern News-Charakter haben könnte, als das der erste oder einer der ersten Fälle ist, dass ein Robo-Produkt über einen Partner vermittelt wird, der sonst nichts mit dem Thema Geldanlage zu tun hat) … und die andere News? Ach ja, der deutsche Crowdinvesting-Markt hat 2017 die 200-Mio-Euro-Marke geknackt. ETF Funds (Investify), Crowdfunding.de (PDF)

Die drei wichtigsten Zahlen aus der gestern vorgestellten Bilanz der Volks- und Raiffeisenbanken (und in Klammern jeweils zum Vergleich das Ergebnis der Sparkassen): 1.) Anders als die Roten schaffen die Blauen es auch weiterhin, den Immobilienboom in einen höheren Absatz bei den Baufinanzierungen umzumünzen, wobei wir nicht wissen, welches Risikokosten damit womöglich verbunden sind. Jedenfalls, das private Baufi-Volumen stieg um 5,2 Prozent (-1,8%); .2) Das Provisionsergebnis legte um 8,1 Prozent zu, was nur unwesentlich weniger war als bei den Sparkassen (8,4%); 3.) Und anders als die öffentlich-rechtliche Konkurrenz vollbrachten es die Volks- und Raiffeisenbanken tatsächlich, mit dem Plus bei den Provisionen den Rückgang bei den Zinsen überzukompensieren, auch wenn das Zinsergebnis um 1,6 Prozent schrumpfte (-3,0%). Ertragsentwicklung (PDF), Geschäftsentwicklung (PDF)

Die ETF-Sparte der Commerzbank geht voraussichtlich an Société Générale: … schreibt jedenfalls das „Handelsblatt“, und gefühlt würden wir sagen, dass wir, hätten wir die Zeit gefunden, gestern Abend noch schnell bei der Coba anzurufen, um nachzufragen, ob das denn auch stimmt, jetzt vermutlich schreiben dürften, dass die Informationen „in Finanzkreisen bestätigt“ worden seien. Handelsblatt (Paywall)

Warum die Deutsche Bank beim DWS-Börsengang die in unserer gestrigen Ausgabe skizzierten Abschläge macht: Wohl auch, weil die DWS laut Prospekt für dieses Jahr mit einer leichten Eintrübung der Geschäfte rechnet (was dann doch erstaunt angesichts des Boheis, der neulich PR-seitig um die angeblich so duften 2017-Zahlen gemacht wurde). Zudem ist die Blaubank offenbar auf den Trichter gekommen, dass die gewählte KGaA-Struktur womöglich nicht bei jedem Investor in London, New York oder Singapur zu Jubelstürmen führt. Handelsblatt (zu den 2018er-Zahlen), Financial Times (Paywall, zur KGaA-Struktur)

Oha, dreht jetzt sogar die ING Diba an der Gebührenschraube? Naja, zumindest so ein gaaanz klein bisschen, wenn wir es richtig deuten. So bezahlt der Wertpapierkunde (der dies dieser Tage per Post mitgeteilt bekam) z.B. bei einer Order von 3000 Euro künftig 2,50 Euro mehr als bislang (bei kleineren Käufen allerdings bezahlt er dafür auch etwas weniger). Die Gebühr für den Wertpapierservice steigt von 9,90 Euro auf 14,90 Euro.

Liebe Leser, die Sparkassen dürfen Ihre Kundinnen auch weiterhin Kunde nennen, hat der BGH entschieden. Manager Magazin

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„Mobile Banking verdrängt Online-Banking“: … behauptet Bain-Consultant Dirk Vater im Gespräch mit dem Bank-Blog

Wie lassen sich die Betrugsrisiken im Online-Zahlungsverkehr reduzieren? Darüber hat Jochen Siegert vom Paymentandbanking-Blog mit Roberto Valerio, dem CEO von RiskIdent, gesprochen. PAB (Podcast)

Warum 2018 das „Jahr der Entscheidung“ für P2P-Lender werden könnte … erklärt Patrick Jenkins von der „Financial Times“ (Paywall)

Klickfavorit

… war gestern Christian Kirchners wunderbares Stück über die Original-Schauplätze der „Bad Banks“-Serie. Capital

14/03/18: Der neue deutsche Payment-Champion, Kleines DWS-Geheimnis, Volksbanken vs. Sparkassen 2:1

Exklusiv: Bain und Advent machen ernst mit ihrer Attacke auf den deutschen Payment-Markt

Die spannendsten Firmen sind manchmal die, die man nicht sieht – wie die Eagle Eschborn GmbH. Bei dieser Firma handelt es sich um jene Holding, unter der die US-Finanzinvestoren Bain und Advent ihre 2017 erworbenen deutschen Payment-Aktivitäten angesiedelt haben (also vor allem Concardis, daneben aber u.a. auch Ratepay und Simplepay). Wie ernst es den Amerikanern mit ihrem Angriff auf den hiesigen Markt ist, verrät jetzt eine Personalie, die „Finanz-Szene.de“ exklusiv in Erfahrung gebracht hat: Neuer Chef dieser Holding wird nämlich Robert Hoffmann, der frühere CEO des Internet-Unternehmens 1&1. Gemeinsam mit Concardis-Chef Marcus Mosen soll er aus „Eagle Eschborn“ offenbar einen neuen Payment-Champion schmieden – mit durchaus internationalen Ambitionen, wie  eine weitere Exklusiv-Info von „Finanz-Szene.de“ zeigt: Zum Concardis-Eagle-Reich zählt nämlich neuerdings auch ein großer osteuropäischer Payment-Anbieter. Und verbürgt ist überdies das Interesse von Bain und Advent an der milliardenschweren Schweizer SIX Payment. Lesen Sie hier die Reportage über den Angriff des Adlers – und was das alles über die deutschen Banken aussagt, die Concardis ja unbedingt loswerden wollten:

Finanz-Szene.de (Reportage), Finanz-Szene.de (News-Fassung)

News

Die drei wichtigsten Zahlen aus der gestern vorgestellten Bilanz der Volks- und Raiffeisenbanken (und in Klammern jeweils zum Vergleich das Ergebnis der Sparkassen): 1.) Anders als die Roten schaffen die Blauen es auch weiterhin, den Immobilienboom in einen höheren Absatz bei den Baufinanzierungen umzumünzen, wobei wir nicht wissen, welches Risikokosten damit womöglich verbunden sind. Jedenfalls, das private Baufi-Volumen stieg um 5,2 Prozent (-1,8%); .2) Das Provisionsergebnis legte um 8,1 Prozent zu, was nur unwesentlich weniger war als bei den Sparkassen (8,4%); 3.) Und anders als die öffentlich-rechtliche Konkurrenz vollbrachten es die Volks- und Raiffeisenbanken tatsächlich, mit dem Plus bei den Provisionen den Rückgang bei den Zinsen überzukompensieren, auch wenn das Zinsergebnis um 1,6 Prozent schrumpfte (-3,0%). Ertragsentwicklung (PDF), Geschäftsentwicklung (PDF)

Alle gegen Draghi, Folge 273: Nachdem sich der EZB-Chef am Montag sehr deutlich für einen europaweiten Einlagentopf ausgesprochen hat (was jetzt auch nicht völlig überraschend kam), berichten die Zeitungen Ihres Vertrauens heute Früh in gewohnt großer Aufmachung über den ritualisierten Sturmlauf dagegen. BÖZ, FAZ (S. 17, 27)

Die ETF-Sparte der Commerzbank geht voraussichtlich an Société Générale: … schreibt jedenfalls das „Handelsblatt“, und gefühlt würden wir sagen, dass wir, hätten wir die Zeit gefunden, gestern Abend noch schnell bei der Coba anzurufen, um nachzufragen, ob das denn auch stimmt, jetzt vermutlich schreiben dürften, dass die Informationen „in Finanzkreisen bestätigt“ worden seien. Handelsblatt (Paywall)

Warum die Deutsche Bank beim DWS-Börsengang die in unserer gestrigen Ausgabe skizzierten Abschläge macht: Wohl auch, weil die DWS laut Prospekt für dieses Jahr mit einer leichten Eintrübung der Geschäfte rechnet (was dann doch erstaunt angesichts des Boheis, der neulich PR-seitig um die angeblich so duften 2017-Zahlen gemacht wurde). Zudem ist die Blaubank offenbar auf den Trichter gekommen, dass die gewählte KGaA-Struktur womöglich nicht bei jedem Investor in London, New York oder Singapur zu Jubelstürmen führt. Handelsblatt (zu den 2018er-Zahlen), Financial Times (Paywall, zur KGaA-Struktur)

Andere Länder, andere Aufschreie: Während aus dem DWS-Prospekt hervorgeht, dass CEO Moreau künftig bis zu 10,5 Mio. Euro verdienen wird, hat die niederländische ING nach dem öffentlichen Proteststurm der vergangenen Tage entschieden, die geplante Gehaltserhöhung für CEO Hamers (von 2 auf 3 Mio. Euro) zurückzunehmen. BÖZ, Spiegel-Online

Mmmmh, werte M&A-Abteilungen deutscher Banken … das ist jetzt aber auch kein Ruhmesblatt, dass sich (es geht um den Mega-Energie-Deal vom Wochenende) E.On von Perella Weinberg Partners sowie BNP Paribas hat beraten lassen und RWE von Bofa Merrill Lynch sowie der Citigroup …. Bloomberg (einmal runterscrollen bis zum zehnten Absatz, bitte)

Oha, dreht jetzt sogar die ING Diba an der Gebührenschraube? Naja, zumindest so ein gaaanz klein bisschen, wenn wir es richtig deuten. So bezahlt der Wertpapierkunde (der dies dieser Tage per Post mitgeteilt bekam) z.B. bei einer Order von 3000 Euro künftig 2,50 Euro mehr als bislang (bei kleineren Käufen allerdings bezahlt er dafür auch etwas weniger). Die Gebühr für den Wertpapierservice steigt von 9,90 Euro auf 14,90 Euro.

Liebe Leser, die Sparkassen dürfen Ihre Kundinnen auch weiterhin Kunde nennen, hat der BGH entschieden. Manager Magazin

Jetzt gibt es endlich mal konkrete Zahlen, wie das Kräfteverhältnis zwischen den (nach unserer Wahrnehmung) beiden größten Marketplace-Lendern hierzulande wirklich aussieht – und zwar: Nachdem Auxmoney neulich mitgeteilt hat, 2017 Kredite im Volumen von 316 Mio. Euro vermittelt zu haben, verrät der Deutschland-Chef von Funding Circle nun, was er entgegenzusetzen hat: 55 Mio. Euro. Gründerszene

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„Mobile Banking verdrängt Online-Banking“: … behauptet Bain-Consultant Dirk Vater im Gespräch mit dem Bank-Blog

Wie lassen sich die Betrugsrisiken im Online-Zahlungsverkehr reduzieren? Darüber hat Jochen Siegert vom Paymentandbanking-Blog mit Roberto Valerio, dem CEO von RiskIdent, gesprochen. PAB (Podcast)

Warum 2018 das „Jahr der Entscheidung“ für P2P-Lender werden könnte … erklärt Patrick Jenkins von der „Financial Times“ (Paywall)

Klickfavorit

… war gestern Christian Kirchners wunderbares Stück über die Original-Schauplätze der „Bad Banks“-Serie. Capital

Wie zwei US-Investoren einen neuen deutschen Payment-Champion formen

Von Heinz-Roger Dohms

Die spannendsten Firmen sind manchmal die, die man nicht sieht. Eine solche Firma ist die Eagle Eschborn GmbH.

Gegründet wurde sie Ende 2016, der offizielle Gegenstand des Gesellschaft lautete:  Der „Erwerb, das Halten, die Verwaltung und/oder der Verkauf von Beteiligungen an Unternehmen im In- und Ausland auf eigene Rechnung.“ Gut zwölf Monate schlummerte das Unternehmen im Handelsregister scheinbar tatenlos vor sich hin. Doch dann geschah Anfang Januar etwas Bemerkenswertes: Als Geschäftsführer trat laut Registerauszug ein gewisser Marcus Mosen in die Eagle Eschborn GmbH ein. Mosen ist der Chef von Concardis (zu Concardis gleich mehr) und damit einer der wichtigsten deutschen Payment-Manager. Was hatte das zu bedeuten: Hat Mosen einen neuen Job?

Die Antwort auf diese Frage, so zeigen Recherchen von „Finanz-Szene.de“, lautet: Ja und Nein. Doch die Recherchen zeigen noch mehr: Nämlich, dass sich unter dem Mantel der Eagle Eschborn GmbH nicht nur ein ganzes Bündel spannender deutscher Payment-Firmen angesiedelt hat, sondern inzwischen auch eine erste ausländische Tochter. Und: Zu diesen Unternehmen könnte sich bald noch ein weiteres gesellen könnte, nämlich ein milliardenschwerer Player aus der Schweiz. Zudem ergeben die Recherchen noch etwas anderes, und zwar, dass die Eagle Eschborn GmbH in Kürze einen weiteren Geschäftsführer bekommen dürfte – einen der renommiertesten Internet-Manager hierzulande.

Doch der Reihe nach. Beginnen wir mit Marcus Mosen. Beziehungsweise mit dem Unternehmen, dem Mosen eigentlich vorsteht. Beginnen wir mit Concardis.

Bei Concardis, angesiedelt in besagtem Eschborn bei Frankfurt, handelt es sich von Haus aus um einen Acquirer, also um eine jener Firmen, die bei Kreditkarten-Transaktionen zwischen Visa und Mastercard auf der einen und dem Händler auf der anderen Seite stehen (und die dafür sorgen, dass der Händler von der Kreditkartenfirma und die Kreditkartenfirma  vom Endkunden auch tatsächlich ihr Geld erhalten).

Bis vor einem Jahr gehörte Concardis – das Unternehmen hieß ursprünglich übrigens mal „Gesellschaft für Zahlungsverkehr“ – den deutschen Banken und Sparkassen. So richtig wussten die Kreditinstitute allerdings nicht, was sie mit Concardis anfangen sollten. Denn: Der Zahlungsverkehr gehörte zwar traditionell zum Kerngeschäft der Banken. Aber das heißt nicht, dass er auch zu ihren Stärken gehörte. Mit dem Zahlungsverkehr war es eher so, dass er halt immer irgendwie dazugehörte. Ein Geschäft, dass im Hintergrund mitlief. Langweilig und unsexy.

Dann aber kam vor zehn Jahren Paypal. Und plötzlich hieß Zahlungsverkehr nicht mehr Zahlungsverkehr, sondern „Payment“. Und plötzlich war Zahlungsverkehr auch nicht mehr unsexy, sondern ganz heißer Scheiß. Irgendwann merkten das auch die deutschen Banken. Darum gründeten sie 2014 ihr eigenes Paypal, genannt „Paydirekt“, ein Klon-Unternehmen, das seitdem mehr oder weniger erfolglos vor sich hin hinwerkelt.  Doch was passierte derweil mit Concardis?

Während die deutschen Banken unbedingt ihr eigenes Paypal haben wollten, hatten sie für jenen Anbieter, der ihnen seit Jahrzehnten gehört, sprich: für Concardis, plötzlich keine Verwendung mehr. Das lag – etwas provokativ ausgedrückt – zum einen daran, dass sich Concardis für manche Entscheidungsträger in der deutschen Kreditwirtachft eher nach „Zahlungsverkehr“ als nach „Payment“ anhörte. Es lag zum anderen aber auch am üblichen Interessen-Gewirr im deutschen Finanzsektor. Die Sparkassen haben nämlich mit der BS Payone (ehemals: B+S Card) einen eigenen Acquirer, weshalb sie nie so genau wussten, was sie eigentlich mit ihrer Beteiligung an Concardis anfangen sollten. Dasselbe gilt so ähnlich auch für die Genobanken (deren Acquirer auf den Namen Card Process hört).

Zwar gab es 2016 aufseiten der Banken angeblich kurzzeitig die Idee, Concardis doch zu behalten, und zwar unter dem Dach der DZ Bank und der Helaba. Dieser Plan allerdings wurde wieder verworfen. Wohl auch, weil Ende 2016 zwei US-Finanzinvestoren aufkreuzten,  Bain und Advent, die bereit waren, einen scheinbar viel zu hohen Preis für Concardis zu zahlen. Satte 700 Millionen Euro.

Ob sich dieser Kaufpreis irgendwann wird rechtfertigen lassen? Für dieses Urteil ist es noch zu früh. Was sich aber, rund ein Jahr nach dem Kauf, bereits sagen lässt: Anders als die deutschen Banken haben die beiden amerikanischen Private-Equity-Gesellschaften einen Plan für Concardis, vielleicht sogar eine Vision. Der Plan sieht so aus, dass sich Concardis vom Dienstleister im Hintergrund zu einem Unternehmen wandeln soll, dass dorthin geht, wo im Zahlungsverkehr der Paypal-Ära das große Geld zu verdienen ist – nämlich am Point of Sale, im Internet, in der Cloud. Und die Vision? Dürfte sein, aus Concardis einen neuen deutschen und vielleicht ja sogar europäischen Payment-Champion zu formen.

Dabei leitete CEO Mosen die Neuausrichtung von Concardis vom Acquirer zum Rundumanbieter schon vor der Übernahme durch Bain und Advent ein. So stiegen die Eschborner 2014 als Hauptinvestor bei Orderbird ein, einem Fintech, das ein Kassensystem entwickelt hatte, mit denen kleine Händler über ihr iPad abrechnen können; speziell in der Gastronomie ist Orderbird schon relativ weit verbreitet. Ebenfalls zum Angebot gehört ein ähnliches Kassensystem für das Smartphone, es heißt Optipay (nicht zu verwechseln mit dem Fintech Optiopay). Gleichwohl: Für größere Projekte als es Orderbird oder Optipay waren, fehlte vor dem Einstieg der beiden Finanzinvestoren das Geld. Die Banken sahen wenig Sinn darin, Concardis mit Kapital für den Einstieg in neue Geschäftsfelder auszustatten. Im Gegenteil: Die Frage war vielmehr, wie viel Geld der Acquirer an seine Eigner ausschütten sollte.

Unter der Ägide von Bain und Advent änderte sich das. Mit der Übernahme des Berliner Fintechs Ratepay für einen mutmaßlich höheren zweistelligen Millionenbetrag schlug Concardis 2017 erstmals richtig zu – wobei: in Wirklichkeit tätigte eben nicht Concardis die Übernahme, sondern die von Bain und Advent aufgesetzte Eagle Eschborn GmbH, die sich de facto allerdings offenbar als „Concardis Holding“ beschreiben lässt. Ratepay (die Firma ermöglicht Onlinehändlern, ihren Kunden das Zahlen auf Rechnung oder per Lastschrift anzubieten) war allerdings nur der Anfang. Denn Ende vergangenen Jahres stemmte Concardis gleich noch zwei Akquisitionen, nämlich die der PCS PayCard Service aus Mannheim und die der Simplepay GmbH.

Doch während diese beiden Transaktionen stolz verkündet wurden, blieb ein vermutlich deutlich größerer Deal unveröffentlicht. Nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ gehört inzwischen nämlich auch einer der größten südosteuopäischen Payment-Dienstleister, nämlich die Mercury Processing, zur Eagles Eschborn GmbH und damit also zum Reich von Concardis (ein Hinweis hierauf findet sich auf einer Mercury-Homepage). Dies deutet darauf hin, dass die Ambitionen des neuen Konglomerats über Deutschland bereits hinausreichen, wobei der Fokus zunächst auf der DACH-Region liegen dürfte. In diesem Zusammenhang spannend: Bain und Advent gehören auch zu den Interessenten für die milliardenschwere Payment-Sparte des Schweizer Finanztechnologie-Konzerns SIX. Kommen die beiden US-Investoren zum Zuge, dann ist laut Branchenkennern davon auszugehen, dass auch sie unter das Dach der Eagle Eschborn kommen könnte. Spätestens in diesem Augenblick wäre die scheinbar altbackene Concardis plötzlich ein Player von internationalem Format.

Am Ehrgeiz mangelt es jedenfalls nicht. Darauf deutet eine spektakuläre Personalie hin:  Nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ wird der frühere CEO von 1&1 Internet, Robert Hoffmann, neuer Chef der Eagle Eschborn GmbH, in der Concardis-Chef Mosen bereits sitzt. Nach Ansicht von Szene-Kennern macht das Sinn: Mosen ist ein langjähriger Payment-Manager mit starker Fintech-Affinität; Hoffmann kennt sich im Internet-Vertrieb aus und gilt zudem als Cloud-Experte (was insofern vorteilhaft ist, als moderne Payment-Lösungen wie Orderbird längst aus der Cloud kommen). Die Kombination könnte Sinn machen.

Wird der Adler also tatsächlich fließen? Das ist nicht gesagt. Denn die Payment-Branche ist seit einigen Jahren wahnwitzig schnellebig, die ganz großen US-Techkonzerne (Apple, Google, Amazon) tummeln sich hier ebenso wie smarte europäische Herausforder (Klarna, Adyen). Und doch: Nicht auszuschließen, dass die deutschen Banken in ein paar Jahren auf Concardis blicken und sich fragen: Und dieses Unternehmen hat mal uns gehört?

Exklusiv: Früherer 1&1-CEO Hoffmann wird Chef der Payment-Holding von Advent und Bain

Von Heinz-Roger Dohms

Spannende Personalie in der deutschen Payment-Branche: Der frühere CEO des Internetunternehmens 1&1, Robert Hoffmann, wird nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ neuer Chef der Eagle Eschborn GmbH – das ist die Holding, unter der die US-Finanzinvestoren Advent und Bain ihre deutschen Payment-Aktivitäten angesiedelt haben. Laut Handelsregister gehört auch Concardis-CEO Marcus Mosen der Holding-Führung an. Er ist verantwortlich für die operativ tätige Concardis GmbH, um die herum Advent und Bain momentan ein neues Schwergewicht auf dem europäischen Payment-Markt formen.

Unter dem Holding-Dach befindet sich neben dem Acquirer Concardis auch schon das aufstrebende Berliner Fintech Ratepay. Es ermöglicht Online-Händlern, ihren Kunden das Zahlen auf Rechnung oder per Lastschrift anzubieten. Darüber hinaus verkündete Concardis Ende vergangenen Jahres die Übernahme der PCS PayCard Service aus Mannheim und der Simplepay GmbH aus Berlin. Das ist allerdings noch nicht alles. Denn nach Recherchen von „Finanz-Szene.de“ gehört inzwischen auch der osteuropäische Payment-Dienstleister Mercury Processing zur Concardis-Familie.

Überdies sind Bain und Advent an der milliardenschweren Payment-Sparte des Schweizer Finanztechnologie-Konzerns SIX interessiert. Auch diese könnte Teil der Holding werden. Dagegen scheint der Sparkassen-Acquirer BS Payone  nicht mehr im Fokus der beiden US-Investoren zu stehen. Ein Grund könnte sein, dass die Sparkassen nicht bereit sind, einen Mehrheitsanteil an der Tochter abzugeben.

13/03/18: DWS wird zum Discount-IPO, N26 kurz vor Mega-Funding, Der künftige Goldman-Chef

Deutsche Bank bietet DWS-Aktien schon jetzt mit deutlichem Abschlag an

Erinnert sich noch jemand an unsere häretische Schlagzeile vom 26. Januar? „Ist die DWS tatsächlich reif für einen IPO?“, titelten wir damals unter Verweis auf die aus unserer Sicht eher mäßigen 2017er-Zahlen des Asset Managers der Deutschen Bank. Mit sechswöchiger Verspätung hat die Blaubank nun die Antwort auf unsere Frage gegeben. Sie lautet: Ja, die DWS ist reif für den geplanten Börsengang. Aber irgendwie auch nicht so richtig. Denn noch bevor die Roadshow beginnt, rücken die Frankfurter bereits von ihren Preisvorstellungen ab. Die gestern vorgestellte Spanne von 30 bis 36 Euro je Aktie bedeutet, dass das Frankfurter Geldhaus selbst im besten Fall (25% der Anteile werden zu je 36 Euro platziert) nur 1,8 Mrd. Euro erlösen wird – statt der erhofften 2,0 Mrd. Euro. Im schlechtesten kalkulierten Fall (20% der Anteile zu je 30 Euro) wären es gar nur 1,2 Mrd. Euro. Immerhin, der erste Großaktionär ist gefunden (es handelt sich, wie vermutet, um Nippon Life). Und: Die Januar-Zuflüsse der DWS waren kräftig.

Archiv (Newsletter vom 26.01. mit  weiterführenden Links), Handelsblatt (Paywall), Manager Magazin (zu Nippon Life), Fondsprofessionell (Januar-Zahlen), Welt (mit DWS-Aufsichtsrats-Personalien)

Exklusiv: Berliner Fintech N26 soll unmittelbar vor Mega-Funding stehen

Perfekt ist noch nichts. Aber: Wenige Tage nach dem 57-Millionen-Euro-Funding für die Berliner Solarisbank soll bereits das nächste deutsche Fintech vor einer Rekordfinanzierung stehen – nämlich die ebenfalls in der Hauptstadt ansässige Smartphone-Bank N26. Läuft alles glatt, könnte das Funding laut gemeinsamen Recherchen von „Finanz-Szene.de“ und „Gründerszene“ bereits in den nächsten Tagen perfekt gemacht und anschließend offiziell verkündet werden. „Sie können damit rechnen, dass das Funding sogar noch über dem der Solarisbank liegen wird“, sagte eine der Quellen. Lesen Sie hier weitere Details – und warum die im internationalen Vergleich bislang eher schwach finanzierten deutschen Fintechs urplötzlich Runden von 50 Millionen Euro und mehr einstreichen. Finanz-Szene.de

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Erlöse aus DWS-Börsengang würden selbst im allerbesten Fall nicht reichen, um die Boni, die sich die Deutschbanker im dritten Verlustjahr in Folge redlich verdient haben, zu finanzieren: Wer es noch nicht mitbekommen hat – die Prämienzahlungen für 2017 sollen bei gut 2 Mrd. Euro liegen. Die Kollegen von „efinancialcareers“ stellen erste Mutmaßungen an, welche Sparten besonders profitieren – und vergleichen die Boni bei der Deutschen Bank (üppig) mit denen bei der Credit Suisse (weniger üppig). efinancialcareers

Will der gute Herr Lin von der Société Générale die Deutsche Bank eigentlich sturmreif schießen? Naja, zumindest hat der Analyst die gestrigen Verlautbarungen zum DWS-Börsengang zum Anlass genommen, die Aktie des größten deutschen Geldhauses ein weiteres Mal herabzustufen, diesmal auf nur noch 10 Euro.

Schafft die Eba ein Kapitalproblem für (manche) deutsche Banken? Wenn ein Gewinnabführungs-Vertrag zwischen einem Kreditinstitut und seiner Tochter besteht, soll das harte Eigenkapital der Tochter in Zukunft nicht mehr als solches anerkannt werden, berichtet die Börsen-Zeitung.

Commerzbank buhlt um großen Ösi-Auftrag: Die österreichische Post will nach dem Absprung der Bawag bis Jahresmitte einen neuen Partner für die Abwicklung von Bankgeschäften finden. Zu den aussichtsreichsten Kandidaten zählt angeblich die Coba. Reuters/HB

Beyond.de

Das ist der mutmaßlich künftige Chef von Goldman Sachs: David Solomon hat das Cage Match (O-Ton „Financial Times“) um die Thronfolger-Position  bei der US-Investmentbank gewonnen. Schon Ende des Jahres könnte er womöglich die Nachfolge von Lloyd Blankfein antreten. Manager Magazin (Kurzporträt mit wohltuend klarem Fokus auf Solomons privaten Interessen), Financial Times (Paywall), Wikipedia

Linktipps

Eigentlich schert uns die B2C-Sicht auf die Dinge ja nicht die Bohne: … aber was der „Finanzrocker“ und der „Finanzwesir“ (zwei angesehene Blogger) zu Mifid II zu sagen haben, das dürfte nicht nur den Kleinanleger, sondern auch den Banker und den Fintech-Menschen interessieren. Finanzrocker

Ebenso eigentlich hatten wir uns vorgenommen, die ZDF-Serie „Bad Banks“ (und v.a. die ganzen „Sind echte Banker wirklich so?“-Artikel) zu ignorieren … für Christian Kirchners schnuckelige Bestandsaufnahme zu den Drehorten („Gibt es die Büros und dem Turm der ‚Deutschen Global Invest‘ wirklich?“) gilt dieser Boykott allerdings nicht. Capital

Der undurchsichtige Herr Chen: Das „Manager Magazin“ hat den Chef des Deutsche-Bank-Ankeraktionärs HNA porträtiert. MM

Der „Cashback“ war nur der Anfang: Denn bald sollen Kunden an der Ladenkasse auch Geld aufs Konto einzahlen können. Wie das geht, erklärt (leider hinter der Bezahlschranke) die FAZ.

Und bevor die digitalen Super-Nerds jetzt wieder zum Füllfederhalter greifen, … um uns in schönstem Sütterlin einen Leserbrief zu schreiben, in dem dann stehen wird, dass Kunden von N26, Fidor und einzelnen Sparda-Banken bei „ausgewählten Partnern im deutschen Einzelhandel“ auch jetzt schon Geld einzahlen können … Wissen wir … Bislang haben wir allerdings, ehrlich gesagt, an der Penny-Kasse noch nie jemanden gesehen, der sich als N26-Kunde geoutet hätte, um 16,23 Euro zu depositieren. Handelsblatt (Archiv-Artikel von November)

By the way: Bundesbank-Vorstand Thiele hat „die Verlagerung der Bankfiliale in den Handel“ dieser Tage eine „kleine Revolution“ genannt. Hier der entsprechende Auszug aus seiner Rede: Bundesbank

That’s not news

Weil „Finanz-Szene.de“ montags nichts erscheint, fassen wir immer dienstags die wesentlichen Nachrichten des Wochenendes kurz zusammen:

  • Bafin entlastet HNA: Laut Finanzaufsicht hat der chinesische Ankeraktionär der Deutschen Bank beim Erwerb seiner Anteile korrekte Angaben zu den Stimmrechten gemacht. Süddeutsche
  • Jetzt kommen die Brexit-Banker wirklich: Die UBS will Teile ihrer Verwaltung von London nach Frankfurt verlegen. Handelszeitung
  • Theodor Weimer erinnert sich an seine Anfänge: … und verpflichtet McKinsey (wo er früher selbst mal gearbeitet hat) als Strategieberatung für die Deutsche Börse. Handelsblatt
  • Die Deutsche Börse baut ihren Verwaltungsrat um: Ann-Kristin Achleitner verlässt das Gremium, drei neue Mitglieder kommen hinzu. Handelsblatt
  • HSH-Chef schielt auf die  Börse: „Wenn der nächste Schritt in einigen Jahren ein Börsengang sein sollte, wäre das eine gute Sache“, sagte Stefan Ermisch dem „Spiegel“. HB

Klickfavorit

… war am Freitag das Linkedin-Profil des „Director Talent Acquisition“ bei Amazon (also des Typen, der auffällig viele deutsche Banker anzubaggern scheint). Linkedin

13/03/18: N26 kurz vor Mega-Funding, Übersicht „Cashback“, 94 Mio. Pfund für Fintech-Fonds

Exklusiv: Berliner Fintech N26 soll unmittelbar vor Mega-Funding stehen

Perfekt ist noch nichts. Aber: Wenige Tage nach dem 57-Millionen-Euro-Funding für die Berliner Solarisbank soll bereits das nächste deutsche Fintech vor einer Rekordfinanzierung stehen – nämlich die ebenfalls in der Hauptstadt ansässige Smartphone-Bank N26. Läuft alles glatt, könnte das Funding laut gemeinsamen Recherchen von „Finanz-Szene.de“ und „Gründerszene“ bereits in den nächsten Tagen perfekt gemacht und anschließend offiziell verkündet werden. „Sie können damit rechnen, dass das Funding sogar noch über dem der Solarisbank liegen wird“, sagte eine der Quellen. Lesen Sie hier weitere Details – und warum die im internationalen Vergleich bislang eher schwach finanzierten deutschen Fintechs urplötzlich Runden von 50 Millionen Euro und mehr einstreichen.

Finanz-Szene.de

Deutsche Bank bietet DWS-Aktien schon jetzt mit deutlichem Abschlag an

Erinnert sich noch jemand an unsere häretische Schlagzeile vom 26. Januar? „Ist die DWS tatsächlich reif für einen IPO?“, titelten wir damals unter Verweis auf die aus unserer Sicht eher mäßigen 2017er-Zahlen des Asset Managers der Deutschen Bank. Mit sechswöchiger Verspätung hat die Blaubank nun die Antwort auf unsere Frage gegeben. Sie lautet: Ja, die DWS ist reif für den geplanten Börsengang. Aber irgendwie auch nicht so richtig. Denn noch bevor die Roadshow beginnt, rücken die Frankfurter bereits von ihren Preisvorstellungen ab. Die gestern vorgestellte Spanne von 30 bis 36 Euro je Aktie bedeutet, dass das Frankfurter Geldhaus selbst im besten Fall (25% der Anteile werden zu je 36 Euro platziert) nur 1,8 Mrd. Euro erlösen wird – statt der erhofften 2,0 Mrd. Euro. Im schlechtesten kalkulierten Fall (20% der Anteile zu je 30 Euro) wären es gar nur 1,2 Mrd. Euro. Handelsblatt (Paywall), Manager Magazin

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Erlöse aus DWS-Börsengang würden selbst im allerbesten Fall nicht reichen, um die Boni, die sich die Deutschbanker im dritten Verlustjahr in Folge redlich verdient haben, zu finanzieren: Wer es noch nicht mitbekommen hat – die Prämienzahlungen für 2017 sollen bei gut 2 Mrd. Euro liegen. Die Kollegen von „efinancialcareers“ stellen erste Mutmaßungen an, welche Sparten besonders profitieren – und vergleichen die Boni bei der Deutschen Bank (üppig) mit denen bei der Credit Suisse (weniger üppig). efinancialcareers

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94 Mio. Pfund für Fintech-Fonds: Das neue Investmentvehikel übernimmt mit dem frisch eingesammelten Geld die Finanz-Startup-Beteiligungen von Augmentum (darunter Zopa). Finextra

Das ist der mutmaßlich künftige Chef von Goldman Sachs: David Solomon hat das Cage Match (O-Ton „Financial Times“) um die Thronfolger-Position  bei der US-Investmentbank gewonnen. Schon Ende des Jahres könnte er womöglich die Nachfolge von Lloyd Blankfein antreten. Manager Magazin (Kurzporträt mit wohltuend klarem Fokus auf Solomons privaten Interessen), Financial Times (Paywall), Wikipedia

Linktipps

Der „Cashback“ war nur der Anfang: Denn bald sollen Kunden an der Ladenkasse auch Geld aufs Konto einzahlen können. Wie das geht, erklärt (leider hinter der Bezahlschranke) die FAZ.

Und bevor die digitalen Super-Nerds jetzt wieder zum Füllfederhalter greifen, … um uns in schönstem Sütterlin einen Leserbrief zu schreiben, in dem dann stehen wird, dass Kunden von N26, Fidor und einzelnen Sparda-Banken bei „ausgewählten Partnern im deutschen Einzelhandel“ auch jetzt schon Geld einzahlen können … Wissen wir … Bislang haben wir allerdings, ehrlich gesagt, an der Penny-Kasse noch nie jemanden gesehen, der sich als N26-Kunde geoutet hätte, um 16,23 Euro zu depositieren. Handelsblatt (Archiv-Artikel von November)

By the way: Bundesbank-Vorstand Thiele hat „die Verlagerung der Bankfiliale in den Handel“ dieser Tage eine „kleine Revolution“ genannt. Hier der entsprechende Auszug aus seiner Rede: Bundesbank

Eigentlich schert uns die B2C-Sicht auf die Dinge ja nicht die Bohne: … aber was der „Finanzrocker“ und der „Finanzwesir“ (zwei angesehene Blogger) zu Mifid II zu sagen haben, das dürfte nicht nur den Kleinanleger, sondern auch den Banker und den Fintech-Menschen interessieren. Finanzrocker

Ebenso eigentlich hatten wir uns vorgenommen, die ZDF-Serie „Bad Banks“ (und v.a. die ganzen „Sind echte Banker wirklich so?“-Artikel) zu ignorieren … für Christian Kirchners schnuckelige Bestandsaufnahme zu den Drehorten („Gibt es die Büros und dem Turm der ‚Deutschen Global Invest‘ wirklich?“) gilt dieser Boykott allerdings nicht. Capital

Der undurchsichtige Herr Chen: Das „Manager Magazin“ hat den Chef des Deutsche-Bank-Ankeraktionärs HNA porträtiert. MM

That’s not news

Weil „Finanz-Szene.de“ montags nichts erscheint, fassen wir immer dienstags die wesentlichen Nachrichten des Wochenendes kurz zusammen:

  • Bafin entlastet HNA: Laut Finanzaufsicht hat der chinesische Ankeraktionär der Deutschen Bank beim Erwerb seiner Anteile korrekte Angaben zu den Stimmrechten gemacht. Süddeutsche
  • Jetzt kommen die Brexit-Banker wirklich: Die UBS will Teile ihrer Verwaltung von London nach Frankfurt verlegen. Handelszeitung
  • Theodor Weimer erinnert sich an seine Anfänge: … und verpflichtet McKinsey (wo er früher selbst mal gearbeitet hat) als Strategieberatung für die Deutsche Börse. Handelsblatt
  • Die Deutsche Börse baut ihren Verwaltungsrat um: Ann-Kristin Achleitner verlässt das Gremium, drei neue Mitglieder kommen hinzu. Handelsblatt
  • HSH-Chef schielt auf die  Börse: „Wenn der nächste Schritt in einigen Jahren ein Börsengang sein sollte, wäre das eine gute Sache“, sagte Stefan Ermisch dem „Spiegel“. HB

Klickfavorit

… war am Freitag das Linkedin-Profil des „Director Talent Acquisition“ bei Amazon (also des Typen, der auffällig viele deutsche Banker anzubaggern scheint). Linkedin

Exklusiv: Vorzeige-Fintech N26 soll kurz vor Mega-Funding stehen

Von Heinz-Roger Dohms (Finanz-Szene.de) und Caspar Schlenk (Gründerszene)

Wenige Tage nach dem 57-Millionen-Euro-Funding für die Berliner Solarisbank soll ein weiteres deutsches Fintech unmittelbar vor einer Rekordfinanzierung stehen – nämlich die ebenfalls in der Hauptstadt ansässige Smartphone-Bank N26. Das haben „Finanz-Szene.de“ und „Gründerszene“ aus Finanzkreisen erfahren. Läuft alles glatt, könnte das Funding bereits in den nächsten Tagen perfekt gemacht und anschließend offiziell verkündet werden. Angeblich soll es um eine hohe zweistellige Millionensumme gehen. „Sie können damit rechnen, dass das Funding sogar noch über dem der Solarisbank liegen wird“, sagte eine der Quellen. Eine Sprecherin von N26 wollte sich zu den Informationen nicht äußern.

Kommt es tatsächlich so, hätte die deutsche Fintech-Szene binnen kurzer Zeit gleich zweimal den Beweis angetreten, dass Funding-Runden in einer Bandbreite von 50 und 100 Millionen Euro inzwischen auch für hiesige Finanz-Startups möglich sind. Daran gab es in den vergangenen Jahren durchaus Zweifel, weil abgesehen von Kreditech kein einziges deutsches Fintech Kapitalerhöhungen in dieser Größenordnung gestemmt hatte. Die bislang höchsten Finanzierungen für  Raisin („Weltsparen“), Finleap, Scalable oder Finanzcheck bewegten sich stattdessen allesamt in einer Spanne irgendwo zwischen 30 und 40 Millionen Euro. Auch N26 lag bei der bislang letzten Runde in diesem Bereich.  Ein Sonderfall ist Smava: Das Kreditvergleichsportal berichtete jüngst zwar von einer Finanzierung von umgerechnet deutlich über 50 Millionen Euro; ob es sich dabei aber komplett um Eigenkapital handelte, ist ungewiss.

Dass nun ausgerechnet die Solarisbank und voraussichtlich auch N26 die 50-Millionen-Euro-Marke überspringen, kommt nicht von ungefähr. Zwar unterscheiden sich die Geschäftsmodelle der beiden Fintechs grundlegend. So ist N26 als mobile Retailbank ein reiner B2C-Anbieter, während sich die Solarisbank als White-Label-Spezialist quasi ausschließlich aufs B2B-Geschäft fokussiert. Davon abgesehen, gibt es aber viele Gemeinsamkeiten: Beide reklamieren für sich, ein zumindest am deutschen Markt  singuläres Geschäftsmodell zu verfolgen; beide unterstrichen ihre Eigenständigkeit, indem sie sich frühzeitig eine eigene Banklizenz besorgten; und beide hegen große internationale Ambitionen. Vor allem letzteres scheint für ausländische Investoren ein wichtiges Argument zu sein.

Tatsächlich dürfte N26 das Ziel verfolgen, mit den frischen Millionen die internationale Ausbreitung voranzutreiben. Zuletzt hatten die Berliner bereits die Expansion in die USA und nach Großbritannien verkündet; daneben ist das Fintech auf Basis seiner deutschen Banklizenz auch schon in vielen anderen Euro-Ländern unterwegs. Dabei sind die Erfolge in der Kunden-Akquisition zum Teil erstaunlich. So kommt N26 in Frankreich gut ein Jahr nach dem Start bereits auf mehr als 200.000 Kunden; rechnet man alle Märkte (also auch den deutschen) zusammen, dürften es mittlerweile sogar schon mehr als 750.000 Kunden sein.

09/03/18: Weltsparen gegen Scalable, Baggert Amazon deutsche Banker an?, Ole Franke

Weltsparen greift Scalable Capital frontal an

Das bislang auf die Vermittlung von Tages- und Festgeld spezialisierte Berliner Fintech Raisin („Weltsparen“) steht kurz vor dem Eintritt in den Markt für Robo Adviser – und greift den dortigen Marktführer Scalable Capital mit Kampfkonditionen von durchschnittlich 0,49 Prozent Gesamtkosten frontal an. Das „Weltinvest“ genannte Angebot wird online bereits beworben und soll Mitte des Monats freigeschaltet werden. Raisin selbst spricht offiziell zwar nicht von einem „Robo“-Produkt, sondern von einer „global diversifizierten ETF-Anlage“. Letztlich ist das Prinzip jedoch das gleiche. Laut dem Fachmagazin „Extra Funds“ bestehen die ETF-Portfolios  von „Weltinvest“ aus fünf ETFs und zwei Indexfonds des US-Anbieters Vanguard. Die Anlagestrategien heißen demzufolge – je nach Aktienquote – „Weltinvest 30“, „50“, „70“ oder „100“. Als Depotbank fungiert die DAB. Die Chancen, dass Raisin rasch auf signifikante Marktanteile kommt, dürften so schlecht nicht stehen.  Immerhin haben die Berliner mehr als 100.000 Spareinlagen-Kunden. Denen können sie jetzt auch ihre Investmentprodukte andienen.

Extra-Funds, Fondsprofessionell

News

Exklusiv -Ole Franke hat einen neuen Job (und nicht den schlechtesten): Nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ heuert der frühere Coba-Digitalmanager zum 1. April als Chief Operating Officer bei der Targobank an. Er wird bei dem  Ratenkredit-Spezialisten direkt an Vorstandschef Pascal Laugel berichten. Franke galt lange Zeit als digitales Vorzeige-Gesicht der Commerzbank. Das hing auch damit zusammen, dass der frühere Mobilfunk-Manager als Quereinsteiger große mediale Aufmerksamkeit auf sich zog. Karrieretechnisch kam Franke allerdings nur leidlich voran, mit dem heutigen Bereichsvorstand Ulrich Coenen zog ausgerechnet ein anderer früherer E-Plus-Mann an ihm vorbei. Trotzdem kam Frankes Ausscheiden im Herbst überraschend. Denkbar, dass er damals schon das Angebot der Targobank hatte. Archiv: „Der digitale Brain-Drain bei der Commerzbank“

Blick über den Branchenrand hinaus: Die Allianz schafft zur Schärfung des digitalen Profils einen völlig neuen Vorstandsposten – nämlich den des „Chief Business Transformation Officers“. Bekleiden wird den Posten Ivan de la Sota, der zuletzt für das Spanien- und Lateinamerika-Geschäft des Versicherungskonzerns zuständig war. Der bisherige Digitalchef Solmaz Altin war (wenn wir das richtig verstehen) kürzlich nach Singapur weggelobt worden. Manager Magazin, Handelsblatt

Der CDU-Europaparlamentarier Burkhard Balz beerbt wie erwartet Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret: … unklar ist nur noch, ob er auch dessen Zuständigkeit (sprich: die Bankenaufsicht) übernimmt. Hintergrund: Auch der für Bargeld und Zahlungsverkehr verantwortliche Carl-Ludwig Thiele scheidet demnächst aus dem Vorstand aus, so dass auch eine andere Ressortverteilung möglich ist. Handelsblatt, FAZ

Aus der Szene

Wollen Sie sich dem Thema „Amazon und die Banken“ einfach mal auf die ganz blöde Tour nähern? Dann klicken Sie doch bitte auf das Linkedin-Profil eines gewissen Andreas von der Heydt, das ist nämlich der „Director Talent Acquisition Amazon“. Sofern unter Ihren eigenen Kontakten viele deutsche Banker sind (wovon wir jetzt einfach mal ausgehen), werden Sie mithilfe der „Gemeinsame Kontakte“-Funktion feststellen, dass nicht wenige dieser deutschen Banker auch mit Herrn von der Heydt verbandelt sind. Nun kann es natürlich sein, dass die Banker zuerst den Amazon-Mann angebaggert haben. Wir würden allerdings vermuten, dass es andersrum war. Was damit bewiesen wäre? Natürlich gar nichts. Aber interessant ist das Ganze trotzdem – finden Sie nicht?

Linktipps

Wer rettet mein Ich? Warum Identitätsdienste wie Verimi oder Yes (nicht nur bei Finanzgeschäften) sinnvoll sind, bislang aber nicht so funktionieren, wie es wünschenswert wäre. Finletter

Über die Gafas (also Google, Amazon, Facebook und Apple) haben wir genug geredet … reden wir über die BATs (Baidu, Alibaba und Tencent). Paymentandbanking

Und wem das zu wenige Lesetipps waren, … den verweisen wir wie immer freitags auf die „Was wir lesen“-Linkliste des DZ-Innovationsblogs

Klickfavorit

… war gestern unser Scoop über den Einstieg von BBVA, ABN Amro und Visa beim Berliner Fintech Solarisbank. Finanz-Szene.de

09/03/18: Baggert Amazon deutsche Banker an?, Neuer Job für Ex-Coba-Manager, Robo-Schlacht

Weltsparen greift Scalable Capital frontal an

Das bislang auf die Vermittlung von Tages- und Festgeld spezialisierte Berliner Fintech Raisin („Weltsparen“) steht kurz vor dem Eintritt in den Markt für Robo Adviser – und greift den dortigen Marktführer Scalable Capital mit Kampfkonditionen von durchschnittlich 0,49 Prozent Gesamtkosten frontal an. Das „Weltinvest“ genannte Angebot wird online bereits beworben und soll Mitte des Monats freigeschaltet werden. Raisin selbst spricht offiziell zwar nicht von einem „Robo“-Produkt, sondern von einer „global diversifizierten ETF-Anlage“. Letztlich ist das Prinzip jedoch das gleiche. Laut dem Fachmagazin „Extra Funds“ bestehen die ETF-Portfolios  von „Weltinvest“ aus fünf ETFs und zwei Indexfonds des US-Anbieters Vanguard. Die Anlagestrategien heißen demzufolge – je nach Aktienquote – „Weltinvest 30“, „50“, „70“ oder „100“. Als Depotbank fungiert die DAB. Die Chancen, dass Raisin rasch auf signifikante Marktanteile kommt, dürften so schlecht nicht stehen.  Immerhin haben die Berliner mehr als 100.000 Spareinlagen-Kunden. Denen können sie jetzt auch ihre Investmentprodukte andienen.

Extra-Funds, Fondsprofessionell

News

Exklusiv -Ole Franke hat einen neuen Job (und nicht den schlechtesten): Nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ heuert der frühere Coba-Digitalmanager zum 1. April als Chief Operating Officer bei der Targobank an. Er wird bei dem  Ratenkredit-Spezialisten direkt an Vorstandschef Pascal Laugel berichten. Franke galt lange Zeit als digitales Vorzeige-Gesicht der Commerzbank. Das hing auch damit zusammen, dass der frühere Mobilfunk-Manager als Quereinsteiger große mediale Aufmerksamkeit auf sich zog. Karrieretechnisch kam Franke allerdings nur leidlich voran, mit dem heutigen Bereichsvorstand Ulrich Coenen zog ausgerechnet ein anderer früherer E-Plus-Mann an ihm vorbei. Trotzdem kam Frankes Ausscheiden im Herbst überraschend. Denkbar, dass er damals schon das Angebot der Targobank hatte. Archiv: „Der digitale Brain-Drain bei der Commerzbank“

Blick über den Branchenrand hinaus: Die Allianz schafft zur Schärfung des digitalen Profils einen völlig neuen Vorstandsposten – nämlich den des „Chief Business Transformation Officers“. Bekleiden wird den Posten Ivan de la Sota, der zuletzt für das Spanien- und Lateinamerika-Geschäft des Versicherungskonzerns zuständig war. Der bisherige Digitalchef Solmaz Altin war (wenn wir das richtig verstehen) kürzlich nach Singapur weggelobt worden. Manager Magazin, Handelsblatt

Der CDU-Europaparlamentarier Burkhard Balz beerbt wie erwartet Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret: … unklar ist nur noch, ob er auch dessen Zuständigkeit (sprich: die Bankenaufsicht) übernimmt. Hintergrund: Auch der für Bargeld und Zahlungsverkehr verantwortliche Carl-Ludwig Thiele scheidet demnächst aus dem Vorstand aus, so dass auch eine andere Ressortverteilung möglich ist. Handelsblatt, FAZ

Aus der Szene

Wollen Sie sich dem Thema „Amazon und die Banken“ einfach mal auf die ganz blöde Tour nähern? Dann klicken Sie doch bitte auf das Linkedin-Profil eines gewissen Andreas von der Heydt, das ist nämlich der „Director Talent Acquisition Amazon“. Sofern unter Ihren eigenen Kontakten viele deutsche Banker sind (wovon wir jetzt einfach mal ausgehen), werden Sie mithilfe der „Gemeinsame Kontakte“-Funktion feststellen, dass nicht wenige dieser deutschen Banker auch mit Herrn von der Heydt verbandelt sind. Nun kann es natürlich sein, dass die Banker zuerst den Amazon-Mann angebaggert haben. Wir würden allerdings vermuten, dass es andersrum war. Was damit bewiesen wäre? Natürlich gar nichts. Aber interessant ist das Ganze trotzdem – finden Sie nicht?

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Wer rettet mein Ich? Warum Identitätsdienste wie Verimi oder Yes (nicht nur bei Finanzgeschäften) sinnvoll sind, bislang aber nicht so funktionieren, wie es wünschenswert wäre. Finletter

Über die Gafas (also Google, Amazon, Facebook und Apple) haben wir genug geredet … reden wir über die BATs (Baidu, Alibaba und Tencent). Paymentandbanking

Und wem das zu wenige Lesetipps waren, … den verweisen wir wie immer freitags auf die „Was wir lesen“-Linkliste des DZ-Innovationsblogs

Klickfavorit

… war gestern unser Scoop über den Einstieg von BBVA, ABN Amro und Visa beim Berliner Fintech Solarisbank. Finanz-Szene.de

Exklusiv: BBVA, ABN Amro und Visa steigen beim Berliner Fintech Solarisbank ein

Von Heinz-Roger Dohms

Paukenschlag in der deutschen Fintech-Branche: Die erst 2016 gegründete Berliner Solarisbank wird nach exklusiven Informationen von „Finanz-Szene.de“ heute eine Funding-Runde über 56,6 Millionen Euro bekanntgeben – die hinter Kreditech bislang höchste Finanzierung für ein hiesiges Fintech überhaupt.  Zu den Investoren gehören die spanische BBVA und die niederländische ABN Amro, was  ein Novum darstellt. Denn bislang hat noch keine führende europäische Bank in großem Stil in ein deutsches Finanz-Startup investiert. Daneben gibt es mit dem Kreditkartenkonzern Visa und dem Venture-Capital-Fonds Lakestar zwei weitere prominente neue Aktionäre. „Wir haben genau die Investoren gefunden, die wir uns gewünscht haben“, sagte Solarisbank-Aufsichtsratschef Gerrit Seidel im Gespräch mit „Finanz-Szene.de“.

Die Finanzierungsrunde ist nicht nur für die Solarisbank, sondern für die gesamte Fintech-Branche hierzulande ein Signal. Denn: Zuletzt hatte es immer wieder Zweifel gegeben, ob Mega-Fundings in Höhe von 50 Millionen Euro und mehr für junge deutsche Finanz-Startups überhaupt realistisch sind. Das Beispiel Solaris zeigt nun jedoch, dass global tätige Investoren prinzipiell bereit sind, auch in hiesige Fintechs hohe Summen zu pumpen. Allerdings geht damit offenbar eine gewisse Erwartungshaltung einher, sprich: Das Geschäftsmodell sollte einigermaßen singulär und nicht nur auf den deutschen Markt beschränkt sein. Entsprechend kündigte Solarisbank-Chef Roland Folz gegenüber „Finanz-Szene.de“ an: „Mit den neuen Mitteln wollen wir neben der weiteren Produktentwicklung auch unsere Internationalisierung vor allem in weitere europäische Märkte vorantreiben.“

Die Solarisbank war im Frühjahr 2016 an den Start gegangen. Als eines der ersten deutschen Fintechs sicherte sie sich damals eine Bank-Lizenz bei der Bafin – und baut seitdem um diese Lizenz herum ihr Geschäftsmodell auf. Das sieht in der Praxis etwa so aus, dass vermeintliche Startup-Banken wie Hufsy, Penta und Kontist ihren Kunden zwar Bankdienstleistungen wie Konto oder Kreditkarte anbieten, die Transaktionen aber in Wirklichkeit über die technische Plattform von Solaris abgewickelt werden.

Ein anderes Beispiel: Das Gebrauchtwagen-Portal Autoscout24 bietet seinen Nutzern inzwischen eine „eigene“ Kreditfinanzierung an. Auch dahinter steht, wenn man genau hinguckt, die Solarisbank – übrigens nicht nur als technischer Dienstleister, sondern auch als die Bank, die den Kredit auf die eigene Bilanz nimmt. Auch das Vergleichsportal Smava und die Direktbank MoneyYou (die zur ABN Amro gehört) bieten seit Kurzem unter eigener Marke einen sogenannten Sofortkredit an, der eigentlich von der Solarisbank kommt.

Hervorgegangen ist das Vorzeige-Fintech ursprünglich aus dem Berliner Company Builder Finleap. Der dürfte auch nach der jüngsten Finanzierungsrunde mit rund 30 Prozent immer noch der größte Aktionär sein. Dahinter kommt jetzt BBVA, wobei der Anteil der Spanier so hoch sein soll, dass es ein Inhaberkontrollverfahren durch die Bafin geben wird. Alle anderen Aktionäre  halten Anteile im einstelligen Prozentbereich. Von den Altaktionären beteiligten sich der japanische Fintech-Investor SBI Group und die Bertelsmann-Tochter Arvato. Darüber hinaus  bleibt auch der kleine, aber feine Münchner VC-Investor Yabeo (dem unter anderem Solaris-Aufsichtsratschef Seidel angehört) an Bord. Die Hypo-Vereinsbank hingegen hat ihre Anteile – mit ordentlichem Gewinn – an BBVA verkauft.

„Uns war wichtig, dass an der Unabhängigkeit der Solarisbank-Plattform trotz des Einstiegs großer strategischer Investoren auch weiterhin keinerlei Zweifel bestehen. Durch das breit gefächerte Aktionariat ist dieser Punkt in jedem Fall gewährleistet“, sagte Gerrit Seidel. Zur Bewertung wollten sich weder er noch Folz äußern. Nach Angaben aus Finanzkreisen dürfte sie bei grob geschätzt rund 175 Mio. Euro liegen (wobei die Post-Money-Bewertung nochmal rund 50 Mio. Euro höher sein dürfte).

Was auffällt: Durch den Ausstieg der HVB ist nun keine deutsche Bank mehr bei der Solarisbank an Bord, wohl aber zwei ausländische Institute. Als Grundsatzentscheidung will Folz das nicht verstanden wissen, er sagt allerdings: „Wir sind bei der Suche nach den geeigneten Investoren gezielt auf jene europäischen Banken zugegangen, die unserer Meinung nach technologisch am progressivsten sind.“ Auf die BBVA trifft das ohne Zweifel zu. Die Spanier schwenkten deutlich früher als hiesige Banken auf Fintech-Kurs, übernahmen zum Beispiel 2014 die amerikanische Startup-Bank Simple und 2016 das finnische Fintech Holvi. Erst gestern verlautete zudem, dass die Spanier die neue Mega-Finanzierungsrunde bei der britischen Challenger-Bank Atom anführen. Laut einer kürzlich erschienenen Oliver-Wyman-Studie ist BBVA in puncto Digitalisierung sogar die am weitesten fortgeschrittene Bank in Europa. Ganz so ausdefiniert ist das Fintech-Profil der ABN Amro zwar nicht, allerdings wird auch sie tendenziell zu den digitalen Vorreitern gezählt.

Übrigens: Wenn man die beiden deutschen Fintechs mit den nunmehr höchsten Fundings – also Kreditech und Solarisbank – gegenüberstellt, dann wird ein spannender Gegensatz deutlich: Während Kreditech die Veranstaltung von zwei Jung-Techies war (Sebastian Diemer und Alexander Graubner-Müller), steht hinter Solaris eine Art Old-Boys-Netzwerk zwar technologieaffiner, aber durchweg etablierter Banker: Aufsichtsratschef Seidel und Vorstand Andreas Bittner arbeiteten Ende der Nullerjahre bei der Fondsdepot-Bank; der Ex-Deutschbanker und Solaris-Vorstandschef Folz ist durch die gemeinsame Zeit bei der DAB-Bank eng mit dem früheren HVB-Vorstand Matthias Sohler verbandelt; der wiederum hat gemeinsam mit Seidel besagten VC-Investor Yabeo aufgebaut; ein weiterer Solaris-Vorstand (Marko Wenthin) arbeitete früher genauso wie Folz und CFO Alexander Engel bei der Deutschen Bank; zudem arbeiteten Wenhtin und Seidel zusammen bei der Sofort Bank.

Exclusive: BBVA, ABN AMRO and Visa invest in German fintech start-up Solarisbank

By Heinz-Roger Dohms

German fintech player Solarisbank will be announcing a EUR 56.6mn funding round today, the highest financing deal for a German fintech ever, after Kreditech, according to exclusive information obtained by „Finanz-Szene.de“. Spanish BBVA and Dutch ABN AMRO, two of the main investors, are breaking new ground, because up until now, none of Europe’s big banks has made major investments in German fintech start-ups. Two other high-profile stakeholders are Visa and Lakestar, a venture capital fund. “We have found exactly the kind of investors we were hoping for,” explains Gerrit Seidel, Chairman of the Board at Solarisbank, in an interview with Finanz-Szene.de.

Solaris was founded two years ago at Finleap, a fintech incubator in Berlin, who should still be Solarisbank’s largest investor holding a stake of roughly 30%, even after the current funding round, followed by BBVA. All the other investors own single-digit percentage stakes. As for the remaining existing shareholders, SBI Group, a Japanese fintech investor, and Arvato, a subsidiary of the Bertelsmann media conglomerate, have also joined in the current financing round, and Yabeo, a Munich-based venture capitalist, stays on board, too. Hypo-Vereinsbank, on the other hand, has sold its stake to its Spanish competitor BBVA.

08/03/18: BBVA und ABN Amro steigen bei Solarisbank ein, Erfolg für Liqid, Atom Bank

Exklusiv: Berliner Solarisbank holt BBVA, Visa und ABN Amro an Bord – 57 Mio. Euro Funding

Ritterschlag für die deutsche Fintech-Branche: Die erst 2016 gegründete Berliner Solarisbank wird nach exklusiven Informationen von „Finanz-Szene.de“ heute eine Funding-Runde über 56,6 Millionen Euro bekanntgeben. Das ist hinter Kreditech die bislang höchste Finanzierung für ein hiesiges Fintech überhaupt.  Zu den Investoren gehören die spanische BBVA und die niederländische ABN Amro, was  ein Novum darstellt. Denn bislang hat noch keine führende europäische Bank in großem Stil in ein deutsches Finanz-Startup investiert. Daneben gibt es mit dem Kreditkartenkonzern Visa und dem Venture-Capital-Fonds Lakestar zwei weitere prominente neue Aktionäre. „Wir haben genau die Investoren gefunden, die wir uns gewünscht haben“, sagte Solarisbank-Aufsichtsratschef Gerrit Seidel im Gespräch mit „Finanz-Szene.de“. Besonders bemerkenswert: Die BBVA beteiligt sich nicht nur an der Kapitalerhöhung, sondern kauft überdies  der HVB deren bisherige Anteile an dem Vorzeige-Fintech ab. Dadurch wird der Einfluss der Spanier so groß, dass der Deal sogar ein Fall für die Bafin ist. Lesen Sie hier alle Details – und warum ausgerechnet die deutschen Banken bei dem Mega-Funding komplett außen vor bleiben.

Finanz-Szene.de

News

Die vier wichtigsten Zahlen aus der gestern vorgestellten Bilanz der deutschen Sparkassen: 1.) Trotz Immobilien-Booms ist das Neugeschäft bei Baufinanzierungen um 1,8 Prozent zurückgegangen (was hoffentlich kein Ausdruck schlechten Wirtschaftens, sondern strengerer Kreditvergabe ist); 2.) Dafür haben die Sparkassen den Fondsabsatz um sage und schreibe 45 Prozent (!!!) gesteigert; 3.) Wie von uns  vermutet, ist das Provisionsergebnis stark gestiegen, und zwar um 8,6 Prozent bzw. 0,6 Mrd. Euro; 4.) Entgegen unserer Vermutung reichte das aber nicht ganz, um den Rückgang beim Zinsüberschusses  (minus 3,0 Prozent bzw. minus 0,7 Mrd. Euro) komplett zu kompensieren. Börsen-Zeitung, Handelsblatt, Süddeutsche, Fondsprofessionell, Alle Zahlen auf einen Blick (PDF)

Der DSGV erklärt 2018 zum „Jahr der Innovationen bei der Sparkassen“, und zwar „vor allem im Payment-Bereich“ …  vergisst bei der Aufzählung der besonders innovativen Projekte aber ausgerechnet Paydirekt. Vermutlich nur eine kleine Nachlässigkeit.  Twitter, DGSV-Blog

Der Berliner Robo-Advisor Liqid knackt die 200-Mio-Euro-Marke … und könnte damit auf Sicht der hinter Scalable Capital zweite unabhängige digitale Vermögensverwalter hierzulande werden, der allein aus dem B2C-Geschäft heraus überlebensfähig ist. Fondsprofessionell

Beyond.de

Und selbst diese Woche hat „Fintech Germany“ trotz Solarisbank letztlich das Nachsehen gegenüber „Fintech UK“: Denn die Londoner „Atom Bank“ hat gestern sogar eine Finanzierungsrunde in Höhe von 149 Mio. Pfund bekanntgegeben. Der Lead-Investor  auch hier: BBVA.  (Wären wir übrigens böse, würden wir an dieser Stelle jetzt an eine 2016 auf Initiative des scheidenden Fintech-Beauftragten Jens Spahn angefertigte BMF-Studie erinnern, in der neben anderem Unsinn auch eine Massenflucht Londoner Fintechs nach Berlin ins Spiel gebracht wurde. Aber sei’s drum …). Reuters

Linktipps

Welche Kampagne die Deutsche Bank jetzt eigentlich bräuchte … erklärt der Kommunikationsexperte Jörg Forthmann. Der Bank-Blog

Sprechen Sie Python? Schön und gut, wenn der alerte Banker von nebenan jetzt nicht mehr nur auf Deutsch und Englisch, sondern auch auf Spanisch und Französisch parliert. Aber sollte er sich nicht lieber mal ein paar Kenntnisse in Programmier-Sprache aneignen? DZ Innovationsblog

Was macht die Deutsche Bank eigentlich bei Instagram? Das hier …

Wenn Sie aus aktuellem Anlass noch ein bisschen Input zu „Amazon und die Banken“ suchen … könnten die Gedanken, die sich Bain zu dem Thema gemacht hat, was für Sie sein: Bain

Aus der Szene

„Digitalisierung kann schon fast keiner mehr hören“, soll ein hochrangiger Vertreter einer großen deutschen Fondsgesellschaft gestern bei einer Veranstaltung der „Börsen-Zeitung“ gesagt haben. Um ehrlich zu sein: Bei „Finanz-Szene.de“ denken wir genauso. Denn: Natürlich würden wie viel lieber über, sagen wir, prassende Fondsmanager berichten als über, sagen wir, offene Schnittstellen. Bloß: Was soll man machen? Die guten Zeiten sind vorbei.

Klickfavorit

… war gestern irgendwie gar nichts. Was Sie wenigstens noch ein bisschen interessiert hat, das war Tobias Baumgartens Kolumne über „Künstliche Intelligenz“ (wobei das ja auch so ein Stichwort ist, das fast keiner mehr hören kann). About Fintech

08/03/18: BBVA und ABN Amro steigen bei Solarisbank ein, Sparkassen-Zahlen, Der Ruf der Deutschen Bank

Exklusiv: Berliner Solarisbank holt BBVA, Visa und ABN Amro an Bord – 57 Mio. Euro Funding

Ritterschlag für die deutsche Fintech-Branche: Die erst 2016 gegründete Berliner Solarisbank wird nach exklusiven Informationen von „Finanz-Szene.de“ heute eine Funding-Runde über 56,6 Millionen Euro bekanntgeben. Das ist hinter Kreditech die bislang höchste Finanzierung für ein hiesiges Fintech überhaupt.  Zu den Investoren gehören die spanische BBVA und die niederländische ABN Amro, was  ein Novum darstellt. Denn bislang hat noch keine führende europäische Bank in großem Stil in ein deutsches Finanz-Startup investiert. Daneben gibt es mit dem Kreditkartenkonzern Visa und dem Venture-Capital-Fonds Lakestar zwei weitere prominente neue Aktionäre. „Wir haben genau die Investoren gefunden, die wir uns gewünscht haben“, sagte Solarisbank-Aufsichtsratschef Gerrit Seidel im Gespräch mit „Finanz-Szene.de“. Besonders bemerkenswert: Die BBVA beteiligt sich nicht nur an der Kapitalerhöhung, sondern kauft überdies  der HVB deren bisherige Anteile an dem Vorzeige-Fintech ab. Dadurch wird der Einfluss der Spanier so groß, dass der Deal sogar ein Fall für die Bafin ist. Lesen Sie hier alle Details – und warum ausgerechnet die deutschen Banken bei dem Mega-Funding komplett außen vor bleiben.

Finanz-Szene.de

News

Die vier wichtigsten Zahlen aus der gestern vorgestellten Bilanz der deutschen Sparkassen: 1.) Trotz Immobilien-Booms ist das Neugeschäft bei Baufinanzierungen um 1,8 Prozent zurückgegangen (was hoffentlich kein Ausdruck schlechten Wirtschaftens, sondern strengerer Kreditvergabe ist); 2.) Dafür haben die Sparkassen den Fondsabsatz um sage und schreibe 45 Prozent (!!!) gesteigert; 3.) Wie von uns  vermutet, ist das Provisionsergebnis stark gestiegen, und zwar um 8,6 Prozent bzw. 0,6 Mrd. Euro; 4.) Entgegen unserer Vermutung reichte das aber nicht ganz, um den Rückgang beim Zinsüberschusses  (minus 3,0 Prozent bzw. minus 0,7 Mrd. Euro) komplett zu kompensieren. Börsen-Zeitung, Handelsblatt, Süddeutsche, Fondsprofessionell, Alle Zahlen auf einen Blick (PDF)

Der DSGV erklärt 2018 zum „Jahr der Innovationen bei der Sparkassen“, und zwar „vor allem im Payment-Bereich“ …  vergisst bei der Aufzählung der besonders innovativen Projekte aber ausgerechnet Paydirekt. Vermutlich nur eine kleine Nachlässigkeit.  Twitter, DGSV-Blog

Der Berliner Robo-Advisor Liqid knackt die 200-Mio-Euro-Marke … und könnte damit auf Sicht der hinter Scalable Capital zweite unabhängige digitale Vermögensverwalter hierzulande werden, der allein aus dem B2C-Geschäft heraus überlebensfähig ist. Fondsprofessionell

Die ersten Brexit-Goldman-Sachs-Banker kommen nach Frankfurt: Dabei handelt es sich laut „Reuters“ um eine kleine Vorhut von gut einem Dutzend Leute. Der Umzug solle bis Ende Juni erfolgen. (Mal sehen, ob die Jungs und Mädels von „Frankfurt Main Finance“ vor lauter Freude beim Kistenschleppen helfen.) Reuters

Beyond.de

Und selbst diese Woche hat „Fintech Germany“ trotz Solarisbank letztlich das Nachsehen gegenüber „Fintech UK“: Denn die Londoner „Atom Bank“ hat gestern sogar eine Finanzierungsrunde in Höhe von 149 Mio. Pfund bekanntgegeben. Der Lead-Investor  auch hier: BBVA.  (Wären wir übrigens böse, würden wir an dieser Stelle jetzt an eine 2016 auf Initiative des scheidenden Fintech-Beauftragten Jens Spahn angefertigte BMF-Studie erinnern, in der neben anderem Unsinn auch eine Massenflucht Londoner Fintechs nach Berlin ins Spiel gebracht wurde. Aber sei’s drum …). Reuters

Linktipps

Welche Kampagne die Deutsche Bank jetzt eigentlich bräuchte … erklärt der Kommunikationsexperte Jörg Forthmann. Der Bank-Blog

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Aus der Szene

„Digitalisierung kann schon fast keiner mehr hören“, soll ein hochrangiger Vertreter einer großen deutschen Fondsgesellschaft gestern bei einer Veranstaltung der „Börsen-Zeitung“ gesagt haben. Um ehrlich zu sein: Bei „Finanz-Szene.de“ denken wir genauso. Denn: Natürlich würden wie viel lieber über, sagen wir, prassende Fondsmanager berichten als über, sagen wir, offene Schnittstellen. Bloß: Was soll man machen? Die guten Zeiten sind vorbei.

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… war gestern irgendwie gar nichts. Was Sie wenigstens noch ein bisschen interessiert hat, das war Tobias Baumgartens Kolumne über „Künstliche Intelligenz“ (wobei das ja auch so ein Stichwort ist, das fast keiner mehr hören kann). About Fintech