Newsletter 08/09/17: Hanebüchene Fintech-PR, Deutsche Bank, Draghis „Pffffff“

Exklusiv: Wie das Berliner Fintech Smava die Öffentlichkeit in die Irre führt

Machen wir uns nichts vor: Manche Fintech-PR liest sich, als würden die Gründer keiner Business School, sondern dem Politbüro entstammen. Wir haben uns darum vorgenommen, bei FinanzSzene.de in unregelmäßigen Abständen einen kleinen Faktencheck zu machen. Einfach nur so. Beginnen wollen wir heute mit dem Berliner Kreditvermittler Smava, der sich diese Woche als Deutschlands größtes Kreditportal feierte und dessen Chef im „Handelsblatt“ behauptete, sein Unternehmen sei „profitabel“. Kann das wirklich sein? Um das Ergebnis unserer Recherche vorwegzunehmen: Die eine Aussagen ist hanebüchen, die andere zumindest fragwürdig. Warum, lesen Sie hier … FinanzSzene.de

News 

Droht der Deutschen Bank Ärger wegen des Brexits? So richtig können wir die Geschichte nicht einschätzen (und sie klingt auch arg zugespitzt). Aber glaubt man „Business Insider“, dann droht die britische Finanzaufsicht (nicht die FSA, sondern die andere …) dem größten deutschen Geldhaus mit dem Entzug der Bankenzulassung. Irgendwie so ein bisschen jedenfalls. Business Insider, Manager Magazin

Nur Mini-Erleichterungen für Kleinbanken: Die Aufseher wollen den Sparkassen und Volksbanken bei der Regulierung zwar entgegenkommen, weichere Kapital- oder Liquiditätsvorgaben werde es aber nicht geben, hat Bafin-Chef Hufeld klargestellt. Börsenzeitung (Paywall)

Vom eigenen Ethos genötigt? Der unter dem Verdacht des Insiderhandels stehende Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter hat eine interessante Feinjustierung seiner Verteidigungslinie vorgenommen: Wenn es ein Angebot des Aufsichtsrats an das Topmanagement zum Kauf von Aktienoptionen des eigenen Unternehmens gebe, dann sei es die “moralische Pflicht, ein solches auch anzunehmen”. Reuters

Britischer N26-Rivale kommt nach Deutschland: Die Startup-Bank Atom wirbt mithilfe des Hamburger Einlagenvermittlers Deposit Solutions („Zinspilot“) um die Festgelder deutscher Sparer. Eine hübsche Gemengelage entsteht da, kooperiert N26 doch ausgerechnet mit dem Zinspilot-Wettbewerber Weltsparen. Bankingtech

Exklusiv – Rocket tauscht Zinsgold-Chef aus: Über das Hin, Her, Hü und Hott der Samwers im Fintech-Bereich könnte man ein Buch schreiben. Wir wollen es heute aber bei einer kleinen, exklusiven Meldung belassen: Nicht mal zwölf Monate nach der Gründung von Zinsgold hat die Geschäftsführung des Festgeld-Portals gewechselt (zur Erinnerung, Zinsgold war/ist das Gemeinschaftsprojekt von Rocket mit der Fintech Group). Finanz-Szene.de, Gründerszene (Archiv)

Berliner Sparkasse kooperiert mit Moneymap: Kürzlich hatte Finanz-Szene.de aufgedeckt, dass hinter dem Vertragsservice-Fintech in Wirklichkeit die Hypo-Vereinsbank steht (die fast 50 Prozent der Anteile hält). Trotzdem hat die Hauptstadt-Sparkasse offenbar kein Problem damit, mit Moneymap zusammenzuarbeiten. IT-Finanzmagazin, Finanz-Szene.de (Archiv) 

Beyond Banking

Draghi macht pffffffffffffff: Wer in den vergangenen beiden Tagen die „Banken im Umbruch“-Berichterstattung des „Banken im Umbruch“-Veranstalters verfolgt hat, der musste ja meinen, irgendwann würden die Konferenzteilnehmer mit brennenden Fackeln ausgestattet, um dann geschlossen und Parolen grölend („Zins-wende jetzt!, Zins-wende jetzt!“) rüber ins Ostend zur EZB zu marschieren. Wie sehr sich der angstzitternde Mario Draghi davon hat beeindrucken lassen, wissen Sie vermutlich längst. Ansonsten lesen Sie es hier … Süddeutsche, Spiegel Online

Karriere

Hat Goldman sogar für SIE einen Job? Es soll ja Banker geben, auch unter unseren Lesern, die viel dafür geben würden, für Goldman Sachs zu arbeiten. Die gute Nachricht ist (und es folgt keine schlechte): Die Chancen steigen! Denn anders als bislang angekündigt, will die US-Investmentbank im Zuge des Brexits die Zahl ihrer Stellen in Frankfurt nicht nur verdoppeln (von derzeit 200), sondern eher verdrei- oder gar vervierfachen. Bloomberg

Linktipp:

Machen wir es kurz: Wenn Sie ein „Handelsblatt-Abo“ haben und am Wochenende nochmal in Ruhe nachlesen wollen, wer was bei „Banken im Umbruch“ erzählt hat, dann klicken Sie einfach hier … Handelsblatt

Klickfavorit

 … unserer Leser war gestern das Stück zu Visualvest (also der Genossen-Robo) und Alexa (also der Amazon-Sprachassistent). IT-Finanzmagazin

Die Korrekturen

Liebe Leserinnen und Leser, unser Redaktionsmodell läuft darauf hinaus, dass ein völlig übermüdeter Autor die wildesten Thesen raushaut und dabei maximal das ZweiAugenPrinzip walten lässt (manchmal fällt uns ein Auge leider zu). Fehler und Ungenauigkeiten werden sich darum bei Finanz-Szene.de nicht immer vermeiden lassen, auch wenn wir fest entschlossen sind, die Quote runterzufahren. Was wir tun können? Naja, zumindest können wir mit dem Mist, den wir verzapfen, offen umgehen. Auf geht’s:

  • Wir schrieben, Concardis habe Ratepay gekauft. In Wirklichkeit haben die Concardis-Eigner Ratepay gekauft und werden Ratepay nun als Bezahlart in die Produkte von Concardis integrieren (das sei ein großer Unterschied, haben wir uns erklären lassen)
  • Die steile These, Sebastian Diemer sei dank seines Exits bei Kreditech Deutschlands erster Fintech-Multimillionär (wobei wir Alt-Fintechs ausklammerten), führte unter Lesern zu Zustimmung („Kann man so sagen“), aber auch Ablehnung („Quatsch“). Die „Quatsch“-Fraktion verwies vor allem auf Billpay (2009 gegründet, also zumindest nicht so wahnsinnig alt, für angeblich fast 70 Mio. Euro an Klarna verkauft).
  • Wir behaupteten, die ersten elf Fintechs von Finleap seien allesamt Banking-Startups gewesen. Das war ohne Zweifel Quatsch, siehe der Online-Versicherungsmakler Clark.
  • „Gefühlt“ habe das „Manager Magazin“ schon öfter mit „Die Achleitners“ aufgemacht, behaupteten wir. „Ungefühlt“ war auch das falsch.

In dem Sinne, werfen Sie gerne den ersten Stein! Noch lieber aber wäre uns, Sie würden uns trotz unserer Fehler einfach weiterempfehlen. Über diesen Link hier können uns Ihre Kolleginnen/Geschäftspartner, denen Sie den Newsletter weiterleiten, ganz einfach abonnieren. Kostenlos! Unabhängig! Fehlergetränkt! Wo gibt’s das schon?

Schönes Wochenende, Heinz-Roger Dohms

Newsletter 08/09/17: Hanebüchene Fintech-PR, Deutsche Bank, Draghis „Pffffff“

Exklusiv: Wie das Berliner Fintech Smava die Öffentlichkeit in die Irre führt

Machen wir uns nichts vor: Manche Fintech-PR liest sich, als würden die Gründer keiner Business School, sondern dem Politbüro entstammen. Wir haben uns darum vorgenommen, bei FinanzSzene.de in unregelmäßigen Abständen einen kleinen Faktencheck zu machen. Einfach nur so. Beginnen wollen wir heute mit dem Berliner Kreditvermittler Smava, der sich diese Woche als Deutschlands größtes Kreditportal feierte und dessen Chef im „Handelsblatt“ behauptete, sein Unternehmen sei „profitabel“. Kann das wirklich sein? Um das Ergebnis unserer Recherche vorwegzunehmen: Die eine Aussagen ist hanebüchen, die andere zumindest fragwürdig. Warum, lesen Sie hier … FinanzSzene.de

News 

Britischer N26-Rivale kommt nach Deutschland: Die Startup-Bank Atom wirbt mithilfe des Hamburger Einlagenvermittlers Deposit Solutions („Zinspilot“) um die Festgelder deutscher Sparer. Eine hübsche Gemengelage entsteht da, kooperiert N26 doch ausgerechnet mit dem Zinspilot-Wettbewerber Weltsparen. Bankingtech

Exklusiv – Rocket tauscht Zinsgold-Chef aus: Über das Hin, Her, Hü und Hott der Samwers im Fintech-Bereich könnte man ein Buch schreiben. Wir wollen es heute aber bei einer kleinen, exklusiven Meldung belassen: Nicht mal zwölf Monate nach der Gründung von Zinsgold hat die Geschäftsführung des Festgeld-Portals gewechselt (zur Erinnerung, Zinsgold war/ist das Gemeinschaftsprojekt von Rocket mit der Fintech Group). Finanz-Szene.de, Gründerszene (Archiv)

Berliner Sparkasse kooperiert mit Moneymap: Kürzlich hatte Finanz-Szene.de aufgedeckt, dass hinter dem Vertragsservice-Fintech in Wirklichkeit die Hypo-Vereinsbank steht (die fast 50 Prozent der Anteile hält). Trotzdem hat die Hauptstadt-Sparkasse offenbar kein Problem damit, mit Moneymap zusammenzuarbeiten. IT-Finanzmagazin, Finanz-Szene.de (Archiv) 

Droht der Deutschen Bank Ärger wegen des Brexits? So richtig können wir die Geschichte nicht einschätzen (und sie klingt auch arg zugespitzt). Aber glaubt man „Business Insider“, dann droht die britische Finanzaufsicht (nicht die FSA, sondern die andere …) dem größten deutschen Geldhaus mit dem Entzug der Bankenzulassung. Irgendwie so ein bisschen jedenfalls. Business Insider, Manager Magazin

Nur Mini-Erleichterungen für Kleinbanken: Die Aufseher wollen den Sparkassen und Volksbanken bei der Regulierung zwar entgegenkommen, weichere Kapital- oder Liquiditätsvorgaben werde es aber nicht geben, hat Bafin-Chef Hufeld klargestellt. Börsenzeitung (Paywall)

Vom eigenen Ethos genötigt? Der unter dem Verdacht des Insiderhandels stehende Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter hat eine interessante Feinjustierung seiner Verteidigungslinie vorgenommen: Wenn es ein Angebot des Aufsichtsrats an das Topmanagement zum Kauf von Aktienoptionen des eigenen Unternehmens gebe, dann sei es die “moralische Pflicht, ein solches auch anzunehmen”. Reuters

Beyond Banking

Draghi macht pffffffffffffff: Wer in den vergangenen beiden Tagen die „Banken im Umbruch“-Berichterstattung des „Banken im Umbruch“-Veranstalters verfolgt hat, der musste ja meinen, irgendwann würden die Konferenzteilnehmer mit brennenden Fackeln ausgestattet, um dann geschlossen und Parolen grölend („Zins-wende jetzt!, Zins-wende jetzt!“) rüber ins Ostend zur EZB zu marschieren. Wie sehr sich der angstzitternde Mario Draghi davon hat beeindrucken lassen, wissen Sie vermutlich längst. Ansonsten lesen Sie es hier … Süddeutsche, Spiegel Online

Karriere

Hat Goldman sogar für SIE einen Job? Es soll ja Banker geben, auch unter unseren Lesern, die viel dafür geben würden, für Goldman Sachs zu arbeiten. Die gute Nachricht ist (und es folgt keine schlechte): Die Chancen steigen! Denn anders als bislang angekündigt, will die US-Investmentbank im Zuge des Brexits die Zahl ihrer Stellen in Frankfurt nicht nur verdoppeln (von derzeit 200), sondern eher verdrei- oder gar vervierfachen. Bloomberg

Linktipp:

Machen wir es kurz: Wenn Sie ein „Handelsblatt-Abo“ haben und am Wochenende nochmal in Ruhe nachlesen wollen, wer was bei „Banken im Umbruch“ erzählt hat, dann klicken Sie einfach hier … Handelsblatt

Klickfavorit

 … unserer Leser war gestern das Stück zu Visualvest (also der Genossen-Robo) und Alexa (also der Amazon-Sprachassistent). IT-Finanzmagazin

Die Korrekturen

Liebe Leserinnen und Leser, unser Redaktionsmodell läuft darauf hinaus, dass ein völlig übermüdeter Autor die wildesten Thesen raushaut und dabei maximal das ZweiAugenPrinzip walten lässt (manchmal fällt uns ein Auge leider zu). Fehler und Ungenauigkeiten werden sich darum bei Finanz-Szene.de nicht immer vermeiden lassen, auch wenn wir fest entschlossen sind, die Quote runterzufahren. Was wir tun können? Naja, zumindest können wir mit dem Mist, den wir verzapfen, offen umgehen. Auf geht’s:

  • Wir schrieben, Concardis habe Ratepay gekauft. In Wirklichkeit haben die Concardis-Eigner Ratepay gekauft und werden Ratepay nun als Bezahlart in die Produkte von Concardis integrieren (das sei ein großer Unterschied, haben wir uns erklären lassen)
  • Die steile These, Sebastian Diemer sei dank seines Exits bei Kreditech Deutschlands erster Fintech-Multimillionär (wobei wir Alt-Fintechs ausklammerten), führte unter Lesern zu Zustimmung („Kann man so sagen“), aber auch Ablehnung („Quatsch“). Die „Quatsch“-Fraktion verwies vor allem auf Billpay (2009 gegründet, also zumindest nicht so wahnsinnig alt, für angeblich fast 70 Mio. Euro an Klarna verkauft).
  • Wir behaupteten, die ersten elf Fintechs von Finleap seien allesamt Banking-Startups gewesen. Das war ohne Zweifel Quatsch, siehe der Online-Versicherungsmakler Clark.
  • „Gefühlt“ habe das „Manager Magazin“ schon öfter mit „Die Achleitners“ aufgemacht, behaupteten wir. „Ungefühlt“ war auch das falsch.

In dem Sinne, werfen Sie gerne den ersten Stein! Noch lieber aber wäre uns, Sie würden uns trotz unserer Fehler einfach weiterempfehlen. Über diesen Link hier können uns Ihre Kolleginnen/Geschäftspartner, denen Sie den Newsletter weiterleiten, ganz einfach abonnieren. Kostenlos! Unabhängig! Fehlergetränkt! Wo gibt’s das schon?

Schönes Wochenende, Heinz-Roger Dohms

Exklusiv: Warum die Behauptungen von Smava teilweise hanebüchen sind

Von Heinz-Roger Dohms

Das Berliner Ur-Fintech Smava feiert sein zehnjähriges Bestehen – und gönnt sich zu diesem Jubiläum eine hübsche PR-Offensive. „Wir sind profitabel“, behauptet Gründer Alexander Artopé im „Handelsblatt“ – und in einer parallel versandten Pressemitteilung heißt es: „10 Jahre smava: Deutschlands erstes Fintech ist das größte Kreditportal.

Doch stimmen die beiden Behauptungen?

1.) Smava soll profitabel sein?

Das wäre neu. Im Bundesanzeiger lassen sich die Geschäftszahlen bis einschließlich 2014 nachverfolgen – in keinem einzigen Jahr erzielte das Unternehmen einen Jahresüberschuss. Für 2015 hätte Smava seinen Abschluss eigentlich längst veröffentlichen müssen. Geschehen ist das bis dato aber nicht. Warum? Darauf gibt es keine Antwort.

Um trotzdem einen Einblick in die 2015er-Zahlen zu bekommen, hat Finanz-Szene.de einen kleinen Trick angewandt und einfach in den Jahresabschluss eines großen Anteilseigners von Smava geguckt – das war der Earlybird GmbH & Co. Beteiligungs-KG IV. Dort ist in Bezug auf Smava von einem „Ergebnis im Geschäftsjahr 2015“ in Höhe von minus 10,7 Mio. Euro die Rede. Zudem steht dort, das Eigenkapital sei „0“ gewesen. Finanz-Szene.de fragte sowohl bei Smava als auch bei Earlybird nach, was es mit diesen Zahlen auf sich habe. Keine Antwort.

Nun mag es natürlich sein, dass Smava 2016 profitabel war. Für übermäßig wahrscheinlich halten wir das aber nicht. Die wesentlichen Ausgabenposten wie zum Beispiel die Werbespendings, so heißt es im Markt, düften sich nicht wesentlich geändert haben. Und: Hat Smava nach eigenen Angaben nicht letztes Jahr erst eine krasse Finanzierungsrunde in Höhe von 34 Millionen Dollar klargemacht? Auch das spricht eher nicht dafür, dass 2016 schon Geld verdient wurde (wobei es auch nicht notwendig dagegen spricht). Was man natürlich nie wissen kann: Wurde die GuV aufgehübscht, etwa durch die Aktivierung selbstgeschaffener Technologie? Wie dem auch sei: Auf die konkrete Frage, ob Smava 2016 profitabel war, gibt es jedenfalls keine Antwort.

2.) Smava soll das größte deutsche Kreditportal sein?

Ach komm‘ … Dass Smava dies nicht ist, das ist so offensichtlich, dass wir erst gar keine Lust verspüren, die entsprechende Beweisführung anzutreten. Mag ja sein, dass Smava inzwischen Finanzcheck überholt hat (auch wenn man das bei Finanzcheck ein bisschen anders sieht) – aber größer als Check24? Puh. Nach allem, was wir zu wissen glauben, ist Check24 im Kreditbereich in jedem, jedem, jedem Fall größer als Smava. Und zwar um ein Vielfaches.

3.) Was sagt Smava selbst?

  • Was die Gewinnsituation angeht, erklärt Gründer Alexander Artopé gegenüber Finanz-Szene.de: „Smava ist operativ profitabel, d.h. EBITDA. Als privates Unternehmen veröffentlichen oder kommentieren wir keine weiteren Finanz-Informationen.“ Was soll das heißen? Verdient Smava wirklich auf Jahresbasis Geld? Oder vielleicht doch eher in einzelnen Monaten? (was insofern nicht unbedingt ein Kunststück wäre, als Spendings und Erlöse im Internetgeschäft nicht zwingend zur gleichen Zeit anfallen…) Keine Antwort.
  • Was die Marktführerschaft anbelangt, konfrontierte Finanz-Szene.de Artopé konkret mit dem Vergleich zu Check24. Trotzdem hielt der Smava-Chef auch hier an seiner Behauptung fest: „Auf Basis unserer Marktkenntnis sind wir größer als unsere direkten Wettwerber.“

    Damit steht nun Aussage gegen Aussage. Was tun? Unsere Idee: Wir wollen dem Unternehmen eine kleine Wette anbieten: @Smava: Wenn Ihr belegen oder wenigstens plausibel darlegen könnt, dass Ihr im Kreditbereich größer seid als Check24 – dann wird der Finanz-Szene.de-Newsletter ab sofort nicht mehr erscheinen. Aber wenn Ihr dies nicht könnt – dann vermittelt Ihr uns kostenlos 50 neue Abonnenten. Deal???

4.) Wie ist das Potenzial von Smava generell einzuschätzen?

Der Eindruck im Markt ist: Smava entwickelt sich in den letzten ein, zwei Jahren eigentlich ganz gut (warum sonst sollten VC-Fonds solch irre Summen in das Unternehmen stecken?). Das Marketing der Berliner ist teilweise genial, was sich zuletzt zum Beispiel beim „Kredit mit Negativzins“ zeigte (so viel kostenlose Positivpresse, wie Smava da an einem Tag erhielt, bekommen andere Finanzdienstleister im ganzen Jahr nicht). Auch technologisch scheinen die Berliner vernünftig aufgestellt. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen, um Erfolgsmeldungen irgendwann nicht mehr nur produzieren, sondern auch belegen zu können.

Exklusiv: Rocket tauscht Chef von Festgeldportal Zinsgold aus

Rocket Internet hat nach Informationen von Finanz-Szene.de den Geschäftsführer seines Festgeldportals Zinsgold ausgetauscht. Anstelle von Frank Biedka  führt seit Kurzem ein gewisser Harsh Patel das Ende 2016 gegründete Startup. Eine Sprecherin bezeichnete den Wechsel als „planmäßig“. Vielleicht ist dem ja wirklich so. Für weitere Fragen stand Rocket nicht zur Verfügung.

Premium: Hamburger Privatbank M.M. Warburg muss an Reserven gehen

Um das Ergebnis zu stützen, ist die Hamburger Privatbank M.M. Warburg 2016 im großen Stil an die Reserven gegangen. Das berichtet Finanz-Szene.de-Autor Heinz-Roger Dohms in der heutigen Ausgabe der „Zeit“ (nur Hamburg-Teil, nicht bundesweit erhältlich). Dabei geht es zum einen um einen gut 44 Mio. Euro hohen Sonderertrag „im Zusammenhang mit der Veräußerung von Immobilien“, wie es im Geschäftsbericht heißt – wobei zu den verkauften Gebäuden auch die Bankzentrale an der Alster gehört. Beim Käufer handelt es sich laut Warburg-Chef Joachim Olearius um eine Zweckgesellschaft, hinter der die Eigentümerfamilien der Bank stehen. De facto ist also Geld von den Gesellschaftern in die Bank geflossen.

Wie die Recherchen darüber hinaus zeigen, löste M.M. Warburg zusätzlich Reserven nach Paragraf 340f HGB in Höhe von gut 20 Mio. Euro auf – ein eher ungewöhnlicher Schritt in Zeiten, in denen Banken angehalten sind, die Kapitalkraft zu stärken. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Gesellschafter quasi parallel eine Kapitalerhöhung im Volumen von rund 53 Mio. Euro durchführten. Wie die „Zeit“-Recherchen überdies zeigen, pumpten die Familien schon 2015 rund 16 Millionen Euro als eine Art „Gewinnzuschuss“ (das Geld wurde also ertragswirksam) in die Bank.

M.M. Warburg leidet den Rechechen zufolge nicht nur unter den niedrigen Zinsen, sondern vor allem unter signikanten Belastungen aus dem Schifffahrtsgeschäft. Der renommierte Finanzexperte Stefan Best, der als Managing Director von S&P viele Jahre lang die Bilanzen deutscher Geldhäuser analysierte, kommt zu dem Schluss, dass die Privatbank im vergangenen Jahr einen operativen Verlust vor Steuern in Höhe von 35 Mio. Euro erlitten habe; auch 2015 seien die Zahlen schon deutlich rot gewesen. Warburg-Chef Olearius wies dies zurück. „Verluste machen wir definitiv keine. Unsere operativen Erträge sind konstant und erfreulich“, sagte er der „Zeit“.

 

Newsletter 07/09/17: EZB-Leitfaden für Fintechs, Warburg-Schock, Deutsche Bank

Premium: Warburg-Bank muss an Reserven gehen

Um das Geschäftsergebnis zu stützen, ist die Hamburger Privatbank M.M. Warburg 2016 im großen Stil an die Reserven gegangen. Das berichtet Finanz-Szene.de-Autor Heinz-Roger Dohms in der heutigen Ausgabe der „Zeit“ (nur Hamburg-Teil, nicht bundesweit erhältlich). Dabei geht es erstens um einen gut 44 Mio. Euro hohen Sonderertrag „im Zusammenhang mit der Veräußerung von Immobilien“, wie es im Geschäftsbericht heißt. Zudem löste Warburg Reserven nach § 340f in Höhe von gut 20 Mio. Euro auf. Der Finanzanalyst Stefan Best kommt zu dem Schluss, dass M.M. Warburg im vergangenen Jahr einen operativen Verlust vor Steuern in Höhe von rund 35 Mio. Euro erlitten habe; auch 2015 seien die Zahlen schon deutlich rot gewesen. Warburg-Chef Joachim Olearius wies dies zurück. „Verluste machen wir definitiv keine. Unsere operativen Erträge sind konstant und erfreulich“, sagte er der „Zeit“. Zuletzt hatte Finanz-Szene.de bereits exklusiv über massive Ertragsprobleme beim Warburg-Konkurrenten Lampe berichtet.

Zeit (Hamburg-Teil), Finanz-Szene.de (Zusammenfassung)

News

EZB arbeitet an speziellen Fintech-Regeln: Ihre Behörde arbeite an einem Leitfaden, der auch Finanz-Startups umfasse, so die oberste europäische Bankenaufseherin Daniele Nouy. Das Regelwerk werde demnächst im Rahmen einer öffentlichen Konsultation vorgestellt. Reuters

Visualvest (also der Genossen-Robo) startet mit Alexa: So haben wir uns den klassischen Volksbank-Kunden immer schon vorgestellt – nämlich als denjenigen, der nur darauf gewartet hat, seinen digitalen Vermögensverwalter endlich mithilfe der Amazon-Sprachsteuerung bedienen zu können. IT-Finanzmagazin

Goldman hält Deutsche-Bank-Ankeraktionär für nicht geschäftsfähig: Die US-Investmentbank sollte eine Tochter von HNA an die Börse bringen, gibt den Auftrag nun aber zurück. Begründung: Das chinesische Konglomerat werde den „Due Diligence“-Standards nicht gerecht. ReutersFinancial Times (Paid)

„Frankfurt hat Brexit-Rennen schon gewonnen“: Das hat Deutsche-Bank-Chef Cryan gestern gesagt (im Grunde auch genau in diesen Worten). Wer sind wir, ihm da zu widersprechen? Reuters

Deutsche Banken (und das „Handelsblatt“) fordern Zinsanstieg: Mit der betont nachrichtlichen Zeile „Zinswende – jetzt!“ machen unsere orangefarbenen Freunde heute Früh ihre Zeitung auf. Deutsche-Bank-Chef John Cryan gibt die Richtung des Beitrags vor: „Die Zeit des billigen Geldes in Europa sollte enden.“ Handelsblatt (Paid)

Lesetipp

Diese 250 Fintechs sollten Sie kennen: … naja, vielleicht nicht alle. Und über den Sinn solcher Listen lässt sich ohnehin streiten. Aber Sie müssen ja nicht klicken! (falls Sie es doch tun: Das Ranking kommt von den seriösen Researchern von CB Insights. Also keine Bange, wir verlinken hier keinen totalen Schmarrn).  CB Insights, Der Bank-Blog

Beyond .de

Eurozone bekommt (aus dem Nichts) eine neue Großbank: Das größte skandinavische Geldinstitut Nordea hat überraschend entschieden, seinen Sitz von Schweden nach Finnland zu verlegen. Durch den Umzug will die Bank mehr als eine Milliarde Euro einsparen (wenn wir es richtig verstehen, geht es in erster Linie um Regulierungskosten). Bloomberg 

Neuer Chef für Schweizer Skandal-Institut: Weiter oben haben wir uns die Schlagzeile „Privatbank in schwerer Krise“ nicht getraut, hier wäre sie fast untertrieben: Bei Falcon, also jenem Zürcher Geldhaus, das tief in den sogenannten 1MDB-Skandal verwickelt ist, gehen sowohl der CEO als auch der Verwaltungsratschef. NZZ

US-Notenbanker Stanley Fischer kündigt Rücktritt an: Der Schritt kommt unerwartet – und könnte (sagen Leute, die sich damit auskennen) tiefgreifende Veränderungen bei der Fed nach sich ziehen. FAZ

HB-Tagung „Banken im Umbruch“

Die Leiden des Cryan: Der Deutsche-Bank-Chef beklagt bei seiner Rede auf der HB-Tagung vieles – vor allem aber die Wettbewerbsnachteile europäischer Geldinstitute gegenüber der US-Konkurrenz. Das „Handelsblatt“ dokumentiert die komplette Rede. Wir dokumentieren mit. Handelsblatt (Paid)

Die Prophezeiung des Cryan: „Die Technologie wird unsere Branche völlig transformieren“, sagt der Deutsche-Bank-Chef im Interview – und nennt einen konkreten Zeitrahmen: Schon in fünf Jahren könnten Banken völlig anders aussehen, als sie das jahrzehntelang getan haben. Handelsblatt (Paid)

Die Grenzen des Digitalen: Widerspricht da einer seinem Boss? Naja, zumindest äußert sich der neue Deutsche-Bank-Vorstand (und gleichzeitige Postbank-Chef) Frank Strauß deutlich zurückhaltender, was die technologische Transformation der Finanzbranche betrifft: Natürlich müsse die Postbank moderner werden. Großes Aber: „Ich glaube, es wird kontinuierlicher gehen, als jeder denkt.“ Handelsblatt (Paid)

Klickfavorit

unserer Leser war gestern das halbeigene Stück über die üppigen Funding-Pläne von Paydirekt. Süddeutsche

Newsletter 07/09/17: Warburg-Schock, Leitfaden für Fintechs, Deutsche Bank

Premium: Warburg-Bank muss an Reserven gehen

Um das Geschäftsergebnis zu stützen, ist die Hamburger Privatbank M.M. Warburg 2016 im großen Stil an die Reserven gegangen. Das berichtet Finanz-Szene.de-Autor Heinz-Roger Dohms in der heutigen Ausgabe der „Zeit“ (nur Hamburg-Teil, nicht bundesweit erhältlich). Dabei geht es erstens um einen gut 44 Mio. Euro hohen Sonderertrag „im Zusammenhang mit der Veräußerung von Immobilien“, wie es im Geschäftsbericht heißt. Zudem löste Warburg Reserven nach § 340f in Höhe von gut 20 Mio. Euro auf. Der Finanzanalyst Stefan Best kommt zu dem Schluss, dass M.M. Warburg im vergangenen Jahr einen operativen Verlust vor Steuern in Höhe von rund 35 Mio. Euro erlitten habe; auch 2015 seien die Zahlen schon deutlich rot gewesen. Warburg-Chef Joachim Olearius wies dies zurück. „Verluste machen wir definitiv keine. Unsere operativen Erträge sind konstant und erfreulich“, sagte er der „Zeit“. Zuletzt hatte Finanz-Szene.de bereits exklusiv über massive Ertragsprobleme beim Warburg-Konkurrenten Lampe berichtet.

Zeit (Hamburg-Teil), Finanz-Szene.de (Zusammenfassung)

News

EZB arbeitet an speziellen Fintech-Regeln: Ihre Behörde arbeite an einem Leitfaden, der auch Finanz-Startups umfasse, so die oberste europäische Bankenaufseherin Daniele Nouy. Das Regelwerk werde demnächst im Rahmen einer öffentlichen Konsultation vorgestellt. Reuters

Goldman hält Deutsche-Bank-Ankeraktionär für nicht geschäftsfähig: Die US-Investmentbank sollte eine Tochter von HNA an die Börse bringen, gibt den Auftrag nun aber zurück. Begründung: Das chinesische Konglomerat werde den „Due Diligence“-Standards nicht gerecht. ReutersFinancial Times (Paid)

„Frankfurt hat Brexit-Rennen schon gewonnen“: Das hat Deutsche-Bank-Chef Cryan gestern gesagt (im Grunde auch genau in diesen Worten). Wer sind wir, ihm da zu widersprechen? Reuters

Visualvest (also der Genossen-Robo) startet mit Alexa: So haben wir uns den klassischen Volksbank-Kunden immer schon vorgestellt – nämlich als denjenigen, der nur darauf gewartet hat, seinen digitalen Vermögensverwalter endlich mithilfe der Amazon-Sprachsteuerung bedienen zu können. IT-Finanzmagazin

Deutsche Banken (und das „Handelsblatt“) fordern Zinsanstieg: Mit der betont nachrichtlichen Zeile „Zinswende – jetzt!“ machen unsere orangefarbenen Freunde heute Früh ihre Zeitung auf. Deutsche-Bank-Chef John Cryan gibt die Richtung des Beitrags vor: „Die Zeit des billigen Geldes in Europa sollte enden.“ Handelsblatt (Paid)

Beyond .de

Eurozone bekommt (aus dem Nichts) eine neue Großbank: Das größte skandinavische Geldinstitut Nordea hat überraschend entschieden, seinen Sitz von Schweden nach Finnland zu verlegen. Durch den Umzug will die Bank mehr als eine Milliarde Euro einsparen (wenn wir es richtig verstehen, geht es in erster Linie um Regulierungskosten). Bloomberg 

Neuer Chef für Schweizer Skandal-Institut: Weiter oben haben wir uns die Schlagzeile „Privatbank in schwerer Krise“ nicht getraut, hier wäre sie fast untertrieben: Bei Falcon, also jenem Zürcher Geldhaus, das tief in den sogenannten 1MDB-Skandal verwickelt ist, gehen sowohl der CEO als auch der Verwaltungsratschef. NZZ

US-Notenbanker Stanley Fischer kündigt Rücktritt an: Der Schritt kommt unerwartet – und könnte (sagen Leute, die sich damit auskennen) tiefgreifende Veränderungen bei der Fed nach sich ziehen. FAZ

Lesetipp

Diese 250 Fintechs sollten Sie kennen: … naja, vielleicht nicht alle. Und über den Sinn solcher Listen lässt sich ohnehin streiten. Aber Sie müssen ja nicht klicken! (falls Sie es doch tun: Das Ranking kommt von den seriösen Researchern von CB Insights. Also keine Bange, wir verlinken hier keinen totalen Schmarrn).  CB Insights, Der Bank-Blog

HB-Tagung „Banken im Umbruch“

Die Leiden des Cryan: Der Deutsche-Bank-Chef beklagt bei seiner Rede auf der HB-Tagung vieles – vor allem aber die Wettbewerbsnachteile europäischer Geldinstitute gegenüber der US-Konkurrenz. Das „Handelsblatt“ dokumentiert die komplette Rede. Wir dokumentieren mit. Handelsblatt (Paid)

Die Prophezeiung des Cryan: „Die Technologie wird unsere Branche völlig transformieren“, sagt der Deutsche-Bank-Chef im Interview – und nennt einen konkreten Zeitrahmen: Schon in fünf Jahren könnten Banken völlig anders aussehen, als sie das jahrzehntelang getan haben. Handelsblatt (Paid)

Die Grenzen des Digitalen: Widerspricht da einer seinem Boss? Naja, zumindest äußert sich der neue Deutsche-Bank-Vorstand (und gleichzeitige Postbank-Chef) Frank Strauß deutlich zurückhaltender, was die technologische Transformation der Finanzbranche betrifft: Natürlich müsse die Postbank moderner werden. Großes Aber: „Ich glaube, es wird kontinuierlicher gehen, als jeder denkt.“ Handelsblatt (Paid)

Klickfavorit

unserer Leser war gestern das halbeigene Stück über die üppigen Funding-Pläne von Paydirekt. Süddeutsche

Newsletter 06/09/17: Paydirekt-Funding, Regtech, Sumup

Exklusiv: Mega-Funding für Paydirekt?

Innerhalb des Paydirekt-Konsortiums der deutschen Banken wird über eine Finanzierungsrunde in dreistelliger Millionenhöhe gesprochen. Das berichten SZ-Redakteurin Meike Schreiber und Finanz-Szene.de-Autor Heinz-Roger Dohms heute Früh exklusiv in der „Süddeutschen Zeitung“. Ein solches Funding würde die bisherigen finanziellen Dimensionen des Projekts sprengen. Denn, zur Einordnung: Alles in allem dürften bislang kaum mehr als 100 Mio. Euro in den deutschen Paypal-Klon geflossen sein. Die Informationen beruhen auf mehreren Quellen und wurden aus einem Teil des Gesellschafterkreises bestätigt. Bei Paydirekt selber hieß es dagegen, die genannten Dimensionen seien falsch. Zudem würden „Informationen falsch eingeordnet“.

Süddeutsche.de

News

Sumup sucht Showdown mit iZettle: Das deutsch-britische Fintech, das Kleinhändlern die Akzeptanz von Kartenzahlungen ermöglicht, expandiert in 15 weitere Länder – darunter auch skandinavische. Dort duelliert sich Sumup jetzt direkt mit dem schwedischen Rivalen iZettle. Viel Spaß. Gründerszene

Deutsche Börse steigt bei US-Finanz-Startup ein: Nicht dass wir nur im entferntesten in der Lage wären, die Fintech-Strategie des Frankfurter Börsenbetreibers zu entschlüsseln. Aber: Der Einstieg beim amerikanischen Regulierungs-Fintech Regtek Solutions ist insofern bemerkenswert, als ja auch die prominentes DB1-Ventures-Beteiligung in Deutschland (nämlich Figo) so ein bisschen auf Regtech macht (und nicht nur auf API). Börsenzeitung (Paid)

Girocard bleibt eine Erfolgsstory: Vom Trend zum bargeldlosen Bezahlen profitieren bis auf weiteres nicht (nur) die Fintechs, sondern (auch) die gute alte Karte. Die Zahl der Transaktionen steigt in H1 um 9,1 Prozent, der Umsatz um 8,1 Prozent. Börsenzeitung (Paid), IT-Finanzmagazin

Deutsche-Bank-Chinesen wollten auch die Allianz: Das Interesse von HNA ging laut der „Süddeutschen Zeitung“ so weit, dass das Management des Münchner Versicherers eine Anfrage erhielt, ob eine Mehrheitsübernahme möglich sei. Die Bundesregierung war aber offenbar not amused. Süddeutsche

Deutsche Asset Management treibt IPO voran: Die neue Dachgesellschaft, die an die Börse gehen soll, stehe schon, erklärt DAM-Chef Nicolas Moreau im „Handelsblatt“-Interview. Auch wenn der Franzose es nicht explizit sagt: Läuft alles glatt, dürfte 2018 Erstnotiz sein. Handelsblatt (Paid)

Verdi kündigt Warnstreiks bei der Postbank an: Es kommt, wie es kommen musste. Im Zuge der Integration der Postbank in die Deutsche Bank lässt die Gewerkschaft ihre Muskeln spielen. Handelsblatt (Seite 30)

Noch ein Bieter für Spanien-Tochter der Deutschen Bank: Laut einem Medienbericht will die BBVA 300 bis 400 Mio. Euro zahlen. Die Deutsche Bank verlange aber rund das Doppelte. Reuters

Commerzbank-Chef gibt versteckte Hinweise: Technische Probleme haben gestern zeitweise das Online-Banking des Frankfurter Großinstituts lahmgelegt. Damit ist auch geklärt, was Martin Zielke eigentlich sagen wollte, als er gestern Früh im „Handelsblatt“-Interview erklärte: „Filialen sind unsere Stärke“. dpa/Handelsblatt

Lesenswert

Robert Shiller erklärt die Bitcoin-Blase (äh, sorry, den „Bitcoin-Boom“): Warum gibt es Menschen, die fast 5000 Dollar auf den Tisch legen, um im Gegenzug ein Krypto-Geldstück zu bekommen? Weil Bitcoin einfach eine faszinierende Story sei, so der Blasen-Experte und Wirtschafts-Nobelpreisträger.  Manager Magazin, Quartz

Wo bleibt der Neustart, wo eine Strategie? Wer sich in Sachen Deutsche Bank (warum auch immer) auf den aktuellen Stand bringen will, dem sei das Stück von Cornelius Welp in der „Wiwo“ empfohlen. Wirtschaftswoche

Verstorben

Der frühere Soffin-Chef Hannes Rehm ist tot. Das berichten heute Früh die FAZ und die „Börsenzeitung“. Rehm war von 2004 bis 2008 Vorstandsvorsitzender der NordLB und stand von 2009 bis 2011 an der Spitze des deutschen Bankenrettungsfonds. FAZ (Seite 20), Börsenzeitung

Klickfavorit

… war gestern die Meldung, dass Moody’s die Bonitätsnote der VW Bank um drei Stufen gesenkt hat. Börsenzeitung (Paid)

Newsletter 06/09/17: Paydirekt-Funding, HNA/Allianz, Deutsche Asset Management

Exklusiv: Mega-Funding für Paydirekt?

Innerhalb des Paydirekt-Konsortiums der deutschen Banken wird über eine Finanzierungsrunde in dreistelliger Millionenhöhe gesprochen. Das berichten SZ-Redakteurin Meike Schreiber und Finanz-Szene.de-Autor Heinz-Roger Dohms heute Früh exklusiv in der „Süddeutschen Zeitung“. Ein solches Funding würde die bisherigen finanziellen Dimensionen des Projekts sprengen. Denn, zur Einordnung: Alles in allem dürften bislang kaum mehr als 100 Mio. Euro in den deutschen Paypal-Klon geflossen sein. Die Informationen beruhen auf mehreren Quellen und wurden aus einem Teil des Gesellschafterkreises bestätigt. Bei Paydirekt selber hieß es dagegen, die genannten Dimensionen seien falsch. Zudem würden „Informationen falsch eingeordnet“.

Süddeutsche.de

News

Deutsche-Bank-Chinesen wollten auch die Allianz: Das Interesse von HNA ging laut der „Süddeutschen Zeitung“ so weit, dass das Management des Münchner Versicherers eine Anfrage erhielt, ob eine Mehrheitsübernahme möglich sei. Die Bundesregierung war aber offenbar not amused. Süddeutsche

Deutsche Asset Management treibt IPO voran: Die neue Dachgesellschaft, die an die Börse gehen soll, stehe schon, erklärt DAM-Chef Nicolas Moreau im „Handelsblatt“-Interview. Auch wenn der Franzose es nicht explizit sagt: Läuft alles glatt, dürfte 2018 Erstnotiz sein. Handelsblatt (Paid)

Girocard bleibt eine Erfolgsstory: Vom Trend zum bargeldlosen Bezahlen profitieren bis auf weiteres nicht (nur) die Fintechs, sondern (auch) die gute alte Karte. Die Zahl der Transaktionen steigt in H1 um 9,1 Prozent, der Umsatz um 8,1 Prozent. Börsenzeitung (Paid), IT-Finanzmagazin

Verdi kündigt Warnstreiks bei der Postbank an: Es kommt, wie es kommen musste. Im Zuge der Integration der Postbank in die Deutsche Bank lässt die Gewerkschaft ihre Muskeln spielen. Handelsblatt (Seite 30)

Noch ein Bieter für Spanien-Tochter der Deutschen Bank: Laut einem Medienbericht will die BBVA 300 bis 400 Mio. Euro zahlen. Die Deutsche Bank verlange aber rund das Doppelte. Reuters

Sumup sucht Showdown mit iZettle: Das deutsch-britische Fintech, das Kleinhändlern die Akzeptanz von Kartenzahlungen ermöglicht, expandiert in 15 weitere Länder – darunter auch skandinavische. Dort duelliert sich Sumup jetzt direkt mit dem schwedischen Rivalen iZettle. Viel Spaß. Gründerszene

Deutsche Börse steigt bei US-Finanz-Startup ein: Nicht dass wir nur im entferntesten in der Lage wären, die Fintech-Strategie des Frankfurter Börsenbetreibers zu entschlüsseln. Aber: Der Einstieg beim amerikanischen Regulierungs-Fintech Regtek Solutions ist insofern bemerkenswert, als ja auch die prominentes DB1-Ventures-Beteiligung in Deutschland (nämlich Figo) so ein bisschen auf Regtech macht (und nicht nur auf API). Börsenzeitung (Paid)

Commerzbank-Chef gibt versteckte Hinweise: Technische Probleme haben gestern zeitweise das Online-Banking des Frankfurter Großinstituts lahmgelegt. Damit ist auch geklärt, was Martin Zielke eigentlich sagen wollte, als er gestern Früh im „Handelsblatt“-Interview erklärte: „Filialen sind unsere Stärke“. dpa/Handelsblatt

Lesenswert

Robert Shiller erklärt die Bitcoin-Blase (äh, sorry, den „Bitcoin-Boom“): Warum gibt es Menschen, die fast 5000 Dollar auf den Tisch legen, um im Gegenzug ein Krypto-Geldstück zu bekommen? Weil Bitcoin einfach eine faszinierende Story sei, so der Blasen-Experte und Wirtschafts-Nobelpreisträger.  Manager Magazin, Quartz

Wo bleibt der Neustart, wo eine Strategie? Wer sich in Sachen Deutsche Bank (warum auch immer) auf den aktuellen Stand bringen will, dem sei das Stück von Cornelius Welp in der „Wiwo“ empfohlen. Wirtschaftswoche

Verstorben

Der frühere Soffin-Chef Hannes Rehm ist tot. Das berichten heute Früh die FAZ und die „Börsenzeitung“. Rehm war von 2004 bis 2008 Vorstandsvorsitzender der NordLB und stand von 2009 bis 2011 an der Spitze des deutschen Bankenrettungsfonds. FAZ (Seite 20), Börsenzeitung

Klickfavorit

… war gestern die Meldung, dass Moody’s die Bonitätsnote der VW Bank um drei Stufen gesenkt hat. Börsenzeitung (Paid)

Newsletter 05/09/17: Fintech-Gründer, Deutsche Bank, Giropay

Die Nischen für neue Fintechs werden immer kleiner

Die Nischen für neue Fintechs werden immer kleiner – wie sonst soll man die gestrige Mitteilung des wichtigsten deutschen Fintech-Inkubators Finleap deuten? Zur Erinnerung: Seit Ende 2014 hatte der Berliner Company-Builder nicht weniger als elf Banking-Startups aufgesetzt. Dann jedoch kamen in diesem Jahr zunächst ein Insurtech („Element“) und gestern nun ein Startup namens „Perseus“ hinzu. Was „Perseus“ genau macht? So richtig haben wir es nicht kapiert. Aber das Geschäftsmodell klingt eher nach Cyber-Security-Dienstleister als nach Fintech. Dazu passt, dass der Kopf hinter Finleap, also der Seriengründer Jan Beckers, offenbar die Lust am Banking verloren hat. Er macht jetzt irgendwas mit Gesundheit. Und dazu passt auch, dass einer der wichtigsten deutschen Fintech-Manager jüngst in einem Hintergrundgespräch resignierend meinte: „Es wird immer schwieriger, überhaupt noch eine Lücke zu finden.“ Das heißt nicht, dass keine neuen Finanz-Startups mehr gegründet werden. Aber sie dürften immer technisch, immer B2B-iger werden. Ob dagegen sobald ein neues N26 oder Kreditech kommt – großes Fragezeichen.

Süddeutsche (Perseus-News), Finleap (Pressemitteilung)

News

Commerzbank wird immer langweiliger: Wir haben versucht, aus dem heutigen zweiseitigen (plus Titelseite) „Handelsblatt“-Interview mit dem bewundernswert farblosen Coba-Chef Zielke eine News herauszufiltern. Um ehrlich zu sein: Es ist uns nicht gelungen. Handelsblatt, Seite 1 & 4-5

Giropay macht den nächsten Promi-Kunden klar: Was man ja gern mal vergisst – es gibt im Sparkassenlager einen Payment-Dienstleister, der einigermaßen zu funktionieren scheint. Nachdem Giropay neulich schon die Lufthansa und diverse andere Airlines akquiriert hat, folgen nun die Österreichische Bundesbahnen. IT-Finanzmagazin

Zweifel an Bonität der VWBank: Für alle, die am Wochenende Besseres zu tun hatten, als die „Börsenzeitung“ zu lesen (als Alternativen lassen wir gelten: „sich sonnen“ oder „sich evakuieren lassen“), sei hiermit nachgeliefert: Moody’s hat die VW Bank um drei Notches herabgestuft. Das ist mal ein Wort. BÖZ

ING Diba vor Einstieg ins Robo-Advisory: Bereits im Juni hatte die Oranje-Bank die Pläne publik gemacht – Mitte September soll es nun offenbar soweit sein. Offen ist, mit welchem Partner (also mutmaßlich: mit welchem Fintech) die ING Diba an den Start geht. Als Hilfs-Robo für Banken hatte sich zuletzt vor allem das Frankfurter Finanz-Startup Vaamo hervorgetan (für Santander, 1822 und N26).

Deutsche Bank distanziert sich von „Cum-Ex“: Das Geldhaus hat offenbar Bescheinigungen zurückgezogen, mit denen sich Kunden Steuern erstatten ließen, die sie gar nicht gezahlt hatten. Reuters

Beyond .de

Schärfere Regeln für Goldman & Co.: Um sie besser kontrollieren zu können, will Brüssel 19 nicht-europäische Großbanken zwingen, eine  Zwischenholding für ihre EU-Töchter einzuziehen. Reuters

Beyond Banking

China verbietet Krypto-Börsengänge: Die Begründung: „ICOs sind eine Art illegale öffentliche Kapitalbeschaffung, die im Zusammenhang mit kriminellen Machenschaften wie Betrug und Schneeballsystemen steht.“ (Schöner hätten wir’s auch nicht ausdrücken können.) Manager Magazin 

Karriere

So viel verdienen die Super-Banker von der HSH: Im Schnitt haben sie 2016 rund 75.000 Euro brutto nach Hause gebracht – wobei im Geschäftsbereich Schiffs- und Projektfinanzierung völlig zurecht etwas mehr zu holen war. efinancialcareers

Lesenswert

Wie deutsche Anbieter Paypal knacken könnten: … indem sie den Preiskampf suchen und sich „die schleppend verlaufenden Produktinnovationen“ des US-Giganten zunutze machen, schreibt Ratepay-Geschäftsführerin Miriam Wohlfahrt. Bilanz

Wie funktionieren eigentlich ICOs? … also die (siehe oben) seit gestern zumindest in China verbotenen „Initial Coin Offerings“. Der Paymentandbanking-Blog weiß es. Paymentandbanking (Audio)

Aus der Szene

Axel Wieandt, Ex-Chef der Ex-Banken HRE und Valovis, hat, so war in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ zu lesen, ein Buch mit vier Dutzend selbst verfassten Gedichten herausgegeben. Da wir uns nicht nachsagen lassen möchten, weniger kulturbeflissen als die FAS-Kollegen zu sein, bringen auch wir eine Kostprobe:  „…es brennt mir auf der Seele/möchte singen, schreiben, malen, küssen/damit ich nichts verfehle/in den wilden Zeitenflüssen… nur küssen“.

Klickfavorit

… war am Freitag unser Stück „Kommen jetzt die Robo-Adviser mit menschlichem Antlitz?“ Finanz-Szene.de

Newsletter 05/09/17: Gehen Finleap die Ideen aus?; Giropay führt Paydirekt vor

Die Nischen für neue Fintechs werden immer kleiner

Die Nischen für neue Fintechs werden immer kleiner – wie sonst soll man die gestrige Mitteilung des wichtigsten deutschen Fintech-Inkubators Finleap deuten? Zur Erinnerung: Seit Ende 2014 hatte der Berliner Company-Builder nicht weniger als elf Banking-Startups aufgesetzt. Dann jedoch kamen in diesem Jahr zunächst ein Insurtech („Element“) und gestern nun ein Startup namens „Perseus“ hinzu. Was „Perseus“ genau macht? So richtig haben wir es nicht kapiert. Aber das Geschäftsmodell klingt eher nach Cyber-Security-Dienstleister als nach Fintech. Dazu passt, dass der Kopf hinter Finleap, also der Seriengründer Jan Beckers, offenbar die Lust am Banking verloren hat. Er macht jetzt irgendwas mit Gesundheit. Und dazu passt auch, dass einer der wichtigsten deutschen Fintech-Manager jüngst in einem Hintergrundgespräch resignierend meinte: „Es wird immer schwieriger, überhaupt noch eine Lücke zu finden.“ Das heißt nicht, dass keine neuen Finanz-Startups mehr gegründet werden. Aber sie dürften immer technisch, immer B2B-iger werden. Ob dagegen sobald ein neues N26 oder Kreditech kommt – großes Fragezeichen.

Süddeutsche (Perseus-News), Finleap (Pressemitteilung)

News

Commerzbank wird immer langweiliger: Wir haben versucht, aus dem heutigen zweiseitigen (plus Titelseite) „Handelsblatt“-Interview mit dem bewundernswert farblosen Coba-Chef Zielke eine News herauszufiltern. Um ehrlich zu sein: Es ist uns nicht gelungen. Handelsblatt, Seite 1 & 4-5

Giropay macht den nächsten Promi-Kunden klar: Was man ja gern mal vergisst – es gibt im Sparkassenlager einen Payment-Dienstleister, der einigermaßen zu funktionieren scheint. Nachdem Giropay neulich schon die Lufthansa und diverse andere Airlines akquiriert hat, folgen nun die Österreichische Bundesbahnen. IT-Finanzmagazin

Zweifel an Bonität der VWBank: Für alle, die am Wochenende Besseres zu tun hatten, als die „Börsenzeitung“ zu lesen (als Alternativen lassen wir gelten: „sich sonnen“ oder „sich evakuieren lassen“), sei hiermit nachgeliefert: Moody’s hat die VW Bank um drei Notches herabgestuft. Das ist mal ein Wort. BÖZ

ING Diba vor Einstieg ins Robo-Advisory: Bereits im Juni hatte die Oranje-Bank die Pläne publik gemacht – Mitte September soll es nun offenbar soweit sein. Offen ist, mit welchem Partner (also mutmaßlich: mit welchem Fintech) die ING Diba an den Start geht. Als Hilfs-Robo für Banken hatte sich zuletzt vor allem das Frankfurter Finanz-Startup Vaamo hervorgetan (für Santander, 1822 und N26).

Deutsche Bank distanziert sich von „Cum-Ex“: Das Geldhaus hat offenbar Bescheinigungen zurückgezogen, mit denen sich Kunden Steuern erstatten ließen, die sie gar nicht gezahlt hatten. Reuters

Beyond .de

Schärfere Regeln für Goldman & Co.: Um sie besser kontrollieren zu können, will Brüssel 19 nicht-europäische Großbanken zwingen, eine  Zwischenholding für ihre EU-Töchter einzuziehen. Reuters

Beyond Banking

China verbietet Krypto-Börsengänge: Die Begründung: „ICOs sind eine Art illegale öffentliche Kapitalbeschaffung, die im Zusammenhang mit kriminellen Machenschaften wie Betrug und Schneeballsystemen steht.“ (Schöner hätten wir’s auch nicht ausdrücken können.) Manager Magazin 

Karriere

So viel verdienen die Super-Banker von der HSH: Im Schnitt haben sie 2016 rund 75.000 Euro brutto nach Hause gebracht – wobei im Geschäftsbereich Schiffs- und Projektfinanzierung völlig zurecht etwas mehr zu holen war. efinancialcareers

Lesenswert

Wie deutsche Anbieter Paypal knacken könnten: … indem sie den Preiskampf suchen und sich „die schleppend verlaufenden Produktinnovationen“ des US-Giganten zunutze machen, schreibt Ratepay-Geschäftsführerin Miriam Wohlfahrt. Bilanz

Wie funktionieren eigentlich ICOs? … also die (siehe oben) seit gestern zumindest in China verbotenen „Initial Coin Offerings“. Der Paymentandbanking-Blog weiß es. Paymentandbanking (Audio)

Aus der Szene

Axel Wieandt, Ex-Chef der Ex-Banken HRE und Valovis, hat, so war in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ zu lesen, ein Buch mit vier Dutzend selbst verfassten Gedichten herausgegeben. Da wir uns nicht nachsagen lassen möchten, weniger kulturbeflissen als die FAS-Kollegen zu sein, bringen auch wir eine Kostprobe:  „…es brennt mir auf der Seele/möchte singen, schreiben, malen, küssen/damit ich nichts verfehle/in den wilden Zeitenflüssen… nur küssen“.

Klickfavorit

… war am Freitag unser Stück „Kommen jetzt die Robo-Adviser mit menschlichem Antlitz?“ Finanz-Szene.de

Kommen jetzt die Robo-Adviser mit menschlichem Antlitz?

Von Heinz-Roger Dohms

Jetzt will also auch die Commerzbank einen eigenen Robo-Advisor an den Markt bringen. Wobei: Hat sie das nicht längst getan?

Im Mai war bekanntlich der „Cominvest“-Roboter gestartet. Der allerdings gehört nicht direkt zur Commerzbank, sondern zur Tochter Comdirect. Wichtiger indes: Um den Überblick zu bewahren, sollte man weniger zwischen Mutter und Tochter unterscheiden. Sondern zwischen Robo und Robo. Denn wenn wir die Dinge richtig deuten, dann geht das, was die Commerzbank da  plant, über das, was die Comdirect jetzt schon macht, ein gutes Stück hinaus. Womöglich entsteht sogar eine (zumindest marketingmäßig) neue Produktkategorie: der Robo-Advisor mit menschlichem Antlitz.

Warum ist das so: Auch wenn die heutigen Robos sich „Advisor“ nennen, sind sie bei Lichte betrachtet keine Vermögensberater, sondern Vermögensverwalter. Damit bleibt ihr potenzieller Addressatenkreis jedoch begrenzt. Denn viele klassische Private-Banking-Kunden hierzulande ziehen die Beratungslösung dem Verwaltungsmandat traditionell vor. Man will schließlich das letzte Wort haben! Für die Banken ist die Beratung jedoch tendenziell teurer als die Verwaltung – zumal in Zeiten umfassender Protokollpflichten. Das, was der Kunde will, rechnet sich für die Banken also nicht.

Kann der Robo dieses Problem lösen? Zumindest scheint dies das Kalkül der Commerzbank zu sein. Denn technisch, so ist zu hören, soll die eigene digitale Vermögensverwaltung zwar auf der „Cominvest“-Lösung der Comdirect aufsetzen. Neben dem einfachen Robo-Angebot soll es darüber hinaus jedoch ein weiteres Angebot geben, das – wenn man der klassischen Dichotomie „Verwaltung vs. Beratung“ folgt – dann tatsächlich eher der Beratungslösung entspricht. Beispielhaft gesprochen würde das bedeuten: Es ist zwar der Roboter, der den Kunden mit regelmäßigen Anlagevorschlägen versorgt. Doch wenn sich der Kunde bei einer Investmententscheidung mal unsicher fühlt – dann kann er trotzdem einen menschlichen Berater anrufen.

So ähnlich praktiziert das die UBS bereits in der Schweiz. Und angeblich arbeitet die eidgenössische Großbank auch schon an einer entsprechenden Lösung für den deutschen Markt. Vielleicht gibt es nächstes Jahr also bereits zwei Robos mit menschlichem Antlitz.

Newsletter 01/09/17: Robo-Adviser werden menschlich; Europas größte Fintechs

DZ-Bank-Tochter mutiert zur „HSH light“

Die Schiffskrise trifft nun auch den genossenschaftlichen Bankensektor mit voller Wucht. So hat die DZ-Bank-Tochter DVB (das Kürzel steht für Deutsche Verkehrsbank) im ersten Halbjahr einen Verlust von gut 500 (!) Mio. Euro hingelegt – was dann doch mal eine Hausnummer ist, auch wenn man per se ja wusste, dass im Schiffsportfolio der DVB noch ein bisschen was schlummern könnte. Laut FAZ (Seite 23) muss die DZ Bank die Tochter nun mit einer halben Milliarde Euro stützen. In den gestern vorgelegten Halbjahreszahlen sei der Betrag aber noch nicht enthalten – obwohl die Risikovorsorge auch da schon um 81 Prozent auf fast 400 Mio. Euro angestiegen ist, in erster Linie wegen der DVB (so jedenfalls verstehen wir die FAZ). Um nicht missverstanden zu werden: Abseits der Verkehrsbank geht es der DZ Bank offensichtlich prächtig. Ein Debakel ist’s trotzdem.

FAZ (Seite 23), Handelsblatt

Exklusiv

Kommen jetzt die Robos mit menschlichem Antlitz? Was genau hat die Commerzbank vor? Und was hat das mit den Plänen der UBS für den deutschen Markt zu tun? Wir glauben es ungefähr zu wissen. Quintessenz: Robo-Adviser könnten  bald um eine menschliche Beratungskomponente erweitert werden. Unsere Analyse: finanz-szene.de

News

Plagiats-Streit unter deutschen Finanz-Startups: Der Münchner Videoident-Anbieter ID Now wirft dem Berliner Rivalen WebID  vor zu plagiieren – und hat vor dem Landgericht Düsseldorf gestern Recht bekommen. „Ein Paukenschlag“, kommentiert die SZ. Kann man durchaus so sehen. WebID will nun in die Berufung gehen. Süddeutsche

Fünf deutsche unter den 15 größten europäischen Fintechs: Das behauptet zumindest der Paymentandbanking-Blog, der sich dabei teilweise auf Schätzwerte beruft (bei den wenigsten Finanz-Startups ist die exakte Bewertung bekannt). Neben Kreditech und N26 schafften es auch Scalable, Spotcap und Friendsurance auf die Liste. Paymentandbanking

Jobboom am Finanzplatz Frankfurt: Nun hat im Rahmen ihrer liebgewonnenen Finanzplatz-Studie (gefühlte Erstauflage: 1842 nach Christus) auch die Helaba Ihre Brexit-Prognose abgegeben. Zusammengefasst: 8000 Londoner Banker kommen nach FFM und Umgebung, Anstieg der Beschäftigung am Finanzplatz um 4% auf 65.000 bis 2019, damit Niveau von vor der Finanzkrise wieder erreicht. Reuters, Studie

HSH Nordbank macht auf optimistisch: Wie gestern bereits angekündigt, hat das Skandalinstitut ganz gute Zahlen fürs erste Halbjahr vorgelegt. Vorstandschef Ermisch sagt darum nun allen Ernstes: „Die HSH Nordbank hat sich die Privatisierung redlich verdient.“ Wir lassen diesen Satz mal unkommentiert stehen. Handelsblatt

Beyond.de

Blockchain-Initiative der UBS erhält Zuwachs: Neben dem (eigentlichen) Erzrivalen Credit Suisse schließen sich auch Barclays, State Street, HSBC, Mitsubishi UFJ Financial Group (Japan) sowie eine kanadische Bank an, deren Name noch länger ist als der der japanischen. Finews

Wells Fargo findet weitere 1,4 Millionen Fake-Konten: Bei der US-Großbank ist alles noch viel peinlicher als ohnehin schon. Aber lesen Sie selbst … Bloomberg

Lesenswert

Bankern, die sich zu Fintech-Nerds weiterentwickeln wollen (und welcher Banker will das nicht?), empfehlen wir die aktuelle Link-Liste des beinah allwissenden DZ-Bank-Innovationsexperten Dirk Elsner. Um es im Twitter-Deutsch der immer erstaunlich lesefreudigen Fintech-Szene auszudrücken: ein „must read“ (früher hätte man Pflichtlektüre gesagt). DZ-Bank-Blog

Ignoriert

An verschiedenster Stelle sind wir gestern über die Online-Überschrift „Jede vierte Bank will Strafzinsen erheben“ gestolpert. Um ehrlich zu sein: Wir haben nicht reingeklickt, weil wir ganz stark vermuten, dass es sich auch diesmal wieder um Unternehmenskunden und (wenn überhaupt) größere Vermögen handeln dürfte – aber nicht um die Sparkassen-Omi. Sollten wir uns getäuscht haben, Schande über unser Haupt.

Back-End

Liebe Leserinnen und Leser, eins noch: Hatten auch Sie die ernste Befürchtung, wegen der geplanten Großevakuierung an diesem Wochenende in Frankfurt (Bombenentschärfung) könnte versehentlich der 60 Mrd. Euro schwere Goldschatz der Bundesbank unbewacht bleiben, von hinterlistigen Dieben gestohlen und für immer außer Landes gebracht werden? Ja? Dann wird Sie folgende hart recherchierte „Reuters“-Meldung von gestern Vormittag durchatmen lassen: „Das deutsche Gold in den Tresoren der Bundesbank wird auch während der für diesen Sonntag geplanten Evakuierung in Frankfurt streng bewacht.“ Wer hätte das gedacht!

In diesem Sinne, genießen Sie ihr Wochende, Ihr Gold ist sicher. Der nächste Newsletter kommt am Dienstag, empfehlen Sie uns immer gerne weiter, Heinz-Roger Dohms

Newsletter 01/09/17: DZ-Bank-Debakel; Robo-Adviser werden menschlich

DZ-Bank-Tochter mutiert zur „HSH light“

Die Schiffskrise trifft nun auch den genossenschaftlichen Bankensektor mit voller Wucht. So hat die DZ-Bank-Tochter DVB (das Kürzel steht für Deutsche Verkehrsbank) im ersten Halbjahr einen Verlust von gut 500 (!) Mio. Euro hingelegt – was dann doch mal eine Hausnummer ist, auch wenn man per se ja wusste, dass im Schiffsportfolio der DVB noch ein bisschen was schlummern könnte. Laut FAZ (Seite 23) muss die DZ Bank die Tochter nun mit einer halben Milliarde Euro stützen. In den gestern vorgelegten Halbjahreszahlen sei der Betrag aber noch nicht enthalten – obwohl die Risikovorsorge auch da schon um 81 Prozent auf fast 400 Mio. Euro angestiegen ist, in erster Linie wegen der DVB (so jedenfalls verstehen wir die FAZ). Um nicht missverstanden zu werden: Abseits der Verkehrsbank geht es der DZ Bank offensichtlich prächtig. Ein Debakel ist’s trotzdem.

FAZ (Seite 23), Handelsblatt

Exklusiv

Kommen jetzt die Robos mit menschlichem Antlitz? Was genau hat die Commerzbank vor? Und was hat das mit den Plänen der UBS für den deutschen Markt zu tun? Wir glauben es ungefähr zu wissen. Quintessenz: Robo-Adviser könnten  bald um eine menschliche Beratungskomponente erweitert werden. Unsere Analyse: finanz-szene.de

News

Jobboom am Finanzplatz Frankfurt: Nun hat im Rahmen ihrer liebgewonnenen Finanzplatz-Studie (gefühlte Erstauflage: 1842 nach Christus) auch die Helaba Ihre Brexit-Prognose abgegeben. Zusammengefasst: 8000 Londoner Banker kommen nach FFM und Umgebung, Anstieg der Beschäftigung am Finanzplatz um 4% auf 65.000 bis 2019, damit Niveau von vor der Finanzkrise wieder erreicht. Reuters, Studie

Plagiats-Streit unter deutschen Finanz-Startups: Der Münchner Videoident-Anbieter ID Now wirft dem Berliner Rivalen WebID  vor zu plagiieren – und hat vor dem Landgericht Düsseldorf gestern Recht bekommen. „Ein Paukenschlag“, kommentiert die SZ. Kann man durchaus so sehen. WebID will nun in die Berufung gehen. Süddeutsche

Fünf deutsche unter den 15 größten europäischen Fintechs: Das behauptet zumindest der Paymentandbanking-Blog, der sich dabei teilweise auf Schätzwerte beruft (bei den wenigsten Finanz-Startups ist die exakte Bewertung bekannt). Neben Kreditech und N26 schafften es auch Scalable, Spotcap und Friendsurance auf die Liste. Paymentandbanking

HSH Nordbank macht auf optimistisch: Wie gestern bereits angekündigt, hat das Skandalinstitut ganz gute Zahlen fürs erste Halbjahr vorgelegt. Vorstandschef Ermisch sagt darum nun allen Ernstes: „Die HSH Nordbank hat sich die Privatisierung redlich verdient.“ Wir lassen diesen Satz mal unkommentiert stehen. Handelsblatt

Beyond.de

Blockchain-Initiative der UBS erhält Zuwachs: Neben dem (eigentlichen) Erzrivalen Credit Suisse schließen sich auch Barclays, State Street, HSBC, Mitsubishi UFJ Financial Group (Japan) sowie eine kanadische Bank an, deren Name noch länger ist als der der japanischen. Finews

Wells Fargo findet weitere 1,4 Millionen Fake-Konten: Bei der US-Großbank ist alles noch viel peinlicher als ohnehin schon. Aber lesen Sie selbst … Bloomberg

Lesenswert

Bankern, die sich zu Fintech-Nerds weiterentwickeln wollen (und welcher Banker will das nicht?), empfehlen wir die aktuelle Link-Liste des beinah allwissenden DZ-Bank-Innovationsexperten Dirk Elsner. Um es im Twitter-Deutsch der immer erstaunlich lesefreudigen Fintech-Szene auszudrücken: ein „must read“ (früher hätte man Pflichtlektüre gesagt). DZ-Bank-Blog

Ignoriert

An verschiedenster Stelle sind wir gestern über die Online-Überschrift „Jede vierte Bank will Strafzinsen erheben“ gestolpert. Um ehrlich zu sein: Wir haben nicht reingeklickt, weil wir ganz stark vermuten, dass es sich auch diesmal wieder um Unternehmenskunden und (wenn überhaupt) größere Vermögen handeln dürfte – aber nicht um die Sparkassen-Omi. Sollten wir uns getäuscht haben, Schande über unser Haupt.

Back-End

Liebe Leserinnen und Leser, eins noch: Hatten auch Sie die ernste Befürchtung, wegen der geplanten Großevakuierung an diesem Wochenende in Frankfurt (Bombenentschärfung) könnte versehentlich der 60 Mrd. Euro schwere Goldschatz der Bundesbank unbewacht bleiben, von hinterlistigen Dieben gestohlen und für immer außer Landes gebracht werden? Ja? Dann wird Sie folgende hart recherchierte „Reuters“-Meldung von gestern Vormittag durchatmen lassen: „Das deutsche Gold in den Tresoren der Bundesbank wird auch während der für diesen Sonntag geplanten Evakuierung in Frankfurt streng bewacht.“ Wer hätte das gedacht!

In diesem Sinne, genießen Sie ihr Wochende, Ihr Gold ist sicher. Der nächste Newsletter kommt am Dienstag, empfehlen Sie uns immer gerne weiter, Heinz-Roger Dohms

Newsletter 31/08/17: Bundesbank-Studie, Erster deutscher Fintech-Multimillionär

Die Vermessung der deutschen Bankenkrise

Gut 1500 kleine und mittelgroße deutsche Banken sind von der Bundesbank nach ihren Prognosen für die nächsten Jahren befragt worden. Die Ergebnisse sind so erwartbar wie alarmierend: Der Nullzins schlägt jetzt richtig zu, die Erträge geraten immer brutaler unter Druck. Wer einen Lichtblick erkennen will: Die befragten Institute (in erster Linie Sparkassen und Genobanken) rechnen über die nächsten fünf Jahre nur noch mit einem Gewinnrückgang von 16 Prozent – bei der identischen Umfrage vor zwei Jahren war von 25 Prozent die Rede gewesen. Was die Erträge stützen könnte? Die Gebühren, hoffen die Banken. Doch machen die Kunden das mit?

Linkliste zur Bundesbank-Studie:

  • Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick Finanz-Szene.de
  • Die Studie im Original PDF
  • Die erhellendste Grafik: Glaubt man der Studie, dann wird der Jahresüberschuss (gemessen an der Bilanzsumme) von 0,51 Prozent in 2016 lediglich auf 0,43 Prozent in 2021 sinken. Das gelingt aber nur, wenn der Provisionsüberschuss um 0,24 Punkte steigt … Barkow-Tweet
  • Bleiben die Zinsen niedrig, wird’s hart. Doch steigen sie schnell – dann wird’s für viele Kleinbanken noch härter. Süddeutsche
  • Kleiner Trost: Die Bundesbank gibt (ein bisschen) Entwarnung bei Immobilienkrediten. Dow Jones
  • Kaum jemand sah die Krise so früh kommen wie der Sparkassen-Experte Bernd Nolte. Was hat er heute zu sagen? SWR (Audio)

Exklusiv

Der erste deutsche Fintech-Multimillionär: Kreditech-Gründer Sebastian Diemer hat seine Anteile beim Einstieg des südafrikanischen Medienkonzerns Naspers komplett verkauft. Nach Berechnungen von Finanz-Szene.de dürfte er dabei – ganz grob kalkuliert – 7,5 Millionen Euro kassiert haben. Wenn wir uns nicht sehr täuschen, ist Diemer damit der erste deutsche Fintech-Multimillionär (wenn man die Exits bei Paläo-Fintechs wie 360T, Interhyp oder Sofortüberweisung mal großzügig ausklammert, war wir natürlich tun, wenn’s der These nützt). Was Diemer nun mit dem Geld vorhat, lesen Sie übrigens heute in der SZ. Finanz-Szene.de (so kommen wir auf die 7,5 Millionen), Süddeutsche (Diemer-Portät „L’adulte terrible“)

News

UBS verlegt Handelszentrum wohl nach Frankfurt: Laut „Bloomberg“ hat sich Bankchef Ermotti mehr oder weniger entschieden. Damit könnten rund 250 (weitere) Brexit-Banker in die Main-Metropole kommen. Yeah! Bloomberg

Sparkassen-Kahlschlag in Nordrhein-Westfalen: Wem die Bundesbank-Studie zu abstrakt ist – es geht auch anschaulicher: Im Sparkassengebiet Westfalen-Lippe könnte nach Verbandsangaben bis 2021 jede zweite (!) der knapp 1400 Filialen schließen. Rheinische Post

Apobank bekommt von Krise nichts mit: Die Apotheker- und Ärztebank expandiert fröhlich vor sich hin – und steigert die Kundenzahl in der Vermögensverwaltung mal eben um knapp zehn Prozent. Wohl dem, der diese Klientel hat (und keine andere). Fondsprofessionell

Wird die HSH zur „Good Bank“? Oh Wunder, oh Wunder. Kaum geht der Verkaufsprozess in die entscheidende Phase, bessern sich im hohen Norden die Zahlen. Laut „Handelsblatt“ soll das Neugeschäft im ersten Halbjahr um ein Fünftel gestiegen sein, der Gewinn mit 120 Mio. Euro deutlich besser als (angeblich) erwartet ausfallen. Handelsblatt (Paid)

NordLB profitiert vom starken Euro: Ob die norddeutschen Landesbanken aus dem Feiern überhaupt noch herauskommen? Die NordLB jedenfalls verkündet stolz, ihre Schiffskredite schneller abzubauen als geplant. Dabei kommt dem Institut der starke Euro zupass. Reuters, Börsenzeitung (Paid)

Beyond Banking

Wer den Euro nicht ehrt … : Nachdem uns vermeintlich treue Leser gestern mit Abokündigungen drohten, wollen wir heute nun doch noch zwei Links zum Thema Euro/Dollar setzen. 1.) BÖZ-Devisenexperte Stefan Schaaf über die tieferen Ursachen der „Europhorie“; 2.) ING-Diba-Chefvolkswirt Carsten Brzeski über die (fehlenden) Optionen der EZB, die Euro-Hausse zu stoppen. BÖZ (Paid), ING-Research

Peking erwägt Verbot von Krypto-Börsengängen: Den chinesischen Aufsehern wird die Sache mit den „Initial Coin Offerings“ offenbar zu blöd. Mal sehen, wann andere Länder folgen. Zerohedge

Aus der Szene

Ja, was denn nun? Letzte Woche lesen wir, dass der Brexit der Rhein-Main-Region 88.000 neue Jobs bescheren wird – und nun herrscht plötzlich Katzenjammer. Der Grund: Den Finanzplatz-Aktivisten von FrankfurtMainFinance dämmert, dass die Dinge zumindest in Sachen Clearing nicht ganz so gut stehen wie erhofft (jetzt, wo die Pariser Euronext doch weiter mit der Londoner LCH rummacht). Immerhin, im „Handelsblatt“ sprechen sich die Beteiligten heute Früh ein bisschen Mut zu. Hubertus Väth, Chef von MainFinance, sagt: „Frankreich hat mit dem Euronext-Deal gepunktet, aber das Spiel ist noch nicht gelaufen.“ Yeah.

Klickfavorit

…  war gestern unser Exklusivstück über die (angeblichen) Verluste beim Bankhaus Lampe. Finanz-Szene.de