09/10/18: VW-Mandat für Deutsche Bank, Coba-Aktie kracht ein

Der Deutschen Bank winkt offenbar ein fettes VW-Mandat: So zumindest berichtet es „Bloomberg“ (ganz frisch von gestern Abend). Dem Artikel zufolge steht Volkswagen kurz davor, die Konsortialbanken für den geplanten, laut früheren Medienberichten 6 Mrd. Euro schweren Börsengang der Lkw-Sparte zu mandatieren. Neben drei großen US-Banken habe auch der deutsche Marktführer beste Chancen, heißt es. Bloomberg

Im Grunde braucht man sich die Berichterstattung über das Drama, das sich dieser Tage wieder mal in Griechenland und Italien abspielt, gar nicht anzutun. Es reicht, stattdessen die Entwicklung der Commerzbank-Aktie zu beobachten. Stehen im Süden die Zeichen auf Entspannung, dann steigt der Kurs. Doch stehen sie auf Eskalation, dann geht’s aber mal so richtig runter. Gestern war Letzteres der Fall. Minus 4,6%. Autsch. Handelsblatt (Paywall)

Und dann noch ein deutscher Finanzwert, der gestern ordentlich unter die Räder gekommen ist: Bis zu 13% ging es mit der Aktie von Wirecard zwischenzeitlich bergab – bereits das zweite Mal seit dem Dax-Einzug, dass die Papiere des bayerischen Zahlungsdienstleisters ohne erkennbaren Grund einbrechen. Langjährige Wirecard-Beobachter kennen das Phänomen freilich: Wo viel Euphorie ist, da ist auch manchmal ein wenig Misstrauen. Länger als 1-2 Tage hat das Misstrauen freilich noch nie angehalten. boerse.ard.de

Rund 3 Mrd. Euro netto sind im August in deutsche Publikumsfonds geflossen, hat der Branchenverband BVI gestern mitgeteilt. Interessant: Ein beträchtlicher Teil der Zuwächse entfiel auf den Asset Manager der Allianz (plus 2 Mrd. Euro) und auf die Deka (plus 1 Mrd. Euro), während die DWS mal wieder (leichte) Abflüsse zu verkraften hatte. Fondsprofessionell

Der Modekonzern H&M beteiligt sich am schwedischen Zahlungs-Dienstleister Klarna, was wir aus drei Gründen berichtenswert finden, auch wenn sich der unmittelbare Deutschland-Bezug der Meldung darauf beschränkt, dass Klarna u.a. die Mutter des hiesigen Payment-Fintechs „Sofortüberweisung“ ist. 1.) Für 20 Mio. Dollar kriegt H&M nicht mal 1% der Anteile. Das nennt man mal Unicorn. 2.) Dass Modehändler aus einer E-Commerce-Payment-Logik heraus an Fintechs interessiert sind, zeigt sich z.B. auch am Investment von Zalando beim Berliner Inkasso-Startup Pair Finance. Womöglich erleben wir bald noch mehr Deals dieser Art  3.) … und im Grunde zeigt sich dieselbe Logik auch in der Verbindung von Otto zu Paydirekt, nur dass das Geld hier wundersamerweise in die andere Richtung geflossen ist. Hihi. Financial Times (Paywall)Reuters

Und noch zwei kleine Fintech-Meldungen: Die Aareal-Bank beteiligt sich wie zuvor schon die Berlinhyp am Immobilien-Startup Brickinvest (was nach der Partnerschaft mit der Startup-Plattform „Plug & Play“ ein weiterer Beleg ist, dass nun auch der Wiesbadener MDax-Konzern das Thema Fintech für sich entdeckt hat); und das Berliner Bezahl-Startup Cringle stellt seinen Betrieb ein.

Kopie von: Kopie von: 09/03/18: Weltsparen gegen Scalable, Baggert Amazon deutsche Banker an?, Ole Franke

Weltsparen greift Scalable Capital frontal an

Das bislang auf die Vermittlung von Tages- und Festgeld spezialisierte Berliner Fintech Raisin („Weltsparen“) steht kurz vor dem Eintritt in den Markt für Robo Adviser – und greift den dortigen Marktführer Scalable Capital mit Kampfkonditionen von durchschnittlich 0,49 Prozent Gesamtkosten frontal an. Das „Weltinvest“ genannte Angebot wird online bereits beworben und soll Mitte des Monats freigeschaltet werden. Raisin selbst spricht offiziell zwar nicht von einem „Robo“-Produkt, sondern von einer „global diversifizierten ETF-Anlage“. Letztlich ist das Prinzip jedoch das gleiche. Laut dem Fachmagazin „Extra Funds“ bestehen die ETF-Portfolios  von „Weltinvest“ aus fünf ETFs und zwei Indexfonds des US-Anbieters Vanguard. Die Anlagestrategien heißen demzufolge – je nach Aktienquote – „Weltinvest 30“, „50“, „70“ oder „100“. Als Depotbank fungiert die DAB. Die Chancen, dass Raisin rasch auf signifikante Marktanteile kommt, dürften so schlecht nicht stehen.  Immerhin haben die Berliner mehr als 100.000 Spareinlagen-Kunden. Denen können sie jetzt auch ihre Investmentprodukte andienen.

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Nach einer intensiven Evaluierung haben die IT-Experten der  Security Research & Consulting GmbH (SCR) die PSD2-Konformität von Transakt bestätigt.  Transakt ist die neue Mobile-Banking-Lösung des internationalen Software-Unternehmens Entersekt. Dank neuester Sicherheitstechnologie ermöglicht Transakt das Auslösen einer Transaktion und die anschließende sichere 2-Faktor-Authentifizierung über ein und dasselbe Mobilgerät – und sogar mit einer einzigen App. „Transakt kann als State-of-the-Art-Lösung betrachtet werden, die hinsichtlich Design und Technologie weithin akzeptierte Best Practices der Branche verwendet“, so SRC. Transakt schützt weltweit bereits 150 Mio. Transaktionen pro Monat. Es kann problemlos in jede Mobile-Banking-App als sichere, komfortable und PSD2-konforme Authentifizierungslösung integriert werden. Erfahren Sie mehr

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Exklusiv -Ole Franke hat einen neuen Job (und nicht den schlechtesten): Nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ heuert der frühere Coba-Digitalmanager zum 1. April als Chief Operating Officer bei der Targobank an. Er wird bei dem  Ratenkredit-Spezialisten direkt an Vorstandschef Pascal Laugel berichten. Franke galt lange Zeit als digitales Vorzeige-Gesicht der Commerzbank. Das hing auch damit zusammen, dass der frühere Mobilfunk-Manager als Quereinsteiger große mediale Aufmerksamkeit auf sich zog. Karrieretechnisch kam Franke allerdings nur leidlich voran, mit dem heutigen Bereichsvorstand Ulrich Coenen zog ausgerechnet ein anderer früherer E-Plus-Mann an ihm vorbei. Trotzdem kam Frankes Ausscheiden im Herbst überraschend. Denkbar, dass er damals schon das Angebot der Targobank hatte. Archiv: „Der digitale Brain-Drain bei der Commerzbank“

Blick über den Branchenrand hinaus: Die Allianz schafft zur Schärfung des digitalen Profils einen völlig neuen Vorstandsposten – nämlich den des „Chief Business Transformation Officers“. Bekleiden wird den Posten Ivan de la Sota, der zuletzt für das Spanien- und Lateinamerika-Geschäft des Versicherungskonzerns zuständig war. Der bisherige Digitalchef Solmaz Altin war (wenn wir das richtig verstehen) kürzlich nach Singapur weggelobt worden. Manager Magazin, Handelsblatt

Der CDU-Europaparlamentarier Burkhard Balz beerbt wie erwartet Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret: … unklar ist nur noch, ob er auch dessen Zuständigkeit (sprich: die Bankenaufsicht) übernimmt. Hintergrund: Auch der für Bargeld und Zahlungsverkehr verantwortliche Carl-Ludwig Thiele scheidet demnächst aus dem Vorstand aus, so dass auch eine andere Ressortverteilung möglich ist. Handelsblatt, FAZ

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Linktipps

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Über die Gafas (also Google, Amazon, Facebook und Apple) haben wir genug geredet … reden wir über die BATs (Baidu, Alibaba und Tencent). Paymentandbanking

Und wem das zu wenige Lesetipps waren, … den verweisen wir wie immer freitags auf die „Was wir lesen“-Linkliste des DZ-Innovationsblogs

Klickfavorit

… war gestern unser Scoop über den Einstieg von BBVA, ABN Amro und Visa beim Berliner Fintech Solarisbank. Finanz-Szene.de

 

Kopie von: 09/03/18: Weltsparen gegen Scalable, Baggert Amazon deutsche Banker an?, Ole Franke

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 News

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Der CDU-Europaparlamentarier Burkhard Balz beerbt wie erwartet Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret: … unklar ist nur noch, ob er auch dessen Zuständigkeit (sprich: die Bankenaufsicht) übernimmt. Hintergrund: Auch der für Bargeld und Zahlungsverkehr verantwortliche Carl-Ludwig Thiele scheidet demnächst aus dem Vorstand aus, so dass auch eine andere Ressortverteilung möglich ist. Handelsblatt, FAZ

Aus der Szene

Wollen Sie sich dem Thema „Amazon und die Banken“ einfach mal auf die ganz blöde Tour nähern? Dann klicken Sie doch bitte auf das Linkedin-Profil eines gewissen Andreas von der Heydt, das ist nämlich der „Director Talent Acquisition Amazon“. Sofern unter Ihren eigenen Kontakten viele deutsche Banker sind (wovon wir jetzt einfach mal ausgehen), werden Sie mithilfe der „Gemeinsame Kontakte“-Funktion feststellen, dass nicht wenige dieser deutschen Banker auch mit Herrn von der Heydt verbandelt sind. Nun kann es natürlich sein, dass die Banker zuerst den Amazon-Mann angebaggert haben. Wir würden allerdings vermuten, dass es andersrum war. Was damit bewiesen wäre? Natürlich gar nichts. Aber interessant ist das Ganze trotzdem – finden Sie nicht?

Linktipps

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