29/03/19: Die ultimative „Apple Card“-Analyse, Kampf um die Dt. Bank, Wirecard

Warum in der DWS-Belegschaft mit dem heutigen Tag das große Zittern beginnen könnte

„Die Treppe wird von oben gekehrt“ – mit diesem Aphorismus kündigte Asoka Wöhrmann Anfang Februar eine härtere Gangart in Sachen Kosten und Personal an. Was der DWS-Chef da noch nicht wissen konnte: Womöglich wird nicht er es sein, der bei der Fondstochter der Deutschen Bank demnächst den Besen hält. Sondern Yves Perrier, Vorstandschef von Amundi. Denn: Der größte europäische Fondsanbieter äußert heute (in Person von Vorständin Baudson) in einem HB-Interview klares Interesse an einem Kauf der DWS – wodurch das Szenario, die Deutsche Bank könnte die Tochter abgeben, um sich die Coba leisten zu können, plötzlich real wird. Aus unserer Sicht sind zu alldem zwei Dinge zu sagen: 1.) Anders als das  Bündnis Allianz/DWS, ergäbe die Kombi Amundi/DWS industriell betrachtet fast schon maximalen Sinn. Und 2.) Monsieur Perrier ist der krasseste Post-Merger-Kosten-Drücker, den die Fonds- oder gar die Finanzbranche kennt. Lesen Sie hier unsere große Analyse: Finanz-Szene.de

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News

„Bei den Annäherungsversuchen zwischen Deutscher Bank und Commerzbank hat bemerkenswert früh die unappetitliche Phase begonnen“, kommentiert der erfahrene Kollege Wittkowski heute Morgen in der „BÖZ“. Wir selber würden das zwar nicht exakt genauso formulieren (kann man „unappetitlich“ vielleicht durch „interessant“ ersetzen?), ansonsten aber komplett unterschreiben. Denn: Allein, was da im Laufe dieser Woche alles  gesagt, kolportiert, geleaked, gespint, geraunt, berichtet, überhöht und dementiert wurde, würde in ruhigeren Zeiten locker reichen, um die „News“-Rubrik von „Finanz-Szene.de“ einen ganzen Monat lang zu füllen.

Die gestrigen Ereignisse, ganz kurz zusammengefasst: 1.) Laut „FT“ denkt die Deutsche Bank (was diese zurückweist) zum Zwecke der Commerzbank-Übernahme über eine Kapitalerhöhung in Höhe von 10 Mrd. Euro nach (was die Aktie nach der Veröffentlichung des Artikels gemacht hat, können Sie sich denken: Pffffffff.). Und 2.) „Reuters“ zitiert einen sogenannten Insider, wonach das Wertpapiergeschäft der Deutschen Bank im Januar „katastrophal“ und im Februar „schlecht“ gelaufen sei. Fortsetzung folgt. Financial Times (Paywall), Manager Magazin (Zusammenfassung), Börsen-Zeitung (Kommentar)

Die Deutsche Bank hat gestern den ersten richtigen Abschluss für ihre „DB Privat- und Firmenkundenbank AG“ vorgelegt (also für die zehn Jahre nach der Übernahme endlich zusammengelegte blau-gelbe Retailbank, wobei „Gelb“ in diesem Falle natürlich nicht für Coba steht, sondern für Poba). Auch hier in aller Kürze: Zahl der Filialen um 10% gesenkt +++ Zahl der Mitarbeiter um 3% gesenkt +++ Gewinn vor Steuern 1,1 Mrd. Euro. Reuters, Geschäftsbericht (PDF)

Die Aareal Bank hat gestern wieder mal „so lala“-mäßige Zahlen vorgelegt (diesmal für 2018) … was wir zum Anlass genommen haben, uns einfach mal anzusehen, wie sich der Trick mit dem „Badwill“ (also das, was die Deutsche Bank im Zuge der Coba-Fusion/Übernahme evtl. auch machen könnte) denn in den vergangenen fünf Jahren auf die Ergebnisse ebendieser Aareal Bank ausgewirkt hat. So viel vorweg: Der Effekt ist zumindest in drei der fünf Jahre enorm. Und wie der Aareal-Gewinn mal aussehen wird, wenn dieser und andere Sondereffekte wegfallen, will man lieber nicht wissen. Voilà: Finanz-Szene.de

Wirecard I: Der deutsche Zahlungsdienstleister hat – nachdem er sich selber durch den bislang unveröffentlichten Untersuchungsbericht der Kanzlei Rajah & Tann entlastet sieht – nun endlich Klage gegen die „Financial Times“ eingereicht, heißt es in diversen Medien. Ziele seien eine  Unterlassung der Berichterstattung sowie eine Entschädigung der Aktionäre. dpa/Zeit Online

Wirecard II: Nachdem am Montag schon bei „Spiegel Online“ stand, der Untersuchungsbericht von „Rajah & Tann“ liege Wirecard gar nicht vor, sondern nur Wirecards Wirtschaftsprüfer Ernst & Young, lesen wir dasselbe nun auch in der Online-Ausgabe des „Manager Magazins“. Wenn das wirklich stimmen sollte, sind wir dann eigentlich die einzigen, die das komisch finden? Denn: In Auftrag gegeben bei R&T hat die Untersuchung doch der Vorstand, oder? Müsste R&T die Untersuchung dann nicht eigentlich auch beim Vorstand abliefern? Wenn ich im Restaurant eine Currywurst bestelle, dann bekommt die doch auch nicht mein Wirtschaftsprüfer serviert. Manager Magazin

Wirecard III: Die „Schmiernippel“ (wie unser alter Herr sagen würde) vom „FT-Alphaville“-Blog der „Financial Times“ haben gestern eine schmiernippelige Übersicht sämtlicher Analysteneinschätzungen zur Wirecard-Aktie veröffentlicht, verbunden mit der schmiernippeligen Kommentierung: „Yeah, we’re just capturing this snapshot so it sits on the internet. Forever.“ Kurz gesagt: Das ausgegebene Preisziel liegt nur in zwei von 24 Fällen unter dem aktuellen Kurs (122,40 Euro). Herr Faure von Exane z.B. sieht das Papier bei 265 Euro, Herr Moawalla von Goldman bei 230 Euro, Frau Pauls von der Commerzbank bei 230 Euro. Und das bei einem Unternehmen, das dieser Tage mitgeteilt hat, die Veröffentlichung des Abschlusses um drei Wochen zu verschieben. FT Alphaville (nicht bezahl-, aber registrierungspflichtig)

Ahhh, endlich mal ein Fintech, von dem es (dank Börsennotiz) aktuelle, relevante, belastbare und übrigens gar nicht mal sooo schlechte Zahlen zu vermelden gibt: Die Online-Kreditplattform Creditshelf hat 2018 das vermittelte Kreditvolumen von 33,5 Mio. Euro auf gut 50 Mio. Euro gesteigert (also um rund die Hälfte). Als eigene Erträge blieben 2,4 Mio. Euro hängen, wobei hiervon knapp zwei Drittel aus den Gebühren der Kreditnehmer stammten und gut ein Drittel aus den Gebühren der Investoren=Kreditgeber. BÖZ (Paywall), Finanzen.net (Ad-hoc) 

Kurzmeldungen: Im „Handelsblatt“ findet sich heute Früh eine lange Warburg/Cum-Ex-Story, die darauf hinausläuft, dass auf die Hamburger Privatbank angeblich (!) „Steuerforderungen, Bußgelder und Vermögensabschöpfungen in dreistelliger Millionenhöhe“ zukommen könnten – was gemessen am Eigenkapital so einer Privatbank natürlich interessant bzw. unappetitlich wäre (HB/Paywall) +++ Die DG Hyp sieht sich auf Erfolgskurs (BÖZ) +++ Die HSH Nordbank a.k.a. „Hamburg Commercial Bank“ hat gestern mitgeteilt, exakt 44% ihrer Arbeitsplätze abzubauen (Reuters) +++ Die Fintech Group AG a.k.a „Kulmbacher Volksbroker“ hat 2018 ein neues Rekordergebnis (Ebitda: 43 Mio. Euro) erzielt (DGAP) +++ Die deutsche Klarna (also quasi die übernommene „Sofortüberweisung“) will ihre API-Kompetenz (Stichwort: Zahlungsauslösung) nutzen, um in Zukunft entsprechende Dienstleistungen auch für Fremdfirmen anzubieten (HB/Paywall) +++ Das aufmerksamkeitshungrige Fintech Finmatch, von dem es im Januar hieß, es sei jetzt gestartet, ist jetzt schon wieder gestartet (Finance Magazin)

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Was kann die „Apple Card“ wirklich? Ist sie ein Gamechanger – oder ein Produkt, wie es das längst gibt, halt nur noch nicht von Apple? Und: Welches Geschäftsmodell steckt dahinter, welche Ziele verfolgt der Techkonzern, welche der Partner Goldman Sachs? Und: Was bedeutet die „Apple Card“ z.B. für die Deutsche Bank, was für N26? Und: Wie geht es weiter, wann kommt die Karte nach Deutschland, was wird die Bafin dazu sagen, was die Kartellbehörden? Jedenfalls: Wir haben einen der – möchten wir behaupten – fünf profundesten deutschsprachigen Kenner der Materie gebeten, eine richtig große „Apple Card“-Analyse für uns zu verfassen. Da der gute Mann auch Banken im Umgang mit Apple berät, durfte er seinen Namen nicht über den Artikel schreiben. Fanden wir aber nicht schlimm. Wir wissen, wer es ist – und Sie dürfen sich nicht nur über ein fantastisches Lesestück freuen, sondern auch auf das sinnentleerte Pseudonym, das wir uns für den armen Mann ausgedacht haben: Finanz-Szene.de 

Linktipps

Für alle „Badwill“(nein, das ist keine Netflix-Serie …)-Fans: Seit sich der großartige „Finanz-Szene.de“-Analyst Thomas Borgwerth im vergangenen Juni die Bilanzen von Hauck & Aufhäuser vorknöpfte, hat sich unsere Abonnentenzahl in etwa verdoppelt. Darum erlauben wir uns, da der „Badwill“ dieser Tage ein großes Thema ist, diesen Klassiker für alle hinzugekommenen Leser einfach nochmal zu verlinken: Finanz-Szene.de

Ist es wirklich so, dass die Fintech-Welle das Allfinanz/Bancassurance-Modell wiederbelebt hat – oder eher doch nicht? Zu dieser Frage hat sich André Bajorat ein paar Gedanken gemacht: Paymentandbanking

Wenn Scalable Capital seine eigenen Kunden für ein Crowd-Investment anpumpen würde, fänden wir das irgendwie, nun ja, ein bisschen seltsam. Der große britische Wettbewerber Nutmeg indes macht genau das. Warum? Independent.ie

Klickfavorit

… war gestern unser Scoop über den verblüffenden Anstieg der Zahl der Kleinaktionäre unter den Deutsche-Bank-Investoren. Finanz-Szene.de

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29/03/19: Die große DWS-Story, Kampf um die Dt. Bank, Der Aareal-Trick

Warum in der DWS-Belegschaft mit dem heutigen Tag das große Zittern beginnen könnte

„Die Treppe wird von oben gekehrt“ – mit diesem Aphorismus kündigte Asoka Wöhrmann Anfang Februar eine härtere Gangart in Sachen Kosten und Personal an. Was der DWS-Chef da noch nicht wissen konnte: Womöglich wird nicht er es sein, der bei der Fondstochter der Deutschen Bank demnächst den Besen hält. Sondern Yves Perrier, Vorstandschef von Amundi. Denn: Der größte europäische Fondsanbieter äußert heute (in Person von Vorständin Baudson) in einem HB-Interview klares Interesse an einem Kauf der DWS – wodurch das Szenario, die Deutsche Bank könnte die Tochter abgeben, um sich die Coba leisten zu können, plötzlich real wird. Aus unserer Sicht sind zu alldem zwei Dinge zu sagen: 1.) Anders als das  Bündnis Allianz/DWS, ergäbe die Kombi Amundi/DWS industriell betrachtet fast schon maximalen Sinn. Und 2.) Monsieur Perrier ist der krasseste Post-Merger-Kosten-Drücker, den die Fonds- oder gar die Finanzbranche kennt. Lesen Sie hier unsere große Analyse: Finanz-Szene.de

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Die Deutsche Bank hat gestern den ersten richtigen Abschluss für ihre „DB Privat- und Firmenkundenbank AG“ vorgelegt (also für die zehn Jahre nach der Übernahme endlich zusammengelegte blau-gelbe Retailbank, wobei „Gelb“ in diesem Falle natürlich nicht für Coba steht, sondern für Poba). Auch hier in aller Kürze: Zahl der Filialen um 10% gesenkt +++ Zahl der Mitarbeiter um 3% gesenkt +++ Gewinn vor Steuern 1,1 Mrd. Euro. Reuters, Geschäftsbericht (PDF)

Die Aareal Bank hat gestern wieder mal „so lala“-mäßige Zahlen vorgelegt (diesmal für 2018) … was wir zum Anlass genommen haben, uns einfach mal anzusehen, wie sich der Trick mit dem „Badwill“ (also das, was die Deutsche Bank im Zuge der Coba-Fusion/Übernahme evtl. auch machen könnte) denn in den vergangenen fünf Jahren auf die Ergebnisse ebendieser Aareal Bank ausgewirkt hat. So viel vorweg: Der Effekt ist zumindest in drei der fünf Jahre enorm. Und wie der Aareal-Gewinn mal aussehen wird, wenn dieser und andere Sondereffekte wegfallen, will man lieber nicht wissen. Voilà: Finanz-Szene.de

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Wirecard II: Nachdem am Montag schon bei „Spiegel Online“ stand, der Untersuchungsbericht von „Rajah & Tann“ liege Wirecard gar nicht vor, sondern nur Wirecards Wirtschaftsprüfer Ernst & Young, lesen wir dasselbe nun auch in der Online-Ausgabe des „Manager Magazins“. Wenn das wirklich stimmen sollte, sind wir dann eigentlich die einzigen, die das komisch finden? Denn: In Auftrag gegeben bei R&T hat die Untersuchung doch der Vorstand, oder? Müsste R&T die Untersuchung dann nicht eigentlich auch beim Vorstand abliefern? Wenn ich im Restaurant eine Currywurst bestelle, dann bekommt die doch auch nicht mein Wirtschaftsprüfer serviert. Manager Magazin

Wirecard III: Die „Schmiernippel“ (wie unser alter Herr sagen würde) vom „FT-Alphaville“-Blog der „Financial Times“ haben gestern eine schmiernippelige Übersicht sämtlicher Analysteneinschätzungen zur Wirecard-Aktie veröffentlicht, verbunden mit der schmiernippeligen Kommentierung: „Yeah, we’re just capturing this snapshot so it sits on the internet. Forever.“ Kurz gesagt: Das ausgegebene Preisziel liegt nur in zwei von 24 Fällen unter dem aktuellen Kurs (122,40 Euro). Herr Faure von Exane z.B. sieht das Papier bei 265 Euro, Herr Moawalla von Goldman bei 230 Euro, Frau Pauls von der Commerzbank bei 230 Euro. Und das bei einem Unternehmen, das dieser Tage mitgeteilt hat, die Veröffentlichung des Abschlusses um drei Wochen zu verschieben. FT Alphaville (nicht bezahl-, aber registrierungspflichtig)

Ahhh, endlich mal ein Fintech, von dem es (dank Börsennotiz) aktuelle, relevante, belastbare und übrigens gar nicht mal sooo schlechte Zahlen zu vermelden gibt: Die Online-Kreditplattform Creditshelf hat 2018 das vermittelte Kreditvolumen von 33,5 Mio. Euro auf gut 50 Mio. Euro gesteigert (also um rund die Hälfte). Als eigene Erträge blieben 2,4 Mio. Euro hängen, wobei hiervon knapp zwei Drittel aus den Gebühren der Kreditnehmer stammten und gut ein Drittel aus den Gebühren der Investoren=Kreditgeber. BÖZ (Paywall), Finanzen.net (Ad-hoc) 

Kurzmeldungen: Im „Handelsblatt“ findet sich heute Früh eine lange Warburg/Cum-Ex-Story, die darauf hinausläuft, dass auf die Hamburger Privatbank angeblich (!) „Steuerforderungen, Bußgelder und Vermögensabschöpfungen in dreistelliger Millionenhöhe“ zukommen könnten – was gemessen am Eigenkapital so einer Privatbank natürlich interessant bzw. unappetitlich wäre (HB/Paywall) +++ Die DG Hyp sieht sich auf Erfolgskurs (BÖZ) +++ Die HSH Nordbank a.k.a. „Hamburg Commercial Bank“ hat gestern mitgeteilt, exakt 44% ihrer Arbeitsplätze abzubauen (Reuters) +++ Die Fintech Group AG a.k.a „Kulmbacher Volksbroker“ hat 2018 ein neues Rekordergebnis (Ebitda: 43 Mio. Euro) erzielt (DGAP) +++ Die deutsche Klarna (also quasi die übernommene „Sofortüberweisung“) will ihre API-Kompetenz (Stichwort: Zahlungsauslösung) nutzen, um in Zukunft entsprechende Dienstleistungen auch für Fremdfirmen anzubieten (HB/Paywall) +++ Das aufmerksamkeitshungrige Fintech Finmatch, von dem es im Januar hieß, es sei jetzt gestartet, ist jetzt schon wieder gestartet (Finance Magazin)

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Was kann die „Apple Card“ wirklich? Ist sie ein Gamechanger – oder ein Produkt, wie es das längst gibt, halt nur noch nicht von Apple? Und: Welches Geschäftsmodell steckt dahinter, welche Ziele verfolgt der Techkonzern, welche der Partner Goldman Sachs? Und: Was bedeutet die „Apple Card“ z.B. für die Deutsche Bank, was für N26? Und: Wie geht es weiter, wann kommt die Karte nach Deutschland, was wird die Bafin dazu sagen, was die Kartellbehörden? Jedenfalls: Wir haben einen der – möchten wir behaupten – fünf profundesten deutschsprachigen Kenner der Materie gebeten, eine richtig große „Apple Card“-Analyse für uns zu verfassen. Da der gute Mann auch Banken im Umgang mit Apple berät, durfte er seinen Namen nicht über den Artikel schreiben. Fanden wir aber nicht schlimm. Wir wissen, wer es ist – und Sie dürfen sich nicht nur über ein fantastisches Lesestück freuen, sondern auch auf das sinnentleerte Pseudonym, das wir uns für den armen Mann ausgedacht haben: Finanz-Szene.de 

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Ist es wirklich so, dass die Fintech-Welle das Allfinanz/Bancassurance-Modell wiederbelebt hat – oder eher doch nicht? Zu dieser Frage hat sich André Bajorat ein paar Gedanken gemacht: Paymentandbanking

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28/03/19: Krasse N26-Story, Kleinanleger kapern Dt. Bank, Payment-Perso

Exklusiv: Profi-Investoren überlassen die Deutsche Bank den hiesigen Kleinanlegern

Was wird da draußen immer ein Bohei gemacht um das All-Star-Aktionariat der Deutschen Bank. Die Katarer? Überlegen wieder mal aufzustocken. Die Chinesen? Haben unter keinen Umständen vor, ihren Anteil zu reduzieren (was sie dann bekanntlich trotzdem dauernd tun). Cerberus? Hegt ganz, ganz große Pläne. Und Braunstein? Ähhh, wer war nochmal Braunstein? Ach ja, der seltsame 3,14%-Ami, dessen Einstieg im letzten Herbst medial gefeiert wurde, als würde dieser völlig unbekannte Mann das größte Geldinstitut der Republik jetzt im Alleingang vor dem Exitus bewahren. Frage: Und wie schaut’s wirklich aus im Aktionariat der Deutschen Bank? Ziemlich ernüchternd, wie Recherchen von „Finanz-Szene.de“ u.a. auf Basis von SEC-Filings zeigen. Denn: Die Instis haben sich 2018 im großen Stil zurückgezogen. Und wer hat die Aktien gekauft? Zehntausende hiesige Kleinanleger, für die die Deutsche Bank  so was wie die Wette ihre Lebens zu sein scheint. Hier die ganze Story (mit detaillierten Zahlen): Finanz-Szene.de

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Warum wachsen manche Banken stark und andere gar nicht? Seit Jahren untersucht MOONROC die Geschäftsmodelle aller deutschen Retail-Banken. Finden Sie heraus, was die Wachstums-Champions vom Rest des Marktes unterscheidet. Hier geht’s zu Deutschlands größter Retail-Banking Studie: RBK2019

N26-Kunde werden 80.000 Euro gestohlen – und kann mit N26 angeblich nicht mal telefonieren

Oha, das ist eine ganz schön spannende Geschichte, mit der die Kollegen von „Gründerszene“ heute Morgen ihre Leser begrüßen. Und zwar geht die Story so: Der Internetunternehmer Axel Seitz wird Opfer eines Cyber-Angriffs auf sein Girokonto, das beim Berliner Milliarden-Fintech N26 liegt. Schaden: 80.000 Euro (so jedenfalls steht’s in dem Artikel, und die Leute von N26 widersprechen dieser Darstellung, soweit wir erkennen können, nicht). Und dann? Beginnt für Herrn Seitz den Ausführungen zufolge ein regelrechter Hindernislauf. Denn den Telefonservice hat N26 offenbar abgeschafft. Und der Chat ist nachts nicht besetzt (auch hier: kein explizites Dementi des Unternehmens). Erst nach mehr als zwei Wochen – so zumindest steht’s in dem Artikel – erhält Seitz eine erste konkrete Auskunft. Was man dazusagen muss: Seitz soll sein Schaden erstattet werden. Und trotzdem wirft der Fall natürlich kein gutes Licht auf das rasant wachsende Berliner Fintech. Gründerszene

News

Uiuiui, liebe Leser*innen, das wäre aber eeeeendlich mal eine gute Nachricht für Sie, oder? Die Europäische Zentralbank denkt darüber nach, die Banken beim negativen Einlagenzinssatz zumindest ein Stück weit zu entlasten – so jedenfalls hat es EZB-Chef Mario Draghi gestern laut „Börsen-Zeitung“ (wir selber waren nicht da) bei der „20. ECB Watchers Conference“ in Frankfurt erzählt. Eine Überlegung demnach: Die 0,4% Banken-Strafzins nicht mehr vom ersten Euro an zu erheben, sondern gestaffelt (oder sogar mit einem Freibetrag). Das dürfte erklären, warum die Aktien zum Beispiel der Deutschen Bank (plus 2,9%) und der Coba (plus 5,0%) gestern ganz schön abgegangen sind. Börsen-Zeitung, Bloomberg

Der gesamte Commerzbank-Vorstand hat 2018 ungefähr so viel Geld verdient, wie der Deutsche-Bank-Vize Darth …. äähhh … Garth Ritchie allein, nämlich 8,8 Mio. Euro.  Und da sage noch einer, die beiden Institute würden kulturell nicht zusammenpassen. Quatsch! Börsen-Zeitung (übrigens sehr empfehlenswert, weil man auf 3-4 Absätze verdichtet wirklich alles erfährt, was man wissen will), Der gestern veröffentlichte Geschäftsbericht der Commerzbank (PDF)

Die Deutsche Bank hat den Zeitplan für die mögliche Fusion mit der Commerzbank gestern nochmals konkretisiert: Demnach soll der Vorstand bei der Vorlage der Q1-Resultate am 26. April bereits „konkrete Überlegungen“ präsentieren, sagte der knuffige AR-Chef Achleitner gestern bei einer Veranstaltung in Vaduz. Unterdessen berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf „Insider“, das Management arbeite – unabhängig von den „Deutsche Commerz“-Plänen – an einer weiteren Verschärfung des Sparkurses. Hintergrund: Die angeblich weiterhin eher schwache Geschäftsentwicklung. Reuters, Handelsblatt (Paywall)

Bei Scout24 war man gestern mit unserer Finanzcheck-Geschichte nicht einverstanden, weil wir – landläufig ausgedrückt – Äpfel und Birnen verglichen hätten. Hier die um die Sicht von Scout24 ergänzte Version des Artikels: Finanz-Szene.de

Oh Gott, jetzt hätten wir fast die vielen Payment-Nerds unter unseren Lesern vergessen – dabei haben wir doch insbesondere für die noch eine hübsche, kleine Exklusivmeldung in petto. Und zwar: Der Fintech-Manager Mirko Krauel, der Anfang des Jahres (vordergründig etwas überraschend) beim Hamburger Inkasso-Startup collectAI (eine Otto-Tochter …) ausgeschieden war, tritt nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ zum 1. April eine neue Stelle an. Er wird nämlich: Payment-Chef von Otto (das heißt: nicht des Konzerns, sondern quasi von „Otto.de“). Das dürfte insofern eine spannende Aufgabe werden, als der Hamburger Versand-Riese ja vor geraumer Zeit auf eine amazonstylemäßige Plattform-Strategie eingeschwenkt ist. Und wer Plattform sagt, der muss bekanntlich auch Payment sagen.

Kurzmeldungen:  Die Commerzbank plant für 2019 mit einem leicht höheren Gewinn (Reuters) +++ Der Coba-Betriebsrat poltert jetzt so richtig gegen die Fusionspläne (Bloomberg) +++ Die Deutsche Bank beansprucht bei ebenjener Fusion die Führungsrolle ganz klar für sich (Süddeutsche) +++  Bei der DWS sollen allein seit Anfang Februar zehn „hochrangige Manager“ gegangen sein, berichtet das Handelsblatt (Paywall) +++ Die V-Bank plant eine Kapitalerhöhung (BÖZ/Paywall)

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Intelligent Vermögen aufbauen mit dem ETF-Sparplan von quirion: Deutschlands beste digitale Geldanlage und Testsieger bei Stiftung Warentest • Überragende Portfolio-Qualität mit den besten ETFs bei geringsten Kosten • Die ersten 10.000 € kostenfrei anlegen • Rendite-Sieger im 3-Jahres-Test (Brokervergleich.de: Echtgeld-Test: Mai 2015 – April 2018) • Jetzt persönlichen ETF-Sparplan einrichten: www.quirion.de

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Erstaunlich, von welchen Themen Sie, liebe Leser*innen, sich bisweilen in Wallung versetzen lassen. Denn: Die Übersicht über die „deutschen Zahlen“ der BNP Paribas wurde nicht nur geklickt wie verrückt, sie forderte auch etliche Reaktionen heraus – darunter die des bei einer hiesigen Großbank beschäftigten Lesers S., der schreibt: „Mich würde interessieren, aus welchen geheimen Quellen Sie ihre Zahlen beziehen, da die BNP in ihrem Geschäftsbericht das Deutschland-Geschäft ja nicht getrennt ausweist (zum großen Bedauern aller Außenstehenden).“ Also, lieber Herr S., genau das dachten wir auch immer!!!  Doch dann sind wir auf irre lange BNP-Konvolute gestoßen, bei denen wir gar nicht sicher sind, ob das die regulären Geschäftsberichte sind – oder sozusagen die „Director’s Cuts“ derselben. Jedenfalls, da ganz, ganz, ganz am Ende finden sich die (freilich eher rudimentären) Angaben zum D-Geschäft. Wollen Sie vielleicht selbst mal schauen? 2018, 2017, 2016, 2015, 2014

Sieh an, da hat sich jemand unsere kleine Exklusiv-Meldung von Anfang vergangener Woche (Inhalt: Die Deutsche Börse hat sich klammheimlich aus dem Supi-Dupi-Joint-Venture mit dem Hamburger Finanz-Startup Naga zurückgezogen) aber genau durchgelesen. Und wer ist dieser jemand? Der duracellhasenartige Fintech-Influencer Jochen Siegert, der die Hintergründe für das Scheitern dieser eher wirren Liaison offenbar zu kennen scheint (oder dies wenigstens vorgibt): Paymentandbanking

Was bedeutet „Open Banking“ wirklich? Ein paar Gedanken von Chris Skinner, der zwar nicht ganz so duracellhasenartig wie Jochen Siegert unterwegs ist, aber fast: The Finanser

Ahhh, die Sparkassen führen endlich Apple Pay ein! Ach nee, upps, sind ja nur die österreichischen (bzw. genauer gesagt die austriakische Großsparkasse Erste Bank). Der Standard 

Klickfavorit

… war gestern unsere Exegese der drei Veröffentlichungen (und zwei Nicht-Veröffentlichungen) von Wirecard zum (nicht-veröffentlichten) Untersuchungsbericht von Rajah & Tann. Finanz-Szene.de

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28/03/19: Kleinanleger kapern Deutsche Bank, Krasse N26-Story, Draghis Zuckerl

Exklusiv: Profi-Investoren überlassen die Deutsche Bank den hiesigen Kleinanlegern

Was wird da draußen immer ein Bohei gemacht um das All-Star-Aktionariat der Deutschen Bank. Die Katarer? Überlegen wieder mal aufzustocken. Die Chinesen? Haben unter keinen Umständen vor, ihren Anteil zu reduzieren (was sie dann bekanntlich trotzdem dauernd tun). Cerberus? Hegt ganz, ganz große Pläne. Und Braunstein? Ähhh, wer war nochmal Braunstein? Ach ja, der seltsame 3,14%-Ami, dessen Einstieg im letzten Herbst medial gefeiert wurde, als würde dieser völlig unbekannte Mann das größte Geldinstitut der Republik jetzt im Alleingang vor dem Exitus bewahren. Frage: Und wie schaut’s wirklich aus im Aktionariat der Deutschen Bank? Ziemlich ernüchternd, wie Recherchen von „Finanz-Szene.de“ u.a. auf Basis von SEC-Filings zeigen. Denn: Die Instis haben sich 2018 im großen Stil zurückgezogen. Und wer hat die Aktien gekauft? Zehntausende hiesige Kleinanleger, für die die Deutsche Bank  so was wie die Wette ihre Lebens zu sein scheint. Hier die ganze Story (mit detaillierten Zahlen): Finanz-Szene.de

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N26-Kunde werden 80.000 Euro gestohlen – und kann mit N26 angeblich nicht mal telefonieren

Oha, das ist eine ganz schön spannende Geschichte, mit der die Kollegen von „Gründerszene“ heute Morgen ihre Leser begrüßen. Und zwar geht die Story so: Der Internetunternehmer Axel Seitz wird Opfer eines Cyber-Angriffs auf sein Girokonto, das beim Berliner Milliarden-Fintech N26 liegt. Schaden: 80.000 Euro (so jedenfalls steht’s in dem Artikel, und die Leute von N26 widersprechen dieser Darstellung, soweit wir erkennen können, nicht). Und dann? Beginnt für Herrn Seitz den Ausführungen zufolge ein regelrechter Hindernislauf. Denn den Telefonservice hat N26 offenbar abgeschafft. Und der Chat ist nachts nicht besetzt (auch hier: kein explizites Dementi des Unternehmens). Erst nach mehr als zwei Wochen – so zumindest steht’s in dem Artikel – erhält Seitz eine erste konkrete Auskunft. Was man dazusagen muss: Seitz soll sein Schaden erstattet werden. Und trotzdem wirft der Fall natürlich kein gutes Licht auf das rasant wachsende Berliner Fintech. Gründerszene

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Der gesamte Commerzbank-Vorstand hat 2018 ungefähr so viel Geld verdient, wie der Deutsche-Bank-Vize Darth …. äähhh … Garth Ritchie allein, nämlich 8,8 Mio. Euro.  Und da sage noch einer, die beiden Institute würden kulturell nicht zusammenpassen. Quatsch! Börsen-Zeitung (übrigens sehr empfehlenswert, weil man auf 3-4 Absätze verdichtet wirklich alles erfährt, was man wissen will), Der gestern veröffentlichte Geschäftsbericht der Commerzbank (PDF)

Die Deutsche Bank hat den Zeitplan für die mögliche Fusion mit der Commerzbank gestern nochmals konkretisiert: Demnach soll der Vorstand bei der Vorlage der Q1-Resultate am 26. April bereits „konkrete Überlegungen“ präsentieren, sagte der knuffige AR-Chef Achleitner gestern bei einer Veranstaltung in Vaduz. Unterdessen berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf „Insider“, das Management arbeite – unabhängig von den „Deutsche Commerz“-Plänen – an einer weiteren Verschärfung des Sparkurses. Hintergrund: Die angeblich weiterhin eher schwache Geschäftsentwicklung. Reuters, Handelsblatt (Paywall)

Bei Scout24 war man gestern mit unserer Finanzcheck-Geschichte nicht einverstanden, weil wir – landläufig ausgedrückt – Äpfel und Birnen verglichen hätten. Hier die um die Sicht von Scout24 ergänzte Version des Artikels: Finanz-Szene.de

Oh Gott, jetzt hätten wir fast die vielen Payment-Nerds unter unseren Lesern vergessen – dabei haben wir doch insbesondere für die noch eine hübsche, kleine Exklusivmeldung in petto. Und zwar: Der Fintech-Manager Mirko Krauel, der Anfang des Jahres (vordergründig etwas überraschend) beim Hamburger Inkasso-Startup collectAI (eine Otto-Tochter …) ausgeschieden war, tritt nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ zum 1. April eine neue Stelle an. Er wird nämlich: Payment-Chef von Otto (das heißt: nicht des Konzerns, sondern quasi von „Otto.de“). Das dürfte insofern eine spannende Aufgabe werden, als der Hamburger Versand-Riese ja vor geraumer Zeit auf eine amazonstylemäßige Plattform-Strategie eingeschwenkt ist. Und wer Plattform sagt, der muss bekanntlich auch Payment sagen.

Kurzmeldungen:  Die Commerzbank plant für 2019 mit einem leicht höheren Gewinn (Reuters) +++ Der Coba-Betriebsrat poltert jetzt so richtig gegen die Fusionspläne (Bloomberg) +++ Die Deutsche Bank beansprucht bei ebenjener Fusion die Führungsrolle ganz klar für sich (Süddeutsche) +++  Bei der DWS sollen allein seit Anfang Februar zehn „hochrangige Manager“ gegangen sein, berichtet das Handelsblatt (Paywall) +++ Die V-Bank plant eine Kapitalerhöhung (BÖZ/Paywall)

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Erstaunlich, von welchen Themen Sie, liebe Leser*innen, sich bisweilen in Wallung versetzen lassen. Denn: Die Übersicht über die „deutschen Zahlen“ der BNP Paribas wurde nicht nur geklickt wie verrückt, sie forderte auch etliche Reaktionen heraus – darunter die des bei einer hiesigen Großbank beschäftigten Lesers S., der schreibt: „Mich würde interessieren, aus welchen geheimen Quellen Sie ihre Zahlen beziehen, da die BNP in ihrem Geschäftsbericht das Deutschland-Geschäft ja nicht getrennt ausweist (zum großen Bedauern aller Außenstehenden).“ Also, lieber Herr S., genau das dachten wir auch immer!!!  Doch dann sind wir auf irre lange BNP-Konvolute gestoßen, bei denen wir gar nicht sicher sind, ob das die regulären Geschäftsberichte sind – oder sozusagen die „Director’s Cuts“ derselben. Jedenfalls, da ganz, ganz, ganz am Ende finden sich die (freilich eher rudimentären) Angaben zum D-Geschäft. Wollen Sie vielleicht selbst mal schauen? 2018, 2017, 2016, 2015, 2014

Sieh an, da hat sich jemand unsere kleine Exklusiv-Meldung von Anfang vergangener Woche (Inhalt: Die Deutsche Börse hat sich klammheimlich aus dem Supi-Dupi-Joint-Venture mit dem Hamburger Finanz-Startup Naga zurückgezogen) aber genau durchgelesen. Und wer ist dieser jemand? Der duracellhasenartige Fintech-Influencer Jochen Siegert, der die Hintergründe für das Scheitern dieser eher wirren Liaison offenbar zu kennen scheint (oder dies wenigstens vorgibt): Paymentandbanking

Was bedeutet „Open Banking“ wirklich? Ein paar Gedanken von Chris Skinner, der zwar nicht ganz so duracellhasenartig wie Jochen Siegert unterwegs ist, aber fast: The Finanser

Ahhh, die Sparkassen führen endlich Apple Pay ein! Ach nee, upps, sind ja nur die österreichischen (bzw. genauer gesagt die austriakische Großsparkasse Erste Bank). Der Standard 

Klickfavorit

… war gestern unsere Exegese der drei Veröffentlichungen (und zwei Nicht-Veröffentlichungen) von Wirecard zum (nicht-veröffentlichten) Untersuchungsbericht von Rajah & Tann. Finanz-Szene.de

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27/03/19: Was wirklich Sache ist bei Wirecard, Finanzcheck knickt ein, Apple – jetzt aber

Aktie plus 26 Prozent – aber was genau ist gestern in Sachen Wirecard eigentlich passiert?

Was für ein denkwürdiger Tag, wieder einmal: Wirecard veröffentlicht zwei Ad-hoc-Meldungen, die Aktie steigt um bis zu 32% – und maßgebliche Medien wie „Reuters“ oder das „Handelsblatt“ erklären die Affäre rund um den bayerischen Zahlungsdienstleister faktisch für beendet („Anwälte finden bei Wirecard nur wenig Verdächtiges“;„Anwaltskanzlei findet keine Anhaltspunkte für größere Verfehlungen“). Aber ist es wirklich so einfach? Zu den Erkenntnissen des gestrigen Tages gehört jedenfalls auch: Wirecard hat die Veröffentlichung seines 2018er-Abschlusses um drei Wochen auf den 25. April verschoben, ein höchst ungewöhnlicher Vorgang für einen Dax-Konzern. Oder: Wirecard räumt plötzlich ein, es könnte in Singapur durchaus zu strafbaren Handlungen gekommen sein. Und dann noch ein Punkt: Der angekündigte externe Untersuchungsbericht der Kanzlei Rajah & Tann ist gestern gar nicht veröffentlicht worden. Ebensowenig wie die Wirecard offenbar vorliegende Zusammenfassung dieses Berichts. Was also ist wirklich Sache? Das große FAQ: Finanz-Szene.de

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Exklusiv: Wachstum des Kredit-Vergleichers Finanzcheck knickt nach fettem Exit ein

Was passiert eigentlich, wenn eines der größten deutschen Finanz-Startups einen fetten Exit hinlegt – und plötzlich nicht mehr die wachstumsgeilen Venture-Capital-Investoren die Richtung vorgeben … (sorry, haben wir „geil“ gesagt? Wir meinten natürlich: „hungrig“)? Sondern ein börsennotierter Konzern, dem es zwar ebenfalls ums Wachstum geht, der nebenher aber auch auf so unzeitgemäße KPIs wie „Kosten“, „Profitabilität“ oder „Cashburn“ zu achten hat? Wir glauben: Am Beispiel des Hamburger Kredit-Vergleichsportals Finanzcheck, das vergangenen Sommer für rund 275 Mio. Euro an Scout24 verkauft wurde, lässt sich die Frage beantworten. Denn die 2018er-Zahlen (die wir dem Scout24-Geschäftsbericht entnommen haben) scheinen dann doch nicht mehr ganz der „Wachstum geht über alles“-Prämisse der Vorjahre zu entsprechen. Aber sehen Sie selbst: Finanz-Szene.de

News

Dass die Hypo-Vereinsbank 2018 ein eher schlechtes Ergebnis eingefahren hat, hatten wir neulich ja schon unter Verweis auf die Deutschland-Zahlen im Konzernbericht der italienischen Mutter Unicredit nahegelegt. Indes – dass die Zahlen sooooo schlecht ausfallen, konnte ja keiner ahnen. Denn: Wie die „Börsen-Zeitung“ heute Morgen exklusiv berichtet, ist das Vorsteuerergebnis der HVB im vergangenen Jahr von 1,6 Mrd. Euro auf nur noch 392 Mio. Euro regelrecht eingebrochen. Dafür verantwortlich seien in erster Linie (vor allem im zweiten Halbjahr angefallene) Rückstellungen für Rechtsfälle. Gesamthöhe: 919 Mio. Euro. Uff. Börsen-Zeitung, Geschäftsbericht (PDF)

Um ehrlich zu sein: Über die Frankfurter Sparkasse wussten wir bis gestern eigentlich nur, dass sie 1.) zur Helaba gehört, dass ihr 2.) die 1822 gehört und dass 3.) ihr Chef (also Herr Restani) mal Bundeskanzler werden sollte (oder so ähnlich). Animiert durch die tendenziell positiv gewendeten Bilanz-PK-Artikel unserer beiden Lieblings-Konkurrenz-Postillen („Frankfurter Sparkasse sieht sich auf Kurs“, „Helaba-Tochter stemmt sich Zinstief vor allem auf der Kostenseite entgegen“), haben wir uns gestern Abend dann aber doch mal kurz die Zahlen angeschaut. Und da fiel uns auf, dass die Fraspa im vergangenen Jahr nur 82,3 Mio. Euro Betriebsergebnis vor Bewertung aus 19,1 Mrd. Euro Bilanzsumme geschlagen hat (was, wenn man die eine Zahl durch die andere teilt, einen – mit Verlaub – ziemlich unterirdischen Wert von 0,43% ergibt).

So richtig erklären können wir uns das nicht. Was uns allerdings auffiel: Der Zinsüberschuss (und nicht etwa: der Zinsertrag) der Fraspa ist binnen der vergangenen fünf Jahre einigermaßen stetig um erstaunliche 20,4% zurückgegangen, während z.B. die Haspa ihren Zinsüberschuss im gleichen Zeitraum sogar gesteigert hat. Konsequenz: Das Betriebsergebnis vor Bewertung bei der Frankfurter Sparkasse ist in den letzten fünf Jahren von 131 Mio. Euro auf besagte 82 Mio. Euro brutalstmöglich runter. Liegt das an irgendwelchen Sonderfaktoren/bilanziellen Verzerrungen, die wir nicht kennen? Liegt es daran, dass die Fraspa braver unterwegs als z.B. die Haspa? Liegt es daran, dass die Konkurrenz in der Bankenstadt FFM nochmal eine andere ist als anderswo in der Republik? Oder hat Herr Restani womöglich ein Problem, über das wir mal berichten sollten? Für sachdienliche Hinweise sind wir wie immer dankbar. Pressemitteilung (PDF)

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Wie Sie vielleicht gemerkt haben, hat die Server-Probleme-Newsletter-Chaos-Produktion in der Nacht zu Dienstag dazu geführt, dass wir Apples Kreditkarte zwar gestern in der Betreffzeile fett angeteasert haben … die eigentliche Nachricht jedoch im Zuge entwürdigender Hin-und-Her-Kopierereien zwischen Word, WordPress, Mailchimp, Gmail, zwei Rechnern und einem Smartphone irgendwie verloren gegangen ist. Jedenfalls: Weil nix wegkommen soll, liefern wir die wichtigsten Links einfach nach, auch wenn wir natürlich wissen, dass Sie sich, untreu wie Sie sind, längst anderweitig informiert haben. CNET, Mobilegeeks, Heise

Und für alle, die sich für die beiden BNP-Paribas-Deutschland-Stücke gestern interessiert haben, aber dann, von den langen Ladezeiten unserer Homepage genervt, den Ladevorgang abgebrochen haben – hier nochmal die beiden Links: Finanz-Szene.de (die deutschen BNP-Zahlen), Finanz-Szene (alle deutschen BNP-Einheiten auf einen Blick)

Bevor Sie denken, wir hätten ausschließlich abgestandene Ware für Sie im Angebot – ganz so ist es nicht. Interessant finden wir zum Beispiel einen „Welt“-Artikel, der erklärt, welche mobilen Bezahlmöglichkeiten sich für Android-Nutzer bieten – und zwar auch für solche, deren Banken bei  neumodischem Firlefanz wie Google Pay nicht mitmachen: Welt

Und was macht Deutschlands oberster Verbraucherjournalist, also Herr Tenhagen? Der merkt – nicht zu Unrecht, wie wir finden – an, dass im neu formierten Fintech-Rat zwar in insgesamt 29-facher Ausfertigung der Entrepreneur Hinz und der Techie Kunz sitzen (und natürlich auch ein paarmal Frau Hinz und Frau Kunz) – aber kein einziger (und keine einzige) Verbraucherschützer*In. Twitter

Klickfavoriten

… waren gestern, trotz der langen Ladezeiten (wobei die Klicks vermutlich so oder so gezählt werden), die beiden Stücke zur BNP Paribas. Bevor wir auf die aber jetzt nochmal verlinken, verweisen wir lieber auf den Drittplatzierten, das war nämlich fast gleichauf der „Deutsche Commerz“-Tweet des ING-Deutschland-Cheflobbyisten: Twitter 

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27/03/19: Was wirklich Sache ist bei Wirecard, HVB-Hammer, Fraspa-Fragen

Aktie plus 26 Prozent – aber was genau ist gestern in Sachen Wirecard eigentlich passiert?

Was für ein denkwürdiger Tag, wieder einmal: Wirecard veröffentlicht zwei Ad-hoc-Meldungen, die Aktie steigt um bis zu 32% – und maßgebliche Medien wie „Reuters“ oder das „Handelsblatt“ erklären die Affäre rund um den bayerischen Zahlungsdienstleister faktisch für beendet („Anwälte finden bei Wirecard nur wenig Verdächtiges“;„Anwaltskanzlei findet keine Anhaltspunkte für größere Verfehlungen“). Aber ist es wirklich so einfach? Zu den Erkenntnissen des gestrigen Tages gehört jedenfalls auch: Wirecard hat die Veröffentlichung seines 2018er-Abschlusses um drei Wochen auf den 25. April verschoben, ein höchst ungewöhnlicher Vorgang für einen Dax-Konzern. Oder: Wirecard räumt plötzlich ein, es könnte in Singapur durchaus zu strafbaren Handlungen gekommen sein. Und dann noch ein Punkt: Der angekündigte externe Untersuchungsbericht der Kanzlei Rajah & Tann ist gestern gar nicht veröffentlicht worden. Ebensowenig wie die Wirecard offenbar vorliegende Zusammenfassung dieses Berichts. Was also ist wirklich Sache? Das große FAQ: Finanz-Szene.de

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26/03/19: So riesig ist die BNP Deutschland, Die dysfunktionale Bank, Apple launcht Kreditkarte

Exklusiv: So (verblüffend) groß ist die BNP Paribas mittlerweile in Deutschland

Vor anderthalb Jahren ist die BNP Paribas mal ein bisschen aus der Deckung gekommen. Da gab Deutschland-Chef Lutz Diederichs – damals frisch im Amt – die Losung aus: 2 Mrd. Euro Ertrag bis 2020. Jenseits dieses Ziels indes: Weiß man zahlenmäßig so gut wie nichts über das hiesige Geschäft der größten französischen Bank (was daran liegt, dass die BNP keine eigenständige Deutschland-Tochter unterhält). Jedenfalls: Wir haben uns trotzdem mal auf die Suche nach Zahlen gemacht. Und siehe da: Wir sind fündig geworden, zumindest ein bisschen. Und waren durchaus erstaunt. Denn wussten Sie, dass die BNP Paribas 1.) hierzulande mehr Mitarbeiter hat als die ING Groep (ING Diba!). Dass sie 2.) mehr Geld verdient als die Unicredit (HVB!) in ihrer deutschen Privat- und Firmenkunden-Sparte. Und dass sie 3.) wächst wie Hulle? Voilà: Finanz-Szene.de (die BNP-Zahlen), Finanz-Szene (alle deutschen BNP-Einheiten auf einen Blick)

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News

Eines der vielen Geheimnisse, die den Zahlungsdienstleister Wirecard umranken, ist seit gestern Früh (wieder mal: dank der „Financial Times“) gelüftet: Und zwar handelt es sich bei der Bank, bei der sich Vorstandschef Markus Braun vor anderthalb Jahren 150 Mio. Euro geliehen hat (wofür er einen Teil seiner Wirecard-Aktien als Sicherheit hinterlegte), um niemand anderes als – was dann doch überrascht – die Deutsche Bank. Zwei Gedanken hierzu: 1.) Interessant, welche Institute mehr oder weniger direkt bei Wirecard mitmischen, siehe auch unsere Wirecard-Goldman-Geschichte neulich. Und 2.) Wirecards Bankschulden sind zuletzt ja (obwohl ein Acquirer in der Theorie ja eigentlich über reichlich Cash verfügen sollte) auf 1,3 Mrd. Euro angeschwollen. Wir hatten gemutmaßt, dass die Coba und die ING Diba zu den Kreditbanken zählen könnten. Vielleicht müssen wir unsere Mutmaßungen revidieren oder wenigstens ergänzen. Financial Times (Paywall)

Nochmal Aschheim: Die maximal sechs Wochen, innerhalb derer Wirecard den Untersuchungsbericht der Singapurer Kanzlei Rajah & Tann veröffentlichen wollte, sind seit Sonntagabend rum – und zwar ohne dass der Bericht bislang veröffentlicht wurde (oder haben Sie was mitgekriegt?). Die Aktie schlug sich gestern – nach einem ganz kurzen Abrutschen auf 93 Euro – trotzdem wacker und notierte am Abend bei 99 Euro, was auch schon am Freitag der Schlusskurs gewesen war.

Warum gibt es bei Wikipedia eigentlich keinen Eintrag zum Stichwort „Dysfunktionale Bank“? Wir  hätten da einen Definitionsvorschlag: „Eine dysfunktionale Bank ist eine Bank, die a) zur Steigerung ihres Nachsteuergewinns um ein Prozent nichts weiter tun müsste, als einem einzigen ihrer rund 90.000 Mitarbeiter die sogenannte Funktionszulage zu streichen, bei der b) aber kein Vorstand, kein Aufsichtsrat und offenbar auch kein im Aufsichtsrat vertretener Arbeiterführer auch nur im entferntesten auf die Idee käme, diese simple Maßnahme tatsächlich zu ergreifen.“

Davon abgesehen gehen wir davon aus, dass Sie sich übers Wochenende bereits ausreichend in anderen Medien zum Thema „Geschäftsbericht Deutsche Bank 2018“ informiert haben. Falls nicht, hier eine kleine Link-Auswahl:

  • Geschäftsbericht (die Vergütung von Herrn Ritchie erfahren Sie auf Seite 189, die Vergütung von Herrn Bsirske auf Seite 216)
  • Süddeutsche (die Gehälter der Vorstände auf einen Blick)
  • FAZ (satte Abfindung für Herrn Cryan)
  • efinancialcareers (Dt. Bank stellt 50% mehr Absolventen ein)

Kurzmeldungen: Der Deutsche-Bank-Ankeraktionär aus Katar steht der geplanten Fusion mit der Commerzbank zwar nicht rundheraus ablehnend, aber doch skeptisch gegenüber (Bloomberg) +++ Die 100-Mio.-Euro-Runde des Berliner Fintechs Raisin neulich soll „bis zur Profitabilität“ reichen, hat CEO Tamaz Georgadze dem „Manager Magazin“ erzählt (Print) +++ Der legendäre Frankfurter Investmentbanker und Mainfirst-Gründer Patrick Bettscheider verfolgt in Österreich große Pläne (Die Presse) +++ Die zu den Sparkassen gehörende „Deutsche Leasing“ hat ihr Neugeschäft 2018 auf 9,2 Mrd. Euro gesteigert (Pressemitteilung) +++ Lustig, dass die Fintech Group jetzt 45,3% der Stimmrechte  an „windeln.de“ innehat. Ist aber natürlich nur temporär, heißt es (DGAP) +++ Die DWS hat einen neuen PR-Chef, nämlich Adib Sisani (PR Report)

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„Künstliche Intelligenz ist ein Riesenthema“: HVB-Chef Michael Diederich über die Digitalisierung des Bankgeschäfts. Süddeutsche

Uiuiui, der „Head of Public Affairs“ der ING Deutschland hat aber eine erstaunlich klare Meinung zu den Fusionsplänen der Deutschen Bank und der Commerzbank: Weiß der gute Mann etwa mehr als wir? Twitter

Der neu formierte Fintech-Rat hat dann auch gleich mal sein erstes Positionspapier verabschiedet – und zwar zum Thema „Cloud“. BMF

„Very much in the process of being resolved“: Mit diesem knapp zweiminütigen Video hat sich der Wirecard-Chef übers Wochenende an seine Belegschaft gewendet (und natürlich indirekt auch an die Öffentlichkeit). Twitter

Hinweis

Liebe Leserinnen und Leser, wir haben uns die komplette Nacht mit unserem Server gefetzt. Sollten Ihnen der Newsletter heute etwas uninspiriert und fehlerhaft vorkommen (und sollten Sie gar Probleme gehabt haben, auf unsere Website zu gelangen) – wir entschuldigen uns dafür, wollen aber ganz klar betonen: Der Server war’s. Und falls unsere Techniker heute Früh schon mitlesen: Auftrag erteilt!

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22/03/19: Banken planen „neues Paydirekt“, Der Re-Start des Fintech-Rats, Solaris/Alipay

Exklusiv: Die deutsche Kreditwirtschaft werkelt an einem – nun ja – „neuen Paydirekt“

Es ist nur ein verschwommenes Bild. Doch dieses Bild, fotografiert  während eines Vortrags bei der Payment-Konferenz „ProfitCard 19“ diese Woche in Berlin, hat es in sich. Denn auf dem Bild ist unzweideutig zu lesen: „Girocard digital in-App“. Was hat das zu bedeuten? In a nutshell: Die deutschen Banken planen – dies wurde „Finanz-Szene.de“ gestern aus Kreisen der Kreditwirtschaft explizit so bestätigt – eine weitere Online-Bezahllösung. Das Brisante hieran: Eigentlich war es das Ziel der deutschen Kreditwirtschaft, den ursprünglich für das klassische Online-Shopping entwickelten Bezahldienst Paydirekt auch als in-App-Lösung für das Smartphone auszurollen. Wenn nun aber eine in-App-Variante für die Girocard gebaut wird – ist das dann ein Misstrauens-Votum gegenüber Paydirekt? Und weitere Fragen stellen sich: Sind die Pläne ein Angriff auf oder ein Angebot an Apple Pay? Was sagen die Händler? Und: Wie weit ist das Projekt gediehen? Hier alle Antworten: Finanz-Szene.de

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Exklusiv: Staatssekretär Kukies überlässt Elinvar-Chef Bartz den Vorsitz des Fintech-Rats

Der 2017 vom Finanzministerium begründete Fintech-Rat stellt sich nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ neu auf. Wie bei einer mehrstündigen Sitzung gestern in Berlin beschlossen wurde, zieht sich das BMF als ständiges Mitglied aus dem Gremium ebenso zurück wie die Bundesbank und die Bafin; allerdings werden alle drei in Zukunft einen  Beobachterstatus haben. Damit ist auch klar, dass Staatssekretär Jörg Kukies auf den Vorsitz des Rats (den in der vorigen Legislatur der damalige Staatssekretär Jens Spahn innehatte) verzichtet. Stattdessen wählte das Gremium den Chef des Berliner Finanz-Startups Elinvar, Chris Bartz, zu seinem Vorsitzenden. Lesen Sie hier, was die Reform für Gründe hat – und wer die 29 (teils neuen und größtenteils ziemlich namhaften) Mitglieder des „neuen“ Fintech-Rats sind: Finanz-Szene.de

News

Dürfen wir nach einer wieder mal verrückten Woche die „News-Rubrik“ statt mit einer Nachricht mit zwei Fragen beginnen? Und zwar: 1.) Warum lässt die Deutsche Bank das eigentlich mit sich machen? Wir verstehen es nicht. (Mit das meinen wir: sich vom BMF in Fusionsgespräche zwingen lassen, die durch die äußeren Umstände schon kontaminiert sind, bevor sie überhaupt begonnen haben). Und 2.) Was sagt es eigentlich über den Finanzstandort aus, wenn von den ohnehin nur zwei Dax-Konzernen, die im weiteren Sinne der deutschen Bankenbranche zuzuordnen sind, der eine seit Mitte Februar unter dem faktischen Protektorat der Bafin steht (Stichwort: Leerverkaufsverbot), während der andere drauf und dran ist, sich unter ein ähnlich geartetes Protektorat des BMF (Stichwort: implizite Staatsgarantie durch Beteiligung des Bundes) zu begeben?

So, nun zu den eigentlichen Nachrichten, und da würden wir gerne mit den Landesbanken beginnen, über die es heute Früh eine ganze Menge zu berichten gibt (und zwar durchweg interessantes Zeugs). Auf geht’s: 1.) Wie die „Süddeutsche Zeitung“ vermeldet, haben sich das Land Niedersachsen und die Sparkassen über die Details der NordLB-Rettung ordentlich zerstritten. Ein Konfliktpunkt: Wie viele Stellen werden wirklich abgebaut? Und ein zweiter: Hält sich Hannover an die (angebliche) Abmachung, 2,5 Mrd. Euro in die Bank zu injizieren, oder will das Land sich aus dem Deal „rausschleichen“, wie ein Sparkassenfunktionär beklagt. (Süddeutsche) +++ 2.) Edgar Zoller, Interimschef der BayernLB, hat die letzte Woche vom „Handelsblatt“ geäußerten Mutmaßungen, die Tochter DKB könnte ausgegliedert, an die Börse gebracht, international aufgestellt oder was auch immer werden, gestern mehr oder weniger deutlich zurückgewiesen. Wörtlich sagte er unter anderem: „Die DKB wäre zwar über eine eigene Rechtsform separierbar, sie gehört aber zum Konzern.“ Gleichwohl deutete Zoller an, dass sich die BayernLB neu ausrichten wolle. (HB/Paywall, BR) +++ 3.) Ebenjene BayernLB hat 2018 einen ziemlich ordentlichen Gewinn von 869 Mio. Euro vor Steuern verbucht. Dabei kam ein großer Batzen, wie nicht anders zu erwarten, von der DKB. Nämlich: 317 Mio. Euro vor Steuern. Neuer Rekord. (BÖZ) +++ 4.) Und auch die Helaba hat gestern ein in Anbetracht der Gesamtlage einigermaßen zufriedenstellendes Ergebnis vorgelegt, nämlich einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 443 Mio. Euro. (Reuters)

Den vielleicht interessantesten Aspekt an der „Deutsche Commerz“-Analyse des Twitter-Anonymus „JohannesBorgen“ fanden wir die Frage, was eigentlich mit den Fusionsplänen passiert, wenn die Deutsche-Bank-Aktie im Zuge des Prozesses zu fallen beginnen sollte. Vor diesem Hintergrund keine gute Nachricht: Die Deutsche-Bank-Aktie ist zwischen Montagmittag, als sie kurzzeitig bei 8,20 Euro notierte, und gestern Abend (7,44 Euro) um fast 10% gekracht. Damit brauchte es nur dreieinhalb Tage, um die bescheidenen Kursgewinne der vergangenen Wochen gleich wieder zu eliminieren. Denn: Auf Monatssicht liegt die blaue Aktie jetzt rund 3% im Minus. Die gelbe Aktie hingegen: immerhin noch rund 5% im Plus.

Ein bisschen schwer tun wir uns bei der Einordnung der in vielen Medien prominent platzierten Meldung, die Solarisbank werde Alipay zukünftig als Acquirer bei der „Expansion des europäischen Händlernetzwerks“ unterstützen. Denn: Einerseits ist es zweifelsohne ein Erfolg für das Berliner Fintech, einen derart prominenten und ambitionierten Partner gewonnen zu haben. Andererseits haben wir den Eindruck, dass Alipay schon ganz schön viele Helfer in der DACH-Region hat (eine kurze Google-Recherche ergibt: Wirecard, Bluecode, SIX Payment, Concardis, Adyen, Ingenico). Insofern, mal abwarten, wie viel Geschäft bei den einzelnen Partnern dann am Ende wirklich hängen bleibt. Pressemitteilung

Wieder mal kein guter Tag für Wirecard: Nachdem die „Financial Times“ gestern über eine mögliche Verwicklung deutscher Topmanager in die inkriminierten Vorgänge in Singapur berichtet hatte, fiel die Aktie um weitere 5,6% auf 101,10 Euro. Unterdessen sind nun schon fünfviersiebtel Wochen vergangen, seit Wirecard angekündigt hatte, der externe Prüfbericht durch die Anwaltskanzlei Rajah & Tann werde in vier bis sechs Wochen erfolgen. Bis zum Redaktionsschluss von „Finanz-Szene.de“ diese Nacht lag uns zumindest noch nichts vor. Financial Times (Paywall)

Kurzmeldungen: In Sachen „Deutsche Commerz“ nimmt jetzt erst mal alles seinen Gang, sogar die Due Diligence hat angeblich schon begonnen (Börsen-Zeitung) +++ Der in Aschheim bei München beheimatete Payment-Dienstleister Wirecard sucht einen Investor-Relations-Manager (Stellenausschreibung) +++ Und aus der Reihe „Welches Fintech partnert mit wem“ heute: Fintecsystems mit den PSD Banken (der Hinweis erreichte uns per Mail) und Barzahlen mit Toom (IT-Finanzmagazin)

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Leser-Blog

Aus Anlass der für heute geplanten Veröffentlichung des Geschäftsberichts würden wir uns gerne einen kleinen Spaß auf Kosten der Deutschen Bank erlauben. Wobei: Genau genommen sind es nicht wir selber, sondern der Leser K., der sich einfach mal spaßeshalber angeschaut hat, wie sich die drei Kenngrößen „Zahl der Mitarbeiter“, „Personalaufwand“ und „Erträge“ über die letzten knapp zehn Jahre entwickelt haben. Voilà: Finanz-Szene.de

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„Es ist eine Schande, was Scholz da macht“: Der Ressortleiter Wirtschaft der „Süddeutschen Zeitung“ ist von der Bankenpolitik des Ressortleiters Finanzen der Bundesregierung eher nicht so begeistert. SZ

Von A wie Achleitner bis Z wie Zames: Diese 14 Herren entscheiden über die Zukunft von Blaubank und Gelbbank. Manager Magazin

Was würde ein Zusammenschluss von Deutscher und Commerzbank eigentlich für die Deutschbanker in New York bedeuten – denn von denen fürchten ja auch jetzt schon viele um ihre Jobs. Reuters

Schwer einzuschätzen, wie groß die Probleme im Kundenservice der DKB wirklich sind – aber: Dass nicht alles rundläuft, zumindest das scheint offensichtlich. Süddeutsche

Klickfavorit

… war gestern unsere Analyse zum Für und Wider einer Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank. Finanz-Szene.de

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22/03/19: Banken planen „neues Paydirekt“, NordLB-Schock, Dt.-Bank-Aktie kracht

Exklusiv: Die deutsche Kreditwirtschaft werkelt an einem – nun ja – „neuen Paydirekt“

Es ist nur ein verschwommenes Bild. Doch dieses Bild, fotografiert  während eines Vortrags bei der Payment-Konferenz „ProfitCard 19“ diese Woche in Berlin, hat es in sich. Denn auf dem Bild ist unzweideutig zu lesen: „Girocard digital in-App“. Was hat das zu bedeuten? In a nutshell: Die deutschen Banken planen – dies wurde „Finanz-Szene.de“ gestern aus Kreisen der Kreditwirtschaft explizit so bestätigt – eine weitere Online-Bezahllösung. Das Brisante hieran: Eigentlich war es das Ziel der deutschen Kreditwirtschaft, den ursprünglich für das klassische Online-Shopping entwickelten Bezahldienst Paydirekt auch als in-App-Lösung für das Smartphone auszurollen. Wenn nun aber eine in-App-Variante für die Girocard gebaut wird – ist das dann ein Misstrauens-Votum gegenüber Paydirekt? Und weitere Fragen stellen sich: Sind die Pläne ein Angriff auf oder ein Angebot an Apple Pay? Was sagen die Händler? Und: Wie weit ist das Projekt gediehen? Hier alle Antworten: Finanz-Szene.de

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Exklusiv: Staatssekretär Kukies überlässt Elinvar-Chef Bartz den Vorsitz des Fintech-Rats

Der 2017 vom Finanzministerium begründete Fintech-Rat stellt sich nach Informationen von „Finanz-Szene.de“ neu auf. Wie bei einer mehrstündigen Sitzung gestern in Berlin beschlossen wurde, zieht sich das BMF als ständiges Mitglied aus dem Gremium ebenso zurück wie die Bundesbank und die Bafin; allerdings werden alle drei in Zukunft einen  Beobachterstatus haben. Damit ist auch klar, dass Staatssekretär Jörg Kukies auf den Vorsitz des Rats (den in der vorigen Legislatur der damalige Staatssekretär Jens Spahn innehatte) verzichtet. Stattdessen wählte das Gremium den Chef des Berliner Finanz-Startups Elinvar, Chris Bartz, zu seinem Vorsitzenden. Lesen Sie hier, was die Reform für Gründe hat – und wer die 29 (teils neuen und größtenteils ziemlich namhaften) Mitglieder des „neuen“ Fintech-Rats sind: Finanz-Szene.de

News

Dürfen wir nach einer wieder mal verrückten Woche die „News-Rubrik“ statt mit einer Nachricht mit zwei Fragen beginnen? Und zwar: 1.) Warum lässt die Deutsche Bank das eigentlich mit sich machen? Wir verstehen es nicht. (Mit das meinen wir: sich vom BMF in Fusionsgespräche zwingen lassen, die durch die äußeren Umstände schon kontaminiert sind, bevor sie überhaupt begonnen haben). Und 2.) Was sagt es eigentlich über den Finanzstandort aus, wenn von den ohnehin nur zwei Dax-Konzernen, die im weiteren Sinne der deutschen Bankenbranche zuzuordnen sind, der eine seit Mitte Februar unter dem faktischen Protektorat der Bafin steht (Stichwort: Leerverkaufsverbot), während der andere drauf und dran ist, sich unter ein ähnlich geartetes Protektorat des BMF (Stichwort: implizite Staatsgarantie durch Beteiligung des Bundes) zu begeben?

So, nun zu den eigentlichen Nachrichten, und da würden wir gerne mit den Landesbanken beginnen, über die es heute Früh eine ganze Menge zu berichten gibt (und zwar durchweg interessantes Zeugs). Auf geht’s: 1.) Wie die „Süddeutsche Zeitung“ vermeldet, haben sich das Land Niedersachsen und die Sparkassen über die Details der NordLB-Rettung ordentlich zerstritten. Ein Konfliktpunkt: Wie viele Stellen werden wirklich abgebaut? Und ein zweiter: Hält sich Hannover an die (angebliche) Abmachung, 2,5 Mrd. Euro in die Bank zu injizieren, oder will das Land sich aus dem Deal „rausschleichen“, wie ein Sparkassenfunktionär beklagt. (Süddeutsche) +++ 2.) Edgar Zoller, Interimschef der BayernLB, hat die letzte Woche vom „Handelsblatt“ geäußerten Mutmaßungen, die Tochter DKB könnte ausgegliedert, an die Börse gebracht, international aufgestellt oder was auch immer werden, gestern mehr oder weniger deutlich zurückgewiesen. Wörtlich sagte er unter anderem: „Die DKB wäre zwar über eine eigene Rechtsform separierbar, sie gehört aber zum Konzern.“ Gleichwohl deutete Zoller an, dass sich die BayernLB neu ausrichten wolle. (HB/Paywall, BR) +++ 3.) Ebenjene BayernLB hat 2018 einen ziemlich ordentlichen Gewinn von 869 Mio. Euro vor Steuern verbucht. Dabei kam ein großer Batzen, wie nicht anders zu erwarten, von der DKB. Nämlich: 317 Mio. Euro vor Steuern. Neuer Rekord. (BÖZ) +++ 4.) Und auch die Helaba hat gestern ein in Anbetracht der Gesamtlage einigermaßen zufriedenstellendes Ergebnis vorgelegt, nämlich einen Gewinn vor Steuern in Höhe von 443 Mio. Euro. (Reuters)

Den vielleicht interessantesten Aspekt an der „Deutsche Commerz“-Analyse des Twitter-Anonymus „JohannesBorgen“ fanden wir die Frage, was eigentlich mit den Fusionsplänen passiert, wenn die Deutsche-Bank-Aktie im Zuge des Prozesses zu fallen beginnen sollte. Vor diesem Hintergrund keine gute Nachricht: Die Deutsche-Bank-Aktie ist zwischen Montagmittag, als sie kurzzeitig bei 8,20 Euro notierte, und gestern Abend (7,44 Euro) um fast 10% gekracht. Damit brauchte es nur dreieinhalb Tage, um die bescheidenen Kursgewinne der vergangenen Wochen gleich wieder zu eliminieren. Denn: Auf Monatssicht liegt die blaue Aktie jetzt rund 3% im Minus. Die gelbe Aktie hingegen: immerhin noch rund 5% im Plus.

Ein bisschen schwer tun wir uns bei der Einordnung der in vielen Medien prominent platzierten Meldung, die Solarisbank werde Alipay zukünftig als Acquirer bei der „Expansion des europäischen Händlernetzwerks“ unterstützen. Denn: Einerseits ist es zweifelsohne ein Erfolg für das Berliner Fintech, einen derart prominenten und ambitionierten Partner gewonnen zu haben. Andererseits haben wir den Eindruck, dass Alipay schon ganz schön viele Helfer in der DACH-Region hat (eine kurze Google-Recherche ergibt: Wirecard, Bluecode, SIX Payment, Concardis, Adyen, Ingenico). Insofern, mal abwarten, wie viel Geschäft bei den einzelnen Partnern dann am Ende wirklich hängen bleibt. Pressemitteilung

Wieder mal kein guter Tag für Wirecard: Nachdem die „Financial Times“ gestern über eine mögliche Verwicklung deutscher Topmanager in die inkriminierten Vorgänge in Singapur berichtet hatte, fiel die Aktie um weitere 5,6% auf 101,10 Euro. Unterdessen sind nun schon fünfviersiebtel Wochen vergangen, seit Wirecard angekündigt hatte, der externe Prüfbericht durch die Anwaltskanzlei Rajah & Tann werde in vier bis sechs Wochen erfolgen. Bis zum Redaktionsschluss von „Finanz-Szene.de“ diese Nacht lag uns zumindest noch nichts vor. Financial Times (Paywall)

Kurzmeldungen: In Sachen „Deutsche Commerz“ nimmt jetzt erst mal alles seinen Gang, sogar die Due Diligence hat angeblich schon begonnen (Börsen-Zeitung) +++ Der auf EU-Ebene eigentlich längst ausgehandelte Kompromiss über die Reform der Derivateverordnung Emir wackelt plötzlich wieder (Börsen-Zeitung) +++ Der in Aschheim bei München beheimatete Payment-Dienstleister Wirecard sucht einen Investor-Relations-Manager (Stellenausschreibung)

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Aus Anlass der für heute geplanten Veröffentlichung des Geschäftsberichts würden wir uns gerne einen kleinen Spaß auf Kosten der Deutschen Bank erlauben. Wobei: Genau genommen sind es nicht wir selber, sondern der Leser K., der sich einfach mal spaßeshalber angeschaut hat, wie sich die drei Kenngrößen „Zahl der Mitarbeiter“, „Personalaufwand“ und „Erträge“ über die letzten knapp zehn Jahre entwickelt haben. Voilà: Finanz-Szene.de

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„Es ist eine Schande, was Scholz da macht“: Der Ressortleiter Wirtschaft der „Süddeutschen Zeitung“ ist von der Bankenpolitik des Ressortleiters Finanzen der Bundesregierung eher nicht so begeistert. SZ

Von A wie Achleitner bis Z wie Zames: Diese 14 Herren entscheiden über die Zukunft von Blaubank und Gelbbank. Manager Magazin

Was würde ein Zusammenschluss von Deutscher und Commerzbank eigentlich für die Deutschbanker in New York bedeuten – denn von denen fürchten ja auch jetzt schon viele um ihre Jobs. Reuters

Schwer einzuschätzen, wie groß die Probleme im Kundenservice der DKB wirklich sind – aber: Dass nicht alles rundläuft, zumindest das scheint offensichtlich. Süddeutsche

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… war gestern unsere Analyse zum Für und Wider einer Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank. Finanz-Szene.de

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21/03/19: Die „Deutsche Commerz“-Analyse, Zalando wirft Apple Pay raus, Check24

Die (marktschreierisch formuliert) ultimative Analyse zur Fusion von Deutscher Bank und Coba

Dürfen wir Ihnen heute nochmal mit Deutscher Bank und Commerzbank kommen? Weil: 1.) Die übrige Themenlage ist eher mau. Und 2.) Wenn man ehrlich ist, haben wir in den letzten Tagen zwar brav die Nachrichtenlage abgebildet – analytisch allerdings waren wir eher suboptimal unterwegs. Das soll nun nicht heißen, dass wir von einem Tag auf den anderen plötzlich die großen Bescheidwisser sind. Sind wir nicht!!! Aber: Lustigerweise haben wir ausgerechnet bei Twitter eine Analyse entdeckt, bei deren Lektüre wir erstens dachten: Och, klingt eigentlich ziemlich plausibel. Und da es sich bei dem Verfasser um einen Anonymus (Deckname: „JohannesBorgen“) handelte, dachten wir zweitens: Och, so einem Anonymus ist es vermutlich ziemlich wurscht, wenn wir uns seine Gedanken zu eigen machen. Drum, hier finden Sie „Borgens“ Analyse im Original: Thread I und Thread II. Falls Sie aber nicht so die Twitter-Freaks sind, haben wir den Gedankengang hier leicht verdichtet für Sie zusammengefasst: Finanz-Szene.de

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News

Mensch, die Kollegen des „Handelsblatts“ lassen beim Thema „Super-Landesbank“ aber wirklich nicht locker, auch wenn aus der „Super-Landesbank“ zwischenzeitlich ein „Super-Landesbänkchen“ wurde (bestehend nur noch aus Deka, Helaba und Berlin Hyp) und in der Berichterstattung heute Früh das „Super-Landesbänkchen“ nochmals schrumpft zum „Super-Landesbänkchen light“

Oder anders formuliert: Die jüngste Spekulation besagt, dass zumindest die Helaba und die Deka zusammengehen könnten. Als Beleg verweist das „HB“ auf Ereignisse im Herbst 2014 bzw. Frühjahr 2015. Damals hätten die  Verantwortlichen nämlich – wie neue Recherchen zeigten – „intensiv“ über einen Zusammenschluss der beiden öffentlich-rechtlichen Institute beraten. Sogar eine 150-seitige Machbarkeitsstudie sei erstellt worden und positiv ausgefallen. Nun zeigt ein Blick ins Archiv: So ganz neu ist das alles insofern nicht, als über eine Fusion von Helaba und Deka  seit Ewigkeiten spekuliert wird und 2015 sogar eine öffentliche Debatte hierüber geführt wurde (Beleg I, Beleg II). Und doch: Auch bei DZ Bank und WGZ Bank dachte man ja irgendwann, das wird nie was – und plötzlich war dann doch was draus geworden. Handelsblatt (Paywall)

Ein Nachtrag zur SSK Düsseldorf (weil wir glauben, die Zahlen inzwischen besser verstanden zu haben): Die neuntgrößte deutsche Sparkasse quetscht aus einer durchschnittlichen Bilanzsumme von rund 11,5 Mrd. Euro ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 80,3 Mio. Euro  heraus (also ziemlich schwache 0,70% „operativer Gewinn“ gemessen an der DBS). Davon muss man sich (jedenfalls auf mittlere Sicht) aber nun noch jene rund 55 Mio. Euro Spezialertrag wegdenken, die 2018 aus demnächst auslaufenden Private-Equity-Engagements kamen. Zudem verbuchte die SSK Düdo im vergangenen Jahr ein Bewertungsergebnis (also quasi: Risikokosten) in Höhe von rund 21 Mio. Euro. Das Geld geht also auch noch ab, und zwar jetzt schon. Und unter welchem Motto stand die Bilanz-PK? „Wir schütten wieder aus“. Fragt sich: Was? Beziehungsweise: Wovon?

Kurzmeldungen: Nur drei Monate nach der Einführung schafft Zalando Apple Pay schon wieder ab (t3n) +++ Check24 beteiligt sich mit einer siebenstelligen Summe am Hamburger Risikomanagement-Fintech Risk42 (Pressemeldung/PDF) +++ Der Münchner API-Dienstleister BANKSapi liefert das PSD2-Tool für die neue Finanzplattform von Swiss Life Deutschland (Versicherungsmonitor)

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Ignoriert

Was würden wir dafür geben, endlich mal die streng repräsentativen „mehr als 1000 Personen in Deutschland“ kennenzulernen, bei denen der Bitkom immer für seine Digital-Finance-Umfragen durchklingelt. Nachdem nämlich bei der letzten Bitkom-Befragung herauskam, dass jeder dritte Deutsche schon einmal mobil bezahlt hat, kam bei der jüngsten Bitkom-Befragung heraus, dass jeder dritte Deutsche per Sprachbefehl Geld überweisen würde. Lieber Bitkom, Vorschlag zur Güte: Du brauchst und nicht die 1000 zu geben, wenn Du uns die 333 gibst.

Linktipps

Mobile Banking und der zweite Faktor: Das sind die neun Verfahren – und das können sie. IT-Finanzmagazin

Startet die deutsche Kreditwirtschaft nach Kreditkarte, Giropay und Paydirekt nun ihr viertes Online-Bezahlverfahren? Sieht so aus: Twitter

Stephan Winkelmeier: Was ist der künftige BayernLB-Chef (dessen Ernennung gestern offiziell verkündet wurde) für ein Typ – und was steht nun auf seiner Agenda? Süddeutsche

Maulwurf im Doppelturm: Die Deutsche Bank verdächtigt ihre eigenen Aufsichtsräte, brisante Informationen an Journalisten durchzustechen. SZ

Alarmstufe Gelb: Bei der Betriebsversammlung der Commerzbank war gestern aus naheliegenden Gründen ziemlich viel los. Ein Stimmungsbericht. Frankfurter Allgemeine

Klickfavorit

… war gestern unsere Analyse zu den Investitionsplänen der großen deutschen Fintechs. Finanz-Szene.de

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21/03/19: Die große „Deutsche Commerz“-Analyse, Helaba/Deka, Der neue BayernLB-Chef

Die (marktschreierisch formuliert) ultimative Analyse zur Fusion von Deutscher Bank und Coba

Dürfen wir Ihnen heute nochmal mit Deutscher Bank und Commerzbank kommen? Weil: 1.) Die übrige Themenlage ist eher mau. Und 2.) Wenn man ehrlich ist, haben wir in den letzten Tagen zwar brav die Nachrichtenlage abgebildet – analytisch allerdings waren wir eher suboptimal unterwegs. Das soll nun nicht heißen, dass wir von einem Tag auf den anderen plötzlich die großen Bescheidwisser sind. Sind wir nicht!!! Aber: Lustigerweise haben wir ausgerechnet bei Twitter eine Analyse entdeckt, bei deren Lektüre wir erstens dachten: Och, klingt eigentlich ziemlich plausibel. Und da es sich bei dem Verfasser um einen Anonymus (Deckname: „JohannesBorgen“) handelte, dachten wir zweitens: Och, so einem Anonymus ist es vermutlich ziemlich wurscht, wenn wir uns seine Gedanken zu eigen machen. Drum, hier finden Sie „Borgens“ Analyse im Original: Thread I und Thread II. Falls Sie aber nicht so die Twitter-Freaks sind, haben wir den Gedankengang hier leicht verdichtet für Sie zusammengefasst: Finanz-Szene.de

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Mensch, die Kollegen des „Handelsblatts“ lassen beim Thema „Super-Landesbank“ aber wirklich nicht locker, auch wenn aus der „Super-Landesbank“ zwischenzeitlich ein „Super-Landesbänkchen“ wurde (bestehend nur noch aus Deka, Helaba und Berlin Hyp) und in der Berichterstattung heute Früh das „Super-Landesbänkchen“ nochmals schrumpft zum „Super-Landesbänkchen light“

Oder anders formuliert: Die jüngste Spekulation besagt, dass zumindest die Helaba und die Deka zusammengehen könnten. Als Beleg verweist das „HB“ auf Ereignisse im Herbst 2014 bzw. Frühjahr 2015. Damals hätten die  Verantwortlichen nämlich – wie neue Recherchen zeigten – „intensiv“ über einen Zusammenschluss der beiden öffentlich-rechtlichen Institute beraten. Sogar eine 150-seitige Machbarkeitsstudie sei erstellt worden und positiv ausgefallen. Nun zeigt ein Blick ins Archiv: So ganz neu ist das alles insofern nicht, als über eine Fusion von Helaba und Deka  seit Ewigkeiten spekuliert wird und 2015 sogar eine öffentliche Debatte hierüber geführt wurde (Beleg I, Beleg II). Und doch: Auch bei DZ Bank und WGZ Bank dachte man ja irgendwann, das wird nie was – und plötzlich war dann doch was draus geworden. Handelsblatt (Paywall)

Ein Nachtrag zur SSK Düsseldorf (weil wir glauben, die Zahlen inzwischen besser verstanden zu haben): Die neuntgrößte deutsche Sparkasse quetscht aus einer durchschnittlichen Bilanzsumme von rund 11,5 Mrd. Euro ein Betriebsergebnis vor Bewertung von 80,3 Mio. Euro  heraus (also ziemlich schwache 0,70% „operativer Gewinn“ gemessen an der DBS). Davon muss man sich (jedenfalls auf mittlere Sicht) aber nun noch jene rund 55 Mio. Euro Spezialertrag wegdenken, die 2018 aus demnächst auslaufenden Private-Equity-Engagements kamen. Zudem verbuchte die SSK Düdo im vergangenen Jahr ein Bewertungsergebnis (also quasi: Risikokosten) in Höhe von rund 21 Mio. Euro. Das Geld geht also auch noch ab, und zwar jetzt schon. Und unter welchem Motto stand die Bilanz-PK? „Wir schütten wieder aus“. Fragt sich: Was? Beziehungsweise: Wovon?

Kurzmeldungen: Der bisherige FMS-Wertmanagement-Chef Stephan Winkelmeier wird wie erwartet neuer Vorstandschef der BayernLB (Pressemitteilung), mehr dazu weiter unten bei den Linktipps +++ Auslandsbanken wie die BNP Paribas oder die ING sind 2018 im deutschen Firmenkundengeschäft deutlich stärker gewachsen als die heimischen Anbieter (Capital) +++ Roland Berger hat offenbar ein attraktive Mandat bei der Schweizer Raiffeisen-Zentrale eingeheimst (Inside Paradeplatz) +++ Nur drei Monate nach der Einführung schafft Zalando Apple Pay schon wieder ab (t3n) +++ Check24 beteiligt sich mit einer siebenstelligen Summe am Hamburger Risikomanagement-Fintech Risk42 (Pressemeldung/PDF)

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Ignoriert

Was würden wir dafür geben, endlich mal die streng repräsentativen „mehr als 1000 Personen in Deutschland“ kennenzulernen, bei denen der Bitkom immer für seine Digital-Finance-Umfragen durchklingelt. Nachdem nämlich bei der letzten Bitkom-Befragung herauskam, dass jeder dritte Deutsche schon einmal mobil bezahlt hat, kam bei der jüngsten Bitkom-Befragung heraus, dass jeder dritte Deutsche per Sprachbefehl Geld überweisen würde. Lieber Bitkom, Vorschlag zur Güte: Du brauchst und nicht die 1000 zu geben, wenn Du uns die 333 gibst.

Linktipps

Stephan Winkelmeier: Was ist der künftige BayernLB-Chef für ein Typ – und was steht nun auf seiner Agenda? Süddeutsche

Maulwurf im Doppelturm: Die Deutsche Bank verdächtigt ihre eigenen Aufsichtsräte, brisante Informationen an Journalisten durchzustechen. SZ

Alarmstufe Gelb: Bei der Betriebsversammlung der Commerzbank war gestern aus naheliegenden Gründen ziemlich viel los. Ein Stimmungsbericht. Frankfurter Allgemeine

Mobile Banking und der zweite Faktor: Das sind die neun Verfahren – und das können sie. IT-Finanzmagazin

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20/03/19: So investieren Deutschlands Fintechs, Crowd-Fusion, Apple Pay gibt nach

Liebe Fintechs, und was bitteschön macht Ihr jetzt mit dem ganzen Geld?

Ob Wefox (110 Mio. Euro), Weltsparen (100 Mio. Euro), Finleap (41 Mio. Euro) oder N26 (260 Mio. Euro): Deutschlands Fintechs funden wie verrückt. Doch während die Finanzierungsrunden als solche medial breit ausgewalzt werden (natürlich auch und gerade bei uns hier), kommt eine andere Frage häufig zu kurz: Was genau machen die Startups jetzt eigentlich mit dem vielen Geld? Fließt es in die Konsolidierung (siehe: Die Verschmelzung von Finreach und Figo unter dem Dach von Finleap)? Fließt es in Infrastruktur (siehe: Die Übernahme der MHB Bank durch Weltsparen)? Fließt es in Kundenportfolien (siehe: Clarks Akquise zweier Versicherungsmakler)? Oder fließt es lehrbuchhaft in neue Mitarbeiter, mehr Marketing und internationale Expansion? „Finanz-Szene.de“ hat sich ein Dutzend Fälle konkret angeschaut – und kommt zu dem Fazit: Ein klares Muster scheint es überraschenderweise nicht zu geben. Hier die analysierten Fälle im Detail: Finanz-Szene.de

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Also, zur möglicherweise beabsichtigten Fusion der Deutschen Bank mit der Commerzbank ist fürs erste ja eigentlich alles gesagt – aber natürlich noch nicht von jedem. Drum: Wundern Sie sich bitte nicht, wenn die Zeitungen Ihres Vertrauens, obwohl es nachrichtlich keinerlei neuen Stand gibt, auch heute wieder voll sind mit fundierten und unfundierten Wortmeldungen aller Art. Hier die Zusammenfassung im Telegrammstil: Die sog. Wirtschaftsweisen halten den Zusammenschluss für eine „in jeder Hinsicht ganz schlechte Idee“ (Börsen-Zeitung) +++ Herr Röseler von der Bafin warnt, dass „wieder Banken entstehen, die zu groß sind, um sie fallen zu lassen“ (Handelsblatt, Paywall) +++ Herr Wuermeling von der Bundesbank hält Fusionen für ein „wirkungsvolles Instrument, um hohe Verwaltungs-Aufwendungen aufzufangen“. +++ Und Herr Enria von der EZB hat gestern zu Protokoll geben, dass er „die Idee eines nationalen Champions“ aus ganz grundsätzlichen Erwägungen heraus „nicht mag“ (Financial Times, Paywall). Falls es uns gestattet sein sollte, zumindest die letzte der aufgeführten Wortmeldungen zu kommentieren: Lieber Herr Enria, die Sorge, die „Deutsche Commerz“ könnte zu einem „nationalen Champion“ werden, ist aller Voraussicht nach unbegründet.

Unsere Lieblingssparkasse, und damit ist nicht die Haspa gemeint (obwohl wir die auch sehr gern haben), sondern die in Düsseldorf, hat gestern offenbar so etwas Ähnliches wie eine Bilanz-Pressekonferenz abgehalten. Leider liegen uns hierzu nur Sekundärquellen vor (HB und BÖZ), was uns aber nicht davon abhält, ein paar Ansichten mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, teilen zu wollen: 1.) Laut HB und BÖZ ist das Betriebsergebnis vor Bewertung von 103 Mio.  auf 80 Mio. Euro gesunken. Für uns klingt das insofern seltsam, als das Betriebsergebnis im Vorjahr gar nicht bei 103 Mio. Euro lag, sondern bei 47 Mio. Euro (Einzelabschluss) bzw. 32 Mio. Euro (Konzernbilanz). Siehe hierzu auch unser Artikel aus dem vergangenen August, in dem wir die bemerkenswerte Nonchalance, die die Sparkasse Düdo im Umgang mit testierten Zahlen pflegt, schon mal näher beleuchtet haben. 2.) Der Zinsüberschuss soll um 12% eingebrochen sein. Bei einer normalen Sparkasse würde dies Fragen nach der operativen Schlagkraft aufwerfen – in Düsseldorf hingegen, muss man wissen, kam zuletzt ein Drittel des Zinsergebnisses gar nicht aus Kreditgeschäft, sondern aus „Aktien und anderen nicht-festverzinslichen Wertpapieren“, „Beteiligungen“ und „Anteilen an verbundenen Unternehmen“. Insofern: In operativer Hinsicht hat der Einbruch womöglich gar nichts zu heißen. 3.) Schließlich entnehmen wir der BÖZ. Dass der Gewinn vor Steuern mit 71 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 49 Mio. Euro gelegen habe, hänge „mit Einmaleffekten in beiden Jahren“ zusammen. Wenn wir auch hier unseren Senf drauftun dürfen: Kann es sein, dass die Zahlen der Sparkasse Düsseldorf insgesamt mal wieder ein einziger Einmaleffekt sind?

Kurzmeldungen: Auch für die Debatte hierzulande ist nicht uninteressant, dass die Credit Suisse nun doch Apple Pay einführen will – und das, nachdem die Amerikaner offenbar in einen entscheidenden Punkt nachgegeben haben (Finews) +++ Der deutsche Crowdinvesting-Markt ist 2018 um gut 50% auf 297 Mio. Euro gewachsen, wobei mehr als zwei Drittel hiervon weiterhin auf Immobilien entfallen und dieses Segment auch weiterhin das höchste Wachstum aufweist (crowdfunding.de/PDF) +++Die auch in Deutschland aktive österreichische  Crowd-Plattform Finnest fusioniert mit der finnischen Finanzierungs-Plattform Invesdor Oy (Handelsblatt, Paywall)

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Digitale Zahlungsabwicklung „Made in Germany“: Alle Zahlmethoden, alle Channels – eine Lösung. Mit dem zertifizierten Better Payment Gateway als White-Label-Lösung für Banken, Versicherungen, Finanzdienstleister, Handels- oder Versorgungsunternehmen komplettieren Sie Ihre Wertschöpfungskette, erhöhen die Kundenbindung und -zufriedenheit und steigern so nachhaltig Ihre Ertragslage. betterpayment.de

Linktipps

Warum Donald Trump über die Deutsche Bank noch die ein oder andere Geschichte zu erzählen hätte … Ein paar Anmerkungen des Trump-Biografen Timothy L O’Brien. Bloomberg

Wie hätten Sie ihren Banker denn gerne? Bei der Frankfurter Sparkasse sollen die Kunden jetzt über das Outfit der Berater abstimmen. Manager Magazin

Gehörte es nicht mal zu den Verheißungen des digitalen Zeitalters, dass so Sachen wie „Skimming“ oder „Cash Trapping“ allmählich aussterben? Na, dann fragen Sie mal bei der Saalesparkasse nach, wie die Wirklichkeit da draußen aussieht: Mitteldeutsche Zeitung

Geht es Ihnen wie uns? Glauben auch Sie, dass eine  „PSD2-Lizenz“ (die in Wirklichkeit natürlich anders heißt …) im Grunde das Gleiche ist wie eine „Erlaubnis als E-Institut“? Na, dann tut Aufklärung aber mal so richtig Not: Paytechlaw.com 

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… war gestern unser „Kurz gebloggt“ zu der Frage, was eigentlich aus der Fintech Group wird, wenn sie bald nicht mehr Fintech Group, sondern (wie früher schon mal) Flatex heißt. Finanz-Szene.de

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20/03/19: Fusions-Kakophonie*, Die Einmaleffekte der SK Düdo, Große Fintech-Analyse

Liebe Fintechs, und was bitteschön macht Ihr jetzt mit dem ganzen Geld?

Ob Wefox (110 Mio. Euro), Weltsparen (100 Mio. Euro), Finleap (41 Mio. Euro) oder N26 (260 Mio. Euro): Deutschlands Fintechs funden wie verrückt. Doch während die Finanzierungsrunden als solche medial breit ausgewalzt werden (natürlich auch und gerade bei uns hier), kommt eine andere Frage häufig zu kurz: Was genau machen die Startups jetzt eigentlich mit dem vielen Geld? Fließt es in die Konsolidierung (siehe: Die Verschmelzung von Finreach und Figo unter dem Dach von Finleap)? Fließt es in Infrastruktur (siehe: Die Übernahme der MHB Bank durch Weltsparen)? Fließt es in Kundenportfolien (siehe: Clarks Akquise zweier Versicherungsmakler)? Oder fließt es lehrbuchhaft in neue Mitarbeiter, mehr Marketing und internationale Expansion? „Finanz-Szene.de“ hat sich ein Dutzend Fälle konkret angeschaut – und kommt zu dem Fazit: Ein klares Muster scheint es überraschenderweise nicht zu geben. Hier die analysierten Fälle im Detail: Finanz-Szene.de

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Also, zur möglicherweise beabsichtigten Fusion der Deutschen Bank mit der Commerzbank ist fürs erste ja eigentlich alles gesagt – aber natürlich noch nicht von jedem. Drum: Wundern Sie sich bitte nicht, wenn die Zeitungen Ihres Vertrauens, obwohl es nachrichtlich keinerlei neuen Stand gibt, auch heute wieder voll sind mit fundierten und unfundierten Wortmeldungen aller Art. Hier die Zusammenfassung im Telegrammstil: Die sog. Wirtschaftsweisen halten den Zusammenschluss für eine „in jeder Hinsicht ganz schlechte Idee“ (Börsen-Zeitung) +++ Herr Röseler von der Bafin warnt, dass „wieder Banken entstehen, die zu groß sind, um sie fallen zu lassen“ (Handelsblatt, Paywall) +++ Herr Wuermeling von der Bundesbank hält Fusionen für ein „wirkungsvolles Instrument, um hohe Verwaltungs-Aufwendungen aufzufangen“. +++ Und Herr Enria von der EZB hat gestern zu Protokoll geben, dass er „die Idee eines nationalen Champions“ aus ganz grundsätzlichen Erwägungen heraus „nicht mag“ (Financial Times, Paywall). Falls es uns gestattet sein sollte, zumindest die letzte der aufgeführten Wortmeldungen zu kommentieren: Lieber Herr Enria, die Sorge, die „Deutsche Commerz“ könnte zu einem „nationalen Champion“ werden, ist aller Voraussicht nach unbegründet.

Unsere Lieblingssparkasse, und damit ist nicht die Haspa gemeint (obwohl wir die auch sehr gern haben), sondern die in Düsseldorf, hat gestern offenbar so etwas Ähnliches wie eine Bilanz-Pressekonferenz abgehalten. Leider liegen uns hierzu nur Sekundärquellen vor (HB und BÖZ), was uns aber nicht davon abhält, ein paar Ansichten mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, teilen zu wollen: 1.) Laut HB und BÖZ ist das Betriebsergebnis vor Bewertung von 103 Mio.  auf 80 Mio. Euro gesunken. Für uns klingt das insofern seltsam, als das Betriebsergebnis im Vorjahr gar nicht bei 103 Mio. Euro lag, sondern bei 47 Mio. Euro (Einzelabschluss) bzw. 32 Mio. Euro (Konzernbilanz). Siehe hierzu auch unser Artikel aus dem vergangenen August, in dem wir die bemerkenswerte Nonchalance, die die Sparkasse Düdo im Umgang mit testierten Zahlen pflegt, schon mal näher beleuchtet haben. 2.) Der Zinsüberschuss soll um 12% eingebrochen sein. Bei einer normalen Sparkasse würde dies Fragen nach der operativen Schlagkraft aufwerfen – in Düsseldorf hingegen, muss man wissen, kam zuletzt ein Drittel des Zinsergebnisses gar nicht aus Kreditgeschäft, sondern aus „Aktien und anderen nicht-festverzinslichen Wertpapieren“, „Beteiligungen“ und „Anteilen an verbundenen Unternehmen“. Insofern: In operativer Hinsicht hat der Einbruch womöglich gar nichts zu heißen. 3.) Schließlich entnehmen wir der BÖZ. Dass der Gewinn vor Steuern mit 71 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 49 Mio. Euro gelegen habe, hänge „mit Einmaleffekten in beiden Jahren“ zusammen. Wenn wir auch hier unseren Senf drauftun dürfen: Kann es sein, dass die Zahlen der Sparkasse Düsseldorf insgesamt mal wieder ein einziger Einmaleffekt sind?

Kurzmeldungen: Der DBV fordert von den Volks- und Raiffeisenbanken ein Gehaltsplus von deutlich >10% über zwei Jahre (Handelsblatt, Paywall) +++ Die Deutsche Bank vermeldet unter Berufung auf Dealogic-Daten, sie habe ihren Marktanteil im globalen Investmentbanking in den ersten zweieinhalb Monaten dieses Jahres von 3,0% auf 3,6% gesteigert – wobei der Markt insgesamt um 14% zurückgegangen sei (FAZ, S. 18) +++ Auch für die Debatte hierzulande ist nicht uninteressant, dass die Credit Suisse nun doch Apple Pay einführen will – und das, nachdem die Amerikaner offenbar in einen entscheidenden Punkt nachgegeben haben (Finews) +++ Der deutsche Crowdinvesting-Markt ist 2018 um gut 50% auf 297 Mio. Euro gewachsen, wobei mehr als zwei Drittel hiervon weiterhin auf Immobilien entfallen und dieses Segment auch weiterhin das höchste Wachstum aufweist (crowdfunding.de/PDF)

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Linktipps

Warum Donald Trump über die Deutsche Bank noch die ein oder andere Geschichte zu erzählen hätte … Ein paar Anmerkungen des Trump-Biografen Timothy L O’Brien. Bloomberg

Wie hätten Sie ihren Banker denn gerne? Bei der Frankfurter Sparkasse sollen die Kunden jetzt über das Outfit der Berater abstimmen. Manager Magazin

Gehörte es nicht mal zu den Verheißungen des digitalen Zeitalters, dass so Sachen wie „Skimming“ oder „Cash Trapping“ allmählich aussterben? Na, dann fragen Sie mal bei der Saalesparkasse nach, wie die Wirklichkeit da draußen aussieht: Mitteldeutsche Zeitung

Geht es Ihnen wie uns? Glauben auch Sie, dass eine  „PSD2-Lizenz“ (die in Wirklichkeit natürlich anders heißt …) im Grunde das Gleiche ist wie eine „Erlaubnis als E-Institut“? Na, dann tut Aufklärung aber mal so richtig Not: Paytechlaw.com 

Klickfavorit

… war gestern unser „Kurz gebloggt“ zu der Frage, was eigentlich aus der Fintech Group wird, wenn sie bald nicht mehr Fintech Group, sondern (wie früher schon mal) Flatex heißt. Finanz-Szene.de

*Wir verwenden den Begriff „Kakophonie“  im Gerhardschröderschen Sinne, auch wenn der Duden das fragwürdig finden mag.

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19/03/19: Das neue Berliner Super-Fintech, Alles zur Dt. Commerz, Payment-Wahnsinn

Exklusiv: Das Berliner B2B-Fintech Mambu dürfte jetzt rund 150 Mio. Euro wert sein

Keine Frage, bei vielen deutschen Fintechs geht die öffentliche Präsenz über die reale Bedeutung deutlich hinaus. Umso schöner, dass wir heute mal ein Finanz-Startup für Sie haben, bei dem das Gegenteil der Fall ist, nämlich den weithin unbekannten Berliner B2B-Player Mambu.  Wie berichtet, hatte das 2011 – damals übrigens noch in Stuttgart – gegründete Fintech bei Investoren neulich stolze 30 Mio. Euro eingesammelt. Inzwischen wurde die Kapitalerhöhung ins Handelsregister eingetragen, und dort sieht man nun: Die neu emittierten Gesellschaftsanteile machen gerade einmal 18,9% des Grundkapitals aus, womit sich eine theoretische Post-Money-Bewertung von knapp 160 Mio. Euro ergibt (vorausgesetzt, die 30 Mio. Euro sind wirklich komplett ins Unternehmen geflossen). Anders gesagt: Der Anbieter von cloudbasierten Core-Banking-Tools (zu dessen Kunden N26 gehört) ist nun das wertvollste hiesige B2B-Fintech hinter der Solarisbank. Und ebenfalls bemerkenswert: Der Cap-Table ist mehrheitlich deutsch – und eine Frankfurter Großbank hält knapp 9% der Anteile: Finanz-Szene.de

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„Deutsche Commerz“: Schon in zwei bis drei Wochen solle eine erste Vorentscheidung fallen

Die Deutsche Bank und die Commerzbank drücken bei ihren angekündigten Fusionsgesprächen aufs Tempo. Schon in zwei bis drei Wochen werde feststehen, ob es zu einer Due Diligence kommt, sagte Coba-Chef Zielke laut übereinstimmenden Medienberichten in einer Telefonkonferenz mit dem Aufsichtsrat. Die Buchprüfung als solche soll dann weitere vier bis sechs Wochen in Anspruch nehmen – parallel würden die Vorstände in konkrete Verhandlungen einsteigen, sodass es möglicherweise schon bis Ende April, spätestens aber im Laufe des Mai zu einer grundsätzlichen Entscheidung kommt. Während Politiker und Gewerkschafter gestern weitere Kritik an den Fusionsplänen äußerten, reagierte die Börse begeistert: Die Aktien der Deutschen stiegen um 4,2%, die der Coba sogar um 7,2%. Damit erreicht das größere der beiden Frankfurter Institute jetzt eine Marktkapitalisierung von gut 16 Mrd. Euro, das kleinere steht bei knapp 9 Mrd. Euro. Zur Einordnung: Ende 2015 war die Deutsche Bank noch rund dreimal so viel wert wie die Commerzbank.

Linktipps:

News

Wie viel Geld hat die Deutsche Bank dem heutigen US-Präsidenten Donald Trump in all den Jahren geliehen, in denen der noch als New Yorker Immobilien-Tycoon bezeichnet wurde? Mehr als 2 Mrd. Dollar!!! Das zumindest behauptet die „New York Times“ in einer großen Reportage, die diese Nacht deutscher Zeit online gegangen ist – und in der unter anderem behauptet wird, die Deutsche Bank habe bei ihren Geschäften mit Trump die internen Regeln, nun ja, eher großzügig ausgelegt. New York Times, The Hill (Zusammenfassung)

Was gestern wohl mit der Wirecard-Aktie passiert wäre, wenn sich die Gesamtsituation nicht so darstellen würde, wie sie sich darstellt? Naja, ist eine hypothetische Frage. Ganz faktisch dagegen: Der hierzulande nahezu unbekannte US-Zahlungsdienstleister FIS hat gestern ein 43 Mrd. Dollar schweres Übernahmeangebot für den (einstigen) Wirecard-Rivalen Worldpay abgegeben (Anmerkung: Wirecard und Worldpay sind nicht mehr 1:1 vergleichbar, seit die Briten vor anderthalb Jahren vom US-Konzern Vantiv übernommen wurden  – woraufhin Vantiv dann übrigens den Namen Worldpay annahm). Was lehrt die Offerte? Naja, mindestens zweierlei: 1.) Die Unsicherheit rund um Wirecard strahlt auf die übrige Branche nicht wirklich ab. 2.) In der engmargigen Payment-Industrie zählt offenkundig nur noch eins: Größe. Economist, CNN

Wie gestern schon kurz vermeldet, soll die Fintech Group AG (also das, was früher mal Flatex/Kulmbach war und dann mit der biw Bank/Willich verschmolzen wurde) in Zukunft wieder als „Flatex AG“ firmieren. Fragt sich nur noch: Was soll das alles? Und geht es nur um den Namen, oder geht es um mehr? Hier unser „Kurz gebloggt“ zu diesen Fragen: Finanz-Szene.de

Beängstigend, dass Finanzdienstleister in Zeiten der Digitalisierung weder Misserfolg noch Fusionen benötigen, um im große Stil Jobs abzubauen: Oder anders ausgedrückt: VW Financial Services hat gestern nicht nur einen Rekordgewinn von 2,6 Mrd. Euro verkündet (wir hatten letzte Woche bereits berichtet), sondern parallel die Belegschaft auf den Abbau tausender Arbeitsplätze eingestimmt. Ariva

Kurzmeldungen:  Ein noch aus 2015 herrührender Rechtsstreit rund um die heutige Wirecard-Tochter in Indien beschäftigt ein Gericht in London (Bloomberg) +++ Die Bundesbank widerspricht in ihrem aktuellen Monatsbericht der These, dass Bargeld die Schwarzarbeit befördert und Verbrechen erleichtert (WAZ)

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Linktipps

Ein interessanter Artikel, der zwar schon ein paar Monate alt ist, den wir aber noch nicht kannten (und Sie ja vielleicht auch nicht): Wie die ING Diba – wie sie seinerzeit noch hieß – ihre komplette Organisation umkrempelt. Ein Werkstattbericht. Brand Eins

Was ist bei der Expertenanhörung zum Thema Blockchain im Bundestag herumgekommen? Eine kurze Zusammenfassung: bundestag.de

Warum JP Morgan Chase in diesem Jahr 90 Filialen … nein, nicht schließen, sondern eröffnen will. Reuters

Und wo wir schon mal beim Thema sind: Wenn (beinahe) alle Banken ihr Filialnetz ausdünnen, ist es dann vielleicht an der Zeit, das eigene Filialnetz dichter zu knüpfen? The Financial Brand

Klickfavorit

… war gestern der Brief von Christian Sewing an seine Mitarbeiter: Finanz-Szene.de

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19/03/19: Der Zeitplan für die Fusion, Alles zur „Deutschen Commerz“, Trump und die Dt. Bank

„Deutsche Commerz“: Schon in zwei bis drei Wochen solle eine erste Vorentscheidung fallen

Die Deutsche Bank und die Commerzbank drücken bei ihren angekündigten Fusionsgesprächen aufs Tempo. Schon in zwei bis drei Wochen werde feststehen, ob es zu einer Due Diligence kommt, sagte Coba-Chef Zielke laut übereinstimmenden Medienberichten in einer Telefonkonferenz mit dem Aufsichtsrat. Die Buchprüfung als solche soll dann weitere vier bis sechs Wochen in Anspruch nehmen – parallel würden die Vorstände in konkrete Verhandlungen einsteigen, sodass es möglicherweise schon bis Ende April, spätestens aber im Laufe des Mai zu einer grundsätzlichen Entscheidung kommt. Während Politiker und Gewerkschafter gestern weitere Kritik an den Fusionsplänen äußerten, reagierte die Börse begeistert: Die Aktien der Deutschen stiegen um 4,2%, die der Coba sogar um 7,2%. Damit erreicht das größere der beiden Frankfurter Institute jetzt eine Marktkapitalisierung von gut 16 Mrd. Euro, das kleinere steht bei knapp 9 Mrd. Euro. Zur Einordnung: Ende 2015 war die Deutsche Bank noch rund dreimal so viel wert wie die Commerzbank.

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Exklusiv: Das Berliner B2B-Fintech Mambu dürfte jetzt rund 150 Mio. Euro wert sein

Keine Frage, bei vielen deutschen Fintechs geht die öffentliche Präsenz über die reale Bedeutung deutlich hinaus. Umso schöner, dass wir heute mal ein Finanz-Startup für Sie haben, bei dem das Gegenteil der Fall ist, nämlich den weithin unbekannten Berliner B2B-Player Mambu.  Wie berichtet, hatte das 2011 – damals übrigens noch in Stuttgart – gegründete Fintech bei Investoren neulich stolze 30 Mio. Euro eingesammelt. Inzwischen wurde die Kapitalerhöhung ins Handelsregister eingetragen, und dort sieht man nun: Die neu emittierten Gesellschaftsanteile machen gerade einmal 18,9% des Grundkapitals aus, womit sich eine theoretische Post-Money-Bewertung von knapp 160 Mio. Euro ergibt (vorausgesetzt, die 30 Mio. Euro sind wirklich komplett ins Unternehmen geflossen). Anders gesagt: Der Anbieter von cloudbasierten Core-Banking-Tools (zu dessen Kunden N26 gehört) ist nun das wertvollste hiesige B2B-Fintech hinter der Solarisbank. Und ebenfalls bemerkenswert: Der Cap-Table ist mehrheitlich deutsch – und eine Frankfurter Großbank hält knapp 9% der Anteile: Finanz-Szene.de

News

Wie viel Geld hat die Deutsche Bank dem heutigen US-Präsidenten Donald Trump in all den Jahren geliehen, in denen der noch als New Yorker Immobilien-Tycoon bezeichnet wurde? Mehr als 2 Mrd. Dollar!!! Das zumindest behauptet die „New York Times“ in einer großen Reportage, die diese Nacht deutscher Zeit online gegangen ist – und in der unter anderem behauptet wird, die Deutsche Bank habe bei ihren Geschäften mit Trump die internen Regeln, nun ja, eher großzügig ausgelegt. New York Times, The Hill (Zusammenfassung)

Was gestern wohl mit der Wirecard-Aktie passiert wäre, wenn sich die Gesamtsituation nicht so darstellen würde, wie sie sich darstellt? Naja, ist eine hypothetische Frage. Ganz faktisch dagegen: Der hierzulande nahezu unbekannte US-Zahlungsdienstleister FIS hat gestern ein 43 Mrd. Dollar schweres Übernahmeangebot für den (einstigen) Wirecard-Rivalen Worldpay abgegeben (Anmerkung: Wirecard und Worldpay sind nicht mehr 1:1 vergleichbar, seit die Briten vor anderthalb Jahren vom US-Konzern Vantiv übernommen wurden  – woraufhin Vantiv dann übrigens den Namen Worldpay annahm). Was lehrt die Offerte? Naja, mindestens zweierlei: 1.) Die Unsicherheit rund um Wirecard strahlt auf die übrige Branche nicht wirklich ab. 2.) In der engmargigen Payment-Industrie zählt offenkundig nur noch eins: Größe. Economist, CNN

Wie gestern schon kurz vermeldet, soll die Fintech Group AG (also das, was früher mal Flatex/Kulmbach war und dann mit der biw Bank/Willich verschmolzen wurde) in Zukunft wieder als „Flatex AG“ firmieren. Fragt sich nur noch: Was soll das alles? Und geht es nur um den Namen, oder geht es um mehr? Hier unser „Kurz gebloggt“ zu diesen Fragen: Finanz-Szene.de

Beängstigend, dass Finanzdienstleister in Zeiten der Digitalisierung weder Misserfolg noch Fusionen benötigen, um im große Stil Jobs abzubauen: Oder anders ausgedrückt: VW Financial Services hat gestern nicht nur einen Rekordgewinn von 2,6 Mrd. Euro verkündet (wir hatten letzte Woche bereits berichtet), sondern parallel die Belegschaft auf den Abbau tausender Arbeitsplätze eingestimmt. Ariva

Kurzmeldungen: Wegen Verfehlung im Umgang mit Anti-Geldwäsche-Bestimmungen darf die ING in Italien vorerst kein Neugeschäft mehr tätigen (Onvista) +++ Ein noch aus 2015 herrührender Rechtsstreit rund um die heutige Wirecard-Tochter in Indien beschäftigt ein Gericht in London (Bloomberg) +++ Die Bundesbank widerspricht in ihrem aktuellen Monatsbericht der These, dass Bargeld die Schwarzarbeit befördert und Verbrechen erleichtert (WAZ)

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Warum JP Morgan Chase in diesem Jahr 90 Filialen … nein, nicht schließen, sondern eröffnen will. Reuters

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