03/04/19: Der Zins-GAU und die Dt. Bank, Ritchies Horrorzahlen, Apple vs. N26

3. April 2019

Der Zins-GAU – oder: Warum fusionieren Deutsche Bank und Commerzbank wirklich?

Warum nochmal sollen Deutsche Bank und Commerzbank fusionieren (und das auch noch so plötzlich)? So genau weiß das niemand – an Begründungen mangelt es trotzdem nicht. Mal werden die Refiprobleme der Blaubank angeführt. Dann deren Ertragsschwäche im I-Banking. Beliebt ist immer auch die Erzählung von den viel zu hohen Kosten. Und dann gibt es natürlich die, die behaupten, Deutsche und Coba müssten zusammengehen, weil „Berlin“ das so will. Frage: Dürfen wir Ihnen heute mal mit einer alternativen  Theorie kommen? Die da lautet: Liegt’s am Ende schlicht an den Zinsen? Denn: Die Folgen des jüngsten Zinscrashs (also der von Oktober 2018 bis heute) auf die kurz- und mittelfristigen Erträge der deutschen Kreditwirtschaft sind potenziell verheerend. Und Blau- und Gelbbank trifft es bislang besonders hart. Unsere große Analyse: Finanz-Szene.de

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News

Und gleich nochmal Deutsche Bank: Der Datendienstleister Refinitiv hat gestern seine League Tables fürs erste Quartal veröffentlicht – und wie bereits verschiedentlich gemutmaßt (u.a. vom „Handelsblatt“), haben die von Garth Ritchie geführten Investmentbanker des größten hiesigen Geldinstituts nicht wirklich gut (um nicht zu sagen: richtig schlecht) abgeschnitten. Hier unser „Kurz gebloggt“ mit den wichtigsten Ergebnissen: Finanz-Szene.de

Am heutigen Mittwoch wollen die NordLB-Träger ihr Rettungskonzept bei der EZB vorstellen. Worauf laufen die Pläne hinaus? Die Bilanzsumme soll wohl doch nicht auf 80 Mrd. Euro halbiert werden. Stattdessen sind laut „FAZ“ als Zielmarke 90 bis 95 Mrd. Euro im Gespräch +++ Die Deutsche Hypothekenbank dürfte laut „HB“ auch künftig zur NordLB gehören +++ Dagegen wird spekuliert, die Landesbank könnte sich aus der Schiffs-Finanzierung komplett zurückziehen +++ Die Ausgliederung der Braunschweigischen Landessparkasse galt als ausgemacht. Laut „FAZ“ regt sich bei den niedersächsischen Sparkassen aber Widerstand, weil sie in diesem Fall erst die NordLB und dann womöglich auch noch die Landessparkasse rekapitalisieren müssten +++ Sachsen-Anhalt will sich mit knapp 200 Mio. Euro an der Rettung beteiligen, wie gestern verlautete. HB (Paywall), FAZ (Print, S. 19), FAZ (Hintergrundstück), Welt

Und noch ein Terminhinweis für die Sparkassen-Familie: Am morgigen Donnerstag trifft sich der Deka-Verwaltungsrat, um über die Nachfolge des scheidenden Vorstandschefs Michael Rüdiger zu entscheiden. Nachdem die BÖZ zuletzt (ausgerechnet) den Union-Investment-Chef Hans-Joachim Reinke zum Favoriten für den Posten erkoren hatte (@Bafin: Dürfte Herr Reinke denn überhaupt? Die Deka ist ja immerhin eine richtige Bank …), schreibt die „FAZ“ heute Früh, dass „intern“ nun doch der bisherige Vize Georg Stocker zum Nachfolger ausgerufen worden sei. Ob’s stimmt? Man wird’s sehen. FAZ, Print, Seite 20

Was kommt eigentlich heraus, wenn man die ganzen Fintech-Rekord-Investments aus dem ersten Quartal (N26/260 Mio €, Raisin/100 Mio. €, Wefox/110 Mio. Euro …) zusammenzählt? Der Daten-Fuchs Peter Barkow (der nicht nur auf die großen, sondern immer auch ein Auge auf die kleinen Fundings hat …) hat ganz genau gezählt – und kommt auf 686 Mio. Euro. Natürlich ein neuer Bestwert. Manager Magazin

Dürfen wir in Sachen „Kauf der MHB Bank durch das Berliner Fintech Raisin (‚Weltsparen‘)“ noch mal ganz kurz nachkarten? In unserer Berichterstattung vom 7. März hatten wir ja schon angedeutet, dass es sich für uns so anfühlt, als wäre der Deal nicht erst kürzlich eingetütet worden. Und tatsächlich, so entnehmen wir einem dieser Tage veröffentlichten Geschäftsbericht der Frankfurter Whitelabel-Bank: „Am 26. März 2018 [!] hat die Alleinaktionärin der MHBBank AG, [eine zum US-Investor Lone Star gehörende Gesellschaft], mit der Raisin GmbH, Berlin, einen Kaufvertrag zur vollständigen Übernahme des gezeichneten Kapitals der MHBBank AG abgeschlossen.“ Was man hinzufügen muss: 1.) Erst danach begann der Genehmigungsprozess. Und 2.) Wann eine nicht-gelistete Firma was veröffentlicht, ist natürlich allein Sache der Firma. Alles okay also.

Kurzmeldungen: Verdi hat zu Warnstreiks bei privaten und öffentlichen Banken aufgerufen (Focus) +++ HSBC Deutschland will das Depotbank-Volumen dieses Jahr auf 250 Mrd. Euro (plus 15%) erhöhen und damit zur Nr. 3 im hiesigen Markt aufsteigen (BÖZ/Paywall) +++ Frauke Hegemann hat zum 1. April den Job als COO der Comdirect angetreten (PR-Mitteilung) +++ Der Insolvenzverwalter der nach dubiosen Aktiendeals pleitegegangenen Frankfurter Maple Bank verklagt die Kanzlei Freshfields auf 95 Mio. Euro (HB/Paywall)

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Amazon-Prinzip bei FinGOAL!

FinGOAL! ist die Revolution in der Finanzanalyse privater und gewerblicher Kunden. Seit Anfang 2017 haben wir bereits über 50 Beratungsprozesse für Banken und Sparkassen entwickelt. Die jüngsten Projekte haben uns im Kern zwei Dinge gelehrt: 1.) Der Anspruch muss sein, dass es lediglich ein zentrales Tool für die Beratung geben darf. Das hatte zur Folge, dass wir sowohl direkt u.a. eine optionale „Umschuldungsfunktion“ eingebaut haben, als auch bei der Bedarfsanalyse selbstverständlich eine Analyse im Bereich des Zahlungsverkehrs mit anbieten: vom Dispokredit über die App-Nutzung bis hin zu den Vollmachten. 2.) Das Ziel eines „Filial-Robos“ muss darüber hinaus sein, dass in kurzer Zeit der Bedarf eines Kunden (inkl. seiner Sparfähigkeit) direkt zu einer buchbaren Lösung führt (inkl. Preisindikation) – und dies optional auch als Selbstberatungstool im Internet. Hier mehr erfahren: https://fingoal.de/

Gästeblog

Die Kreditkarten „N26 Black“ und „N26 Metal“ sind für N26-Chef Valentin Stalf der Schlüssel zur Monetarisierung der Kundenbeziehung. Wenn nun Apple selber in den Markt für Kreditkarten einsteigt – was bedeutet das dann für die Berliner Fintech-Bank? Der Business Case von N26 jedenfalls wird durch den neuen Wettbewerber herausgefordert, schreibt unser Gastautor Daniel Schulte-Hillen. Vielleicht der richtige Anlass, um über eine Neujustierung des Geschäftsmodells nachzudenken: Finanz-Szene.de

Linktipps

Der Mann aus dem Maschinenraum: Seit einem Jahr ist Christian Sewing nun Chef der Deutschen Bank. Die „SZ“-Redakteurin Meike Schreiber kommt in ihren Porträt zu dem Schluss, der „Höllenjob“ habe den Manager verändert. Süddeutsche Zeitung

„Datenschutz by Design“: Wie nun auch Mastercard aus der digitalen Identität ein Geschäftsmodell machen will. Bankstil

6 Mio. Nutzer, 35 Mio. Anfragen: Ein Jahr nach dem Launch des Chatbots „Erica“ zieht die Bank of America ein Zwischenfazit. Finextra (News), American Banker (Hintergrund/Paywall), Twitter (Nicht alle Kunden sind so begeistert wie die Bank selber)

Back-End

Wie sich der Finanzchef der Commerzbank gestern für rund eine Stunde in die Vereinspolitik des 1. FC Köln einmischte. Finanz-Szene.de

Klickfavorit

… war gestern unser Exklusiv-Stück zur Übernahme des Berliner Banking-Fintechs Penta durch Finleap. Finanz-Szene.de

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