Bund stellt Commerzbank-Beteiligung auf den Prüfstand

9. August 2019

Von Christian Kirchner

Hatten wir nicht gestern noch geschrieben, die Coba-Strategie „Mittlere Spur, komme, was wolle“ sei nicht länger haltbar? Das sieht offenbar auch die Politik so. Wie die Kollegen der „Börsen-Zeitung“ unter Berufung auf das „Deutsche Vergabeportal“ berichten, will der Bund die strategischen Perspektiven des Instituts durchleuchten lassen. Dazu habe er ein externes Mandat zur „Beratung bzg. Commerzbank-Beteiligung“ ausgeschrieben.

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Der Sinn der Übung: Offenbar will der Bund eng dran sein, wenn die Commerzbank im Herbst ihre künftige Strategie vorstellt. Und wer weiß: Vielleicht bereitet Berlin ja auch den Ausstieg vor.  Zwar galt jahrelang die Losung, der Bund veräußere seinen 15%-igen Anteil nicht, bevor das Aktienpaket wieder so viel kostet, wie es dies zum Zeitpunkt der Rettung tat (5 Mrd. Euro). Angesichts eines aktuellen Werts von 1,1 Mrd. Euro ist daran aber nicht mehr zu denken.

Zumal: Hieß der Finanzminister nicht Schäuble, als das Ziel einst ausgegeben wurde? Heute heißt er Scholz.

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