Kurz gebloggt

Das hier ist das Grundübel der Commerzbank

15. Februar 2019

Von Heinz-Roger Dohms

Die Commerzbank hat die löbliche Angewohnheit, ihre Geschäftszahlen in einigermaßen lesbare Präsentationen zu kleiden. Manchmal hat man bei der Lektüre daher einen regelrechten Aha-Effekt. Bisweilen ist es aber auch so, dass man die Präsentationen rauf und runter und kreuz und quer und vor und zurück lesen kann, und am Ende bleibt doch nur das hängen, was man eh schon wusste: Diese Bank hat (trotz allem) ein riesiges Ertragsproblem!

Warum „trotz allem“? Weil Finanzchef Engels bei der gestrigen Bilanz-PK mit  Recht betont hat, dass im vergangenen Jahr 1.) die bereinigten Erträge um 5% und 2.) der Zinsüberschuss sogar um 10% gestiegen sind. Was man jedoch entgegnen muss: Das geschah vom niedrigst vorstellbaren Niveau aus, und ausgerechnet im so wichtigen Firmenkunden-Geschäft ging’s 2018 weiter runter (zudem hat die Coba das Geschäft mit Ratenkrediten auf die eigene Bilanz geholt, gewinnt also bei den Zinsen auf Kosten der Provisionen).

Conclusio: Dass sich die Coba gestern fast schon resignativ von ihrem Cost-Income-Ratio-Ziel (66% bis 2020) verabschiedet hat, auch das liegt nicht an den Kosten – sondern selbstredend: an den Erträgen.

Linktipps zur Coba:

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