Kurz gebloggt

Wie Mario Draghi die Sparkassen zur Räson bringt

8. Oktober 2019

Von Heinz-Roger Dohms

Dürfen wir uns für einen Moment der Weltanschauung der deutschen Sparkassen anschließen? Was ja bedeutet, im Zinstief kein ökonomisches Phänomen zu sehen, sondern die Laune eines wildgewordenen italienischen Notenbankers … Also: Dürfen wir? Prima.

Denn wenn wir dürfen, dann lässt sich belustigt festhalten: Ausgerechnet Herr Draghi könnte gelingen, woran eine Finanzkrise, mindestens zwei Finanzminister und diverse sonstige Mandatsträger gescheitert sind. Nämlich: den deutschen Sparkassen-Sektor zur Räson zu bringen. Oder anders ausgedrückt und für alle diejenigen, die es noch nicht mitbekommen haben: Die deutschen Sparkassen haben gestern mitgeteilt, von nun an gemeinsam und offiziell das Ziel eines einheitlichen Zentralinstituts (heißt: LBs, Deka und Berlin Hyp) zu verfolgen. Wobei die Helaba und die Deka den Anfang machen sollen.

Jede Wette: Ohne Zinstief (und Digitalisierungsdruck) wäre dieser Beschluss frühestens am St. Nimmerleinstag gefallen.

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