Kurz gebloggt

Kann es sein, dass der Sparkassen-Gewinn 2018 eingebrochen ist?

7. März 2019

Von Heinz-Roger Dohms

Wie viel Gewinn haben die Sparkassen 2018 gemacht? Der DSGV sagt, operativ seien es 10 Mrd. Euro gewesen – und wenn man davon u.a. die Steuern und den sog. „Bewertungsaufwand“ abziehe, lande man unterm Strich immer noch bei 2,2 Mrd. Euro, was mehr (!!!) sei als im Vorjahr.

Vielleicht sollte man sich diesen „Bewertungsaufwand“ aber mal etwas genauer anschauen: Er betrug 4,1 Mrd. Euro, die sich auf 2,7 Mrd. Euro Vorsorgereserven und 1,4 Mrd. Euro Abschreibungen verteilten. Vorsorge? Das klingt nicht nur gut, sondern ist es in diesem Fall auch – hier geht es um Rücklagen zur Stärkung des Kapitals (für die Aficionados: gemeint sind unserem Verständnis nach Reserven gemäß 340g). Abschreibungen dagegen? Sind halt Abschreibungen, also schlecht! Vergleicht man das Ganze nun mit 2016 und 2017, dann sieht man: Da waren es sogar 4,7 Mrd. Euro „Bewertungsaufwand“. Der bestand aber quasi ausschließlich aus Vorsorgereserven, also „gutem Aufwand“.

Drum: Müsste man, um eine Aussage zu treffen, wie es bei den Sparkassen wirklich gelaufen ist, nicht „Vorsteuergewinn + guter Aufwand“ rechnen???* Das waren 2018 nämlich nur noch 7,7 Mrd. Euro, nach jeweils 9,7 Mrd. Euro in den  beiden Vorjahren. DSGV-Präsentation (PDF; entscheidend sind die Seiten 10 + 11)

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