Exklusiv

Neuer Bayern-LB-Chef setzt erste personelle Duftmarken

20. August 2019

Von Heinz-Roger Dohms und Christian Kirchner

Der neue Bayern-LB-Chef setzt seine ersten personelle Duftmarken. Laut Informationen von Finanz-Szene.de hat Stephan Winkelmeier nach seinem Wechsel von der FMS Wertmanagement gleich mal eine von deren Managerinnen nachgeholt – nämlich Susanne Kober, die bei der Münchner Landesbank Personalchefin wird. Der Mann, der diesen Posten bislang innehatte, nämlich Benedikt Haas, wird dafür Chef des Vorstandsstabs. Und noch eine Winkelmeier-Entscheidung: Der bisherige Compliance-Chef Franz Dohnal soll das Strategieprojekt leiten, das sich mit der künftigen Ausrichtung der BayernLB befassen wird* (Zusatz 20. August, 9.50 Uhr: Zur Dohnal-Personalie haben wir weiter unten eine Anmerkung ergänzt).

Alle drei Personalien wurden Finanz-Szene.de seitens der Münchner Landesbank bestätigt.

Bereits am Freitag hatte die BayernLB eine weitreichende Umbaumaßnahme verkündet, über die Finanz-Szene.de bereits Mitte April unter Berufung auf Insider spekuliert hatte – nämlich die Zusammenlegung der Kapitalmarktsparte mit dem Firmenkundengeschäft. Zudem veröffentlichte das Institut seine Zahlen für das erste Halbjahr und musste dabei einen Rückgang des Vorsteuergewinns im 31% auf nur noch 315 Mio. Euro eingestehen (für alle, die die News verpasst haben: Hier die entsprechende „Reuters“-Meldung“).

Was wir an den Zahlen besonders interessant fanden: Sie stehen im Grunde stellvertretend für die GuVs vieler deutscher Banken dieser Tage:

  • Zinsüberschuss: -9 Mio. Euro …
  • Provisionsüberschuss: +9 Mio. Euro …
  • Risikovorsorge: rauf, wenn auch von niedrigem Niveau aus …
  • Kosten: rauf, und zwar von bereits stattlichem Niveau aus …

Und zack, schon hat man den Ergebnisrückgang beisammen (übrigens trotz eines sonstigen betrieblichen Ergebnisses in Höhe von 130 Mio. Euro, woher auch immer das gekommen sein mag).

Zusatz 20. August, 9.55 Uhr: Zur neuen Aufgabe von Herr Dohnal erreichen uns heute Morgen diverse Mails, die in ihren Details zwar leicht voneinander abweichen – allerdings allesamt darauf hinauslaufen, dass wir dem guten Herr Dohnal ein bisschen zu viel der Ehre haben zuteil werden lassen. Denn: Die künftige Leitung des Strategieprojekt liege nicht in seinen Händen, sondern in denen von Herrn Haas. Ob Herr Dohnal nun aber „in wichtiger Funktion im Strategieprojekt direkt an den CEO berichtet“, oder ob es als „Prinzipal“ im CEO-Ressort „übergeordnete Aufgaben übernimmt“, die jedoch „nicht die zukünftige Strategie betreffen“ – das haben wir final nicht klären können.

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