Kurz gebloggt

Gründer Matthias Kröner verlässt die Fidor-Bank

1. April 2019

Von Heinz-Roger Dohms

Paukenschlag in der deutschen Finanzbranche: CEO Matthias Kröner wird die von ihm gegründete Münchner Startup-Bank Fidor mit sofortiger  Wirkung verlassen. In einer soeben versandten Mitteilung ist von „strategischen Differenzen“ zwischen Kröner und dem französischen Mehrheitseigner BPCE die Rede. „Mein größter Dank gilt allen Mitarbeitern, die sich für die Fidor-Vision immer mit ganzem Herzen eingesetzt haben“, wird Kröner in der Mitteilung zitiert.

Die Pariser Großbank – eine Art Spitzeninstitut der französischen Sparkassen und Volksbanken – hatte die deutsche Fintech-Bank vor rund zwei Jahren für etwa 100 Mio. Euro übernommen. Bald darauf stellte sich allerdings  heraus, dass die faulen Kreditengagements in der Fidor-Bilanz ein größeres Problem darstellen als ursprünglich gedacht: Allein 2017 summierten sich die Verluste auf 110 Mio. Euro. Insgesamt wurde Fidor von der französischen Mutter dreimal rekapitalisiert.

Im vergangenen Herbst hatte BPCE entschieden, die deutsche Tochter zu verkaufen. Als denkbare Interessenten wurde die Solarisbank und die DKB genannt. Kröners Ausscheiden könnte darauf hindeuten, dass bislang noch kein Käufer gefunden ist.

Hier nochmal zum Nachlesen das große „Finanz-Szene.de“-Interview mit Matthias Kröner von Ende Februar:

Die Fidor-Bank ist jetzt rekapitalisiert. Aber findet sie auch einen Käufer?

 

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