Postbank hat erneut massive Probleme im Online-Banking

30. September 2019

Von Christian Kirchner

Bei der Postbank ist es am Montag erneut zu einer Großstörung gekommen. Laut Nutzermeldungen hatten Kunden ab circa 9 Uhr massive Probleme, sich ins Online-Banking einzuloggen oder die Banking-App zu nutzen. Das Portal „allestörungen.de“ registrierte am späten Vormittag über 500 zeitgleiche Störungsmeldungen von Nutzern. Erst ab etwa 14 Uhr ging die Zahl der Störungsmeldungen wieder zurück, am späten Nachmittag war das Problem gemäß der Meldungen endgültig behoben. Schwierigkeiten im Online-Banking sind für Kunden rund um den Monatswechsel besonders unangenehm, da dann stets die Spitzenlast an Überweisungen anfällt. Hinzu kommt, dass aktuell in Berlin und anderen östlichen Bundesländern zahlreiche Filialen im Zuge von Warnstreiks geschlossen sind.

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter posteten am Vormittag und Mittag zahlreiche Kunden ihre Fehlermeldungen, laut denen vor allem der Mobile-Banking-Server nicht erreichbar sei. Die Postbank antwortete mehrfach, die Störung sei „bekannt“ und es werde „mit Hochdruck“ an einer Lösung gearbeitet.

Finanz-Szene.de bat die Pressestelle der Postbank um eine Stellungnahme. „Heute Morgen kam es kurzfristig im Banking & Brokerage zu Performanceproblemen. Die Störung war schnell behoben. Im Postbank Finanzassistent gab es noch bis zur Mittagszeit Anmeldeprobleme. Jetzt läuft aber alles wieder störungsfrei“, so die Bank am Nachmittag.

Besonders ärgerlich für Kunden: Bei der Postbank war es zuletzt wiederholt zu Schwierigkeiten gekommen, siehe unsere Berichterstattung von Mitte September:

PSD2-Umstellung bei der Postbank endet im Chaos

Ähem: Klappt bei der Postbank eigentlich irgendwas?

Unterdessen müssen sich die Postbank und ihre Kunden  auf weitere Warnstreiks einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat zu entsprechenden Arbeitsniederlegungen aufgerufen. In Berlin und Brandenburg sollen 70 bis 80 Filialen bis einschließlich Mittwoch geschlossen bleiben, auch in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt soll die Arbeit ruhen.

Die Postbank hat für ihre Kunden eine eigene Seite unter https://www.postbank.de/privatkunden/streikinfo.html eingerichtet, auf der die Verfügbarkeit der Filialen online erfragt werden kann. Die Nutzer der Hotline erhielten den Hinweis, sich „aufgrund eines möglicherweise erhöhten Anrufaufkommens auf längere Wartezeiten einzustellen, sofern Sie mit einem Kundenberater verbunden werden möchten.“

Auch bei der deutschen Santander-Bank gab es am Montag Probleme mit dem Kontozugang. 

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