Die 2018er-Ergebnisse aller wichtigen deutschen Banken auf einen Blick

12. April 2019

Von Heinz-Roger Dohms

So, nachdem sich auch die NordLB und die KfW bequemt haben, ihre 2018er-Zahlen vorzulegen, würden wir sagen: Lassen Sie uns ’nen Strich druntermachen! Denn: Abgesehen von ein, zwei notorischen Publizitäts-Prokrastinierern (hallo, liebe Targobank) haben wir jetzt die Ergebnisse der wichtigen deutschen Banken schön akkurat (und hoffentlich auch korrekt) in unsere kleine Excel-Tabelle eingetragen. Was sieht man dort? Dass aus einem aggregierten Vorsteuergewinn von 29,8 Mrd. Euro in 2017 ein aggregierter Vorsteuergewinn von nur noch 25,4 Mrd. Euro in 2018 wurde,  ein Minus von 15%. Das heißt aber nicht, dass die Gewinne auf breiter Front weggeschmolzen wären. Eher waren es Sondereffekte wie bei der NordLB (Ursache bekannt) oder der HVB (Ursache hier), die den Gesamteindruck vermasselten. Hinzu kamen die wieder wieder höheren Bewertungsergebnisse (also Risikovorsorge etc.pp.) bei Sparkassen und Genos. Und sonst? Voilà:

in Mio. € vor Steuern nach Steuern
2018 2017 2018 2017
Sparkassen 7.700 9.700 6.800 4.467
Genobanken 6.380 7.283 4.467 5.084
VWFS 2.600 2.299 k.A. k.A
KfW 1.636 1.426 k.A. k.A
DZ Bank 1.370 1.810 918 1.098
Dt. Bank 1.330 1.228 341 -735
ING Deutschl. 1.322 1.272 886 876
Commerzbank 1.230 459 865 128
BayernLB 869 652 828 679
LBBW 558 515 420 419
Deka 517 481 286 264
Santander 463 392 k.A. k.A
Helaba 443 447 278 256
HVB 392 1.597 238 1.336
Aareal 316 328 226 213
PBB 215 204 179 182
HSH/HCOB 97 -453 77 -528
NordLB -2.057 195 -2.354 135
Summe 25.381 29.835 14.455 13.874

Anmerkungen:

  • Wir sind per se sehr freihändig vorgegangen, d.h. ohne methodisches Gesamtkonzept
  • Dass der Unterschied zwischen Vor- und Nachsteuergewinn bei den aggregierten Zahlen so immens ist, hat folgenden Grund: Für die KfW, die VW Financial Services und die Santander gibt es aus jeweils leicht unterschiedlichen Gründen keine Nachsteuerergebnisse
  • Bei den Sparkassen und Genos (HGB …) haben wir die frisch eingestellten Reserven in den Fonds für allgemeine Bankrisiken dem Gewinn zugeschlagen; macht die Buba ja genauso
  • Trotzdem sind die Sparkassen- und Genozahlen mit den übrigen Ergebnissen nur sehr bedingt vergleichbar, weil die anderen Ergebnisse (wir meinen: allesamt) IFRS sind
  • Die Förderbanken haben wir, abgesehen von der KfW, außen vor gelassen
  • Bei den Autobanken war es bis auf VWFS dasselbe
  • Und warum nicht mehr Bemühen um Vollständigkeit? Weil es uns darum ging, Ihnen einen Eindruck zu verschaffen – nicht darum, eine methodisch bis in die Haarspitzen kohärente Gewinnstudie zu erstellen

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