Die T-Frage der Commerzbank: Wie viel Tafelsilber ist noch übrig?

22. März 2018

Von Heinz-Roger Dohms

Anfang nächster Woche wird die Commerzbank ihren 2017er-Geschäftsbericht  veröffentlichen – nicht der schlechteste Anlass, sich mal mit den außerordentlichen Erträgen zu befassen. Die machten 2017 nämlich 43 % des sog. „operativen Ergebnisses“ von 1,3 Mrd. Euro aus; und 2016 waren es sogar 59 %. Noch interessanter wird die Sache, wenn man auf das Konzernergebnis guckt (das die Restrukturierungen berücksichtigt). 2016 lag es bei 279 Mio. Euro, 2017 bei 156 Mio. Euro. Denkt man sich davon nun die außerordentlichen Erträge weg (831 Mio. Euro in 2016 und 557 Mio. Euro in 2017), dann sind die Zahlen plötzlich nicht mehr schwarz, sondern rot.

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Kurzum, was passiert, wenn die Einmaleffekte mal nicht mehr so günstig ausfallen wie zuletzt? Und was ist eigentlich noch an Tafelsilber übrig, wenn man bedenkt, was zuletzt alles abgestoßen wurde. Sehen Sie hier unsere große Tabelle, in der wir die vielen Einmalerlöse der vergangenen 24 Monate einfach mal fein säuberlich aufdröselt haben:

Erlös*
Verkauf der Unternehmenszentrale 225 Q3 2017
Wertaufholung Heta-Anleihen 135 Q4 2016
Verkauf von Immobilien 133 Q4 2016
Auflösung Joint-Venture mit BNP Paribas 131 Q3 2017
Verkauf Anteile an Visa Europe 123 Q2 2016
Verkauf Anteile an Concardis 89 Q3 2017
Wertaufholung im Bereich Public Finance 68 Q1 2016
Sonderdividende Euro Kartensystem GmbH 44 Q1 2016
Verkauf von Anleihepositionen 43 Q1 2016
Verkauf der Commerzbank Luxemburg (Cisal) 25 Q3 2016
Sonstige Bewertungseffekte in 2016 328
Sonstige Bewertungseffeke in 2017 44
Summe: 1388
* bzw.: GuV-Effekt in Millionen Euro
Quellen: Quartalsberichte, Präsentationen

 

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