Exklusiv: Berliner Fintech erlangt Unicorn-Status

29. September 2017

Von Heinz-Roger Dohms

Das Berliner Finanztechnologie-Unternehmen Hypoport AG gehört nach einem Bericht des Branchen-Newsletters „Finanz-Szene.de“ nun zur raren Spezies der sogenannten „Unicorns“ – damit sind junge Unternehmen gemeint, die auf eine Bewertung von mehr als einer Milliarden Dollar kommen. Nach einem rasanten Kursanstieg in den vergangenen Monaten liegt die Marktkapitalisierung der börsennotierten Baugeldvermittlers schon seit einigen Tagen bei rund 900 Millionen Euro. Am Donnerstag lag der Börsenwert zum Handelsschluss bei exakt 884,95 Millionen Euro – das waren umgerechnet 1,041 Milliarden Dollar.

In der breiten Öffentlichkeit ist die 1999 gegründete Hypoport AG so gut wie unbekannt. Das liegt daran, dass das Unternehmen im Endkundengeschäft nicht unter seinem eigenen Namen auftritt, sondern unter dem Markennamen „Dr. Klein“.  Hypoport bietet allerdings nicht nur Baugeldvergleiche für Häuslebauer an, sondern stellt seine Technologie unter dem Namen „Europace“ auch B2B-Kunden zur Verfügung. Dazu gehören Vertriebe wie Accedo, aber auch bekannte Banken wie die Postbank, Santander oder die DKB. Auch für viele Volksbanken und Sparkassen sind die Berliner mittlerweile tätig.

2016 hatte die Hypoport AG ihren Umsatz von 139 auf 156,6 Millionen Euro gesteigert. Der Rohertrag wuchs um 19 Prozent auf 85,2 Millionen Euro, das Ebit um 21 Prozent auf 23,2 Millionen Euro.

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