Warum aus der Fintech Group jetzt wieder die Flatex AG wird

19. März 2019

Von Heinz-Roger Dohms

Wie gestern kurz vermeldet, soll die Fintech Group AG (also das, was früher mal Flatex/Kulmbach war und dann mit der biw Bank/Willich verschmolzen wurde) in Zukunft wieder als „Flatex AG“ firmieren. Heute kurz hinterher, was das eigentlich soll:

Anzeige

a) Die Retailbank-Träume, die sich in dem letztlich gescheiterten Versuch manifestierten, zum Bankpartner der österreichischen Post aufzusteigen, sind erst einmal ausgeträumt;

b) Das Whitelabel-Geschäft (mit eigenem Whitelabel-Kernbanksystem) wird zwar vorangetrieben, steht aber nicht mehr so stark im Fokus, wie es die zwischenzeitliche Umbenennung in „Fintech Group AG“ suggerierte;

c) Stattdessen macht die künftige „Flatex AG“ jetzt das, was ihr Investoren schon lange nahelegen- sie konzentriert sich wieder auf ihr sehr profitables Kerngeschäft, also aufs Brokerage. Konkreter nächster Schritt: die Expansion in den niederländischen Markt.

Und für alle, die sich für die Frage interessieren, warum ausgerechnet die Niederlande: Hier ein Auszug aus einer schon etwas älteren Commerzbank-Studie, die diese Frage beantwortet:

Given limited growth opportunities with heavy-traders in the German market in our view, management decided to expand its B2C business in Europe by entering the Dutch […] online brokerage market […] which we consider attractive given a) a trading-oriented population and b) anticipated client churn: The potential takeover of BinckBank by Saxo Bank and the ultimate merger of the two trading platforms might incentivise clients to reassess their broker relationship (BinckBank has 630k customers) – a phenomena we have observed in Austria after the closure of Brokerjet in 2015 as well as in the German market after the takeover of DAB by CortalConsors and OnVista by comdirect bank.

NEWSLETTER

Deutschlands führender Banken-Newsletter. Jetzt abonnieren!

Share

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing