24/10/18: Die große Smava-Recherche, Fidor vor Verkauf, 21 Mio. € für xbaV

24. Oktober 2018

Exklusiv: Hat auch Smava seine großen Funding-Runden mit „Secondaries“ aufgehübscht?

Das Kreditvergleichsportal Smava gehört nicht nur zu den ältesten deutschen Fintechs. Sondern nach eigenen Angaben auch zu den am besten finanzierten. 135 Mio. Dollar haben Venture-Capital-Firmen über die Jahre in das Berliner Fintech gesteckt, allein die bislang letzte Runde im Frühjahr 2018 spülte erstaunliche 65 Mio. Dollar in die Kasse. So sagt es Smava jedenfalls selbst. Und so steht es in den einschlägigen Datenbanken wie der von Crunchbase. Nun allerdings werfen Recherchen von „Finanz-Szene.de“ die Frage auf: Kann es womöglich sein, dass Smava – ähnlich wie das Hamburger Vorzeige-Startup Deposit Solutions – seine Funding-Zahlen mit „Secondaries“ aufgehübscht hat? Leider verweigern die Berliner hierzu jede Aussage. Darum blieb uns nichts anderes übrig, als auf Basis von Handelsregister-Auszügen einzeln zu untersuchen, welche der 5,3 Mio. Gesellschaftsanteile welchen Investoren wann gehört haben. Ein irrsinniges Unterfangen. Aber hilft ja nix. Voilà: Finanz-Szene.de

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News

Französische BPCE stellt Münchner Fidor-Bank komplett zum Verkauf: So jedenfalls berichtet es heute Morgen die „FAZ“ (der man bei diesem Thema trauen darf). Als möglicher Kaufpreis wird über eine Summe irgendwo jenseits der 235 Mio. Euro spekuliert. Damit hätte das Pariser Genossenschaftsinstitut nicht nur jene gut 100 Mio. Euro wieder raus, die es vor zwei Jahren selber für Fidor bezahlte – sondern auch die Kapitalerhöhung, die damals nötig wurden, um die (selbsternannte) Fintech-Bank nach Verlusten mit einem britischen Ratenkredit-Portfolio zu stützen. FAZ (Seite 23).

Der Ausverkauf im Dax hat gestern (wie sollte es anders sein …) auch die Banken erwischt. Konkret: Die Deutsche Bank liegt auf Monatssicht jetzt 10,9% im Minus (gestriger Schusskurs: 9,31 Euro), bei der Commerzbank sind es minus 12,6% (8,33 Euro).

Ganz schön cutting-edge, unsere Freunde aus dem Global Transaction Banking der Deutschen Bank: Nachdem neulich schon ein „Chief Data Officer“ angeheuert wurde (der standesgemäß von JP Morgan kam), hat das größte Geldhaus des Landes nun laut „FT“ auch noch von der Bank of England einen hochmögenden Cloud-Spezialisten abgeworben. Financial Times (Paywall)

Und noch eine Kurzmeldung: Das auf die Digitalisierung der betrieblichen Altersvorsorge spezialisierte Münchner Insurtech xbAV soll bei Investoren stolze 21 Mio. Euro eingesammelt haben. deutsch-startups.de

Korrektur: Wir haben den neuen Warburg-Partner und ehemaligen OLB-Chef Patrick Tessmann in der gestrigen Ausgabe fälschlicherweise „Peter Tessmann“ genannt. Ist uns peinlich. Und tut uns leid.

Schwerpunkt Deutsche Bank

Um ehrlich zu sein: Wir haben uns in den vergangenen Tagen derart tief in unsere piefigen „Secondaries“ verbissen, dass uns fürs große Ganze (oder auch nur: für die Deutsche Bank) mal wieder völlig der Blick fehlte. Macht aber nichts. Denn als Verfechter des Plattform-Modells sagen wir Ihnen natürlich (damit Sie pünktlich zur Veröffentlichung der Q3-Zahlen heute Früh wieder à jour sind), wo Sie stattdessen geholfen werden:

  • Warum die Quartalszahlen der Deutschen Bank noch schlechter ausfallen könnten als ohnehin befürchtet: … erklärt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.
  • Für alle, die das mit dem „ohnehin befürchtet“ gern einmal quantifiziert hätten: Der „Consensus Report“ (also der Querschnitt der Analysten-Schätzungen) zum dritten Quartal. Deutsche-Bank-Homepage (PDF)
  • Auf diese fünf Punkte sollten sie heute Morgen bei der Präsentation der Zahlen genau achten: Sehr informative Zusammenfassung der Kollegin Yasmin Osman. Handelsblatt (Paywall)
  • Führt die Selbstverzwergung der Deutschen Bank zu ihrer Genesung – oder geradewegs in eine Notfusion mit der Commerzbank? Eine üppige Analyse der Kollegin Anne Kunz von der „Welt“.
  • Warum eine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank wirklich Sinn ergeben könnte: … jedenfalls nach Darstellung der (in solchen Fällen natürlich nicht interessenfreien) Investmentbanker von Goldman Sachs. Manager Magazin

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Linktipps

Der ganz große Verlierer der Kooperation von Paypal, Google Pay und Mastercard wird die Girocard sein – woran die Banken mal wieder selber schuld sind: Diese (natürlich maximal provokative These) vertritt der neue Chief Digital Officer der DKB und frühere Paypal-Deutschland-Chef Arnulf Keese. Xing-News

(nebenbei bemerkt, liebe DKB: Genau solche Einlassungen sind es, die dem Vorstandsvorsitzenden Eurer Mutter, wenn er das nächste Mal mit seinen Minderheitseignern, also den bayerischen Sparkassen, zusammenkommt, dann wieder um die Ohren gehauen werden. Tssssssssssss.)

Und noch was aus der Payment-Ecke: Die geschätzte Zahlungsverkehrs-Expertin Sibylle Strack erklärt im Interview mit dem geschätzten Zahlungsverkehrs-Experten Rudolf Linsenbarth, warum Apple und die deutschen Banken sich gegenseitig brauchen. IT-Finanzmagazin

Nehmen Sie Linktipps eigentlich nur von uns an, liebe LeserInnen? Doch hoffentlich nicht! Denn: Der gute Rainer Neske, seines Zeichens Chef der LBBW, hat gestern über die sozialen Netzwerke einen „Harvard Business Review“-Artikel über Künstliche Intelligenz zur Lektüre allerwärmstens empfohlen. Guggst Du hier: HBR.org

Klickfavorit

… war gestern unser Stück über den Funding-„Irrtum“ bei Deposit Solutions: Finanz-Szene.de

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