21/02/19: Die Gewinn-Sensation, Robo-Kater bei der Dt. Bank, Fintech-Großstudie

21. Februar 2019

Exklusiv: Deutsche Banken machen offenbar deutlich mehr Gewinn als angenommen

Vorweg – es ist nicht unsere Absicht, die deutschen Banken zu Profitabilitäts-Monstern zu (v)erklären. Denn das sind sie selbstredend nicht. Gleichwohl, kann es sein, dass man das seit Jahren wieder und wieder bediente Narrativ, bei der hiesigen Kreditwirtschaft handele es sich um die allerletzten Ertrags-Deppen, vielleicht ein ganz klein wenig korrigieren muss? Wie kommen wir darauf: Wir haben den Datenexperten Barkow (von dem die Erkenntnis stammt, dass die beiden „offiziellen“ Datensätze zur Gewinnkraft der hiesigen Bankenbranche meilenweit auseinanderklaffen) gefragt, ob man nicht eine Art Überleitungs-Rechnung erstellen kann. Ziel: Herausfinden, wie profitabel der deutsche Bankensektor wirklich ist. Kurzum, hier nun als erster Aufschlag für das Jahr 2017 mal eine sehr rudimentäre Kalkulation, die zeigt: Es waren nicht 14 Mrd. Euro (wie die EZB sagt), und es waren nicht 20 Mrd. Euro, wie die Buba sagt. Sondern: Es war womöglich viel, viel mehr! Hier die Details: Finanz-Szene.de

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Wie umgehen mit der Digitalisierung? Im aktuellen Whitepaper beschreibt die Star Finanz, der Experte für Online- und Mobile-Banking-Lösungen der S-Finanzgruppe, Herausforderungen und Chancen, die sich für Sparkassen durch die digitale Transformation eröffnen. Was Firmenkunden heute von ihrer Bank erwarten. Hier das Whitepaper: starfinanz.de

Liebe Deutsche Bank, bei „Robin“ läuft’s nicht wirklich, oder?

Was am Newsletter-Betreiber-Dasein so blöd ist, das ist der Umstand, dass die eigene Mutter genau weiß, was man beruflich macht. Natürlich kommt dann ab und zu die Frage, ob das denn wirklich sein müsse, dass wir immerzu mit Begriffen wie „GAU“, „Fiasko“, „Debakel“, „Flop“, „Desaster“ und dergleichen um uns werfen. „Ist Dir da nie jemand böse?“ Kurzum: Wir haben Besserung gelobt! Wobei das jetzt nicht bedeutet, dass wir Ihnen durch die Hintertür beipulen wollen, die Deutsche Bank sei der erste Profiteur dieses Gelöbnisses. Denn: Auch ohne Gelöbnis hätten wir die Performance des Deutsche-Bank-Robo-Advisors „Robin“ nicht als „Flop“ bezeichnet. Gleichwohl: Von einer Enttäuschung wird man  sprechen dürfen, oder? Eigentlich wollte die Deutsche Bank ja bis Ende 2018 bei 1 Mrd. Euro Assets unter Management sein. Wir glauben jetzt ungefähr zu wissen, wie viel es wirklich war. Oder besser: wie wenig!!! Voilà: Finanz-Szene.de

News

Dürfen wir unsere News-Strecke ausnahmsweise mit einer „nicht-deutschen“ Nachricht beginnen? Denn, Sie werden’s mitbekommen haben: Die UBS ist vor einem französischen Gericht zu einer Strafe von 3,7 Mrd. Euro (zzgl. 800 Mio. Euro Schadensersatz) verurteilt worden, weil sie reichen Kunden bei der Steuerhinterziehung geholfen haben soll … Uff! Das sind mal Dimensionen, wie man sie in Europa noch nicht wirklich hatte, oder? Tatsächlich fiel die Aktie am Nachmittag zunächst um bis zu 5%, womit die Investoren (wenn wir uns nicht verrechnet haben) gleich mal die Hälfte der zu befürchtenden Zahlungen aus der Marktkapitalisierung herausschabten. Später erholten sich die Papiere leicht, was dem günstigen Marktumfeld, vielleicht ja aber auch der Hoffnung auf eine erfolgreiche Berufung geschuldet war (selbige hat die UBS nämlich gleich mal angekündigt). Manager Magazin, NZZ

Und dann eine zwar „deutsche“ Meldung, die aber (scheinbar!) nicht in unserem Beritt, also der Bankenbranche, spielt: Die Allianz hat gestern angekündigt, die finanzielle Feuerkraft ihres hauseigenen Startup-Fonds „Allianz X“ um 570 Mio. Euro auf 1 Mrd. Euro aufzustocken. Jetzt wollen wir Ihnen nicht schon wieder mit N26 kommen … aber: Es gibt ja auch noch 1-2 andere ziemlich bankennahe Investments, die der Münchner Versicherer zuletzt via „Allianz X“ getätigt hat. Hierbei ist vor allem das amerikanische Fintech C2FO zu nennen, das eine globale Plattform für Factoring-Forderungen aufbauen will. Also, werte Banken, Obacht! Pressemitteilung

Und damit gleich zu den Kurzmeldungen: Die EZB hat der Deutschen Bank für 2019 ein Kapitalniveau auferlegt, das um 2,75 Prozentpunkte über den Mindestanforderungen liegt (Bloomberg) +++ Abwehrspieler Alexander Heinze hat seinen Vertrag bei Fußball-Regionalligist Alemannia Aachen vorzeitig verlängert (Pressemitteilung)

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Beschränkt sich Digitalisierung allein auf die Technik? Sicher nicht! Agilität, KI und Blockchain werden die Transformation der Finanzdienstleister bestimmen – genauso aber Kreativität und ein Kulturwandel in den Organisationen. Mehr dazu auf der Konferenz „Finanzdienstleister der nächsten Generation“ mit spannenden Vorträgen, Workshops und „FinTechs on Stage“. www.fs-verlag.de/fdl

Linktipps

Das „Financial Stability Board“ hat letzte Woche eine Studie publiziert, deren spannendste These (etwas verkürzt gesagt) zu lauten scheint: Das Eindringen der Bigtechs, Fintechs und Paypals in den traditionellen Bankenmarkt unterminiert dessen Ertragskraft – und alles wird düster. Hier die Studie im Original: fsb.org

Und wo wir schonmal im Doom-Modus sind: Warum die Compliance (und zwar sozusagen die Compliance als solche) für die Banken angeblich zu einem ganz großen Problem werden könnte: The Finanser

Ups, auch das hier ist eigentlich ganz interessant, oder? Warum die Erste Bank (also der hippe österreichische Sparkassen-Moloch) die Maestro-Karte abschafft und durch die Debit-Mastercard ersetzt. Der Brutkasten

Und was hat der große Theoretiker unter Deutschlands Finanz-Bloggern (also Ralf Keuper) diese Woche auf der Speisekarte? Warum Informationsgüter das Bankgeschäft auf eine neue Entwicklungsstufe heben. Bankstil 

Brief an den Leser A.

Lieber Herr A., wie uns aus bester Quelle zugetragen wurde, haben Sie vergangene Woche in mittelgroßer Runde einen „Finanz-Szene.de“-Beitrag, der der von Ihnen beaufsichtigten Bank gewidmet war, positiv hervorgehoben. Nun lässt man sich als Journalist vom Objekt der Berichterstattung nur ungern loben. Trotzdem freut es uns natürlich, dass Sie unseren kleinen Newsletter überhaupt frequentieren. Klar, wir hatten sowas in die Richtung längst geahnt. Indes: Weiß man`s? Jedenfalls: Ihnen und der von Ihnen beaufsichtigten Bank alles Gute. Das mit den Refi-Kosten, da sind wir uns ja einig, ist halb so wild. Und das mit dem Robo, das wird! Herzlichst, der Newsletter Ihres Vertrauens

Klickfavorit

… war gestern unsere Geschichte zu der 93-Mrd. Euro-Kluft zwischen den Buba- und den EZB-Zahlen zu den Gewinnen der deutschen Banken. Finanz-Szene.de

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