Exklusiv

Berliner Fintech-Bank N26 verliert ihren Finanz- und Risikochef

22. Januar 2019

Von Heinz-Roger Dohms

Die N26 Bank verliert ihren Finanz-und Risikochef. Nach exklusiven Informationen von „Finanz-Szene.de“ hat Matthias Oetken schon vor einiger Zeit intern seinen Rückzug angekündigt. Der Risikoexperte wolle sich einer neuen beruflichen Herausforderung widmen, heißt es. Bis ein Nachfolger gefunden ist, soll Oetken in jedem Fall im Amt bleiben, womöglich sogar noch weit ins Jahr hinein – eine Verabredung, die darauf hindeutet, dass der Abgang tatsächlich keinen delikateren Grund hat als den oben genannten. Laut den Informationen von „Finanz-Szene.de“ wurden mögliche externe Nachfolge-Kandidaten zuletzt bereits von einem Headhunter kontaktiert.

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N26 steckte zuletzt in einer riesigen Funding-Runde (die mit einem Erlös von rund 260 Mio. Euro bekanntlich spektakulär endete). Dieser Umstand dürfte dazu beigetragen haben, dass die Demission noch nicht kommuniziert wurde. Zwar fand das Funding auf Ebene der N26 GmbH statt, um deren Finanzen sich Gründer Maximilian Tayenthal persönlich kümmert. Allerdings darf man davon ausgehen, dass Oetken als CFO und CRO der eigentlichen Bank (die unter der GmbH hängt) ebenfalls eine zentrale Rolle in dem Prozess gespielt hat. Oetken war Mitte 2016 zu N26 gekommen – und gehörte damit zu den ersten deutschen Bankern überhaupt, die zu einem Fintech wechselten.

Lesen Sie hier, was Oetken und N26-Chef Valentin Stalf gestern auf Anfrage von „Finanz-Szene.de“ sagten:

Matthias Oetken:

„Ich bin stolz darauf, Teil der N26-Erfolgsgeschichte zu sein. […]. Jetzt ist es für mich an der Zeit ein neues Kapitel aufzuschlagen.“

Valentin Stalf:

„Matthias Oetken hat einen herausragenden Beitrag zum Markterfolg von N26 geleistet. Wir sind dankbar, dass er für uns in den letzten drei Jahren den Aufbau der N26 Bank ein maßgeblicher Treiber war und wünschen ihm für seine berufliche und private Zukunft alles Gute.”

Und falls Sie interessiert, was Matthias Oetken vor N26 gemacht hat: Hier sein Kurzprofil, das wir der Homepage des Berliner Startups entnommen haben:

Matthias Oetken begann seine Karriere mit einer Banklehre bei der Commerzbank, gefolgt von einem Studium der Betriebswirtschaftslehre in Göttingen. Seine beruflichen Stationen sind Leiter Gesamtbanksteuerung, Leiter Strategic Portfoliomanagement bei verschiedenen Landesbanken und als CEO/CFO eines auf Gesamtbanksteuerung spezialisierten Finanzdienstleisters in Luxemburg. Vor seinem Wechsel zur N26 Bank verantwortete er bei der HSH Nordbank AG das Market Risk Management.

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