Exklusiv

CRX Markets fundet heimlich – und ist jetzt 65 Mio. € wert

28. August 2019

Von Heinz-Roger Dohms

Einer der „Hidden Champions“ unter den deutschen Fintechs, nämlich das Working-Capital-Startup CRX Markets, hat nach Informationen von Finanz-Szene.de und unserem Recherchepartner „startupdetector.de“ die nächste Finanzierungsrunde durchgezogen. Bereits Anfang Juni sicherten sich die Münchner von Investoren 6 Mio. Euro und kommen nun auf eine Post-Money-Bewertung von rund 65 Mio. Euro. Damit dürfte CRX Markets zu den 20 größten deutschen Fintechs  gehören.

Das Geschäftsmodell von CRX basiert auf der Supply-Chain-Finanzierung. Dazu haben die Münchner eine digitale Plattform aufgebaut, über die – vereinfacht und unvollständig ausgedrückt – Lieferanten ihre Forderungen an Investoren verkaufen können. Ähnliche Geschäftsmodelle betreiben hierzulande beispielsweise das Frankfurter Finanz-Startup Traxpay oder die hiesige Tochter des US-Fintech-Riesen 2CFO, an dem unter anderem die Allianz beteiligt ist. Gemessen an der Prominenz der Kunden dürfte CRX Markets zu den Marktführern gehören – denn hierzu gehören beispielsweise Nestlé, die Lufthansa oder Vattenfall

Vorstandschef Frank Lutz bestätigte gestern Abend auf Anfrage von Finanz-Szene.de die Finanzierung. Bei den Investoren handele es sich wie auch schon bei vorherigen Funding-Runden „um keine Venture-Capital-Fonds, sondern um Unternehmer-Persönlichkeiten, die zum Teil auch unserem Management bzw. dem Aufsichtsrat angehören“. Chef der CRX-Aufsichtsrats ist Philip Holzer, früher bei Goldman Sachs Deutschland die Nummer zwei hinter Alexander Dibelius.

Zudem gehört auch Carlo Kölzer dem Kontrollgremium an. Er und sein Kompagnon Moritz von den Linden hatten CRX Markets 2012 gegründet. Drei Jahre später wurde das Duo dann wegen eines anderen Unternehmens über die Fintech-Szene hinaus bekannt, nämlich als sie den ebenfalls von ihnen gegründeten Devisen-Handelsplatz 360T für mehr als 700 Mio. Euro an die Deutsche Börse verkauften.

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