Goldman Sachs steigt bei Geheimtipp-Fintech Elinvar ein

14. Mai 2019

Von Caspar Schlenk (Gründerszene) und Heinz-Roger Dohms (Finanz-Szene.de)

Es ist ein Ritterschlag für die Berliner Fintech-Szene: Die US-Großbank Goldman Sachs beteiligt sich an Elinvar. Bereits vergangene Woche hatten Finanz-Szene.de-Recherchen ergeben, dass sich der Fintech-Konzern für eine Funding-Runde aus der Deckung wagt.

Der Company Builder Finleap hatte das Startup Elinvar erst vor erst drei Jahren gestartet. Elinvar bietet eine digitale Plattform für Banken und Vermögensverwalter. Die bekannte Investmentbank solle bei der Internationalisierung „wertvolle Impulse“ bringen, so der Elinvar-Gründer Chris Bartz. Es ist eines der ersten Goldman-Sachs-Investments in Deutschland.

Zusammen mit den Altinvestoren der Versicherung Talanx und Finleap selbst sollen nach Informationen von Gründerszene und Finanz-Szene.de etwa 15 Millionen Euro in der Finanzierungsrunde geflossen sein. Die Zustimmung der Aufsichtsbehörde Bafin stehe noch aus.

Über die Plattform von Elinvar können die Finanz-Unternehmen zum Beispiel ihr Portfoliomanagement und ihre Kundenkommunikation organisieren. Das Startup wird dabei an den Umsätzen der Partner beteiligt, im vergangenen Jahr lag der Umsatz von Elinvar im einstelligen Millionenbereich, heißt es auf Nachfrage.

Zu den Unternehmenskunden gehören die Privatbank Donner & Reuschel, die Fürstlich Castell’sche Privatbank und M.M. Warburg & Co. Wie nun bekannt wurde, arbeitet auch die DKB künftig mit Elinvar zusammen. Insgesamt 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt Elinvar mittlerweile.

Mit dem Geld aus der Finanzierung soll das Team weiter ausbaut werden. Mithilfe der Investoren will Elinvar sein Angebot auch in anderen europäischen Ländern anbieten. „Elinvar ist eins der erfolgreichsten und vielversprechendsten Unternehmen in unserem Portfolio“, lässt sich Finleap-Chef Ramin Niroumand zitieren. Zu den weiteren Hoffnungsträgern gehören die Solarisbank und Pair Finance.

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