Kurz gebloggt

Hier kommen die kompletten Geschäftszahlen von Finreach

11. September 2019

Von Heinz-Roger Dohms

An keinem anderen ihrer Ventures haben die Jungs und Mädels vom Berliner Company-Builder Finleap derart viel herumgedoktert wie an Finreach. Konzipiert wurde das 2014 gegründete Fintech als Ad-Company, um als Kontowechsel-Anbieter Karriere zu machen.

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2018 folgte dann der Pivot zum „Alles in einem“-Fintech, Anfang dieses Jahres die Fusion mit Figo, neulich schließlich die Meldung, dass Finreach/Figo zum Nukleus der neuen „Finleap Connect“ werden soll.

Und, ähhhh, was macht eigentlich das operative Geschäft? Keine Ahnung! Bis gestern. Da sind wir nämlich auf die erste richtige GuV von Finreach gestoßen. Stammt zwar aus 2017 (also  noch aus der Zeit als Kontowechsel-Spezialist). Enthält dafür aber alle relevanten Zahlen:

Angaben jeweils in tausend Euro 2017 2016
Umsatzerlöse 1.517 1.134
sonstige betriebliche Erträge 42 1
Materialaufwand 354 208
Personalaufwand 1.480 926
Abschreibungen 16 9
sonstige betriebliche Aufwendungen 1.054 615
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 63 41
Jahresfehlbetrag 1.409 664

Die interessanteste Zahl, klar, sind die Umsatzerlöse. Und wie auch neulich schon, als wir Ihnen die 2018er-Zahlen des ebenfalls zu Finleap gehörenden Private-Banking-Digitalisierers Elinvar präsentiert hatten, zeigt sich auch hier: Für B2B-Fintechs im Frühstadium sind durchschnittlich sechsstellige Umsätze im Monat durchaus eine Hürde, die es erst einmal zu überspringen gilt.

Wahre Finleap-Connaisseure werden derweil anmerken, dass CEO Ramin Niroumand kürzlich im Interview mit Finanz-Szene.de behauptet hatte, jene hauseigenen Ventures, die sich nun zu „Finleap Connnect“ zusammenschließen, kämen Stand heute bereits auf Erlöse im zweistelligen Millionenbereich (also annualisiert mindestens 10 Mio. Euro, wenn man so will). Kann das sein?

Naja, jedenfalls hätte Fireach dann in den zurückliegenden 18 Monaten einen ordentlichen Sprung gemacht. Denkt man sich dann noch hinzu, was von Figo kommt und was aus der bisherigen Finleap an operativen Tätigkeiten in die „Connect“ einfließen wird – vielleicht kommt’s ja wirklich hin, auch wenn es sehr sportlich klingt.

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