Hier kommen weitere Details zu Finleaps Anti-Check24-Plänen

14. Juni 2019

Von Caspar Schlenk (Gründerszene) und Heinz-Roger Dohms (Finanz-Szene.de)

Der Berliner Company-Builder Finleap sucht nach Recherchen von „Gründerszene“ für sein neues Vergleichsportal (siehe unser Exklusiv-Bericht neulich) gleich zum Start bis zu 40 Mio. Euro. Bislang wird das Unterfangen behandelt wie eine geheime Kommando-Sache. Doch auf der Berliner Tech-Konferenz Noah könnte sich Finleap-Chef Ramin Niroumand heute erstmals offiziell zu den Plänen äußern. Auf der Konferenz kommen Wagniskapitalgeber und größere Finanzinvestoren zusammen, um sich nach neuen Investments umzuschauen.

Zusammen mit dem chinesischen Versicherer Ping An will Finleap ein Distributions-Portal für Finanzprodukte aufbauen – und damit in direkte Konkurrenz zu Check24 und Verivox treten. Der Plan ist kostspielig. Viele Millionen müssen ins Marketing fließen, um gegen die beiden Platzhirsche herauszufordern. Das Venture trägt den Informationen zufolge den Projektnamen „Betterchange“. Finleap visiere bei der Finanzierungsrunde eine Bewertung von 100 Mio. Euro an, hieß es weiter. Finleap wollte sich zu den Informationen nicht äußern.

In der Seed-Finanzierung für den ersten Aufbau von „Betterchange“ seien seitens Finleap und Ping An bereits 10 Mio. Euro geflossen, heißt es von mehreren Insidern. Auch das Führungsteam für sein Prestigeprojekt hat Niroumand mittlerweile aufgestellt. Carolin Gabor, bislang Chief Commercial Officer von Finleap, soll „Betterchange“ nach Informationen von Gründerszene und Finanz-Szene.de als CEO leiten. Produkt und Technik liegen in der Verantwortung von Eric Lange, der zuvor CPO bei Delivery Hero war. Lange hat bereits für Digital-Unternehmen wie Flipkart und Google gearbeitet.

Parallel zum Fundraising soll sich das Venture in Gesprächen mit Versicherungen und anderen Finanzunternehmen befinden, die ihre Produkte auf der Vergleichsplattform anbieten könnten. Locken will „Betterchange“ mit besseren Konditionen als bei der Konkurrenz von Check24, heißt es von den Insidern. Technisch soll es möglich sein, zum Beispiel die Produktvergleiche auf der eigenen Website einzubinden. Starten will „Betterchange“ wohl mit einem Vergleich von Kfz-Policen. Konsumentenkredite, Hausrat- und Rechtsschutzversicherungen könnten nach und nach hinzukommen.

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