Kommentar

Kurz gebloggt: Das Geschäftsmodell des „Fintech Influencers“

1. Februar 2019

Von Heinz-Roger Dohms

Als wir diese Woche nach langer Zeit nochmal über ein „Fintech-Influencer-Ranking“ gestolpert sind, haben wir uns ersthaft (keine Ironie!!!) gefragt, ob es folgendes Geschäftsmodell da draußen gibt:

Anzeige

a) Man lässt Visitenkarten drucken, auf die man seinen Namen und darunter so etwas wie „Advisor“ schreibt.

b) Man beginnt bei Twitter alles zu twittern, was einem der „Google Alert“ zu Stichwörten wie „Fintech“, „Insurtech“, „Customer Experience“, „Artificial Intelligence“ etc. ausspuckt.

c) Nach 2-3 Jahren hat man Zehntausende Twitter-Follower.

d) Dementsprechend spült’s einen in den einschlägigen Influencer-Tabellen weit nach oben.

e) Mit diesem Status geht man nun auf kleine (auch deutsche) Finanz-Startups zu und bietet einen „Follower-for-Equity-Deal“ an.

f) Man kriegt 1-2% der Anteile, trommelt im Gegenzug auf Social Media und in Interviews für das entsprechende Fintech.

h) Auf der Visitenkarte ergänzt oder ersetzt man das „Advisor“ jetzt klugerweise durch Begriffe wie „VC Investor“ oder „Business Angel“.

i) Geht eines der (auch deutschen) Fintechs durch die Decke, ist man Millionär.

j) Wenn nicht, verdingt man sich halt als „Keynote Speaker“ bei den einschlägigen Konferenz(en).

Gibt’s das Modell??? Ernst gemeinte Frage.

Share

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on xing