Kurz gebloggt

Was macht N26 da eigentlich? (betr.: Lastschriften)

8. Oktober 2019

Von Heinz-Roger Dohms

Irgendwann Mitte September ging es los. Da tauchten im Internet die ersten Beschwerden von N26-Kunden auf, die der Smartphone-Bank grob gesagt vorwarfen, Schindluder mit ihren Lastschriften zu treiben. Das „Manager Magazin“ griff das Thema auf und vermutete „IT-Probleme“. Diese hätten zur Folge gehabt, das teils mehreren Wochen alte Lastschriften „erneut belastet würden“. N26 beschwichtigte damals: Es gehe nur um „einige Fälle“.

Nun, drei Wochen später, sind aus „einigen Fällen“ dann doch „einige hundert Fälle“ geworden, wie die „Bild“ unter Berufung auf N26-Deutschland-Chef Georg Hauer berichtet. Wobei ja eigentlich weniger die Zahl der Fälle interessiert als deren Ursache: Sind es wirklich IT-Probleme? (Nein, sagt die Bank). Treibt N26 womöglich doch Schindluder? (Nein, sagt die Bank). Aber was dann?

Altruismus, sagt die Bank: Um Kunden, deren Konto keine ausreichende Deckung aufwies, die Gebühr für die Lastschrift-Rückgabe zu ersparen, sei N26 in Vorleistung getreten und habe sich das Geld später vom Kunden zurückgeholt.

Soll man das glauben? Wenn ja, dann ist N26 ziemlich nett. Und irgendwie wohl auch ein bisschen naiv.

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