Kurz gebloggt

Zweitgrößtes deutsches Ur-Fintech ist größer als drittgrößte Bank

21. August 2019

Von Heinz-Roger Dohms

Erinnern Sie sich an die medialen Großkampftage, als Wirecard in puncto Marktkapitalisierung zunächst an der Commerzbank und später sogar noch an der Deutschen Bank vorbeizog? Ein ähnliches Phänomen ist momentan auch eine halbe Gewichtsklasse tiefer zu beobachten. Denn: Wie uns diese Woche im Zuge unserer „Negative Bauzinsen“-Recherche eher beiläufig auffiel, wird der Hypotheken-Vermittler Hypoport – der hinter der B2B-Plattform Europace und dem B2C-Portal „Dr. Klein“ steht – an der Börse inzwischen mit 1,61 Mrd. Euro veranschlagt (im Juli waren’s sogar schon mal 1,66 Mio. Euro). Damit haben Berliner die Wiesbadener Aareal Bank (gestern Abend: 1,55 Mrd. Euro) hinter sich gelassen haben.

Oder anders ausgedrückt: Das zweitwertvollste börsennotierte deutsche Ur-Fintech ist jetzt mehr wert als die drittwertvollste börsennotierte deutsche Bank.

Nun wollen wir Sie hier nicht mit irgendwelchem Trendgefasel nerven. Aber eingedenk der Tatsache, dass die Aareal vor anderthalb Jahren noch dreimal so viel wert war wie Hypoport, scheint die gegenläufige Performance der beiden Unternehmen dann doch drei übergeordnete Entwicklungen abzubilden: 1.) Fintech > Banken. 2.) Plattform > Non-Plattform. Und 3.) Private Immofinanzierung > gewerbliche Immofinanzierung.

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