02/07/19: Deutsche Bank, Fidor, FMS, Teambank

2. Juli 2019

Wie kann die Deutsche Bank den geplanten Riesenumbau finanzieren, wenn sie weder ihre Aktionäre anpumpen noch die DWS (teil-)verkaufen will? Vielleicht ja, indem sie beim Eigenkapital ein bisschen herumkalibriert. So berichtet „Bloomberg“, die Manager der Frankfurter Großbank hätten bereits bei den Aufsehen von Bafin und EZB vorgefühlt, ob die nicht die Kernkapital-Auflagen ein bisschen senken könnten. Zur Einordnung: Zuletzt lag die Deutsche Bank bei der CET1-Ratio („Common Equity Tier One“) bei 13,7%. Zum Jahresende könnte der Puffer gen 13% sinken – und bei 11,8% ist definitiv Schluss, sonst drohen Restriktionen bei Boni und Dividenden. Kurzum: So wahnsinnig viel Spielraum zum Kalibrieren ist da gar nicht. Bloomberg

An der Börse löst die Präzisierung der „harten Einschnitte“, die banküblich über angelsächsische Medien eingeflogen wurde,  nicht gerade das erhoffte Kursfeuerwerk aus. Mit 6,76 Euro schlossen die Deutsche-Bank-Aktien gestern nur unwesentlich über der 6,55 Euro-Marke von vor der „Jede 5. Stelle wackelt“-News.

Kurzmeldungen: Die Fidor-Bank erklärt den Exit aus Großbritannien: Wegen der Unsicherheiten rund um den Brexit (vielleicht aber auch wegen der nur 6.000 Konten dort) zieht sich die Neobank aus dem UK-Geschäft per September zurück (Fidor UK Website) +++ Der FMS (also das, was man in aufregenderen Zeiten mal „Soffin“ nannte) hat dem Steuerzahler im vergangenen Jahr einen Verlust von 1,5 Mrd. Euro eingebrockt. Wesentlicher Grund: eine 1,3 Mrd. Euro schwere Abschreibung auf den Anteil des Bundes an der Commerzbank (Reuters) +++ Das Landgericht Bonn will beim anstehenden ersten Cum-Ex-Prozess angeblich auch Vertreter diverser Banken vorladen, darunter Warburg (SZ) +++ Die genossenschaftliche Teambank nutzt als erstes deutsche Institut die Echtzeitüberweisungs-Technologie für Verbraucherkredite (HB/PaywallMitteilung)

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