05/06/19: Deutsche Bank, Goldman Sachs, Tink, Deposit Solutions, Helaba

5. Juni 2019

Immer wieder schön, wenn die Deutschland-Tochter von Goldman Sachs einmal jährlich – brav ihren Publizitätspflichten nachkommend – im Bundesanzeiger den Geschäftsbericht veröffentlicht. Weil: Dann merkt man erst mal, was die Jungs und Mädels auch hierzulande für ein saumäßiges Geld verdienen. Also, 2018 belief sich die Vergütung auf durchschnittlich 351.000 Euro pro Kopf. Für die Bank selbst blieb trotzdem genug übrig – denn der Jahresüberschuss lag bei (für eine kleine Dependance) sehr ordentlichen 44,1 Mio. Euro, gleichwohl ein Minus von 1,7% gemessen am Vorjahr. Aber wissen Sie, was der eigentliche Knaller ist? Dass die Goldmänner in Frankfurt damit im Schnitt kaum weniger verdient haben als jene in London (354.000 Euro). Und was das Leben (erst recht als Goldman bzw- frau) an der Themse so kostet verglichen mit jenem am Main, müssen wir ja keinem vorrechnen. efinancialcareers

Erinnern Sie sich noch an unser großes Finreach/Figo-Stück aus dem März, als es auch um das schwedische Open-Banking-Fintech Tink ging (das damals gerade mit 56 Mio. Euro finanziert worden war und von dem wir mutmaßten, es könnte mit seinem Plattform-Modell ein Vorbild ebengerade für Finreach/Figo sein …)? Jedenfalls, lange Vorrede, kurze News: Wie erst gestern bekannt wurde, gehört zu den Tink-Investoren interessanterweise auch Paypal. 10 Mio. Dollar haben die Amerikaner in das Schweden-Startup gesteckt. Die hiesige Konkurrenz wie z.B. der Münchner Fintech-Parvenü NGDIT wird’s interessiert zur Kenntnis genommen haben – zumal Tink ja auch nach Deutschland expandieren will. Techcrunch

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Kurzmeldungen: Die Deutsche Bank sitzt laut „Bloomberg“ plötzlich auf einem riesigen Haufen Gold, nachdem ein 750 Mio. Dollar schwerer Gold-Swap mit der venezolanischen Regierung geplatzt ist (Bloomberg) +++ Nach nur gut einem Jahr auf dem Posten hat Kate Clifford, COO der US-Tochter der Deutschen Bank, das Institut verlassen. Pikant: Sie war u.a. für die Beziehung zu den Regulierern zuständig (WSJ/Paywall) +++ Laut EZB-Daten sind in der deutschen Bankenbranche seit 2014 rund 20% aller Filialen und rund 13% aller Arbeitsplätze weggefallen (Börsen-Zeitung) +++  Die Frankfurter Bankgesellschaft (also der Private-Banking-Arm der Helaba) hat das verwaltete Vermögen im vergangenen Jahr um 1,3 Mrd. auf 9,2 Mrd. Schweizer Franken ausgebaut (Welt, BÖZ/Paywall) +++ Die Aareal hat dem Hamburger Fintech Deposit Solutions („Zinspilot“) dessen ursprünglichen Geschäftszweig „Deutsche Kautionspartner“ abgekauft (Mitteilung/PDF)

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