05/11/19: Deutsche Bank, Wirecard, Netbank, Santander/Ebury

5. November 2019

„Die Geschichte stimmt nicht. Die Europäische Zentralbank hat dieses Thema mit der Deutschen Bank nicht angerissen.“ Mit diesen Worten hat eine EZB-Sprecherin gestern eine „Financial Times“-Story zurückgewiesen, wonach die Aufsicht von der Deutschen Bank angeblich fordert, dass Vorstandschef Christian Sewing die Verantwortung für das Investmentbanking abgeben solle. In dem Artikel hatte es geheißen, Sewings Doppelrolle berge aus Sicht von EZB und Bafin einen möglichen Interessenkonflikt. Weil: Während es dem CEO obliege, die Risiken zu kontrollieren, sei der Chef der Investmentbank sozusagen qua Position ein Verursacher von Risiken. Aber wie gesagt: Das stimme so nicht, sagt die EZB nun. Was dagegen in jedem Fall stimmt: Einige Investoren sehen die Doppelrolle Sewings (unabhängig von der EZB) sehr wohl kritisch. ReutersFT (Paywall)

Kurzmeldungen

Das „Handelsblatt“ erklärt die Unklarheiten rund um Wirecard für beseitigt und nimmt das Ergebnis der KPMG-Sonderprüfung vorweg: Die bilanzierten liquiden Mittel seien „tatsächlich geflossen“, die Erträge „erwirtschaftet worden“, schreibt die Zeitung unter Verweis auf einen hauseigenen „Bilanzcheck“. Bemerkenswert. (HB/Paywall) +++ Wie uns Leser berichten, hebt auch die Netbank ihre Kontoführungs-Gebühren signifikant an. Statt einen Euro im Monat (wie es bislang ab einem Mindesteingang von 400 Euro der Fall war) zahlen Kunden künftig pauschal 4,85 Euro im Monat (P&L-Verzeichnis) +++ Die Deutsche Bank investiert 5 Mio. Euro in das Dienstreisen-Buchungs-Startup Comtravo (HB/Paywall) +++ Die spanische Großbank Santander übernimmt für umgerechnet gut 400 Mio. Euro 50,1% am britischen Banking-Plattform-Betreiber Ebury (TechCrunch) +++ Und falls Sie genau wie wir im ganz langen Wochenende waren: Die angeblich falschen Zinsberechnungen diverser Banken und Sparkassen sind jetzt auch für die Bafin ein Thema …(Rheinische Post)

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