07/05/19: Goldman/Wirecard, Finlab, BayernLB, IDNow

7. Mai 2019

Wenn bei Ihnen eine Bankverbindung bei Goldman Sachs in Deutschland auf der „Bucket List“ steht, bleibt Ihnen bis nächstes Jahr dann doch nur der klassische Weg: Mit viel Geschäft oder Geld (und idealerweise beidem) im 60. Stock des Frankfurter Messeturms vorstellig zu werden. Denn der Deutschland-Start des Retail-Ablegers „Marcus“ verschiebt sich u.a. wegen des „Brexits“ und dem daher ungeklärten Standort der Bank auf 2020. FT (Paywall), Bloomberg

Apropos Goldman. Wussten Sie eigentlich, dass die Amerikaner ihren Stimmrechts-Anteil an Wirecard noch einmal massiv aufgestockt haben, und zwar von ohnehin erstaunlichen 6,9% auf  11,5% (am 26.4.) und dann wieder etwas herunter auf 9,4% (29.4.)? Lässt sich auf der IR-Seite des bayerischen Zahlungsdienstleisters nachlesen. Die Aktien und Optionen, die Goldman bei 11,5% hält, entsprechen einem Marktwert von schlappen 1,8 Mrd. Euro. Was aber nicht bedeute, dass man „long“ sei in Wirecard, so die US-Bank auf Nachfrage von „Finanz-Szene.de“. Man halte das alles lediglich „im Kundenauftrag“. Wirecards IR-SeiteFinanz-Szene.de (Erklärstück aus dem Archiv)

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Exklusiv: Der Frankfurter Fintech-Investor Finlab steigt beim ebenfalls in der Mainmetropole ansässigen Krypto-Startup Blockchain Helix AG ein. Dies geht aus einem Vertrag hervor, auf den „Finanz-Szene.de“ im Handelsregister gestoßen ist (und zwar mit freundlicher Unterstützung unseres Recherche-Partners „startupdetector.de„, danke hierfür!). Für alle Krypto-Interessierten und die, die es werden wollen, hier die Details: Finanz-Szene.de

Und nochmal Fintech: Der unter anderem für N26 und Wirecard tätige Münchner Identifizierungs-Spezialist IDNow hat einen neuen CEO verpflichtet: Andreas Bodczek, einstmals Chef von Telefonica Deutschland und einer der Protagonisten beim Adtech-Startup Fyber. Mit Bodczek plane IDNow jetzt die große europäische Expansion, heißt es. Wobei man wissen muss: 2017 hatte IDNow schon einmal einen externen CEO verpflichtet (Herrn Spiegelberg, der jetzt wieder weg ist). Und auch dessen Berufung war mit europäischen Expansionsplänen begründet worden. Gründerszene

Kurzmeldungen: Bei der Crowdinvesting-Plattform Zinsland sind zwei weitere Projekte pleite (Gründerszene) +++ Die neuen Vorgaben zur Risikosteuerung durch die Bankenaufsicht setzen bei deutschen Banken womöglich einige Milliarden an Eigenkapital frei (Börsen-Zeitung) +++ Bei der Deutschen Bank bringen sich im Vorfeld der HV (23.5.) die ersten Aktionärsberater in Position und empfehlen Anlegern eine kritische Prüfung der Entlastung des Vorstands (FAZKommentar zum Thema in der Börsen-Zeitung) +++ Die Société Générale hat im ersten Quartal 2019 einen Gewinneinbruch von 26% erlitten (Mitteilung) +++ Der Smartphone-Broker Trade Republic öffnet sein Angebot des gebührenfreien Wertpapierhandels nun ohne Warteliste für alle Kunden (Mitteilung)

Aus der Szene

Machen wir uns nichts vor: Der Beruf des Bankers ist, zumal in einer Landesbank, auch nicht mehr die Ausgeburt zügelloser Sexiness für Young Professionals. Das Problem hat offenbar auch die BayernLB erkannt. Und bewirbt Dingsda-mäßig mit 5- bis 7-jährigen Kindern die „Mission Traumjob“. Herzstück ist ein Videoclip, laut dem es die BayernLB als Arbeitgeber „sogar mit Superhelden, Sängerinnen und Rittern aufnehmen kann“. Wir kommen unserer Chronistenpflicht hiermit unkommentiert nach. (Link)

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