09/05/19: S Broker, Wirecard, Crypto Tech

9. Mai 2019

Exklusiv – „S Broker“ wird zum Krisenfall der Sparkassen: Der Online-Wertpapier-Spezialist des öffentlich-rechtlichen Bankensektors ist 2018 nur knapp und dank stiller Reserven an den roten Zahlen vorbei geschrammt, wie „Finanz-Szene.de“ im Bundesanzeiger entdeckt hat. Laut Abschluss sank das Geschäftsergebnis um 88% auf nur noch 253.000 Euro. Geplant war eigentlich ein Anstieg um ein Drittel. Das Netto-Kundenwachstum lag schlanke 90% unter Plan. Die Ziele 2019 etikettiert man sicherheitshalber schon jetzt – im Frühjahr! –  in Bezug auf die Kunden- und Transaktions-Entwicklung als „sehr herausfordernd.“ Und wie weiter? Bis 2021 geht es um „Nachholen und stabilisieren“, ab 2022 dann um „Wachsen und integrieren“. Puh, was für Phasen-Phrasen. Hier alle Details (und warum es überhaupt so schlimm kommen konnte): Finanz-Szene.de

Exklusiv: Hidden-Champion-Fintech Elinvar kommt mit Funding aus der Deckung. Ist Elinvar der „Hidden Champion“ unter den Ventures des Berliner Fintech-Inkubators Finleap? So fragte es „Finanz-Szene.de“ im November im zweiten Teil unseres großen „Finleap-Venture-Checks“. Nun, ein halbes Jahr später, verdichten sich die Anzeichen, dass der Private-Banking-Digitalisierer (Kunden: z.B. Warburg und Castell-Bank) tatsächlich groß aufdreht. Das sieht man bei Linkedin, wo mittlerweile 60 Elinvar-Mitarbeiter notiert sind (im November waren es 49). Man sieht es im Jobportal von Finleap selbst, wo Elinvar inzwischen Mitarbeiter für 29 offene Stellen sucht (im November: 21). Vor allem aber sieht man es: im Handelsregister. Denn wenn uns nicht alles täuscht, dann ist Elinvar (ein Joint-Venture von Finleap und dem Großversicherer Talanx) momentan dabei, so richtig fett zu funden. Hier die Einzelheiten: Finanz-Szene.de

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Bei Wirecard sind in Q1 das Transaktionsvolumen, die Umsätze und der Vorsteuergewinn zum Vorjahr zwischen 34% bis 41% gestiegen – was CEO Markus Braun ja auch so angekündigt hatte (keinerlei Auswirkungen der kritischen Medienberichte auf das operative Geschäft). Was gleichwohl auffällt, jedenfalls uns: Trotz eines Cashflows von 143 Mio. Euro sind die Bankverbindlichkeiten abermals gestiegen, nämlich um 150 Mio. Euro auf nunmehr 1,5 Mrd. Euro. Den Aktionären ist’s schnuppe. Nach einem Tagesplus von 5% auf 139 Euro notiert die Aktie auf dem höchsten Stand seit dem Beginn der Turbulenzen Anfang Februar. QuartalszahlenPräsentation

Kurzmeldungen: Auch der Aktionärsberater ECGS rät den Deutsche-Bank-Investoren, auf der Hauptversammlung der Deutschen Bank am 23.5. Aufsichtsratschef Paul Achleitner und drei weitere Vorstände nicht zu entlasten (FT (Paywall) +++ Die German Startups Group steigt mit 10% beim Fintech-Startup German Crypto Tech ein. (Pressemitteilung) +++ Wie zahlen die Deutschen online? So fragmentiert wie schon 2017 und mit geringen Verschiebungen. EHI Mitteilung +++

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