13/06/19: Frankfurter Bankgesellschaft, Commerzbank, Bux, Geno Broker

13. Juni 2019

Exklusiv – Wie die Sparkassen-Edelbank auf schwarze Zahlen kam: Im stets wachsenden Vokabular der „sonstigen Erträge“ ansonsten defizitärer Banken ist bei uns diese Woche der „Ertragszuschuss“ hinzugekommen. Kassiert hat ihn – und zwar in Höhe von 5 Mio. Euro – die Frankfurter Bankgesellschaft (Deutschland), eine Helaba-Tochter für besonders gut betuchte Kunden der Sparkassen-Gruppe. Und bezahlt hat ihn die in der Schweiz ansässige Mutter. Offizielle Begründung laut 2018er-Geschäftsbericht:  Finanzierung des Standort- und Leistungsausbaus. Praktisch: So wurde schwuppdiwupp trotz eines um 24% niedriger als geplant ausgefallenen Zinsergebnisses und eines um 7% niedriger als geplant ausgefallenen Provisionsergebnisses noch ein positives Netto-Jahresergebnis von 2 Mio. Euro. (Geschäftsbericht nicht online, aber hier bestellbar.)

Eigentlich wollten wir das Thema Coba/Comdirect-Panne ja ad acta legen. Aber der Vollständigkeit halber: Gestern, an Tag neun, nachdem die IT-Panne der Commerzbank als „behoben“ etikettiert wurde, beklagten Nutzer auf Facebook weiter fehlende Buchungen. Und twitterte das Social-Media-Team der Comdirect am Abend, man „bitte um Geduld“, werkele „mit dem Dienstleister an der Behebung der Störung“, arbeite Überweisungen „maschinell nach“ und habe Transaktionen „erneut angestoßen“. Auf Nachfrage teilt die Comdirect mit, es habe es eine „Störung bei einem externen Dienstleister“ gegeben, die nun behoben sei. Twitter,Facebook 

Den ganzen lieben, langen Tag haben wir gestern nach einer deutschen Fintech-Meldung gesucht – und gleich zwei gefunden, und zwar auf einen Streich: Das niederländische Zocker-Fintech BUX – ein Anbieter so genannter Differenzkontrakte (CFDs) – hat eine Finanzierungsrunde über umgerechnet 12,5 Mio. Dollar verkündet. Zu den Investoren gehört der deutsche (!) VC-Spezialist Holtzbrinck Ventures. Und mit dem Geld soll nun Ayondo Limited Partners übernommen werden, der britische Arm des (ursprünglich) deutschen Zocker-Fintechs Ayondo. Finextra

Kurzmeldungen:  Das Frankfurter Proptech McMakler kassiert in einer Finanzierungsrunde 50 Mio. Euro und ist nunmehr mit 230 Mio. Euro bewertet (Gründerszene) +++ Nach Finanz-Szene.de-Recherchen ist einer der beiden Geschäftsführer (nämlich Sven Burmeister) das Geno Brokers nicht länger Geschäftsführer. Wieso, weshalb, warum? Weiß man bei der Mutter DZ Bank angeblich selbst nicht +++ Arvato, Schufa und Swift planen eigene Datenplattformen, mit denen Banken den immer komplexeren „Know-Your-Customer“-Prozess abwickeln können (Süddeutsche) +++ Goldman Sachs verteidigt sein Engagement als Bankpartner hinter der „Apple Card“ – anders als von Rivale Citigroup gestreut, lohne das wirtschaftlich sehr wohl und sei nicht nur eine Prestigesache  (Finanzen.net)

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