28/05/19: Wird N26 gedisst?, 5-Mrd.-€-Erlass, Vaamo, Hauck

27. Mai 2019

Kann es sein, dass N26 von einigen Volksbanken da draußen „gedisst“ wird, wie man im Berliner No-Bullshit-Deutsch sagen würde? Der Nerd-Blog „Mobiflip“ berichtete jedenfalls gestern Vormittag, erste Banken hätten Überweisungen zu N26 „auf Eis gelegt“. Zwar belegten die Kollegen ihre These konkret nur anhand eines Beispiels der „Volks- und Raiffeisenbank Saarpfalz“. Allerdings: Die darüber hinaus aufgestellte Behauptung,  man wisse, „dass dieses Vorgehen kein Einzelfall ist“, dürfte stimmen – denn im Laufe des Tages hörten auch wir aus Finanzkreisen, manche VR-Banken überprüften momentan zumindest ausgewählte Transaktionen, wenn es um die Berliner Smartphone-Bank gehe. Immerhin: Bei einem Selbstversuch gelange es uns gestern, einen bescheidenen Geldbetrag von unserem Girokonto bei der Sparda-West taggleich und ohne Komplikationen auf das N26-Konto eine Bekannten zu überweisen. Ob wir das Geld jemals wiedersehen werden, steht auf einem anderen Blatt.

Gibt es eigentlich den Ausschuss für Finanzstabilität (Mitglieder: Buba, BMF und Bafin) noch. Und wie! Zu unserer Verblüffung existiert das 2013 geschaffene Gremium nicht nur weiterhin, es tagt sogar immer noch, und jetzt kommt’s: Es fast sogar Beschlüsse! So wurde gestern bekannt, dass der AFS (so das Kenner-Kürzel) die deutschen Banken verpflichten will, einen „antizyklischen Puffer“ von 0,25% zusätzlichem Kernkapital zu bilden. Wegen: Kreditrisiken, Zinsrisiken, potenziell überbewerteten Sicherheiten etc. pp. Hochgerechnet auf alle hiesigen Geldinstitute macht das makroprudenzielle Viertelprozent übrigens gut 5 Mrd. Euro. Mitteilung

Kurzmeldungen: Der Frankfurter Robo-Advisor Vaamo hat nach der Übernahme durch den englischen Wettbewerber Moneyfarm seinen Namen aufgegeben (Moneyfarm-Blog) +++ Nachdem bei Hauck & Aufhäuser bereits das Geschäftsjahr 2017 über alle Maßen fantastisch verlaufen war (siehe unsere Berichterstattung aus dem vergangenen Juni), vermeldet Chief Executive Officer Bentlage via „BÖZ“ für 2018 einen sogenannten Gewinn von 31 Mio. Euro (Börsen-Zeitung) +++ Die Commerzbank baut nach jahrelangem Schrumpfkurs ihr globales Korrespondenzbanken-Netz wieder aus … (Süddeutsche) +++ … und mindestens ebenso vermeldenswert erscheint uns, dass beim entsprechenden Pressegespräch der „Coba signature drink“ ausgeschenkt wurde (Twitter)

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