28/10/19: Dr. Peters/Zinsbaustein, Penta, Myos, cflox, Ownly

28. Oktober 2019

Exklusiv: Die Commerzbank erhöht die Kontoführungs-Gebühren für ihre Geschäftskunden drastisch. Im Zusammenhang mit der neuen Konzernstrategie „Commerzbank 5.0“ ist inzwischen fast alles einmal rauf- und runter diskutiert worden (die Sparziele, die Stellenstreichungen, der Verkauf der mBank, die Verschmelzung der Comdirect …) – bei einem Thema allerdings gab sich die Gelbbank auffällig wortkarg: Wie eigentlich denkt sie die Erträge zu steigern oder wenigstens zu halten? Dafür lassen die Frankfurter genau auf diesem Feld nun Taten statt Worte sprechen, wie Finanz-Szene.de entdeckt hat. Hier die Gebühren-Orgie im Detail: Finanz-Szene.de

Also, normalerweise empfinden wir den rebellischen Aktionär Karl-Walter Freitag ja eher als nervig und ignorieren ihn deshalb nach Kräften. Diesmal allerdings hat er der Deutschen Bank so richtig eins eingeschenkt. Denn: Wie zuerst der „Spiegel“ berichtete, hat das Landgericht Frankfurt auf Freitags Klage hin die Entlastung der (Ex-)Vorstände Sewing, Rohr, Ritchie und Matherat sowie des AR-Chefs Achleitner durch die Hauptversammlung im Mai für nichtig erklärt (AZ 3-05 O 54/19). Begründung: Die Deutsche Bank habe die Aktionäre unzureichend über den Beratungsvertrag mit dem eigenen Großinvestor Cerberus informiert (konkret ging es dabei um Haftungsrisiken sowie das Honorar). Wirklich materielle Konsequenzen hat das Urteil offenbar nicht.  Die Bank will in Berufung dennoch gehen. Spiegel.

Kurzmeldungen:

Nachdem sich die Commerz Real neulich an der Immo-Crowd-Plattform Bergfürst beteiligt hat, steigt der Vermögensverwalter Dr. Peters Group nun mit 25,5% bei Zinsbaustein ein. Hinweis: Zinsbaustein bitte nicht verwechseln mit Zinsland, die jüngst von Exporo geschluckt wurden. (FAZ )+++ Die zu Finleap gehörende Berliner KMU-Konto-App Penta expandiert nach Italien. Zusatzinfo: Für die Solarisbank,  auf deren Infrastruktur Penta mangels eigener Bafin-Lizenz zurückgreift, ist es das erste Mal, dass sie eine Partnerbank ins Ausland  begleitet (Mitteilung) +++ Das „Wie weiter mit der Commerzbank-Mandat?“ des Bundes soll der Boston Consulting Group laut BÖZ bis zu 540 Personentage bringen. Würden man mit 1000 Euro pro Tag rechnen, käme man auf 540.000 Euro. Aber wer rechnet schon mit 1000 Euro? (BÖZ) +++ Das Berliner Fintech Myos (Geschäftsidee: Vorfinanzierungen für Amazon-Händler) hat 10 Mio. Euro erhalten.  Wir vermuten allerdings: mehrheitlich Fremdkapital (eu.startups.comHB/Paywall) +++ Unser Recherchepartner „Startupdetector“ hat noch zwei kleine Fintech-Fundings da draußen entdeckt, und zwar für den Cashflow-Spezialisten cflox (Geld kommt von den Bestandsinvestoren) und für die W&Z Fintech GmbH, die hinter der Vermögens-App „Ownly“ steht (Geld kommt von der Mutter Warburg)

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