31/05/19: Commerzbank, DZ Bank, Savedroid, Holtzbrinck Ventures

30. Mai 2019

Die Commerzbank (deren Aktie gestern übrigens den zehnten Tag in Folge „rot“ schloss) holt eine Kommunikationspanne aus der Vergangenheit ein: Laut „Handelsblatt“ prüft die Finanzaufsicht Bafin, wegen einer zu spät veröffentlichen Ad-hoc über die im September 2016 vorgestellte „Strategie 4.0“ ein Bußgeld zu verhängen. Damals kursierten bereits tagelang Spekulationen um einen Konzernumbau und tauchte am Tag vor Veröffentlichung der Ad-hoc gar ein Brief von Vorstandschef Zielke im Intranet auf, in der er die Strategie und Sparmaßnahmen erläuterte. Die drohende Geldbuße? Im Höchstfall zwei Prozent des Jahresumsatzes und somit 195 Mio. Euro – praktisch aber wohl maximal ein einstelliger Millionenbetrag, wenn ähnliche Fälle der Maßstab sind. Handelsblatt

Bei der DZ Bank ist aber auch immer was anderes: Mal legen sich die Verluste des hauseigenen Transportfinanzierers DVB wie ein Schatten übers Ergebnis, dann die bilanziellen Wehwehchen der unglückseligen DZ Privatbank – und nun: Ist im Zusammenhang mit der Präsentation eher rudimentärer Q1-Zahlen von abgewerteten Südeuropa-Bonds im Portfolio der Immo-Tochter DZ Hyp und von einer erhöhten Risikovorsorge beim Konsumentenfinanzierer Teambank die Rede. Unterm Strich indes kann sich das Ergebnis dennoch sehen lassen: 548 Mio. Euro vor Steuern. Entsprechend optimistisch gibt sich die DZ-Bank-Führung, dass auf Jahressicht die 1,5-Mrd.-Euro-Marke, anders als 2018, geknackt werden wird. Welt/Bloomberg

Kurzmeldungen: Der französische Vermögensverwalter Amundi (der zuletzt ja auch Interesse an der DWS geäußert hatte) hat angekündigt, sein verwaltetes Vermögen hierzulande binnen drei Jahren auf 80 Mrd. Euro verdoppeln zu wollen (Reuters) +++ Die britische Bank HSBC plant den Abbau hunderter Stellen im Investmentbanking. Grund: Sorge vor geringeren Erträgen und einem Abschwung (FT, Paywall) +++ Nach der Last-Minute Absage des für heute geplanten Börsengangs von Abacus Pharma (Konsortium: Berenberg, Commerzbank, Nordea) steht der Zähler für Börsengänge im regulierten Markt in Frankfurt 2019 weiter bei: 0 (Mitteilung) +++ Die Fonds-Bewerter von Morningstar übernehmen für erstaunliche 670 Mio. Euro die kanadische Ratingagentur DBRS. Heißt für unsere Berliner Freunde von Scope: Ein Rivale (DBRS) weniger. Aber auch einer (Morningstar) mehr. (Seeking Alpha) +++ Kaum war es um Savedroid mal ein bisschen ruhiger geworden, kommt auf das Frankfurter Krypto-Fintech die Klage einer ICO-Anlegerin zu (Gründerszene) +++ Holtzbrink Ventures führt als Lead-Investor eine 5,4-Mio.-Dollar-Finanzierung des Londoner API-Fintech Yapily an (Techcunch)

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